Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 27. Juli

| Lesedauer: 5 Minuten

Ein Politiker, der den Ton trifft

26. Juli: Joachim Herrmann – ein
Laut­spre­cher, ganz leise

In diesen zugespitzten Zeiten sticht der bayerische Innenminister als einer heraus, der wohltuend souverän Herz und Hirn in einem austarierten Verhältnis benutzt und, schwierig genug, stets den richtigen Ton trifft. Der Politikertypus Herrmann kann Ministerpräsident ...

Thomas Prohn, per E-Mail

Die Freiheit, das Land zu verlassen

25. Juli: Kubicki fordert harte Strafen für In­te­gra­ti­ons­un­wil­lige

Herr Kubicki spricht mir aus der Seele. Viel zu lange haben uns Politiker und Medien eingeredet, die deutsche Bevölkerung müsse Respekt gegenüber anderen Lebensgewohnheiten aus religiösen Gründen zeigen und tolerieren. Herr Kubicki stellt zu Recht fest: Wer hier leben will, hat sich unseren Gesetzen und unseren Bräuchen anzupassen und nicht umgekehrt. Religion ist Privatsache und hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Dahingehend sollte auch unser Grundgesetz geändert werden. Hier in Deutschland gilt deutsches Recht, ohne Ausnahmen. Es kann nicht sein, dass Moslems hier mit minderjährigen Mädchen leben oder gar mehrere Frauen haben. Auch Schächten und Körperverletzung aus religiösen Gründen (Beschneidung) sind hier gesetzlich verboten, und das sollte auch durchgesetzt werden. Wer glaubt, nicht nach deutschen Regeln leben zu können, hat die Freiheit, dieses Land zu verlassen.

Horst Zeck, Buchholz

Muslime aktiv gegen Terror

26. Juli: Wann hört das endlich auf? Würzburg, München und Ansbach

Ihre mehr als berechtigte Frage „Wann hört das endlich auf?“ könnte ganz einfach beantwortet werden mit: Wenn die Muslime – was noch nach keiner islamistischen Schandtat geschah – unter einem Motto wie „Für gewaltfreien Islam – stoppt den Terror im Namen unserer Religion“ aktiv im Kampf gegen den Irrsinn auftreten und damit zeigen würden, dass sie nicht zu den Befürwortern oder Duldern des Terrors gehören. Dabei könnten sie auch die Labilen in ihren Reihen auffangen. Solange das nicht geschieht, bleiben sie unter (ganz sicherlich ungerechtem) Generalverdacht und liefern der AfD fleißig Argumente.

Gerhard Klußmeier, Rosengarten

Die Spitze des Eisbergs

Würzburg, München, Ansbach – Warum hat es erst jetzt mit diesen Gewalttaten angefangen?, könnte die Frage besser lauten. Flüchtlinge aus einer ganz anderen Kultur, in der Scharia, Blutrache oder Zwangsheiraten zum täglichen Leben gehören, befinden sich jetzt in Aufnahmeeinrichtungen und warten auf die Entscheidung ihres Asylantrags. Verdammt zum Nichtstun – da können sich schnell Aggressionen aufbauen. Minderjährige sind mitunter in Gastfamilien und halten Kontakt über Smartphone oder Internet und werden unter Druck gesetzt, endlich Hilfe oder Geld zu schicken. Die schnelle Aussicht auf ein besseres Leben in Deutschland rückt für viele Flüchtlinge in weite Ferne, wenn die Perspektiven für Integration, Deutsch lernen oder eine Arbeit zu finden aussichtslos werden. Der ideale Nährboden für IS-Anwerbungen baut sich auf. Wenn Deutschland nicht das Paradies auf Erden werden kann, dann bomben sich die Enttäuschten eben selbst ins Paradies. Das ist die Realität, die niemand sehen will. Machen wir uns nichts vor: Unsere Kultur und die sehr vieler Flüchtlinge sind eben nicht kompatibel. Die jetzigen Terrortaten sind erst die Spitze eines Eisberges.

Dietmar Johnen-Kluge, per E-Mail

Strafe der Freizügigkeit

25. Juli: Leitartikel: Angst in den Städten

Erstklassiger Beitrag. Der Rückgriff auf Enzensberger führt uns tatsächlich an das Grundproblem dieser Tragödien. Leider gibt es keinen Trost und keinen Weg; die allzu großzügige Mitmenschlichkeit und Freizügigkeit wird ihre Strafe erhalten. Dieser gigantischen und unerwarteten Herausforderung waren Europas Regierungen nicht gewachsen. Kein Vorwurf! Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Aber alle Achtung vor diesem Artikel. Vergleichbares habe ich heute nirgendwo gelesen. Matthias Iken gräbt eben immer einen Spatenstich tiefer als manch andere Kollegen.

Alfred Spohr, Norderstedt

Gefahr droht auch nach US-Wahl

Für die Gesellschaft ist es kein Trost, für den Einzelnen vielleicht doch: Die statistische, prozentuale Gefahr, dass gerade ihn der Blitz oder die Tat eines Irren trifft, ist verschwindend gering. Andererseits schaffte es ein Einzeltäter sechs Jahre nach seiner Machtergreifung in Deutschland, den Zweiten Weltkrieg zu entfesseln, 55 Millionen Tote zu generieren und eine noch größere Zahl Unschuldiger ins Elend zu stürzen. Gefahr droht uns in Deutschland und Europa derzeit nicht nur aus Nahost. Aktuell begründet sich für uns eine möglicherweise noch größere Gefahr durch einen Einzelnen nach der Präsidentenwahl in den USA.

Peter Hülcker, Norderstedt

Jetzt werden Probleme deutlich

26. Juli: Nicht unter Generalverdacht
stellen

Wieder wird in großen Zeilen gebeten, die Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht zu stellen. Das ist sicher richtig und gut gemeint, um die Flüchtlinge zu schützen. Ich vermisse aber eine kritischere Einstellung der Politik zu den Vorfällen mit Flüchtlingen und ihren kriminellen Taten. In Erinnerung sind mir die Parolen der Politiker 2015, als die Bevölkerung beruhigt werden sollte. Da hieß es: Kein mutmaßlicher Terrorist oder Krimineller wird die Flüchtlingsrouten nutzen, um nach Deutschland zu kommen. Dann ließ unsere Kanzlerin im Alleingang, ohne das Parlament zu befragen, Tausende Flüchtlinge unkontrolliert ins Land, und jetzt werden die Probleme sehr deutlich.

Matthias Müller, per E-Mail

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