Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 9. Juli 2013

Gefahr für Pferde und Reiter

8. Juli: „Zwei tote Pferde in Horn, Hürdenrennen vor Aus“

Wir möchten die Begründung der Rennleitung, dass die Zeit für einen Abbruch zu kurz war, so nicht stehen lassen. Das Rennen hätte nicht erst nach dem Wechsel der Laufrichtung der Pferde, sondern bereits früher abgebrochen werden müssen, als die reiterlosen Pferde die seitlichen Holzbegrenzungen des zweiten und dritten Hindernisses umgeworfen hatten, wodurch diese hinter den Hindernissen lagen. Da diese Hindernisse zweimal überwunden werden mussten, bestand bereits hier eine enorme Gefahr für die Pferde und die Reiter. Es drängt sich der Verdacht auf, dass den Wett-Einnahmen die Gesundheit der Konkurrenten geopfert wurde. Uns hat es gereicht, wir sind gegangen.

Cornelia und Dieter Hasselberg

Gerettet durch die Flut

8. Juli: „De Maizière Favorit für Posten des Nato-Chefs“

Das Militär ist der Machtfaktor in Ägypten. Es besitzt deutsche Radpanzer vom Typ TH 390, Fabriken, Krankenhäuser, Hotels und ganze Strände in den Tourismushochburgen. Die Bundeswehr produziert dagegen in letzter Zeit nur noch Skandale: das „Euro Hawk“-Desaster, mangelhafte G36-Sturmgewehre und jetzt das „Eurofighter“-Debakel. Ihr Chef, Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, musste bisher noch nicht zurücktreten, weil die große Flut in Deutschland ihn rettete. Dafür soll er nun als möglicher neuer Nato-Generalsekretär 2014 nach Brüssel weggelobt werden.

Roland Klose

HSV muss sich ändern

6./7. Juli: „So geht man nicht miteinander um“

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können, denn es wird Zeit, dass sich beim HSV etwas entscheidend wendet. Der Name des Stadions ändert sich fast so schnell wie der des Trainers, die Spieler werden wie eine Schafherde behandelt und die Zuschauer durch eine ausländische Firma abgezockt. Die Moral sehe auch ich bei Pauli höher.

Christian Enger

Maritimes Highlight verloren

6./7. Juli: „Heimkehr der ‚Peking‘ droht zu scheitern“

Wie so oft, wird in Hamburg wieder einmal am falschen Ende gespart. Sollte die „Peking“ verschrottet werden, ist ein absolut maritimes Highlight für immer verloren. Für eine Auflistung „verbratener“ Millionen würde die Leserbriefspalte nicht ausreichen. Es kann doch nicht sein, dass ein so schöner Großsegler nicht in der angeblich so traditionsbewussten Hafenstadt Hamburg ein letztes Mal festmacht, weil eine Million Euro fehlen. Alles vor dem Hintergrund, dass die „Passat“ seit den 1960er-Jahren in Hamburg liegen könnte. Es wurde schlichtweg verpennt. Sie liegt bekanntermaßen als viel besuchtes Museumsschiff in Travemünde.

Hubertus Rau

Enthusiasmus reicht nicht

Bei aller Sympathie für den in Hamburg gebauten historischen Frachtensegler darf man sich aber keine Illusionen machen. Schon vor sechs Jahren belief sich der Kostenvoranschlag von Blohm + Voss auf 15 Millionen für die Sanierung des Schiffes. Transport, Liegeplatz oder die Preissteigerung sind darin noch nicht enthalten. 20 bis 30 Millionen sind deshalb eine realistischere Schätzung. Gibt es tatsächlich Spender in dieser Größenordnung? Wohl kaum. Zumal die Handelskammer nicht beteiligt ist, es handelt sich um eine „Privatinitiative“ ihres Geschäftsführers. Dessen Gehalt dürfte nicht ausreichen, um die Unterhaltung des Großseglers zu gewährleisten. Denn nach der Sanierung kommt der Betrieb, und auch der ist teuer. Enthusiasmus allein reicht leider nicht aus. Dem Steuerzahler sollte man jedenfalls nicht auch noch eine schwimmende Elbphilharmonie zumuten.

Michael Zeisse

Wimbledon-Effekt nutzen

8. Juli: „Das bittere Ende eines Traums“

Der DTB muss die Situation jetzt nutzen und zusehen, dass der Tennissport wieder mehr im Fernsehen zu sehen ist, ohne wie früher durch eine Überversorgung dem Sport zu schaden. Auch sollte man sich bemühen, dass die Internationalen Deutschen Meisterschaften zurück auf den WTA-Turnierkalender kommen. Ob in Berlin oder Hamburg ist egal, aber dieses Traditionsturnier muss wieder belebt werden.

Markus Meister

Aufruf an die Bürger

8. Juli: „Sie könnten es besser“

Ich finde, dass die seit Jahren zunehmende Zahl der Nichtwähler nicht nur zu großer Sorge berechtigt, sondern deutlich mehr als bisher eine intensive Aufklärungsarbeit der Parteien erfordert, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dieses Thema sollte in der Prioritätenliste ganz oben stehen. Ich hielte es für zielführend, wenn sich alle im Bundestag vertretenen Parteien zusammentun und gemeinsam einen Aufruf an die Bürger richten, der mit überzeugenden Argumenten und in einer Auseinandersetzung mit den Gründen der Nichtwähler für eine Teilnahme an der Bundestagswahl wirbt. Ich bin mir sicher, dass die Medien in unserem Lande eine solche Initiative, wenn sie denn stattfindet, unterstützen würden.

Egon Gerhardt

Ganz andere Sicht

6./7. Juli: „Voscherau will nicht für Netzerückkauf werben“

Als Sozialdemokrat Voscherau 2011 das Volksbegehren für den Netzerückkauf unterschrieb, war er noch nicht ins Gasgeschäft des „lupenreinen Demokraten“ Putin eingestiegen. Erst 2012 wurde er Aufsichtsratsvorsitzender der Gazprom-Tochter South Stream Transport. Daraus ergibt sich natürlich eine ganz andere Sicht der Dinge.

Johann Bures

Enttäuscht

Ich bin enttäuscht von unserem Altbürgermeister. Ich habe ihn immer für einen aufrechten Politiker gehalten, der für das Wohl der Stadt seine persönliche Meinung im Zweifel auch gegen die Parteilinie vertritt.

Elsa Mohr

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