Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 18. Oktober 2017

| Lesedauer: 5 Minuten

Ein vorbildlicher Kleinunternehmer

17. Oktober: An dieser Tankstelle gibt es alles – außer Benzin

Herr Keklikci ist nicht nur der freundlichste und kompetenteste Tankwart Othmarschens, sondern eine Institution. Die Tankstelle, die schon in den letzten Jahren schwer gelitten hatte durch den überflüssigen Ausbau der Kreuzung Liebermannstraße/Bernadottestraße zum Kreisel, ist viel mehr als eine Tankstelle. Es ist eine Art Sozialstation für alternde Autofahrer und Nachbarn. Keklikci kennt nicht nur die meisten Kunden mit Namen sondern ist immer zugewandt, freundlich und lustig. Es geht um sein Team, es geht um eine Institution. Hier wird auch Integration vom feinsten gelebt und erlebt. Viele Jahre konnte ich beobachten, wie hier vorbildlich ein Kleinunternehmer sein Unternehmen führt. Auch wenn ich kein Jurist bin, ein Tod, besonders der Tod des Vaters ist höhere Gewalt und Orlen und die Behörden wären gut beraten, wenn sie diese Tankinsel nicht mutwillig und willkürlich zerstören würden.

Thomas Schwieger, Hamburg

Rumgeeire vom Zünglein

17. Oktober: Niedersachsen vor dem Sprung in eine ungewisse Zukunft

Nach zwei bedeutenden Wahlen spielt der eloquente Vorsitzende der FDP wie in Jahrzehnten davor mit seiner Partei wieder das Zünglein an der Waage. Nicht nur dass sie bei der Bundestagswahl wieder den Einzug in das Parlament geschafft haben, sie sind ebenfalls noch entscheidend in einer Koalition mit dem wahrscheinlichen Anspruch auf das Finanzministerium. (...) Die Landtagswahl in Niedersachsen brachte ein Ergebnis, das es schwer macht, eine konstruktive Regierung zu bilden. Auch hier bringt die FDP durch ein merkwürdiges Verhalten, indem sie eine Koalition mit der SPD ablehnt, das Zustandekommen einer arbeitsfähigen Regierung in Bedrängnis. Sollte wider aller Erwartungen, wegen eines Nichtzustandekommens einer regierungsfähigen Bundesregierung, eine Neuwahl angesetzt werden müssen, werden die Wähler das Rumgeeiere dieser Partei mit Sicherheit zur Kenntnis genommen haben.

Jürgen Stauff, Hamburg

Bedürftige Stadtteile vergessen

17. Oktober: Neue Ideen zur Wie­der­be­le­bung der Altstadt. Initiative will den historischen Kern zu einem attraktiven Wohnquartier entwickeln – mit Boulevards und einem Steg über dem Nikolaifleet

Wie können schlichte Bürger diesem Senat deutlich machen, dass die wahren Bedürfnisse des Steuern zahlenden Menschen ganz andere sind, als oben genannte Pläne? Wieviel Geld wird wieder in Planungen über die Köpfe der Bürger hinweg verpulvert? Gerade ist in Rahlstedt durchgesetzt worden, dass das Freibad zum Sommer 2018 geschlossen wird. Als Alternative steht die erweiterte Schwimmhalle hoffentlich zur Verfügung. Der bedürftige Stadtteil Großlohe verliert somit die Schwimmhalle, die Kirche, den Jugendtreff. Bei der Zusammensetzung der Bevölkerung vor Ort bedarf es nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wie verloren die Kinder und Jugendlichen hier aufwachsen müssen. Das Geld, um in die „entfesselte“ Innenstadt zu fahren, werden die wenigsten Menschen hier haben.

Katja Müller, per E-Mail

Stadtreparatur im besten Sinne

Die Wiedergewinnung des Gestaltungsmusters der europäischen Stadt, u.a. Nutzungsmischung, Kleinteiligkeit, Fußwege statt Autoschneisen, einladend gestaltete öffentliche Plätze plus Stadtgrün in der „vergessenen Altstadt“ von Hamburg ist Stadtreparatur im besten Sinne. Ich wünsche der Initiative „Altstadt für Alle“ daher gutes Gelingen.

Markus Erich-Delattre, Hamburg

Kein Anspruch auf Regierung

16. Oktober: Die SPD ist wieder oben

Wieso und mit welchem Recht sind Herr Weil und die gesamte SPD der festen Meinung, Herr Weil hätte den unbedingten Anspruch wieder eine Landesregierung zu bilden und zu führen? Schließlich hat Herr Weil selbst jahrelang in Niedersachsen die Regierung geführt, obwohl er und seine Partei nach der Wahl 2013 nur die zweitstärkste Kraft im Landtag waren – und zwar mit noch größerem Abstand hinter der CDU, als sie seit Sonntag vor dieser liegt.

Manfred W.H. Kuhlmann, Hamburg

Wichtige Post per Einschreiben?

13. Oktober: Wenn der Briefkasten leer bleibt

Auch ich wundere mich über die Post. Am 10.10.17 bekam ich per Post eine Einladung zum 22.09.17. Eine Rückfrage ergab, dass diverse Kunden nicht zu dem Event kamen, weil auch hier die Post wochenlang unterwegs war. Kann man künftig nur Post per Einschreiben verschicken, um die Gewissheit zu haben, ob und wann diese zugestellt wird?

Kerstin Lafrentz, per E-Mail

Naturfläche wird geopfert

6. Oktober: Hier entsteht Hamburgs sport­lichs­ter Stadtteil

Warum werden immer mehr Menschen in die Stadt gezogen? Dadurch sinkt die Lebensqualität in unserer schönen Stadt Hamburg. Für den geplanten neuen Stadtteil Oberbillwerder wird eine große Naturfläche geopfert. Die Fläche liegt so tief, dass sie angefüllt werden muss, um nicht abzusaufen. Hoffentlich nimmt man dafür das im Überfluss in Hamburg vorhandene Material, den Hafenschlick.

Uwe Mundry, Ellerhoop

Tätowierte Spitzenmannschaft

16. Oktober: HSV steckt schon wieder in der Krise

Wenn die Kreativität auf den Rasen gebracht wird, die die Spieler für ihre Frisuren und Tatous aufbringen, könnte der HSV eine Spitzenmannschaft sein.

Bernd Mucksfelde, per E-Mail

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