Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 20. Februar 2015

Lesedauer: 5 Minuten

Konsequent durchgreifen

19. Februar: „Wenn Autofahrer Retter blockieren“ und Leitartikel „Hilflose Rettungskräfte“

Danke, dass Sie aufzeigen, wohin die Disziplinlosigkeit und Rücksichtslosigkeit gerade auch im Ernstfall führen können. Halte- und Parkverbot ignorierende Autofahrer blockieren ja auch sonst Rad- und Fußwege und gefährden andere. Leider unternimmt die Polizei viel zu wenig, um die für uns alle geltenden Regeln zu überwachen und Verstöße zu sanktionieren. Solange es keinen schmerzt, wird sich daran nichts ändern. An Vernunft und Einsicht zu appellieren nützt nichts. Hier ist auch der neue Senat gefordert, endlich die Mittel dafür bereitzustellen, dass viel mehr „Gelbe Karten“ in Form von Bußgeldern verteilt werden. Dann wird es hoffentlich wenigstens schrittweise besser.

Ewald Hauck

Nur mal eben ...

Ich habe in Ottensen gewohnt, wo es auf dem Hinterhof private Stellplätze gab. Die Einfahrt zum Hof diente auch als Feuerwehrzufahrt – mit Beschilderung. Sie wurde von „Kurzparkern“ permanent zugestellt, im Besonderen von Müttern, die aus der danebenliegenden Kita nur mal eben ihr Kind abholen oder wegbringen wollten. Daraus wurden dann öfter zehn bis 15 Minuten, weil man ja noch ein Schwätzchen halten musste. Da half auch kein Hupen. Wenn diese Autofahrer(innen) irgendwann auftauchten und man sie darauf ansprach, kam eigentlich immer dasselbe: „Ich wollte doch nur mal eben…“ Ob man andere damit behindert oder ihnen gar Schaden zufügt, interessierte nicht.

Holger Karstens

Realität schlägt Unsinn

Vor einiger Zeit forderte in Groß Flottbek die Polizei per Flugblatt die Anwohner auf, nicht mehr mit einer Fahrzeugseite auf dem Gehweg zu parken, sondern nur noch auf der Straße. Das hätte an manchen zu schmalen Straßen die Durchfahrt für Rettungswagen, Feuerwehr und Müllabfuhr etc. unmöglich gemacht. Begründung: Die Gehwege müssten geschont werden. Die Autos könnten ja versetzt geparkt werden. Es scheint aber so viele Proteste bei der Polizei gegeben zu haben, dass dieser Unsinn nicht weiterverfolgt wurde.

Carl-Wilhelm Lohmann

Vorbild New York

Appelle an die Achtsamkeit wie im Kommentar werden nichts ausrichten. New York lässt Polizei und Fire Department patrouillieren: Wer Hydranten blockiert, Rettungswege oder Feuerleitern wird ruck, zuck abgeschleppt. So geht das, und es gehört wohl auch zum rustikaleren Umgang miteinander in wachsenden Millionenstädten.

Askan Siegfried

Wann ist der Spuk vorbei?

19. Februar: „Lokführer wollen wieder streiken“

Für mich ist die Bahn gerade in den Wintermonaten immer die erste Wahl für größere Fahrten. Nun habe ich nächste Woche einen wichtigen Termin und bereits Fahrkarte und Hotel gebucht. Wie kann nur ein Landesarbeitsgericht beurteilen, dass ein vier Tage langer Streik bei der für die Infrastruktur eines Landes so wichtigen Bahn noch verhältnismäßig ist? Haben diese Richter den Bezug zur Realität verloren? Die GDL nimmt mit ihren Streiks die gesamte Bevölkerung in Geiselhaft. Wann endlich beenden Legislative und Exekutive diesen Spuk? Die Bevölkerung hat langsam die Nase voll von dieser Gewerkschaft und ihrem Chef.

Heiko Schäfer

Zurücktreten, bitte!

Sehr geehrter Herr Weselsky! Sechsmal bisher gestreikt, aber nichts erreicht. Wollen Sie wegen Erfolglosigkeit nicht endlich zurücktreten?

Manfred Deubler

Bestes Unterrichtsmaterial

19. Februar: Die Platte meines Lebens „Unfassbarer Tiefgang“

Ich habe mich so gefreut über die Kolumne, weil ich „The Wall“ von Pink Floyd immer als Thema im Philosophieunterricht eingesetzt habe. 1979 war ich eine junge Lehrerin, die alles anders machen wollte, und Pinky gab so viele Ansatzpunkte für meine Klassen, es war unfassbar. „The Wall“ ist in allen Aspekten aktuell. Auch habe ich „Brave new world“ und „Animal farm“ im Unterricht eingesetzt in der Hoffnung, dass ein bisschen hängen bleibt.

Silke Osberghaus

Einer trägt des anderen Last

19. Februar: „Spiele nützen Hamburg mehr, als sie kosten“

Wunderbar, dass Olympia in Hamburg mehr Einnahmen als Ausgaben bringt. Aber leider sind die, die von den Einnahmen profitieren, nicht identisch mit denen, die die Last der Ausgaben und die Folgen in der Infrastruktur zu tragen haben. Und die Planung und auch Ausführung liegt bestimmt wieder bei solchen, die ihr „Können“ bereits bei der Elbphilharmonie gezeigt haben.

Klaus Koch

England anders erlebt

17. Februar: „Der Fahrrad-Sheriff von Harlow“

Vor zwei Jahren fuhr ich per Fahrrad im Raum Reading/Oxford an zwei Tagen fast 100 Meilen Landstraße und durch Orte, 2014 circa 1100 Meilen mit einem Mietwagen auf Straßen aller Kategorien. Bis auf die Ringautobahn um London konnte ich völlig entspannt fahren. Positiv fiel mir auf, dass ich kaum von Kraftfahrern überholt wurde, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten. Außerdem sah ich innerörtlich nur sehr wenige Falschparker. Es ist mir daher unverständlich, wieso ADFC-Sprecher Filippek meint, das Verkehrsklima in Großbritannien sei viel aggressiver als in Deutschland.

Eckard Wendt

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