Leserbriefe

Briefe an die Redaktion:

Ich wähle den Gemeinderat nicht

25. November: Die Christen haben
die Wahl. Die Vorstände von rund 1000
Kirchengemeinden werden neu besetzt

Meine Frau ist leider viel zu jung bereits vor gut 30 Jahren verstorben. Für die Verlängerung der Doppelgrabnutzungsberechtigung von 25 um weitere fünf Jahre musste ich 405 Euro zahlen. Jetzt, fünf Jahre später, wird aufgrund einer angeblichen Entscheidung des ­Kirchengemeinderats eine Erhöhung auf 600 Euro berechnet. Ich bin aus moralischen, psychischen, ethischen und Gründen der Wertschätzung gegenüber meiner verstorbenen Frau gezwungen, die überzogene und unbegründete Forderung zu erfüllen. Deshalb werde ich den Gemeinderat nicht wählen.

Joachim Voß, Hamburg

Motorisierte Lichterketten

25. November: Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt?

Advent, Advent,/ wer in Hamburg das nicht kennt: / Morgens, wenn die Sicht noch grau, / leuchten schon von Stau zu Stau / brummend die sehr wenig netten / motorisierten Lichterketten.

Georg Schulz, Hamburg

Kunsttanne auf der Binnenalster?

25. November: Als­ter­tanne ist ein Import aus Schles­wig-Hol­stein

Also nichts gegen den alljährlichen Weihnachtsbaum auf der Binnenalster. Warum dafür allerdings jedes Jahr mit einem riesigen Kostenaufwand eine meist gesunde Tanne gefällt werden muss, um sie dann zig Kilometer bis nach Hamburg zu transportieren, wo sie dann auf der Binnenalster aus der Entfernung und dank des Lichterschmucks ohnehin nicht mehr als echte Tanne auszumachen ist, ist mir ein Rätsel. Warum lässt man nicht einmalig eine künstliche Tanne anfertigen, die dann nur jedes Jahr erneut aufgebaut werden muss?

Uwe Terzenbach, per E-Mail

Maßloser Luxus-Streik

25. November: Lufthansa-Streik
bis Sonnabend verlängert

Der Lufthansa-Streik ist verantwortungslos. Die Piloten sollten es der Öffentlichkeit erklären, warum man von sechsstelligen Lohnsummen per anno leider in unserem Lande nicht angemessen leben kann? Es ist doch ein Luxus-Streik mit maßlosen Forderungen. Offensichtlich werden Unternehmensentscheidungen torpediert. Zudem ist es ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die am Existenzminimum zu leben haben und unsere Solidarität verdient hätten.

Rainer Neumann, Hamburg

Moralisch nicht nachvollziehbar

Wenn jemand eine Viertelmillion Euro im Jahr verdient, für noch mehr Geld streikt und den Hals nicht voll kriegt, dann ist das einfach unanständig. Unanständig gegenüber Arbeitgeber und Aktionären, Fluggästen und Otto Normalverbrauchern. Bei aller Wertschätzung für die Verantwortung eines Piloten und die finanzielle Eigenleistung bei der Flugausbildung: Für diese Streiks hat niemand Verständnis, und sie sind auch moralisch nicht nachzuvollziehen.

Dietmar Johnen-Kluge, per E-Mail

Realitätsfern

24. November: Iris Berben: Man schämt sich nicht mehr‘

In dem Interview mit Iris Berben wird wieder einmal deutlich, wie abgehoben und realitätsfern diese Leute sind. Da wird schlank behauptet, dass es kein Problem sei, ein oder zwei Millionen Flüchtlinge aufzunehmen. Über die daraus folgenden bekannten finanziellen und gesellschaftlichen Probleme wird dabei kein Wort verloren. Jeder, der diese Ansichten nicht teilt und sie kritisch sieht, wird natürlich sofort in die rechtspopulistische Ecke gestellt.

Ernst Mutz, per E-Mail

Rente nach Schweizer Modell

25. November: Ren­ten­ein­heit soll 2025 kommen

Warum müssen Beamte keine Pensionsbeiträge einzahlen und kriegen trotzdem den höchsten Abrechnungssatz ausgezahlt, sogar auf der Grundlage ihrer letzten Verdiensteinstufung? Ich weiß, dass dies ein Tabu-Thema ist. Aber es wird kein Weg daran vorbeiführen, sich ernsthaft mit dem „Schweizer Modell“ aus­ein­anderzusetzen, wo nahezu jeder Bewohner zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr in die gesetzliche Rente einzahlt. Und das funktioniert, ohne Neid-Debatten!

Peter Jäger Quickborn

Schwarzer-Peter-Spiel

24. November: An­ti­bio­tika-Tests werden Pflicht

Die Ärzte allein verantwortlich zu machen für den massenhaften Einsatz von Antibiotika ist ein falsches Schwarzer-Peter-Spiel. Der Grundstock dazu wurde durch die rot-grüne Regierung vor Merkel gelegt, als praktisch alle Naturheilmittel nicht mehr rezeptierfähig wurden und Ärzte seitdem bei Infekten der oberen Luftwege eigentlich nur Antibiotika und Cortison verschreiben durften.

Dr. med. Dietger Heitele, Hamburg

Einfach lächerlich

21. November: Ir­ri­ta­tion um
Nazi-Sym­bo­lik in Edeka-Wer­bung –
ein Auto mit Kennzeichen ,MU SS 420‘

Das ewige Theater um verbotene Buchstaben- und Zahlen-Kombinationen wegen angeblich nationalsozialistischer Belastung ist doch wohl langsam irrsinnig. Wer das konsequent durchziehen will, müsste die gesamte deutsche Sprache verbieten, weil Hitler und seine NS-Täter alle deutsch gesprochen haben. Und HH könnte man übrigens auch als „Heil Hitler“ interpretieren.

Rolf Tonner, per E-Mail