Weitere Briefe an die Redaktion im Juli 2011

| Lesedauer: 174 Minuten

Was die Welt zusammenhält, 30. Juli

Der Bericht von Frau Seegers macht vor allen eines, Neugierde wird geweckt. Man möchte das selber gesehen haben, um nur den genialen Einfall zu erwähnen , wenn die Protagonisten ihre Rollen verlassen und in die der anderen schlüpfen. Und dann Teil II, von dem eine Deutschlehrerin, eiserne Goethe Verehrerin, mir als Oberstufenschüler in einem Pausengespräch anvertraute: "..ach ja , der zweite Teil; das hat er wohl nicht mehr so richtig gepackt" Trotz aller Schwächen ,die Frau Seegers sicher zu Recht anführt,scheint Herr Steman mit seiner wohl Truppe wohl doch einiges aus dem riesigen Metaphernfundus des Teil II gepackt zu haben. Also ansehen, aber neun Stunden ? Als alter Mann mit 77 Jahren muss ich da wohl auf einen der Kulturkanäle warten, und wenn hoffentlich Stemans Inszenierung dort einmal geboten wird, dann in appetitlichen Happen serviert, etwa so wie die kurze Staffel einer daily soap. Ach ja daily soap, der Direktor im Vorspiel auf dem Theater hat es begriffen:"die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen" Der Mann würde auch heute noch im Öffentlich-Rechtlichen und im Privat-Fernsehen locker eine Führungspostion bekommen.

Hans-Emil Schuster

"Einen Deckel auf den Strompreis legen", 30. Juli

Herr Oettinger möchte den Strompreis deckeln. Darf man das so verstehen, dass er die Preise einfrieren will und alles so bleibt , wie es ist ? Fragt sich nur lange ,oder geht nach kurzer Zeit der Deckel vom Topf und es kocht über; wobei man sich dann wenigstens noch freuen darf ,es gibt überhaupt noch Strom im Netz,um es überkochen zu lassen.

Hans-Emil Schuster

CCH verfällt - Gutachten schließt Abriss nicht aus, 30. Juli

Wenn schon Abriss, dann aber bitte nur, wenn Hochtief mit dem Neubau beauftragt wird!

Hans-Peter Hansen

Nostalgie am Dammtor, 30. Juli

Sehrt geehrte Damen und Herren, ich bin auch kein intensiver Nutzer des CCH. Ich gehe trotzdem nicht konform mit dem Kommentar von Herrn Steinlein. Warum soll das CCH nicht saniert werden? Herr Steinlein führt detailliert aus, weshalb dies nicht sein soll. Dann kommt er zu dem Schluss, dass ein Erhalt kurz gesagt Nostalgie wäre. Klar gibt es Alternativen. Wenig ist alternativlos. Eine klare Argumentation bleibt Herr Steinlein jedoch schuldig. Ein Kongesszentrum braucht die zweitgrößte Stadt Deutschlands schließlich und nicht nur hypothetische Notlösungen. Ich hätte mir jedoch schon gewünscht, dass das Thema besser beleuchtet wird. Aber vielleicht war Her Steinlein ja auch mit zwei Kommentaren überfordert. Seinen Zwischenruf zu den Kundenzentren habe ich ja auch schon angemahnt. Vielleicht wäre es doch gut, um es einfach zu sagen, nicht nur auf die Kacke zu hauen und sich zu freuen, dass es spritzt. Ein schlüssiges Gesamtkonzept könnte nicht schaden.

Jan Fischer

Trauer, 30. Juli

Liebe Frau Schneider, sehr schön war Ihr Kommentar am Samstag! Wunderbare Worte haben Sie gefunden. Kompliment!

Herzliche Grüße

Dirk Vorwerk

Ämter setzen Kunden vor die Tür, 30. Juli

Viel Zeit wäre gewonnen, wenn man den Bürger wissen ließe, dass es keineswegs Pflicht ist, einen Personalausweis zu besitzen. Ich hatte nie einen und werde mich auch in Zukunft nicht damit belasten. Es gibt schlicht keinen Grund dafür. Ein Pass ist allerdings sinnvoll. Er öffnet Türen, wie der Name sagt.

