Meinung

Leserbriefe 8. Juli 2017

Nur ein Ziel – Randale

6./7. Juli: Berichterstattung zum G20-Gipfel in Hamburg

Ich breche eine Lanze für die vor Ort arbeitenden Polizisten. Diese müssen um ihre Unversehrtheit fürchten, da die sogenannten Demonstranten der militanten Blöcke nur ein Ziel, das der Randale, kennen. Auch ich heiße nicht alle politischen Entscheidungen gut, habe auch an Demonstrationen teilgenommen, aber friedlich. Zudem müssen diese Chaoten sich fragen, ob sie irgendwo auf der Welt durch ihre Randale schon irgendeine Veränderung erreicht haben.

Beate Hardenack, per E-Mail

Straftaten ahnden

Es ist schon erstaunlich, dass die Behauptung des Schwarzen Blocks, er werde durch das martialische Auftreten und/oder das Verhalten der Polizei so provoziert, dass er sich durch Gewalttaten wehren müsse, von so vielen Menschen unkritisch übernommen wird. Dabei genügt ein Blick in die Gesetze, um festzustellen, dass Sachbeschädigung strafbar ist und körperliche Gewalt lediglich im Rahmen des Notwehrrechts zulässig ist. Daher handelt es sich bei den Gewalttaten des Schwarzen Blocks nicht um Notwehr, sondern um Straftaten, die entsprechend gerichtlich zu ahnden sind. Zudem ist noch zu bemerken, dass der Schwarze Block zwar behauptet, dass der G20-Gipfel nicht demokratisch legitimiert sei, er selbst jedoch über keinerlei demokratische Legitimation verfügt.

Beate Hille, per E-Mail

Gewalt erzeugt Gegengewalt

Ich habe kein Verständnis für das Vorgehen der Polizei bei der Demonstration am Donnerstag. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es von vornherein geplant war, diese Demonstration nicht stattfinden zu lassen. Es war offensichtlich, dass die Polizei den Fischmarkt für besonders günstig hielt, um die Demonstration sofort unter Vorwand zu stoppen. Wie scheinheilig, von Polizeiseite zu sagen, dass nach Abnahme der Vermummung der Demonstrationszug weiterlaufen könnte. Dieses Vorgehen ist ein Angriff auf unsere demokratischen Rechte. Wegen einiger vermummter Demonstranten wurde die Verhältnismäßigkeit über die Maßen strapaziert. Die Folge war, dass wütende Demonstranten randalierend durch die Straßen zogen. Gewalt erzeugt Gegengewalt, ein Naturgesetz, das sich die Hamburger Polizeiführung endlich vergegenwärtigen sollte.

Roland Susel, per E-Mail

Wunsch nach Erfolg des Gipfels

Ihre Berichterstattung ist einfach perfekt und ergreifend, ich fühle mich mittendrin und wünsche mir einen erfolgreichen Gipfel rundum. Glückwunsch und herzlichen Dank.

Inge Nolting, per E-Mail

Wichtigtuer-Demonstranten

Mir gehen in diesen Tagen vor allem diese Latte macchiato schlürfenden Wichtigtuer-Demonstranten, die sich so ungeheuer alternativ vorkommen und im Alltag doch auf keines ihrer Bedürfnisse verzichten wollen, entsetzlich auf die Nerven.

Karsten Müller, Buchholz

Positives Bild der Stadt zerstört

Ich bin erschüttert von der Vielzahl der verletzten Polizisten und traurig, dass das positive Bild, das die Welt von unserer schönen Stadt hatte, durch Autonome, die zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen, und Krawalltouristen in ein negatives verkehrt wird. Friedlich auf die Straße gehen und den Gipfelteilnehmern signalisieren, womit man unzufrieden ist, ist in einer Demokratie, in der wir zum Glück leben, erwünscht; aber das Leben und Eigentum anderer zu verletzen, das sind kriminelle Straftaten und liefern zudem der AfD eine Steilvorlage.

Ingrid Jänner, per E-Mail

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