Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 22. Dezember 2014

Russland ist für uns wichtig

17. Dezember: „USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland – Rubel-Kurs fällt“

Präsident Obama, mit seinen völkerrechtswidrigen Geheimgefängnissen in Osteuropa selbst auf brüchiger Plattform, gibt wieder einmal den Weltpolizisten. Mit seiner neuen Ankündigung wird der tiefe Graben quer durch diesen Kontinent weiter aufgerissen. Es darf nicht sein, dass der Konflikt im Südosten der Ukraine die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland, dem größten Land der Welt, weiter vereisen lässt. Es geht den USA gar nicht um die territoriale Integrität der Ukraine, sondern wie auch anderswo um ihre geostrategische Machtposition. Was kümmert es da den Herrn in Washington, wenn in Europa die Völker aufeinanderschlagen? Die westeuropäischen Staaten dürfen sich nicht zu gehorsamen Vasallen der USA degradieren lassen. Auch die Bundesregierung muss schleunigst ihre Scheuklappen ablegen, zumal aus auf der Hand liegenden Gründen ein wirtschaftlicher Untergang Russlands überhaupt nicht in ihrem eigenen Interesse liegen kann.

Dr. Mario Zinnert

Berechtigte Sorgen

16. Dezember: Leitartikel „Recht der Verblendeten“ und „Anti-Terror-Kampf bringt Behörden an ihre Grenzen“

Haben Sie nur einmal überlegt, ob es vielleicht tatsächlich berechtigte Sorgen normaler Bürger sind und nicht gleich wieder gedankenlose Mitläufer? Wir sind seit Jahrhunderten ein christliches Land und müssen unsere gewachsene Kultur und Religion nicht infrage stellen, nur weil wir großzügigerweise Flüchtlinge anderer Kulturen und Religionen aufnehmen. Nicht wir müssen uns anpassen an die Flüchtlinge, sondern sie sollten zumindest versuchen, sich zu integrieren. Das ist die Angst der Normalbürger der Pegida, ihre Identität aufgeben zu müssen. Sie fühlen sich alleingelassen und ungehört. Und selbst der türkische Präsident Erdogan kann bei uns äußern „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Joern O.F. Jacob

Politiker ohne Weitblick

Wenn man die Äußerungen der Politiker zur Pegida-Bewegung liest, wird einem deren Hilflosigkeit besonders deutlich. Manche versuchen, die Menschen, die protestieren, in die braune Ecke zu schieben. Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, wie es die große Mehrzahl der Teilnehmer an der Pegida-Bewegung ist, stellen sich nicht gegen syrische oder irakische Kriegsflüchtlinge, sondern protestieren dagegen, dass Gesetze nicht konsequent und schnell angewendet werden, man Aussagen von Politikern nicht mehr vertrauen kann und Politiker keinen Weitblick für Probleme wie z.B. im Nahen Osten haben. So gewinnt man verloren gegangenes Vertrauen nicht wieder.

Willibald Brendel

Fan und Feind zugleich

19. Dezember: „Wer rettet den HSV ohne Kühne?“

Was treibt diesen Mann immer wieder zu diesen Handlungen? Angeblich der größte HSV-Fan, dann wieder handelnd wie ein Feind im eigenen Lager. Ist es Eitelkeit, denn Geldgier kann es nicht sein, Geld hat er doch genug. Hat ihn beleidigt, dass 25 Millionen seines Darlehns umgerechnet nur 7,5 Prozent Vereinswert darstellen? Was auch immer, eine verlässliche Partnerschaft sieht anders aus. Da gibt es Fans, die dieses auch sind, in guten wie in schlechten Zeiten, man blicke nur nach Hoffenheim.

Wilfrid Warncke

Förderschule zurzeit besser?

19. Dezember: „Kein Unterricht für Mia: Eine Mutter klagt an“

Es ist sicher bedauerlich, dass Mia nicht die Schule besuchen kann. Die Inklusion ist aber in den meisten Schulen vom Personal her gar nicht durchführbar. Frau Kahl bestätigt ja selbst, dass der Unterricht in einer Förderschule durch Fachkräfte und kleinere Gruppen wesentlich intensiver ist. Warum in diesem Fall also keine Förderschule, wenn Inklusion im Moment nicht möglich ist?

Anke Schwartz

Zwei Wege zur Wahl

19. Dezember: „Unfall auf Alster-Fahrradstraße“

Hoffentlich wird nach dem ersten Unfall auf der neuen Alster-Fahrradstraße nun wenigstens der alte Fahrradweg durch die grünen Alsterwiesen erhalten. Das spart Kosten. Und jeder Radfahrer kann dann selbst entscheiden, ob er mitten im Verkehr fahren möchte oder auf einem sicheren separaten Fahrradweg ohne Autoverkehr mitten im Grünen. Oder muss erst ein größerer Unfall abgewartet werden?

Annelie Kirchner

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