Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 4. Juni 2013

| Lesedauer: 5 Minuten

Weltklasse

3. Juni: "Europas Handball-Könige. HSV Hamburg gewinnt dramatisches Champions-League-Finale"

Genial, was der HSV im Halbfinale spielerisch gegen den THW Kiel geleistet hat. So gut haben wir sie in dieser Saison nicht gesehen - Weltklasse. Stark, wie die HSV-Spieler das Spiel gegen Barcelona Tor für Tor umgedreht haben. Die Leidenschaft auf "der Platte" hat sich bis ins Wohnzimmer übertragen. Wir waren begeistert. Danke für diese Leistung. Und in der nächsten Saison auf ein Neues - HSV!

Detlef Lange

Nebensächlichkeiten

1./2. Juni: "Dokumentartheater in Lissabon. Von einer Reise in die portugiesische Hauptstadt"

Selten habe ich von Herrn Karasek solch nebensächliche Äußerungen gelesen, die im Zusammenhang mit der Überschrift auch keinen Sinn ergeben, außer Selbstdarstellung. Sie wirken nicht einmal unterhaltend. Ich bedaure, sie gelesen zu haben. Für diese Qualität sollte die erste Seite zu schade sein.

Werner Altekrüger

Fahrradfreie Bürgersteige

1./2. Juni: "2030 - so wird der Verkehr in der Stadt laufen"

Klar, dass Herr Lau, stellvertretender Vorsitzender des ADFC, in seiner Funktion die nahezu autofreie Stadt fordert. Als Fußgängerin und Hundebesitzerin fordere ich Radfahrer-freie Bürgersteige. Tagtäglich sehe ich mich mit rasanten Fahrradfahrern - gern auch in verkehrter Fahrtrichtung und ohne Licht - konfrontiert, die darauf spekulieren, dass ihnen Platz gemacht wird, wohlgemerkt auf dem Gehweg. Hier in Rotherbaum, Harvestehude, Eppendorf fährt sowieso kaum ein Radfahrer auf der Straße, ist ja auch lebensgefährlich, sagt Herr Lau. Gut, mancher bedankt sich, wenn man zur Seite geht, aber das macht die Sache bei 30 bis 40 "Begegnungen" auch nicht besser.

Annelie Uphues

Grenzwertig

1./2. Juni: "Seegerichtshof schafft ein Urteil pro Jahr. Das internationale Tribunal gilt Kritikern als behäbig"

Internationale Institutionen bringen internationales Renommee. Das kostet nun mal was. Dafür kennt die ganze Welt Hamburg. Welche Bedeutung der Internationale Seegerichtshof hat, wird doch erst deutlich, wenn man sich die politische Bedeutung der Verfahren ansieht. Wenn es um Grenzziehungen geht, werden dadurch militärische Auseinandersetzungen verhindert. Es mag ja sein, dass das einigen egal ist, aber hier nur auf die Quantität der Verfahren zu sehen ist schon grenzwertig. Zu erinnern ist auch an das Verfahren zwischen dem Hedgefonds und Argentinien, in dem es um die Pfändung eines Marineschulschiffes in Ghana ging. Mit dem Beschluss wurde Weltrechtsgeschichte gemacht. Die Welt besteht nicht nur aus Kostenberechnungen. Wer das nicht begreift, wird es noch erleben, was das dann kostet, weil man dann irgendwann auch keine Kosten mehr berechnen braucht.

Heiko von Thaden

Falscher Eindruck

1./2. Juni: "Ruhestand? Ohne uns. Rentenalter als Phase zurückgezogener Ruhezeit - das war einmal"

Bei aller Wertschätzung für die fünf bekannten Menschen, die als Optik hergenommen wurden, bleibt ein falscher Eindruck hängen. Mit 76 Jahren Hotels und Fußballspieler zu kaufen, mit 71 als Hotelchefin mit dem Wischtuch Brösel zu entfernen oder mit 94 - bei allem Respekt - auf Abschiedstour der Welt die Leviten zu lesen. Das verstehe ich nicht darunter, den Ruhestand sinnvoll zu nutzen. Der Grundtenor der Geschichte ist ja voll in Ordnung, aber die vielen über 65-jährigen Mitmenschen, die sich ehrenamtlich in kleinster Puzzlearbeit für die Gesellschaft nützlich machen, glaube ich, sind viel wichtiger zu nehmen.

Berndt Fischbeck

Problem bekannt

31. Mai: "Bügel und Poller gegen Falschparker. Grüne fordern mehr Kontrollen und Schutzmaßnahmen"

Warum will jetzt erst der Bezirk was dagegen unternehmen? Das Problem ist doch schon länger bekannt! Ich würde vorschlagen, die Strafe für illegales Abstellen der Fahrzeuge auf mindestens 150 Euro zu erhöhen, 20 oder 25 Euro sind ein Witz. Autofahrer haben Geld, Autofahrer, die ihr Fahrzeug falsch parken, haben noch mehr Geld. Bügel und Poller verschandeln die Landschaft und sind auch ein zusätzliches Hindernis für Rettungskräfte.

Wolfgang Kany

Ganz normal

Grundübel der rücksichtslosen Falschparkerei ist das Fehlen, das bewusste Wegsehen oder die Konfliktscheu der Ordnungshüter. Im Quartier um die Clemens-Schultz-Straße und Detlef-Bremer-Straße ist es ganz normal, dass die abgesenkten Gehwege an den Straßenecken zugeparkt sind. Menschen mit Kinderwagen, insbesondere aber Rollstühlen müssen sich ihren Weg über die Straße suchen. Das geht aber nicht, weil die zweite Reihe zum normalen Parkplatz geworden ist. Dort stehen Autos manchmal tagelang unbehelligt. Der Lieferverkehr selbst blockiert mit großen Lkw Kreuzungen und Einbahnstraßen. In Bereichen mit Bewohnerparken sind mindestens die Hälfte der Fahrzeuge regelmäßig ohne Ausweis, bei Kontrollen zweimal im Jahr völlig risikolos. Das Parken gegen die Fahrtrichtung wird offensichtlich als normal hingenommen. Der Autofahrer, der sich an die Regeln hält, kommt sich immer mehr wie ein Idiot vor. Irgendwann macht er es dann wie alle, vielleicht noch mit schlechtem Gewissen.

Dietrich Fuchs

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