Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 04. Juni 2013

| Lesedauer: 6 Minuten

Keine Ideallösung

4. Juni: "Park+ride-Plätze sollen kostenpflichtig werden. Hamburg will Anlagen modernisieren und ausbauen"

Ich begrüße die Idee, die Autofahrer zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Allerdings glaube ich kaum, dass jemand, der für einen Stellplatz auf einem P+R-Parkplatz zahlen muss, ein zweites Mal zur Geldbörse greift, um sich anschließend ein HVV-Ticket zu kaufen. Mein Vorschlag: Freies Parken für Fahrkartenbesitzer, für alle anderen sollte der Parkplatz kostenpflichtig sein. Eventuell ließe sich mit den zusätzlichen Einnahmen ja doch die dringend benötigte Stadtbahn finanzieren, zumal der HVV ja selber mit steigenden Fahrgastzahlen rechnet. Überfüllte Busse auf maroden und verstopften Straßen sind da sicherlich nicht die Ideallösung.

Nicola Brandhoff

Erschreckend

3. Juni: "Wenig Realitätssinn. Flüchtlinge entzweien Kirche und Senat"

Die Naivität und Selbstherrlichkeit, mit der Kirche und Diakonie hier agieren, sind erschreckend. Glaubt die Bischöfin tatsächlich, sie stünde mit ihren Ansichten über dem Gesetz, und hat sie jemals genau hingeschaut, wem ihr Engagement gilt? Diese Menschen haben sich darauf eingelassen, als Touristen einzureisen und wollen jetzt ihre Einwanderung erzwingen. Sie haben bei ihrer Demonstration im Rathaus trotz der eindeutigen Rechtslage um nichts gebeten, sondern mehrfach Forderungen aufgestellt und tun dies auch jetzt. Sie bezeichnen sich als Überlebende des "Nato-Krieges" in Libyen. Haben sie da vielleicht etwas falsch verstanden, oder weist diese Formulierung nicht auf Hintermänner hin? Wenn dieser Versuch der Umgehung europäischer Regelungen Erfolg hat, ist mit einer großen Anzahl von Nachahmern zu rechnen, die sich auf diesen Fall beziehen werden. Man kann nur hoffen, dass der Senator sich durch diesen Querschuss der Kirche nicht beirren lässt.

Wolfgang Altvater

Unverantwortlich

Die Afrikaner bitten nicht um Hilfe, sondern versuchen, Hilfe zu erzwingen. Dem darf der Senat nicht nachgeben. Gesetze sind verbindlich. Umso unverantwortlicher handelt Frau Fehrs, wenn sie mit ihrer Kritik die Afrikaner ermuntert, sich so zu verhalten. Möge die Kirche den Afrikanern aus christlicher Überzeugung helfen, wenn sie die Gesetze für unzureichend hält. Dafür kann sie die von mir gezahlten Kirchensteuern verwenden und, falls das nicht reicht, Bischofsgehälter kürzen.

Michael Siebke

Große Orientierungshilfe

1./2. Juni: "Entdeckungstouren am Elbufer. Infotafeln und Wanderkarten sollen Höhenwege bekannter machen"

Engagierten Hamburgern wie Jan Michael Runge mit dem Verein "Hamburg - Grüne Metropole am Wasser" ist es zu danken, dass die einzigartige Landschaft am Hohen Elbufer mehr ins Bewusstsein von uns Hamburgern gerückt wird. Die Beschilderung des Höhenweges am Hohen Elbufer wird vielen Hamburgern und "Buten"-Hamburgern, sowie Gästen und Touristen, eine große Orientierungshilfe sein. Nicht nur im Gedränge am Elbuferweg mit den ewigen Auseinandersetzungen zwischen Fußgängern und Radfahrern kann man die Elb- und Hafenlandschaft genießen, sondern auch hoch oben durch die ehemaligen Landschaftsgärten der großen Familien des 18. und 19. Jahrhunderts.

Heiner Fosseck

Ewige Schwarzmalerei

1./2. Juni: "Hauptsache gute Laune. Der Serie 'Lust auf Deutschland' fehlen kritische Töne"

Kaum wird Deutschland mal von seiner schönen Seite gezeigt, schlägt die Stunde der Nörgler, Bedenkenträger und Schwarzmaler. Dabei werden wir mit kritischen Tönen über unser Land Tag für Tag von Medien und Politik überfüttert. Warum sollen wir denn nicht mal "Lust auf Deutschland" und gute Laune haben? Uns Deutschen würde ein wenig mehr Patriotismus wirklich gut zu Gesicht stehen. Ich jedenfalls habe "Lust auf Deutschland" und bin der ewigen Schwarzmalerei überdrüssig.

Karl-Heinz Schröder

Großes Gedränge

1./2. Juni: "2030 - so wird der Verkehr in der Stadt laufen"

Hat sich jemand mal Gedanken gemacht über die Konsequenzen, wenn tatsächlich eine größere Zahl an Fahrgästen regelmäßig ihre Räder mit in die Bahn nehmen würden? Woher sollen denn die zusätzlichen Transportkapazitäten kommen? Schon heute herrscht doch großes Gedränge in den Bahnen. In der S-Bahn zum Flughafen kann man heute schon sehen, wie Fahrgäste zugunsten von Gepäck auf Sitzplätze verzichten müssen. Wie sollen denn die Räder in den engen Bahnhöfen bewegt werden? Der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe nimmt jetzt schon viele Jahre in Anspruch. Ein weiterer Um- und Ausbau ist da wohl nicht absehbar. Wenn wir uns eine zukünftige, stärker vernetzte Verkehrsinfrastruktur vorstellen, kann es doch nicht sinnvoll sein, ein Verkehrsmittel in einem anderen zu transportieren, wo es Platz benötigt und keinen Nutzen bringt. Muss es da nicht viel eher das Ziel sein, den Wechsel zwischen verschiedenen Transportmitteln zu beschleunigen? Ich sehe da jedenfalls viel eher den Zugriff auf ein Leihrad am Zielbahnhof als die Mitnahme meines eigenen Rads.

Jens Schacht

Fußgänger wählen auch

In ihrem Leserbrief hat Annelie Uphues als Fußgängerin und Hundebesitzerin radfahrerfreie Bürgersteige gefordert. Da hat endlich ein Bürger zu dem Problem der Sicherheit von uns Fußgängern Stellung bezogen, die ich nur bestätigen kann. Dabei geht es um alle Hamburger Stadtteile. Als Beispiel möchte die Sievekingsallee anführen, die einen gut ausgebauten Fahrradweg hat. Trotzdem wird der Bürgersteig von Radfahrern benutzt. Dazu kommt, dass Bushaltestellen oft nicht richtig angefahren werden können, weil dort Pkw abgestellt werden. Ein Riesenproblem für Mütter mit Kinderwagen und körperlich behinderte Fahrgäste. Nun haben aber alle Parteien die Radfahrer zu ihrer Lieblingsklientel erklärt. Die von mir angesprochenen Politiker zeigten sich nicht besonders interessiert. Aber wir Fußgänger sind auch Wähler.

Arnold Onken-Lüdicke

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