Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 2. Mai 2016

| Lesedauer: 4 Minuten

Mehr Ausgaben dieser Art

30. April/1. Mai: Das schönste Abend­blatt des Jahres

Die Sonnabend-Ausgabe war eine gelungene Überraschung für unsere Familie und macht Lust auf einen Besuch unserer neu gestalteten Hamburger Kunsthalle! Als Ergänzung der aktuellen Tagesthemen stellen Sie malerisch einen Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart dar und stellen uns Lesern so nebenbei bedeutende Kunstwerke vor, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Wir wünschen uns noch viele weitere Ausgaben dieser Art, vorzugsweise regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat, und nicht nur jetzt zur Wiedereröffnung der Kunsthalle, denn Kunst sollte möglichst oft im Alltag präsent sein, und auch Werke „Alter Meister“ sind oftmals aktueller, als man gemeinhin glaubt.

Familie Paap, Hamburg-Rahlstedt

Ein Augenschmaus

Ja, das ist heute wirklich das schönste Abendblatt, das ich je in Händen hielt. Ein Augenschmaus der Superlative! Vielen Dank für diese wundervollen Bilder und die viele Arbeit, die wahrscheinlich dahintersteckt.

Anita Mertz, per E-Mail

Gelungene Auswahl

Zu dieser Ausgabe kann ich Ihnen nur gratulieren. Ich finde die Auswahl der Gemälde und Fotos in Verbindung mit den Artikeln außerordentlich gelungen, das ist einmal etwas ganz Besonderes. Vielen Dank dafür.

Karen Röper, per E-Mail

Leitbild aus 60er-Jahren

27. April: Innenbehörde lehnt geplante Fahrradstraße in Wandsbek ab. Im Streit um Walddörferstraße feiern Anwohner ersten Etappensieg

Das ist ja interessant. Die Innenbehörde will „gerichtsfeste Fahrradstraßen“ und kennt sogar die einschlägigen Bestimmungen. Ob sie bei der Beurteilung des Sachverhalts richtig liegt, können vermutlich auch die Experten kaum vorhersagen. In einer Fahrradstraße, die Teil einer Veloroute ist, ist es durchaus vorstellbar, dass der Radverkehr vorherrschend wird. Mein Vorschlag: Die Innenbehörde sollte auch endlich auf „gerichtsfeste Radwegbenutzungspflichten“ achten. Erst im Februar 2016 hat das Verwaltungsgericht nach einer Besichtigung der Radwege in der Alsterkrugchaussee die Verhandlung unterbrechen müssen, um den Behörden (viel) Zeit zur Nachbesserung zu verschaffen. Andernfalls hätte die Innenbehörde dort eine vernichtende Niederlage einstecken müssen. Derzeit gilt: „Mal gerichtsfest, mal egal.“ Die Innenbehörde ist offenbar noch immer eine im Leitbild der autogerechten Stadt der 60er-Jahre eingemauerte Beamtenfestung.

Frank Bokelmann, Sparrieshoop

Abbau der Diskriminierung

29. April: Blauer Brief aus Brüssel für Dobrindt

Diskriminiert werden doch zunächst deutsche Autofahrer, weil diese in Deutschland Kfz-Steuer zahlen müssen, ausländische jedoch nicht. Wenn die deutsche Kfz-Steuer im Zuge der Einführung einer Maut für alle entsprechend reduziert wird, ist das keine Diskriminierung von Ausländern, sondern ein Abbau der Diskriminierung der deutschen Autofahrer. Entsprechendes kennt man bei der Einfuhrumsatzsteuer, die bei Einfuhr von Waren aus der EU erhoben wird, als Ausgleich für die inländische Umsatzsteuer. Andernfalls wären deutsche Waren gegenüber ausländischen diskriminiert.

Gerd Schreiber, Hamburg

Durchsichtig kalkuliert

Das Format eines Macchiavelli hatte der Verkehrsminister Dobrindt wohl eher nicht, als er seine Mautpläne mit europäischem Recht vereinbar machen wollte. Nun überlässt er mit bayrischer Chuzpe, aber durchsichtig kalkuliert, dem EUGh die Klärung, ob eine Diskriminierung ausländischer Autofahrer vorliegt. Wenn das Gericht dies bejahen sollte, und vieles spricht dafür, kann der Herr Minister mit traurigen Blicken den deutschen Autofahrern und Kfz-Steuer entrichtenden Inländern verkünden, dass er das Beste für sie gewollt habe, aber leider, leider sich an den Richterspruch zu halten habe, die Pkw-Maut für alle einzuführen – na, dann eben ohne Steuerermäßigung, so- dass Schäubles Kasse so richtig klingeln kann. Da in die Finanzierung des Bundesverkehrswegeplans 2030 mit größter Wahrscheinlichkeit die Mauteinnahmen bereits eingerechnet sind, müssen die ja schließlich von irgendwoher kommen. Da finanziert’s sich natürlich schön mit der Maut für alle.

Ulrich Reppenhagen, per E-Mail

Einfach nur wütend

Für jeden Bürger ist doch schon jetzt klar, dass wir alle Mautgebühr werden bezahlen müssen. Nach dem verlorenen Prozess vor dem Europäischen Gerichtshof wird sich Herr Dobrindt hinstellen und sagen, liebe Bürger, ich hab ja alles versucht, aber mit der Rückerstattung über die Kfz-Steuer wird es jetzt leider nichts. Es macht einfach nur wütend, dass Herr Dobrindt uns alle für so blöd hält. Der Staat braucht keine zusätzlichen Einnahmen zur Erhaltung des Verkehrsnetzes, unser Staat nimmt so viel Steuern ein wie nie zuvor. Der Staat soll endlich ordentlich mit den Einnahmen umgehen und sollte vor allem die Schulden abbauen.

Gitta Uther, Seevetal

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