Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 16. August 2017

| Lesedauer: 4 Minuten

Strand zur Entspannung erhalten

15. August: Elbradweg – Initiativen buhlen um Stimmen

Die Pro-Radweg-Initiative ist auf fragwürdige Weise von Rot-Grün in den Bürgerentscheid gehoben worden, und jetzt verschleiern sie mit Totschlagargumenten wie Barrierefreiheit, Strandaufwertung, rücksichtsvolles Miteinander etc. ihr wahres Anliegen: einen befestigten (Rad-)weg über den beliebtesten Strand Hamburgs. Jeder, der den Övelgönner Elbstrand kennt, ist sich über die Gefahren, die vom fahrenden Verkehr an diesem Ort ausgehen, gemischt mit spielenden Kindern, Hunden und allen anderen Strandbesuchern, bewusst. Sich hier auf Rücksichtnahme und eine angepasste Fahrweise der Radfahrer zu verlassen – in Zeiten der E-Bikes – ist realitätsfern. Von den Befürwortern wird auch immer nur der breite Abschnitt bei Ebbe gezeigt. Wie sich das Ganze bei dem größeren, viel schmaleren Abschnitt westlich des Schulbergs und bei den Gastronomien darstellen soll, darüber schweigen sie sich aus. Wer hier den kürzeren ziehen würde, ist jetzt schon klar. Die bereits von den beiden Initiativen gesammelten Unterschriften sprechen eine klare Sprache: Die überwältigende Mehrheit der Bürger möchte den Strand als entschleunigten Ort der Entspannung mitten in der Großstadt erhalten.

Katharina Marg, Hamburg

Strandradweg ist Quatsch

Man glaubt an einen Schildbürgerstreich, das Rot-Grüne Bezirksamt in Altona beschäftigt sich nun schon seit fast zwei Jahren mit einem Radweg am Elbstrand Övelgönne und verursacht weitere Kosten in Höhe von 200.000 Euro zu Lasten der Hamburger Steuerzahler. 200.000 stimmberechtigte Altonaer werden zu einem Bürgerentscheid aufgerufen. Gehört der Strand eigentlich allein den Altonaer Bürgern und nicht allen Hamburgern? Wenn schon ein kostspieliger Bürgerentscheid dann bitte für alle Hamburger. Ein Strandradweg ist auf Sand gebaut und nur Quatsch, die direkte Streckenführung an der Strand Perle vorbei mehr als gefährlich.

Gert-Rüdiger Wüstney, Hamburg

Geschwindigkeit anpassen

15. August: Kaputte Straßen: CDU kritisiert Verkehrspolitik. Anlass ist die hohe Zahl von durch Asphaltschäden verursachten Unfällen

Zum Thema Straßenschäden fällt mir ein, dass die Autofahrer eventuell ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen könnten? Wer wie ich fast täglich erlebt, wie Autos auf einer Straße mit zugegeben schlechter Fahrbahndecke (Mellenbergweg in Volksdorf), auf der 30 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 Kilometer pro Stunde fahren, wundert sich sehr über die Klagen.

Gudrun Stiegler, per E-Mail

Architektonisches Monstrum

14. August: Elbtower soll nächstes Wahrzeichen werden. Büros und ein Hotel geplant – Wohnungen nur schwer unterzubringen

Stadtplanung und Architektur haben neben rationalen Erwägungen unzweifelhaft auch viel Emotionales zu berücksichtigen, denn es wird ja nichts Belie­biges, sondern immerhin für den Lebensraum vieler Bürger geplant und gebaut. Aus dieser Sicht ist für einige bereits­ die Hafencity nicht gerade der große Wurf. Der geplante Elbtower als vermeintlich neues Wahrzeichen Hamburgs an den Elbbrücken könnte zur unge­heuren Bausünde dieser Epoche werden. Dieses architektonische Mons­trum passt weder in unsere Zeit und nicht an diesen Ort.

Horst Mahl, Wedel

Kein weiterer Gigantismus

Das positive Statement zum Bau des Elbtower kann ich überhaupt nicht verstehen. Mag es für Architekten und Bauingenieure auch ein interessantes Projekt sein, sollte man es unserer schönen Stadt nicht antun. Die aktuelle Hamburger Skyline mit ihren Kirchen der Elbphilharmonie den tanzenden Türmen usw. benötigt keinen weiteren Gigantismus. Für Wolkenkratzer gibt es genügend Spielwiesen in seelenlosen Städten Asiens, der Emirate und den USA. Bausünden dieser Größenordnung können nicht mal so eben beseitigt werden, wenn der Mainstream eines Tages andere Wege fordert.

Eggert Oldenburg, per E-Mail

Maritim mit Schraubverschluss

Das vorgestellte Modell des Elbtowers in der HafenCity ist sehr ansehenswert und wirkt entsprechend maritim. Optisch erstrahlt es wie eine große helle Designer-Buddel mit blauem Schraubverschluss. So ein Wahrzeichen passt wunderbar in das Hamburger Hafenbild.

Rita Humpke, Hamburg

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