Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 26. März 2018

Politische Scheingefechte

24./25. März: Gehört Islam zu Deutsch­land? Der Streit in der Union

Weder der höchst überflüssige und irritierende Satz des damaligen Kurzzeit- Bundespräsidenten Wulff „der Islam gehört zu Deutschland“ noch das soeben veröffentlichte Kontra des bayerischen Wahlkampfhelfers Seehofer sind Beiträge für die Lösung politischer Probleme. Es handelt sich vielmehr um eine politische Nebelkerze zur Erweiterung des rechten Spektrums vor der bayerischen Landtagswahl in diesem Jahr. Solange muslimische Mitbürger das existierende Grundgesetz in unserem Land achten, den Islam nicht als Legitimation zur Gewalt und Integration nicht als verbale Pflichtübung verstehen, gibt es keinen Grund für politische Scheingefechte auf dem derzeitigen Niveau. Nichtbeachtung wäre somit die angemessene Reaktion.

Michael Deil, Bargteheide

Moralischer Tiefpunkt

24./25. März: ,Der HSV ist kein Mo­ralapo­stel‘. Vorstand Wettstein verteidigt seinen in die Kritik geratenen Berater von Heesen

Wenn Moral für den HSV keine Rolle mehr spielt, dann ist er nicht nur in der Tabelle tief gesunken, sondern eben auch an einem moralischen Tiefpunkt angelangt. Mit einer derartigen Einstellung hat er auch kein (moralisches) Recht, Spieler wegen vermeintlichen Fehlverhaltens zum Rapport antreten zu lassen. Auch die HSV-Spieler müssen dann ja schließlich keine Moralapostel sein.

Jürgen Jeschke, Norderstedt

Sommerzeit am besten ganzjährig

23. März: Hurra, Sommerzeit!

Da nun angeblich 73 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung mit Hinweis auf den Mini-Jetlag ablehnen, der Rest der Deutschen jedoch die helleren Abendstunden im Sommer nicht missen möchte, könnten doch die Entscheider in der EU auf den ganz einfachen Gedanken kommen, die Sommerzeit ganzjährig einzuführen. Die Kinderzimmer kann man zum Schlafen mit Rollos verdunkeln. Damit wäre allen gedient, eine breite Zustimmung erreichbar und endlich Schluss mit dem Gejammer. Warum muss alles immer so kompliziert sein, wenn es auch einfach geht?

Annelie Kirchner, per E-Mail

Ein erfrischender Artikel

Endlich ein erfrischender Artikel zum Thema „Zeitumstellung“. Wir alle dürfen nicht vergessen, wie viel mehr Lebensqualität, wie viel mehr Zeit für gute Gespräche mit Freunden, wieviel mehr Zeit wir für die schönen Dinge des Lebens durch eine Stunde mehr Licht am Tag dank der Zeitumstellung gewinnen. Danke Nico Binde!

Thomas Scheidler, Dalberg

Bürgernähe geht anders

23. März: Steigen die städ­ti­schen Gebühren?

Jahrelang brachten wir unser Altpapier zu den im öffentlichen Bereich stehenden Sammelcontainern für Altpapier, bis wir den ständigen Forderungen der Stadtreinigung nachgaben und uns eine Tonne für Altpapier in den Garten stellen ließen. Unser Garten ist sehr klein und die Papiertonne nicht zu übersehen oder zu verstecken. Und jetzt sollen wir vermutlich für etwas bezahlen, was wir gar nicht haben wollten und auch nicht brauchen? Das hat mit der vielgepriesenen Bürgernähe nichts zu tun.

Heidemarie Lindner, per E-Mail

Kompetenzstelle Straßenverkehr

22. März: Per­so­nal­not: Polizei kann Hunderte Strei­fen­wa­gen nicht besetzen

Wir haben zu wenig Polizisten und Polizistinnen in Hamburg. Zum einen fehlt es an Nachwuchs, zum Anderen belasten wir unsere Polizeikommissariate aber auch mit unnötig vielen Aufgaben. So ist es eine regelrechte Hamburgensie, dass die Aufgaben einer Straßenverkehrsbehörde auf die Polizei abgewälzt werden. Ich glaube kaum, dass man junge Menschen motivieren kann eine Polizeiausbildung anzutreten, damit sie dann hinter einem Schreibtisch Anträge für Baustellenbeschilderungen abstempeln. Hier spart Hamburg eindeutig an der falschen Stelle. Anstatt eine geeignete Behörde für den Straßenverkehr einzurichten, müssen die wenigen Mitarbeiter der Polizei eine Doppelbelastung tragen. Es sollte doch möglich sein, dass die Polizei ihre Ressourcen für ihre Hauptaufgaben, nämlich den Schutz der Hamburger und Hamburgerinnen vor Verbrechen und die Verfolgung von Straftaten nutzen kann. Für den Straßenverkehr muss es endlich eine eigene Kompetenzstelle geben, damit auch diese Aufgaben nicht durch personelle Engpässe vernachlässigt werden.

Samina Mir, per E-Mail

Auch die Straßenschilder reinigen

20. März: Hamburg räumt auf – Senator ap­pel­liert zum Früh­jahr­sputz

Es ist schön, dass Hamburg aufgeräumt werden soll. Aber dazu gehört auch, dass die verklebten und verschmierten Verkehrszeichen und die Straßenschilder gereinigt werden. Gemäß meinen Beobachtungen in den Walddörfern ist es eine Schande solche Schilder zu hinterlassen. Wenn man Streifenpolizisten darauf anspricht, ist die Reaktion: Damit haben wir nichts zu tun. Typisch! Keiner fühlt sich zuständig.

Manfred Stöckigt, per E-Mail

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