Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 12. August 2017

Empfehlung für den Flughafen

11. August: HHLA entzieht der Hafenlöwin alle Aufträge

HHLA kündigt fristlos – dem Flughafen zur Nachahmung empfohlen. Die Situation ist vergleichbar. Auch am Flughafen werden durch die beauftragten Firmen nicht genügend Mitarbeiter zum Gepäcktransport bereitgestellt. Kein Wunder bei miesen Löhnen für schwere Arbeit, körperlich, nervlich, gesundheitlich. Und so läuft das schon jahrelang. Es ist an der Zeit, den Bereich Bodenverkehrsdienst seiner Bedeutung entsprechend aufzubauen. Das 10-Euro-Hilfsarbeiter-Image hält keinen bei der Stange. Die Verantwortung für einen ordentlichen Betrieb liegt beim Flughafen. Der in Aussicht gestellte Ausbau der Technik bis 2023 hört sich heute an wie Hohn und Spott, wird aber wohl hilfreich sein. Jetzt müssen Mitarbeiter geworben werden, die einen guten Job machen. Ein ordentliches Gehalt und Anerkennung im Beruf wirken da Wunder.

Dieter Lueken, per E-Mail

Wer soll da schlichten?

10. August: Der gefährlichste Konflikt der Welt

Wenn Kinder sich streiten, schreien sie sich zunächst an und beschimpfen sich gegenseitig. Oft endet es in Handgreiflichkeiten, bei denen dann die Erwachsenen schlichtend eingreifen. Bedenklich und besorgniserregend ist jedoch hier die Tatsache, dass die Kinder Staatsoberhäupter von Atommächten sind. Wer sollte da erzieherisch schlichten können?

Siegfried Kaminski, per E-Mail

Freimütiger Stil passt nicht mehr

11. August: Ein Spruch zu viel

Das staatliche Bezahlfernsehen (ARD) hat sich im gegenseitigen Einvernehmen von Mehmet Scholl getrennt. Der selbstbewusste und nicht gerade angepasste Herr Scholl wird wohl die Vorgaben der Programmdirektoren und Programmplaner der ARD nicht erfüllt haben, und sein freimütiger Stil passte einfach nicht mehr in deren Konzept. Schade, dass wir Zuschauer fortan auf die munteren Ausführungen eines Mehmet Scholl verzichten müssen.

Brigitte Herrmann, per E-Mail

Bunte Wände, fröhlicher Anblick

11. August: Wedel lässt Boden am Schu­lauer Hafen näher untersuchen

25 Jahre wohne ich jetzt in Wedel, meine fast täglichen Spaziergänge sind in Richtung Wedeler Hafen. Ich habe also den Bau des Hafens miterlebt und finde das Ergebnis wunderbar. Nun aber zur Hochwasserschutzwand. Zur Straßenseite war sie mit wildem Wein bewachsen – ein wirklich schöner Anblick. Aber plötzlich wurde alles ratzfatz gekappt und es kam eine für meine Begriffe noch total intakte Mauer zum Vorschein. Übrigens, der gekappte Wein fängt schon wieder an zu wachsen. Jetzt soll die ganze Wand abgerissen werden und durch Glaselemente ersetzt werden. Das ist doch totaler Blödsinn. Wer soll diese Wand dann putzen? Wäre es nicht netter, die Wand zur Wasserseite eventuell auch zur Straßenseite mit maritimen Bildern von dem bereits bewährten Sprayer der Wände unter dem Fährhaus bemalen zu lassen? Es könnten ebenso nur bunte Wände sein, schöne Farben sind immer ein fröhlicher Anblick; auch könnten mehr Motive von Ole West angebracht werden, denn die bereits vorhandenen sind doch nett. Dann sollte auf jeden Fall das Hafenmeisterhaus in seiner ursprünglichen Form erhalten bleiben.

Erika von Leesen, Wedel

Kostenlose Rechtsberatung

9. August: So werden ehemalige Politiker versorgt

Da habe ich einen ganz pragmatischen Vorschlag: Zukünftig sollten Ehrensold-Beziehern nur noch Ehrenämter erlaubt sein. Wir Steuerzahler alimentieren weiterhin üppig, der Ehrensold-Bezieher wäre weiterhin weit über Gebühr versorgt, aber er gäbe etwas an die Gemeinschaft der Mitbürger zurück. Christian Wulff könnte z. B. kostenlose Rechtsberatung anbieten oder sich anderweitig sozial einbringen. Der Persönlichkeitsentwicklung wäre das sicher zuträglich.

Petra Stessun, Hamburg

Verantwortung jedes Einzelnen

1. August: Die größten Sorgen der Deutschen

Ihre Umfrage beweist, dass die Deutschen mehrheitlich zufrieden mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in ihrem Heimatland sind, denn der Klimawandel ist genau wie die Angst vor Kriegen ein globales Problem, was nicht allein unsere Politiker lösen können. Auch die Gefahr von Terroranschlägen wird von außen an uns herangetragen. Also wünschen sich die Bürger, dass sich unsere Volksvertreter mehr in internationale Belange einmischen. Das erfordert Diplomatie und deutliche Aussagen über die Wünsche und Ziele des deutschen Volkes. Gleichzeitig sollten sich die Menschen bewusst werden, dass die Bekämpfung des Klimawandels im Verhalten des Einzelnen beginnen muss.

Christiane Mielck-Retzdorff, per E-Mail

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