Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 06. Februar 2013

Hamburg muss geben können

31. Januar: "Senator Horch soll Problem lösen"

Wenn ich die Berichterstattung verfolge, dann muss man den Eindruck gewinnen, das große Seevetal, insbesondere Meckelfeld, erdrückt mit seinem Verkehr das kleine Hamburg. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Alles, was Hamburg stört, soll in die "Metropolregion". Hamburg hat genug Flächen um Stillhorn zu erweitern, beziehungsweise eine neue Raststätte zu bauen. Dort plant man aber lieber Logistikparks, die Steuern bringen. Seevetal hat bereits erhebliche Verkehrsflächen zur Verfügung gestellt. Der Verschiebebahnhof in Maschen ist doch nicht nur für Seevetal da, nein, insbesondere für Hamburg, Wilhelmsburg wurde entlastet. Seevetal hält bereits diverse Lkw-Parkplätze an Autobahnen vor, die auch noch erweitert werden sollen. Wenn die Raststätte Elbmarsch gebaut würde, dann wäre Hamburg das einzige Bundesland ohne Raststätte und Lkw-Standplätze. Es gibt nun mal Verkehr und das überall und insbesondere ist das Ziel der meisten Lkw der Hamburger Hafen. Was bringt denn eine Autobahnanschlussstelle in Meckelfeld? Noch stärkeren Verkehr als bisher durch Meckelfeld. Durchsichtig ist die Absicht, den Verkehr aus Sinstorf, Marmstorf, Wilstorf über Meckelfeld zu leiten und sich selbst zu entlasten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Hamburger in Meckelfeld einkaufen. Das sind die gleichen, die in ihrer Straße gegen Lkw sind und wohl meinen, die Belieferung der Supermärkte erfolge aus der Luft. Hamburg muss endlich mal geben und nicht nur nehmen.

Jürgen Neffe

Etwas für die Einwohner tun

29. Januar: "Stelles Ortskern soll schöner werden"

Auf ein Neues! Wieder einmal soll die Ortsdurchfahrt Stelle verschönert werden. Wieder einmal haben sich Bürger beschwert, dass sie nicht an der Stelle über die Kreisstraße gehen können, wo sie es gerne möchten. So viele Fußgängerampeln wird der Kreis nicht genehmigen! Und weitere Verkehrsbeschränkungen auch nicht! Und da wären wir auch schon bei dem wichtigsten "Player" in dem Spiel "Wie machen wir uns eine schöne Ortsdurchfahrt?" Die anderen Mitspieler sind die Grundeigentümer, die Verkehrspolizei und natürlich die Gemeindekasse. Politik, Verwaltung und Bürger sind, wenn sie sich über das Aussehen einigen können, sicher das geringste Problem. Aber es ist nun mal eine Kreisstraße, ehemals sogar Bundesstraße, und eine praktische Ortsumgehung gibt es nicht. Soll nun für die Durchfahrer (Lkw und Pkw) alles schöner werden? Ist es nicht besser für die hier wohnenden Steller etwas zu tun? Was ist mit den alten Plänen zwischen der Harburger Straße und der Niedersachsenstraße eine Grünfläche mit Bänken, Trimmpfad und Rad- und Fußwegverbindungen anzulegen? Stellen sich immer noch oder wieder die Grundeigentümer quer? Und noch eine Frage: Ist der Verbindungsweg vom neuen Edeka nach Süden in die Wohngebiete nicht Bestandteil der Planung gewesen? Ja und dann sind da noch die Leerstände! Obwohl es gegenüber anderen Orten gar nicht so viele sind. Leider sind die (ortsüblichen) Mieten so hoch, dass Interessenten nicht ernsthaft umworben werden. Eine Zwischennutzung durch Ortsansässige scheitert immer am Finanziellen. Wie oft ist das Umfeld rund um den "Handwerkerbaum" überplant worden? Und immer scheiterte es an der sturen Haltung der Grundeigentümer. Hier wäre Potenzial für eine Ortsverschönerung, denn die vielen Parkplätze hier werden nicht mehr benötigt. Ich fürchte nur, auch das hat wieder keine Chance!

Olaf Krause

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Schreiben Sie an harburg@abendblatt.de oder an das Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Harburg & Umland, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg