Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 6. November 2017

| Lesedauer: 4 Minuten

Lehrgeld für Falschparker

4./5. November: Zu teuer, zu weit weg: ,Schafft endlich den Autoknast ab. Vertrag über den Platz an der Ausschläger Allee läuft aus‘

Wieso werden die ganzen Autos denn abgeschleppt? Weil sie den Parkplatz für den Rollifahrer blockieren, weil sie Rad- oder Fußwege derart zustellen, dass sie andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Es stimmt doch gar nicht, dass schon abgeschleppt wird, wer falsch parkt. Dieses Vergehen wird lediglich „abgezettelt“. Die Spielstraße zustellen, kostet 15 Euro – mehr nicht. Wer abgeschleppt wird, sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen und darf gerne etwas Lehrgeld bezahlen.

Sören Janssen, Hamburg

Parken, wo es erlaubt ist

Jeder Autofahrer ist doch selbst seines Glückes Schmied. Parkt er nur dort, wo und wie es erlaubt ist, hat er auch keine Autoknast-Kosten.

Ulrich Flamme, per E-Mail

Überflüssiger Vorschlag der CDU

Was für ein überflüssiger Vorschlag von der CDU. Es macht mich einigermaßen fassungslos, von rigider Abzocke der Stadt Hamburg zu sprechen, die den Parksündern zu viel Geld abverlangt. Parksünder, denen es zum Beispiel völlig egal ist, ob sie Straßen zustellen, so dass die Feuerwehr nicht an ihren Einsatzort gelangen kann, Einfahrten blockieren und an absoluten Halteverboten parken, müssen bestraft werden. Doch als wirklich unverschämt und unsozial empfinde ich es, wenn Behindertenparkplätze benutzt werden, weil es so schön einfach ist. Niemand würde abgeschleppt werden, hielten sich alle Autofahrer an bestehende Gesetze und Regeln. In meinen Augen ist es absolut wichtig und richtig, dass es den sogenannten „Autoknast“ gibt.

Elfi Dröge, per E-Mail

Mehr Geld für den Staat

4./5. November: Olaf Scholz will Min­dest­lohn von zwölf Euro. Die Linke lobt den überraschenden Vorstoß

Dieser vielleicht gut gemeinte Plan wäre durch den Verlust vieler Arbeitsplätze insgesamt für die Arbeitnehmerschaft wohl nur ein Nullsummenspiel. Aber er würde dazu führen, die Steuereinnahmen für den Staat weiter wachsen zu lassen. Mit dem Wissen, dass von einem höheren Brutto beim Arbeitnehmer nur sehr wenig als Netto, oder wegen der Steuerprogression manchmal auch noch weniger als vorher, aber als ein (gewünschtes?) mehr an Netto in der Steuerkasse ankommt. Er hätte besser getan, sich für alle Sozialschwachen mit einer Anhebung des Steuerfreibetrages auf jährlich 12.000 Euro einzusetzen. Bei den heutigen fixen Lebenshaltungskosten müsste ein steuerfreies Einkommen, egal aus welcher Quelle es stammt, von 1000 Euro monatlich selbstverständlich sein. Und das wäre natürlich auch für die Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto.

Helmut von Binzer, Hamburg

EU-Kommission muss handeln

2. November: Das Milliardengeschäft mit EU-Pässen. Mit dem Verkauf von Staatsbürgerschaften sanieren Malta und andere Länder ihre Staatskasse

Eigentlich müsste es die EU-Kommission und die nationalen Regierungen längst zum Handeln gezwungen haben, aber anscheinend treibt es ihnen noch nicht einmal die politische Schamesröte ins Gesicht: Da begehren an den Außengrenzen der EU unzählige Asylsuchende und Wirtschaftsflüchtlinge Einlass in ein sie schützendes oder „Arbeit und Brot“ verheißendes Europa, denen man auf Biegen und Brechen den Zutritt verweigern möchte. Gleichzeitig verteilen – Malta vorneweg – eine Reihe von EU-Staaten großzügig Pässe und damit „EU-Staatsbürgerschaften“, wenn ihnen nur genügend Geld dafür rübergeschoben wird. Ob es sich bei diesen Neubürgern schon mal um einen Auftragskiller, um nur ganz gewöhnliche Wirtschaftsmagnaten handelt, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die schnelle Milliarde zu machen verstanden, oder es um sonstige andere zweifelhafte Gestalten geht, spielt keine Rolle. Geld stinkt nicht. Und wenn in Malta, dessen Ministerpräsident offensichtlich in mafiöse Strukturen verstrickt ist, eine nachforschende Journalistin deshalb ermordet wird, verstecken sich Kommission und Regierungen, wie bei den Pässen, hinter peinlichen Floskeln – alles „rein nationale Angelegenheiten“. Arme Gemeinschaft!

Ulrich Reppenhagen, per E-Mail

Richtlinien nicht eingehalten

2. November: Babys mit Keimen infiziert. Eltern in Sorge: Im Altonaer Kinderkrankenhaus haben sich mehrere Babys infiziert

Der Artikel verlangt nach einem Kommentar. Ein Ausbruch mit elf infizierten Neugeborenen durch Klebsiella spricht gegen die Behauptung, dass alle Hygiene-Richtlinien eingehalten wurden. Das ist eine Schmierinfektion durch Darmbakterien! Dem Bezirksamt Altona ist der Unterschied zwischen einer Antibiotikatherapie und einer Anwendung von Desinfektionsmitteln offenbar nicht bekannt.

Dr. Knut Schirrmacher, per E-Mail

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