Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 23. Mai 2013

| Lesedauer: 5 Minuten

Kennzeichnungspflicht

22. Mai: "Innensenator verlangt strenge Promillegrenze für Radfahrer"

Auch Radfahrer stärker zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie gegen Verkehrsregeln verstoßen, dient dem Schutz aller. Dazu gehört auch die Ahndung des Deliktes "Alkohol am Lenker". Aber ist es verfassungsrechtlich nicht bedenklich, wenn dabei Besitzer eines Führerscheins und solche Menschen ohne unterschiedlich bestraft werden? Ein erster Schritt, um mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen, wäre aber wohl, die Radfahrer durch Kennzeichnungspflicht aus der Anonymität zu holen und dann über adäquate Strafen nachzudenken, die jeden gleich treffen können.

Uwe-Carsten Edeler

Mehr Zeit gewähren

21. Mai: "Arnesen vor dem Aus. HSV-Aufsichtsrat beschäftigt sich mit möglichen Nachfolgern"

Mit großer Bestürzung las ich von den Absichten des Aufsichtsrats. Wie kann ein ausgewiesener Fußballexperte wie Frank Arnesen sein Können zeigen, wenn ihm nicht einmal die Minimalvertragslaufzeit bis Sommer 2014 gewährt wird?

Frank Pegelow

Bauernopfer

Saisonanalyse beim HSV bedeutet: Wir brauchen schnell ein Bauernopfer, und das heißt Frank Arnesen. Die Spieler werden bei der Beurteilung geschont und lassen sich nach dem letzten Heimspiel der Saison sogar noch feiern, weil sie in einem Heimspiel das erste Mal richtig gefightet haben. Ob die Spieler dieses aber regelmäßig tun und zumindest stetig mehr laufen, nur weil ein neuer Sportchef installiert wird, bezweifle ich stark. Wenn es tatsächlich nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis ginge, sollten die seelenlosen, desinteressierten Spieler verabschiedet werden, und davon gäbe es bestimmt zehn bis zwölf Mann.

Christof Marheinecke

Armutszeugnis

21. Mai: "Informatiklehrer protestieren. IT-Ausbildung soll doch kein Pflichtfach an Stadtteilschulen werden"

Es ist wirklich ein Armutszeugnis, dass in der heutigen Zeit so ein wichtiges Fach nicht standardmäßig gelehrt wird, stattdessen immer noch eine zweite Fremdsprache so wichtig ist. Der Bereich der neuen Medien ist vor allem für junge Leute Bestandteil ihres Lebens geworden, und auch in Zukunft werden die Berufe immer mehr darauf aufbauen. Die Schulen und die Uni sind in Hamburg im NaWi- und IT-Bereich eine Katastrophe. Sehr schade!

Lisa Müller

Mafiöse Strukturen

21. Mai: "Gehaltsskandal bei den Lübecker Stadtwerken. Betriebsrat kassiert 107.724,76 Euro zu viel"

Wenn es nicht schwarz auf weiß im Abendblatt stehen würde, man könnte es nicht glauben. Das ist ungeheuerlich und unverschämt, wie sich die Genossen und Betriebsräte der SPD Lübeck die Taschen voll machen und bereichern. Jedem deutschen Arbeitnehmer treibt es die Zornesröte ins Gesicht. Wie schwer müssen alle ehrlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ihr Geld verdienen. Ohne Luxusdienstwagen, ohne Kreditkarte. Das sind mafiöse Strukturen à la Berlusconi. Wann ermittelt die Staatsanwaltschaft Lübeck?

Claus Engelhardt

Nein, danke!

Wenn das die von der SPD und den Gewerkschaften propagierte soziale Gerechtigkeit sein soll: nein, danke! Von der wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit eines stadteigenen Betriebs mal ganz zu schweigen. Ver.di sollte sich schämen, für derartigen Filz auch noch den Begriff "Solidarität" zu missbrauchen und dafür Demonstrationen zu organisieren. Erinnerungen an die Neue Heimat kommen auf.

Mechthild Meier

Kein großer Verlust

21. Mai: "Ziehung der Lottozahlen wird von Juli an nicht mehr live übertragen"

Dass die Ziehung der Lottozahlen demnächst nicht mehr live übertragen werden soll, empfinde ich nicht als großen Verlust. In der "guten alten Zeit" erfolgte die Ziehung grundsätzlich vor der "Tagesschau". Darauf hatten sich alle eingestellt. Seit einiger Zeit aber hat man die Zahlen grundsätzlich erst nach der Sonnabendabendunterhaltung gezogen. Wenn dann zum Beispiel Florian Silbereisen oder andere überzogen, kamen die Lottozahlen eben auch erst später. Die Krönung war der vergangene Sonnabend: Wegen des Song Contests kamen die Lottozahlen erst nach der Party, also erst um ein Uhr. Das ist, gelinde gesagt, eine Missachtung der Lottospieler und der Zuschauer. Die jetzt anvisierte Lösung, die Zahlen ohne Übertragung der Ziehung vor der "Tagesschau" bekannt zu geben, ist die einzig wahre. Darauf hätte man längst kommen können.

Helmut Jung

Überflüssig

16. Mai: "Schulstreit spaltet Stadt. Hamburgerin will Turbo-Abi kippen"

Ich kann die ewige Diskussion nicht mehr hören. Sind deutsche Schüler dümmer als in anderen Ländern? Wo sonst wird man mit 18 volljährig, aber mit frühestens 19 hochschulreif? Jahrelang wurde beklagt, dass deutsche Hochschulabsolventen im internationalen Vergleich zu alt seien. Meine Kinder haben G9 durchlaufen und fanden das letzte Jahr überflüssig. Wann wird endlich der Lehrplan diskutiert und nicht die Schulzeit? Gibt es ein Land mit einem solchen Schulchaos? Es soll doch alles immer globaler gesehen werden. Nur bei unseren Bildungs- und Kulturverantwortlichen scheint das noch nicht angekommen zu sein.

Gerti Fischer

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

Schreiben Sie an briefe@abendblatt.de oder per Post an das Brieffach 2110, 20350 Hamburg

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Leserbriefe