Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 16. Juli 2018

Ungerechte Mütterrente

14./15. Juli: Kampf gegen Al­ter­s­ar­mut – das ändert sich bei der Rente. Bundesregierung will Mütter, Väter und Kranke besserstellen. Milliardenfonds soll Beitrag für alle stabil halten

Es ist ein Skandal. Da soll die Gattin des pensionierten Richters, die drei Kinder geboren hat und lediglich fünf Jahre berufstätig war, eine höhere Mütterrente erhalten als die Ehefrau des Klempnermeisters, die zwar nur zwei künftige Rentenzahler geschaffen hat, sich dafür aber anlässlich einer 25-jährigen Berufstätigkeit Monat für Monat solidarisch an der Finanzierbarkeit der laufenden Rentenzahlungen beteiligen musste, für Erwerbsgeminderte, Arbeitslose, Witwen und Waisen.

Eveline Dönselmann, per E-Mail

Bushaltestelle vor Elbphilharmonie

14./15. Juli: Elb­phil­har­mo­nie – eines der teuersten Park­häu­ser

Es wäre die Aufgabe des Veranstalters und nicht des Parkhausbetreibers den Gehbehinderten preiswerte oder kostenlose Parkplätze anzubieten. Ich verstehe nicht, warum zum Beispiel der Bus der Linie 6 (kommt vom Hauptbahnhof) nicht bis vor oder wenige Meter vor die Elbphilharmonie fahren kann. Es wäre vielen geholfen. Angeblich gibt es keine Wendemöglichkeit – Busse privater Reisegesellschaften (Touristen) können das aber. Wären die Parkpreise günstiger, gäbe es keine Chance dort einen freien Platz zu finden und eine Autoschlange an der Einfahrt.

Bernhard Kamphues, per E-Mail

Beispiel Mallorca

Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Kosten für das Parken pro angefangener Stunde berechnet werden. Im Ausland, zum Beispiel auf Mallorca wird nur die effektive Benutzung des Parkhauses berechnet. Das müssten wir technisch doch wohl auch hinbekommen.

Michael Eilers, Hamburg

Dank an die Bauarbeiter

14./15: Juli: Nacht­schicht... auf der A-7-Bau­stelle. Wo riesige Mengen Beton zur Fahrbahn werden – und die Arbeiter verstummen

Ich möchte mich für diesen interessanten und aufschlussreichen Bericht bedanken. Schon viele Male habe ich in meinem 69-jährigen Leben darüber nachgedacht, wie wunderbar es ist, dass wir Menschen haben, die für uns all die Straßen, Brücken und sonstige Bauwerke bauen und das wirklich im Schweiße ihres Angesichts. Oft dachte ich, wie stolz sie darüber sein müssen, all das mit ihrer Körperkraft und auch ihrem Teamgeist hergestellt zu haben. Und wie wir alle lesen konnten, sind es ausländisch klingende Namen von Menschen, die das für uns hier bauen. Ihnen allen gebührt mein herzlicher Dank. Ich finde sie und ihre Arbeit großartig und werde nun immer lächelnd an jeder Baustelle vorbeifahren, auch wenn ich mal im Stau stehen sollte.

Brigitte Simon-Enderl, Hamburg-Farmsen

Mit ruhigem Gewissen Obst essen?

14./15. Juli: Kann man mit ruhigem Gewissen Fleisch essen?

Wer sagt denn, dass wir mit ruhigem Gewissen Obst und Gemüse essen können? Die meisten kaufen doch ihre Lebensmittel im Supermarkt. Wenn dort dann Ananas und Mangos liegen, weiß man doch in der Regel nicht, unter welchen Bedingungen die Menschen leben und arbeiten, die diese geerntet haben. Und der Transportweg kommt dann auch noch dazu.

Ulrike Mansfeld-Stiegert, Hamburg

Senioren im Stich gelassen

5. Juli: Rahls­ted­ter Freibad zieht um

Bestimmt macht Bäderland in diesem Sommer ein gutes Geschäft. Es sei dem Unternehmen zu gönnen. Leider werden aber andere Besucher total im Stich gelassen. Die Bartholomäus-Therme, die besonders bei älteren und körperlich eingeschränkten Besuchern beliebt ist, ist seit dem 30. Juni geschlossen. Da zurzeit der Saunabereich renoviert wird, hat sich die Besucherzahl deutlich reduziert. Trotzdem gibt es eine größere Zahl von Badegästen, die teilweise seit Eröffnung des Bades als reines „Erwachsenenbad“ kommen. Jetzt im Sommer ist es nach mehr als 20 Jahren geschlossen, zum ersten Mal. Wird von den teilweise über 80-Jährigen erwartet, sich im Freibad zwischen die Kinder und Jugendlichen zu mischen? Hier wird zu Lasten von Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, gespart. Ist das wirklich nötig?

Hannelore Hafermalz, per E-Mail

Tiertransporte – schwer erträglich

13. Juli: Eine qualvolle Reise: EU-Re­­geln für den Transport lebender Tiere gelten auch außerhalb der Ge­mein­schaft. Ob sie ein­ge­hal­ten werden, ist kaum zu prüfen

Lebendtiertransporte in weit entfernte Länder sind mir schon lange ein Dorn im Auge. Ich finde es schwer erträglich, dass dies seit Jahren tagtäglich auf den Straßen stattfindet, ohne dass über Alternativen nachgedacht wird. Auch wenn es vermutlich nicht möglich sein wird, flächendeckend zu kontrollieren, ob tierschutzrechtliche Kriterien eingehalten werden, finde ich es bemerkenswert, dass der agrarpolitische Sprecher der Grünen sich mit dieser Situation befasst.

Astrid Köhne, per E-Mail

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