Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 30./31. Januar

| Lesedauer: 5 Minuten

Unsere Zukunft

29. Januar: Bewohner klagen gegen Kin­der­lärm

Es ist traurig, was in einigen Köpfen im sonst so liberalen Stadtteil St. Georg so vorgeht. Was sind das für Menschen, die gegen Kinder klagen? Wir leben direkt neben einer Kita mit angeschlossener Gartennutzung. Natürlich ist es am Tage lebendig und manchmal etwas lauter, aber das passiert am Tage und ab 18 Uhr ist die Kita geschlossen, und es kehrt Ruhe ein. Die Kinder sind unsere Zukunft, und man darf sie nicht vertreiben. Ich empfehle den „gestressten“ Bewohnern, zum Wohle der Kinder wegzuziehen.

Markus Schmidt, per E-Mail

Toleranzgrenze überschritten

28. Januar: Leitartikel. Kultureller Kniefall

Bravo für Ihren Leitartikel, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Bei allem Respekt für den Islam ist meines Erachtens das Ende der Toleranz erreicht. Wenn es hier bereits Schwimmen für Musliminnen gibt, die Klassenarbeiten in der Schule auch mit den muslimischen Feiertagen abgestimmt werden müssen und es in den Kindergärten nur noch vegetarische Kost gibt, nur um keiner Religion auf die Füße zu treten, dann ist die Toleranzgrenze überschritten. Wer hier leben will, sollte sich den Gepflogenheiten der ­„Einheimischen“ anpassen und nicht umgekehrt. Man kann sich vor lauter Toleranz nicht zum Sklaven Andersdenkender machen.

Ingrid Kallbach, per E-Mail

Falsches Verständnis

Wie lange wollen wir die Werte, Symbole, Kunst, Kleidung etc. einem falsch verstandenen Verständnis für die Muslime opfern? Wir verlieren unsere Identität und die der Muslime wird uns überschwemmen. Ein Beispiel zur Toleranz und Integration: In der Vorschulgruppe der Tochter, 5, eines Freundes besprachen die Kinder verschiedene Religionen. Daran sollte sich der Besuch einer Kirche und einer Moschee anschließen. Die muslimischen Kinder durften an dem Kirchenbesuch nach dem Willen ihrer Eltern nicht teilnehmen. Meine Gefühle werden jedoch verletzt, wenn unsere „Gäste“ ein Frauenbild in sich tragen, das dem finstersten Mittelalter entspricht, Frauen für sie Freiwild sind. Und wollen wir glauben, dass in Großsiedlungen, wenn sich die jungen Männer ohne Beschäftigung den ganzen Tag allein überlassen sind, sich das Verständnis für unsere aufgeklärte Kultur einstellen wird? Nur unverbesserliche Optimisten werden dies tun. Und wir stehen erst am Anfang der Flüchtlingswelle.

Harald Danck, per E-Mail

Was sinnvoll wäre

28. Januar: Notfall-Streit: Patienten wehren sich

Die meisten Notfälle am Wochenende sind zwar Bagatellfälle, was die Patienten aber nicht wissen können und von daher schuldlos sind. Ansprechpartner im Krankenhaus sind fast immer Assistenzärzte in der Ausbildung, während niedergelassene Ärzte, auch Hausärzte, auf eine Ausbildungszeit inklusive Studium von meist elf Jahren verweisen können und danach jede Menge Erfahrung gesammelt haben. Da auch Ärzte auf ihre Gesundheit achten und ihre Familien ernähren müssen, geht es jenseits der immer wieder geforderten Helfermentalität auch hier um Geld und Freizeit. Da die ambulante Behandlung durch niedergelassene Ärzte zum größten Teil nicht leistungsgerecht, sondern pauschaliert ist, hält sich die Begeisterung für zusätzliche Notfall-/Wochenendsprechstunden in Grenzen, zumal die ambulante Notfallvergütung im Vergleich zu den Kliniknotfallpauschalen ein Almosen darstellt. Die von der Kassenärztlichen Vereinigung eingerichteten Notfallpraxen sind zwar personell gut ausgestattet, aber eben nicht flächendeckend und im Gegensatz zu den Kliniken nicht gerade parkplatzfreundlich, Beispiel Stresemannstraße. Sinnvoll wäre es, vertraglich mit den Kliniken abgesichert, dort ärztliche ambulante Praxisgemeinschaften anzusiedeln, die am Wochenende auch im Sinne einer Clearingstelle agieren. Am sinnvollsten wäre es allerdings, wenn Gesundheitsexperten aus dem ärztlichen Bereich kämen und die entsprechenden Minister-/Senatorenposten mit Personen besetzt würden, welche mit dem Gesundheitssystem von der Pike an vertraut sind, das heißt Ärzten und nicht verdienten Parteifreunden.

Dr. med. Dietger Heitele, Hamburg

Fahrprüfung ab 70

25. Januar: Unfallforscher fordern Tests für Senioren am Steuer

Die Einforderung einer Fahrprüfung für ältere Verkehrsteilnehmer sollte nicht mit dem so belasteten Begriff der Diskriminierung versehen werden, wie leider von neunmalklugen Menschen bereits ausgedrückt. Eigenverantwortung ist gefragt. Betroffene Fahrer oder Fahrerinnen, denen nahegelegt wird, nicht mehr am Autoverkehr teilzunehmen, sollte eine kostenlose HVV-Karte für ein Jahr angeboten werden. Ein Ja zur Fahrprüfung ab 70! Die Negativbeispiele für ein schlechtes überblickendes Fahren erlebt man bereits auf den Parkplätzen der großen Selbstbedienungsläden, vom allgemeinen Verkehr dann ganz zu schweigen.

Klaus-Peter Müller, Hamburg

Geld vor Vernunft

Es ist höchste Zeit, eine obligatorische Prüfung für Senioren einzurichten, bevor weitere schlimme Unfälle stattfinden. Diese Personengruppe (im Gegenteil zu jüngeren Autofahrern) ist für die Autoindustrie bedeutsam und verfügt über größere finanzielle Mittel. Da fast immer das Geld vor Vernunft steht, wird sich sobald nichts ändern.

Christina Ahrens, per E-Mail

„Jetzt mal alle abhusten“

27. Januar: Vom Röcheln im Zuschauerraum

Endlich sagt es mal jemand. Gerade in Theatern mit älteren Zuhörern ist die Husterei besonders häufig und lästig, besonders nach der Zigarettenpause. Da leider das Zuhausebleiben kaum erwogen wird und Bonbons das Problem auch nicht lösen, schlage ich vor: Wenn Husten überhandnimmt, machen die Schauspieler eine kurze Handlungspause und sagen ganz laut „Jetzt bitte alle mal abhusten“, um dann fortzufahren. Das hilft, ich bin da ganz sicher.

Thomas Freund, per E-Mail

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