Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 14. Mai 2018

Großartige Leistung der Polizei

12./13. Mai: Arbeiten, wenn andere feiern

Es ist wirklich großartig, was sie Polizei in unserer Stadt leistet. Es ist auch großartig, was andere Menschen in Berufen mit Schichtarbeit leisten. Aber man darf mal nicht vergessen, dass bei der Berufswahl jeder dieser Menschen wusste, was ihn erwartet. Und bezahlt werden diese Menschen auch dafür, das macht ja keiner umsonst. Nichtsdestotrotz ist die Polizeiarbeit sowie insbesondere die Arbeit von Menschen in pflegenden Berufen, die alle kleine Engel sind, ein dickes Danke wert.

Angelika Westphalen, Reinbek

Berührendes zum Muttertag

12./13. Mai: Das Schicksal einer un­ge­wöhn­li­chen Frau – Gedanken zum Muttertag

Ihnen, lieber Herr Schnitzer, bewegten Dank für Ihre sehr berührenden Gedanken an Ihre Mutter zum Muttertag.

Heidi Planton, Hamburg

Deutschland ist kein Vasallenstaat

12./13. Mai: ,Es wird keinen Han­dels­krieg geben‘. Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, im Gespräch

Der neue US-Botschafter benutzt die gleiche aufgeblasene Rhetorik wie sein Präsident und lässt in dem Interview erkennen, dass er offenbar die europäischen Staaten und insbesondere Deutschland als eine Art Vasallenstaat ansieht. Die Aktionen der USA sind nichts weiter als Wirtschaftsimperialismus. Dass er die Aussagen der internationalen Atomenergiebehörde zum Iran nicht zur Kenntnis nimmt und seine alternativen Fakten dagegen setzt, ist eine Sache. Die andere ist aber die grenzenlose Selbstüberschätzung der USA zu meinen, sie seien automatisch immer die Guten. Wer hat denn den Irak aufgerüstet als der gegen den Iran zu Felde zog? Und wer hat mit Lügen den Irak-Krieg angezettelt? Kann man es da dem Iran verdenken, dass er die USA als Unruhestifter wahrnimmt? Es geht ja der gegenwärtigen amerikanischen Regierung in erster Linie um einen Regimewechsel. Damit haben sie ja reichlich Erfahrung. Man denke nur an Cuba, Chile, Libyen oder Irak. Allerdings ist die Gefahr eines Flächenbrandes im Nahen Osten momentan extrem hoch, und Israel, das sich der Unterstützung der USA sicher wähnt, treibt ein gefährliches Spiel. Und wer garantiert uns, dass nicht Donald Trump durchdreht und die Atombombe einsetzt wenn es eng für ihn wird?

Peter Westendorf, Hamburg

Absurdes Katz-und-Maus-Spiel

11. Mai: Dealer, die sich einfach nicht vertreiben lassen

Das Katz-und-Maus-Spiel, das sich die Polizei und die Cannabis-Dealer seit Jahren in der Schanze und seit einiger Zeit nun auch auf der Balduin-Treppe liefern, ist in der Tat absurd. Es offenbart, wie überfordert die ohnehin schon überstrapazierte Polizei mit dem Drogenproblem ist und macht deutlich, dass durch diese ressourcenverschlingende Maßnahme weder der Konsum von Cannabis verringert noch das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessert wird. Zudem sind die seit Jahrzehnten praktizierten Repressionen nicht mehr zeitgemäß, wie die Legalisierung von Cannabis in einigen Bundesstaaten der USA und Kanada beweisen. Um den Schwarzmarkt auszutrocknen und die Polizei mit sinnvolleren Aufgaben zu beschäftigen, sollte Deutschland endlich eine Liberalisierung realisieren. Und ganz nebenbei könnte die Entkriminalisierung und Besteuerung von Cannabis dem Staat auch milliardenhohe Steuereinnahmen bescheren, die zur Aufklärung für einen maßvollen Konsum genutzt werden könnten.

Myriam Christ, Rahlstedt

Erfolg durch große Nachfrage

Warum sollten die Dealer sich vertreiben lassen, wenn offenbar die wachsende Nachfrage nach Drogen ihnen rosige Zeiten verspricht? Diese Menschen sind nach Deutschland gekommen, um schnell reich zu werden. Das dürfte auf legalem Wege schwierig werden, da sogar Einheimische mit Sprachkenntnissen, Studium und Job kaum auf einen grünen Zweig kommen. Das Problem sind nicht die Dealer, die kaum etwas zu verlieren haben und meist ohne Papiere oder sonstige Legitimation einreisen durften und nun eben ihre Träume hierzulande verwirklichen. Das wahre Problem ist die wachsende Zahl Drogensüchtiger in diesem Land, die Drogengeschäfte aller Art ankurbeln und nicht begreifen, dass sie damit ihr eigenes Leben und ihre eigene Zukunft zerstören. Die beste Waffe gegen Drogen und Dealer wäre eine ausbleibende Nachfrage.

Petra Isermann, per E-Mail

Grill in Deutschland produzieren

9. Mai: Hamburgs Hight­ech-Grill – die Idee kommt aus Afrika

Für sie sei es nicht nachvollziehbar, dass eine Nation wie Deutschland, die wie kaum eine andere Nation für Ingenieurs- und Blechverarbeitung stehe, so wenig ansprechende Grills produziere, sagen die beiden Entwickler Christian Knütel und Georg Paulsen. Außerdem wurde das Projekt mit einem Metallverarbeitungsbetrieb aus Uetersen entwickelt. Deshalb ist für mich nicht nachvollziehbar, warum die beiden dann nicht auch in Uetersen oder wenigsten in Deutschland produzieren lassen, sondern im europäischen Ausland.

Peter Francken, Ellerbek

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