Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 16. Mai 2018

Rote Karte für Özil und Gündogan!

15. Mai 2018: Die Mann­schaft hat ein Problem. Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan huldigen dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan

Für dieses rüde Foul im Strafraum (Rückendeckung eines notorischen Despoten, inklusive seines antidemokratischen Denkens und Handelns) muss den Herren Özil und Gündogan die rote Karte gezeigt werden. Als Nationalspieler haben sie gefälligst die Werte unserer Verfassung zu vertreten.

Dr. Helmut Klingenfeld, Ahrensburg

Beim Fußball gehts nur ums Geld

Jetzt muss doch wirklich jedem klar sein, dass Nationalspieler wie Özil und Gündogan mit der Bundesrepublik Deutschland nichts, aber auch gar nichts am Hut haben. Im Profifußball gehts allein ums Geld. Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Gerade die beiden von Ihnen genannten Spieler sind ja bekannt dafür, nicht die hellsten Lichter auf der Torte zu sein. Dafür können sie sich aber erstklassige Berater leisten. Es passiert daher nichts, was nicht vorher genau geplant wurde. Das macht das Ganze für mich ziemlich unerträglich.

Peter Alsleben, per E-Mail

... dann bitte für die Türkei spielen

Die Mannschaft hat ein Problem, leider richtig. Hingegen ist es nicht richtig, dass wir alle gemeinsam die deutsche Hymne singen. Es gibt Nationalspieler, die das verweigern. Und nun sehen wir, dass ihr Herz ganz klar für „ihren Präsidenten“ schlägt. Dann doch bitte mit aller Konsequenz und in Zukunft in der türkischen Nationalmannschaft, dort werden sie dann sicherlich auch die Hymne mitsingen können. Ich kann nicht glauben, dass den beiden Spielern nicht bewusst war, welche Wirkung sie mit ihrem Verhalten erzielen. Auch wenn sie keine Politiker, sondern „nur“ Fußballspieler sind, kann man ihnen doch nicht pauschal Intelligenz oder einen gesunden Menschenverstand absprechen.

Birgit Knoblauch, Geesthacht

Bezahlbarer Wohnraum fehlt

15. Mai: Per­so­nal­man­gel wird auf Sylt zum Problem

Es machen doch alle mit, wenn es irgendwie geht, die Wohnungen teuer als Ferienwohnung zu vermieten oder zu verkaufen. Die Politik hätte schon vor vielen Jahren darauf reagieren müssen und für bezahlbaren Wohnraum für die Angestellten, aber auch für die Einheimischen und ihre Familien, die kein Eigentum haben, sorgen müssen. Aber man baut ja lieber Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels.

Gitta Uther, Seevetal

Jede Mücke wird instrumentalisiert

14. Mai: Verzögert nun eine Libelle die Elb­ver­tie­fung?

Deutschland schafft sich ab. Nachdem es offensichtlich nicht mehr möglich ist, große, durch Volksvertreter demokratisch legitimierte und mehrheitlich beschlossene Infrastrukturprojekte innerhalb eines vernünftigen zeitlichen Rahmens umzusetzen, muss sich der Gesetzgeber dringend über das Verbandsklagerecht der Umweltverbände Gedanken machen. Es ist ein Unding, dass trotz intensiver Beteiligung der doch wohl ausreichend sachkundigen Umweltbehörden der BUND, der Nabu und wie sie alle heißen, jede Mücke, jede Tellerschnecke, jede Fledermaus und jeden Wachtelkönig dazu instrumentalisieren können, öffentliche Großprojekte über Jahrzehnte zu verhindern. So wird eine Weltstadt und ein ganzes Land stranguliert und letztlich Gerichten und Gutachtern nach jahrzehntelangen Streitigkeiten die Entscheidung darüber überlassen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang längst beschlossene Projekte überhaupt noch umgesetzt werden. Die Verbände mögen ja klagen, aber die aufschiebende Wirkung solcher Klagen muss beseitigt werden – nur so kann sich das Land inzwischen weiterentwickeln.

Olaf E. Wirth, Undeloh

Fans setzen deutliches Zeichen

14. Mai: HSV will Pyro-Chao­ten raus­wer­fen

Schlimm, dass ein so stimmungsvolles Spiel vor vollem Haus so zu Ende geht. Nein, es waren keine Fans vom HSV, sondern eine kleine Gruppe hirnloser Chaoten, denen es nur um Krawall ging. Es bleibt zu hoffen, dass sie identifiziert und für Stadionbesuche deutschlandweit gesperrt werden. Es stellt sich allerdings die Frage, wie können Böller, Raketen und Bengalos überhaupt ins Stadion gelangen? Wenn bei einem Match mit diesem Gefahrenpotenzial derartige Gegenstände nicht konfisziert, eine Anzeige erstattet und den Besitzern der Einlass verwehrt wird, läuft etwas falsch. Danke den wirklichen Fans für die tolle Unterstützung der Mannschaft und den deutlich gesetzten Zeichen gegenüber den Chaoten.

Ulrich Gesolowitz, per E-Mail

Erinnerungen wachhalten

14. Mai: Europa ist großartig

Mit Begeisterung habe ich ihren Zwischenruf gelesen und kann dem nur zustimmen. Die junge Generation hat zum Glück (leider?) weder die mit Waffen geführten Auseinandersetzungen, noch die des kalten Krieges erlebt. Die Erinnerungen müssen wachgehalten werden, damit man den Status quo, der sicher noch verbesserungswürdig und –fähig ist, richtig bewerten kann. Ja, Europa ist großartig!

Torsten Werner, Bad Oldesloe

Einwegflaschen und Plastikbecher

14. Mai: 1,3 Millionen beim Ha­fen­ge­burts­tag

Solange Bier auch in Einweg-Plastikbechern am Hafengeburtstag ausgeschenkt wird, bleiben die Umweltmaßnahmen der Stadt Hamburg für mich ernüchternd.

Thorsten Hinrichsen, per E-Mail

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