Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 02. September 2013

Zusammensetzen!

30. August: „Syrien-Krise: Die letzte Chance. Amerikaner und Briten warten mit Militärschlag auf Urteil der Uno-Giftgasexperten“

Ich schlage dringend vor, dass sich alle Verantwortlichen in den Regierungen der betreffenden Länder sofort zusammensetzen, um in Weltoffenheit und Toleranz für Freiheit und Demokratie nach zukunftsfähigen Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Der „herrschaftsfreie Diskurs“ für eine neu sich konstituierende Weltgemeinschaft war noch nie so lebensnotwendig wie jetzt – damit endgültig die Waffen schweigen und alle Energie stattdessen dafür eingesetzt wird, drei Millionen Flüchtlingen, u. a. Kindern, ein neues und menschliches Zuhause zu geben.

Rolf Westerhof

Unbelehrbare Verbände

29. August: „Elbvertiefung: Stadt legt neues Gutachten vor. Hamburg will so die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs verhindern“

Sicher werden die unbelehrbaren Umweltverbände auch hiergegen klagen und somit die kommerziell unabdingbar wichtige Elbvertiefung immer weiter und weiter verzögern. Und wenn dann alle Arbeitsplätze im Hafen und bei den dazugehörigen Dienstleistern vernichtet sind, werden sie merken, dass man von unter Wasser nur im August blühenden Schlamm-Brennnesseln doch keine Familien ernähren kann.

Dieter Hilbrands

Sanktionen in Ordnung

29. August: „Hartz-IV-Rebellin will bis Karlsruhe gehen. Gütetermin scheitert vorerst: Die Arbeitsvermittlerin Inge Hannemann lehnt anderes Jobangebot ab. Richter gibt Kontrahenten noch zehn Tage Zeit“

Warum sollten Hartz-IV-Empfänger nicht mit Sanktionen belegt werden, wenn sie Angebote nicht annehmen oder nicht erscheinen? Wer 30 oder mehr Jahre pünktlich zum Job erschienen ist, muss sich da schon wundern. Wenn ich Tätigkeiten ablehne, nicht oder unpünktlich zur Arbeit erscheine, hat mein Arbeitgeber auch kein Verständnis.

Monika Tischler

Verständlich

29. August: „HVV-Alkoholverbot: Die meisten zahlen ihre Strafe nicht. Insgesamt wurden 550.000 Euro an Bußgeldern verhängt – aber nur 180.000 überwiesen“

Wenn die Behörden bei Nicht-Zahlung eines Bußgeldbescheides nichts weiter unternehmen, ist es verständlich, von der Zahlung abzusehen. In Zukunft würden noch mehr Bürger, die sich nicht an das Alkoholverbot halten, hiervon Gebrauch machen. Gegenüber den Personen, die das Bußgeld zahlen, ist es sehr ungerecht.

Jürgen Pohl

Sperren einrichten!

28. August: „S-Bahn: Ein Viertel mehr Schwarzfahrer. 161.000 Fahrgäste wurden im Jahr 2012 ohne Ticket erwischt“

Ja, ja, das kommt von so viel Großherzigkeit. Da hat man vor Jahren die Sperren bei U- und S-Bahnhöfen abgeschafft und auf die Ehrlichkeit der Benutzer gebaut. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, sagt schon ein altes Sprichwort. Darum mein Rat: Schnell wieder die Sperren einrichten, damit Geld im Beutel klingt. In anderen Ländern klappt es doch auch mit den Sperren.

Sabine Mohr

DGB-Wahlwerbung!

27. August: „DGB ruft zur Abwahl von Schwarz-Gelb auf“

Nun macht der DGB auch schon Wahlwerbung – indem er die Wähler aufruft, die gegenwärtige Regierung am 22. September abzuwählen, damit Rentner und Arbeitslose aus der Armutsfalle aufgrund der Sparmaßnahmen der gegenwärtigen Politik geholt werden.

Gotthard Kalkbrenner

Führung vorleben

26. August: „Kühne: Schlimmer geht's nicht. Wirbel um Interview mit dem HSV-Investor, der erneut vom Kauf des Stadionnamens spricht, hält an“

Es ist bereits Alltag geworden, über diesen „Fall“ in Ihrer Zeitung zu lesen. Selbst ein Kanzleranwärter äußert sich zum Thema. Nun nimmt sich HSV-Fan Kühne zum wiederholten Male die Zeit, laut nachzudenken. Felix Magath scheint der einzige ehemalige Top-HSV-Spieler zu sein, der bereit sein könnte/würde, mit einer Totalaktion den HSV neu auszurichten. Einige Ex-Bayern-Profis machen es erfolgreich vor! Chefs müssen nicht geliebt werden, aber akzeptierte Führung vorleben, dann zieht das Management auch mit.

Jens-Joachim Brösel