Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 24. Februar 2018

In der rechten Ecke gelandet

22. Februar: Woher kommt der AfD-Er­­folg bei Ar­bei­tern, Herr Hoffmann?

Was Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder umtreibt, sind nicht in erster Linie Digitalisierung und Globalisierung, sondern die beispiellosen Fehler der merkelschen Flüchtlingspolitik, die von allen Parteien außer der AfD abgenickt wurde. Die dadurch entstandene immense Mehrbelastung in den Sozialsystemen muss größtenteils von der hart arbeitenden Bevölkerung getragen werden. Dass diese Fakten von Herrn Hartmann als Gewerkschaftsmann mit keinem Wort erwähnt werden, muss der allseits grassierenden politischen Korrektheit zugeschrieben werden. Wer diese Tatsachen anspricht, landet – wie die AfD – ganz schnell in der rechtspopulistischen Ecke.

Dorothea Ehlers, Hamburg

Sicherheit auf Radfahrstreifen

22. Februar: Pro­test-Ak­tion für sichere Radwege vor Schulen

Die Angst vor Radfahrstreifen ist so weit verbreitet wie irrational. Wenn alle Fahrstreifen (für Radfahrer und Kraftfahrzeuge) ausreichend breit sind, ist das Radfahren auf den Radfahrstreifen sicherer als auf klassischen Radwegen. Normalerweise halten sich alle Verkehrsteilnehmer an ihre Spur. Und nach einem Unfall zwischen zwei Kfz oder dem Zusammenbruch eines Kraftfahrzeugführers können Kraftfahrzeuge oder Teile von ihnen auch auf dem Bürgersteig oder in einem Vorgarten landen und dabei Radfahrer und Fußgänger auch dort schwer verletzen. Schnelle oder schwere Kfz durchbrechen nach Unfällen manchmal sogar die Mauern angrenzender Häuser. Radfahrer auf Radfahrstreifen sind zwar durch sich öffnende Autotüren gefährdet, wenn der Abstand zwischen den Parkplätzen und der Radverkehrsanlage zu gering ist. Dasselbe gilt aber auch für Radwege. Dafür leben Radfahrer auf Radwegen insbesondere im Bereich der Grundstücksein- und -ausfahrten und der Kreuzungen sehr viel gefährlicher als auf Radfahrstreifen. Gerade die von den Eltern geforderten Parkplätze zwischen Radweg und Fahrbahn sorgen dafür, dass Radfahrer auf Radwegen beim Abbiegen zu oft übersehen werden. Jedoch werden auch Radfahrstreifen die Radfahrerunfälle mit Rechtsabbiegern nicht vollständig verhindern, da es unsinnig ist, eine Geradeausspur (Radweg/Radfahrstreifen) rechts neben eine Rechtsabbiegespur zu bauen. Das ist, als ob das Ausfahren von der Autobahn nur vom Überholfahrstreifen aus erlaubt wäre. Wo immer möglich sollten Radfahrer auf der Fahrbahn fahren. Denn wer rechts abbiegen will, überholt nicht noch wenige Meter vor der Kreuzung oder Einfahrt.

Dr. Frank Bokelmann, Sparrieshoop

Entschuldigung reicht da nicht...

23. Februar: Die Alkoholfahrt des Vasilije Janjicic. Der HSV-Mittelfeldspieler verursachte angetrunken ohne Führerschein einen schweren Unfall

Diesem jungen Mann fehlt offenbar jegliches Unrechtsbewusstsein! Angetrunken, ohne Führerschein und mit total überhöhter Geschwindigkeit durch einen Tunnel zu fahren, ist nicht nur fahrlässig sondern höchst verantwortungslos. Und dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen, gibt er sich noch für seinen Zwillingsbruder aus. Das ist kriminell. Es hätte Tote geben können. Und dieser viel zu hoch bezahlte Profifußballer erhält dann auch noch Verständnis des HSV-Vorstandes. Ohne Worte! Eine Abmahnung hätte erfolgen müssen. Eine Entschuldigung reicht da nicht. Aber dieses Verhalten spiegelt die Situation des HSV in der Bundesliga wieder. Keine Moral, kein Pflichtbewusstsein, kein Interesse. Das Gehalt fließt ja reichlich, warum also anstrengen?

Ingrid Kallbach, per E-Mail

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