Briefe an die Redaktion

Briefe an die Redaktion: 28. Januar 2013

| Lesedauer: 4 Minuten

Auf beiden Seiten

26./27. Januar: "Der ganz alltägliche Sexismus"

Bemerkenswert, dass der "Stern"-Journalismus dazu motiviert, den bekannten Weinfreund Brüderle zu verteidigen. Die brisante Information hat Öffentlichkeit verdient. Sie aber erst nach einem Jahr gerade dann zu veröffentlichen, wenn sie dem Opfer am meisten schadet, das ist vollendeter Rufmord. Nun wird daraus eine pauschale Angriffswelle gegen die männliche Bevölkerungshälfte. Ich kenne keinen, der betroffen wäre. Dass es aber unter "modernen" Frauen gesellschaftsfähig wurde, sich herablassend und amüsiert über vermeintliche männliche Eigenschaften zu äußern, wird akzeptiert. Sexismus ist auf beiden Seiten präsent.

Johannes Zink

Gönnt es Helmut Schmidt

25. Januar: "Darf er das? Nach der Beschwerde über den Raucher Helmut Schmidt gibt es Unterstützung für den Altkanzler, aber auch Unverständnis"

Lasst Helmut Schmidt doch endlich die Zigarette, auch in der Öffentlichkeit, die er sich meiner Meinung nach wahrlich seit der Flutkatastrophe im Februar 1962 verdient hat, als er durch seinen unkonventionalen Einsatz das Leben vieler Menschen gerettet hat.

Gotthard Kalkbrenner

Keine Ausnahme

Natürlich hat sich auch ein Helmut Schmidt an Gesetze zu halten, es darf für ihn keine Ausnahme gelten.

Werner Bull

Nichtraucher anmaßend

Ich finde es schon anmaßend, was sich der harte Kern der Nichtraucher herausnimmt. Übrigens habe ich bis vor zweieinhalb Jahren selbst täglich 50 bis 60 Zigaretten geraucht.

Uwe Zimmermann

Fahrräder registrieren

25. Januar: "Härtere Strafen für rücksichtslose Radfahrer? Starker Anstieg von Unfällen in Hamburg. Verkehrsgerichtstag kritisiert 'Duldung lebensgefährlicher Verhaltensweisen'"

Das Problem ist das Unrechtbewusstsein, weil man auch Pflichten hat. Abhilfe wäre möglich, wenn alle Fahrräder registriert wären und Plaketten mit Nummern und Hinweis auf eine Haftpflichtversicherung hätten.

Alfred H. Röhr

Mehr Rücksichtnahme

Es ist richtig, dass es etliche Radfahrer gibt, die glauben, dass Verkehrsregeln nur für die anderen gelten. Dies ist aber bei Autofahrern leider auch täglich zu sehen. Was bei den Radfahrern, speziell den Radsportlern, allerdings eine Unsitte geworden ist: Dass auf Landstraßen in Dreier- oder auch in Vierer-Kolonnen nebeneinander gefahren wird. Ein Überholen wird hier oft zu einem Himmelfahrtskommando. Die Sturheit einiger dieser "Sportler" provoziert so nur noch mehr Vorurteile gegen Radfahrer. Mit ein wenig mehr Rücksichtnahme wird hier auch ein Gefahrenpunkt entschärft.

Hans-Dieter Wruck

Vorbild Münster

Rücksichtslose Autofahrer gefährden Leben und Gesundheit der Radfahrer, rücksichtslose Radfahrer nur den Lack der Autos. Gerade im Winter haben Radfahrer es schwer, oder hat man jemals einen geräumten Radweg in Hamburg gesehen? Dass es anders geht, beweist die Stadt Münster: tolle Radwege, alle geräumt, rücksichtsvolle Autofahrer. Hier muss man als Radfahrer keine Angst um sein Leben haben.

Sabine Jeske

Danke!

25. Januar: "Die Mutter der TV- Nachrichten wird 70. Dagmar Berghoff, die erste Sprecherin der 'Tagesschau', feiert heute Geburtstag"

Danke, liebe Frau Berghoff, für Ihre wundervolle Liebeserklärung an Ihren verstorbenen Mann. Ein derartig seltenes Glück durften mein verstorbener Mann und ich auch erleben, deshalb kann ich die Worte und Gefühle von Frau Berghoff auch sehr gut nachvollziehen.

Uta Schmidt-Baumann

Angst der Parteien?

25. Januar: "Hamburg senkt Mindestalter zum Wählen auf 16 Jahre"

Haben die Parteien Angst, dass sie nicht genug Stimmen bekommen? Wahlrecht mit 16 Jahren? Die Konsequenz ist dann aber, dass die Jugendlichen für mögliche Straftaten voll verantwortlich sind und nicht mehr dem Jugendstrafgesetz unterliegen.

Sabine Mohr

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