Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 15. Januar 2018

Vertrauen in die Justiz hergestellt

12. Januar: Der Rich­ter,­ über­ den die Stadt­ spricht

Endlich ein Richter, der mir das Vertrauen in die Justiz wiedergibt. Vorhandene Gesetze werden konsequent angewendet und durchgesetzt, dennoch bleibt er fair. Es ist mir egal, ob es deutsche oder aus dem Ausland stammende Verbrecher sind: Alle müssen wissen und spüren, dass es in Deutschland kein Recht auf Gewalt und Verbrechen gibt. Bei Zuwiderhandlung folgt die Konsequenz und das im vollen Ausmaß. Sollte ich jemals straffällig werden, kann ich „leider“

nicht mit einer schlimmen Kindheit/Jugend ein milderes Urteil erzwingen, etwas, was in meinen Augen völlig ungerecht in Deutschland ist. Wer eine Straftat begeht, muss sich im Vorwege über die Folgen klar sein, und diese müssen zügig eintreten.

Anke Petersen, Reinbek

Neues Logo steht für Qualität

10. Januar: Ein schöneres Logo für die
Ha­fenCi­ty? Hamburger Hochschul-Absolvent gewinnt mit seinem Entwurf einen Design-Preis

Jannick hat mit seinem Logo gezeigt, welche Qualität die HafenCity haben kann, nämlich der Einklang von Elbewellen, Blickbeziehungen und Plätzen zum Verweilen. Der Gedanke des aktuellen Logos, das Verschmelzen von HafenCity und Innenstadt, drückt eher einen Wunschtraum aus, den nicht einmal die Planer der ersten Stunde hatten, geschweige denn der Einzelhandel. Es wäre besser, dem südlichen Überseequartier, also dem so hochgelobten Herzen der HafenCity, ein spannenderes Leben einzuhauchen als nur den Konsum und das Geschäft mit den Kreuzfahrern.

Bruno Brandi, per E-Mail

Umwerfend sexy

12. Januar: Depeche Mode kommt wohl nie aus der Mode

Depeche Mode wird niemals aus der Mode kommen! Dave Gahan und seine Mannen sind seit Jahrzehnten Kult und „hip“, um es mit dem zeitgenössischen Begriff der Jugend auszudrücken. Neben dem eigenen, musikalisch variantenreichen Können der Mitglieder hat die Band mit Dave Gahan, ihrem charismatischen Frontmann, einen exzellenten Sänger und außergewöhnlichen Entertainer im Gepäck, der mit seiner sowohl Männer wie auch Frauen ansprechenden Art seinesgleichen sucht. Musik für die Masse und Menge zu produzieren, lässt einerseits den Geldbeutel klingeln, das ist nichts Verwerfliches. Schließlich freut sich über einen solchen Mainstream-Erfolg doch jeder Künstler. Aber Depeche Mode ist eben nicht nur profitorientiert, in ihren Texten findet sich die Seele wieder. Somit wird Depeche Mode ein Garant für die Ewigkeit bleiben. Eine Garantie für unverwechselbare Konzerte (mit Gänsehaut) und pure Lust auf Dave Gahan mit seiner Wahnsinnsstimme und -ausstrahlung, der hoffentlich noch sehr lange wie ein Irrwisch umwerfend sexy über die Bühne wirbeln wird.

Silvia Böker, per E-Mail

Ansturm weckt Begehrlichkeiten

6. Januar: 16.800 neue Bil­lig­tickets für die Elb­phil­har­mo­nie

Die Gier von Entscheidungsträgern wird immer größer. Der Besucheransturm von inzwischen über vier Millionen Gästen aus dem In- und Ausland bei der Elbphilharmonie weckt natürlich Begehrlichkeiten. Hat doch der Generalintendant Christoph Lieben-Seutter schon vor einem halben Jahr angedeutet, für den Besuch der Plaza fünf Euro zu verlangen. Ihm scheint entgangen zu sein, dass der Großteil der Kosten bis zur Fertigstellung des Gebäudes aus Steuermitteln der Hamburger Bürger und Bürgerinnen stammt. Viele Hamburger gehen mit ihren Besuchern mehrmals im Jahr auf die Plaza, um ihnen stolz das inzwischen weltberühmte Bauwerk zu präsentieren. Für Gästeführer im Bereich der HafenCity ist natürlich die Elbphilharmonie der erste Anlaufpunkt – hier stößt der Rundgang auf der Plaza immer wieder auf Begeisterung.

Jürgen Stauff, per E-Mail

Mit Taschenlampe auf den Gehweg

10. Januar: Wenn der Gehweg zur ge­fähr­li­chen Stol­per­falle wird

Sicherlich könnte die Stadt einige Gehwegunfälle vermeiden, indem die Fußwege besser beleuchtet werden. Ich frage mich schon seit langer Zeit, warum besonders die Bogenlampen ihr Licht auf die Fahrbahn werfen statt auf den Gehweg. Es hat schließlich jedes Kraftfahrzeug durch die Scheinwerfer selber die Möglichkeit, die Fahrbahn zu beleuchten. Sollen wir demnächst wegen der unebenen Fußwege bei Dunkelheit mit Taschenlampen oder Handscheinwerfern unseren Weg sicherer machen? Das wäre besonders gut zu händeln, wenn man Einkaufstaschen tragen muss.

Heidemarie Lindner, per E-Mail

Büros in die Kirche verlegen

10. Januar: Wie Hamburger Pastoren die Kirche retten wollen

Da es sich bei der Kirche oftmals um ein großes Gebäude handelt, das heutzutage nur noch wenig genutzt wird, sollte man alle Kirchen-Aktivitäten wie z. B. Büros, Treffpunkte für alte Menschen, Kinderhort usw. zukünftig in das Kirchen-Gebäude integrieren. Dann würde die Kirche wieder ein tatsächlicher Mittelpunkt der Gemeinde werden.

Wolfgang Westensee, per E-Mail

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