Uwe Theil

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Skandal sondergleichen. Kundenzentren, die ihre "Kunden" vor Ende der (kurzen!!!) Öffnungszeit nach Hause schicken, sollten sich nicht Kundenzentren nennen. Dies ist graue Obrigkeitsstaatsverwaltung und hat mit partnerschaftlicher Kundenbeziehung nichts zu tun. Die Ausrede, der neue Personalausweis brauche 2-3mal so lange Bearbeitungszeit ist doch völlig aus der Luft gegriffen. Sollte es hier tatsächlich zu längerer Bearbeitungszeit kommen, war dies sicher schon früher bekannt, so dass ein "Dienstleister = Freie und Hansestadt Hamburg" darauf schon lange hätte reagieren müssen. Wie eine Behörde zu einem kundenorientierten Dienstleister umorganisiert werden kann, lässt sich sehr gut am Beispiel der Bundesagentur für Arbeit erkennen. Vielleicht sollten die verantwortlichen Bezirksamtsleiter hier mal ein Praktikum absolvieren.

Mit freundlichem Gruß

Thomas Scheidler

Das Leben nach EHEC - was von dem gefährlichen Keim übrig bleibt, 30. Juli

Danke für diesen Bericht! In einer Zeit, wo uns nur notdürftig kaschiertes Abschreiben von Agenturmeldungen(was gerade bei EHEC besonders negative Folgen hatte), als teure journalistische Leistung verkauft wird, hebt sich dieses Dossier wohltuend ab. Es lässt einen nochmals schaudern, bevor man übergeht zu Erleichterung, dass EHEC wohl fürs erste vorüber ist.

Hans Pürstner

Soldaten kämpfen in Hunger-Region gegen Milizen, 30. Juli

Die Welt tut sich schwer mit der Hilfe für die Hungernden in Somali und Kenia. Wenn diese Länder Öl hätten, wäre es nicht so weit gekommen. Denn die Katastrophe ist von Menschen gemacht.

Uwe Niemann

Die Feigheit der Schuldenmacher, 30. Juli

"In Deutschland wächst der Schuldenberg derzeit um 2279 Euro - pro Sekunde" ist der Schlußsatz des Kommentators. Und da will die FDP mit Gewalt Steuerabbau durchsetzen. Das ist ebenso kurzsichtig wie unverantwortlich. Sinnvoller wäre es, den so genannten "Mittelstandsbauch" der Steuersätze, wenn die FDP schon daran Anstoß nimmt, durch Erhöhen des Spitzensteuersatzes auszugleichen. Schuldenabbau mit allen Mitteln sollte die Maxime der Bundesregierung lauten. Nur so bliebe unseren Kindern und Enkeln erspart, den von uns geschaffenen immer gewaltiger werdenden Schuldenberg schultern zu müssen.

Dr. Gunter Alfke

Helfer kämpfen nicht nur gegen Hunger, 29. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihren Artikel "Helfer kämpfen nicht nur gegen Hunger" vom 29.07.11, Seite 3 möchte ich einen Vorschlag machen. In dem Artikel steht, dass u.a. Geldmangel eine große Rolle spielt. Nach meinen Kenntnissen will die katholische Kirche 20 Millionen Euro für den Besuch des Papstes in Deutschland ausgeben. Wie wäre es, wenn der Papst, so in der Bibel über Jusus beschrieben, demütig und ohne großen Pomp zu uns kommt und ds gesparte Geld für die Hungernden ausgibt. Mit dieser Summe könnten alle Flüchtlinge eine ganze Zeit lang überleben.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Schmücker

Verbraucherzentrale Hamburg verklagt Deutsche Telekom, 29. Juli

Nach einem unverbindlichen Auskunftsgespräch vor drei Jahren im T-Punkt in der Innenstadt erhielt ich zwei Tage später eine Auftragsbestätigung für ein T-Com-Produkt, über das wir überhaupt nicht gesprochen hatten. Zufall? Ich glaube nicht!!

Hartmut Bunde

Augen auf und durch, 29. Juli

Die von ihnen gemachten Anmerkungen zum Verkehrsaufkommen und den daraus folgernden Staus aufgrund von Ferienbeginn und Ferienende sind nur zum Teil nachvollziehbar. Der Vorschlag zur Verhinderung von Staus generell ein Tempolimit auf den Autobahnen einzuführen ist völlig kontraproduktiv und wirkt gerade damit als Stauauslöser. Meine letzte Urlaubsfahrt hat gezeigt, daß z. B. auf geradeausführenden, dreispurigen und auf 120 km/h begrenzte Autobahnen, dass Stauaufkommen geradezu durch die begrenzte Geschwindigkeit produziet wurde, weil der schnellfließende Verkehr nicht abfließen konnte und ebenfalls zur Staubildung gezwungen wurde. Dieses Phänomen ist auf der A 7 zwischen Hannover und Hamburg immer wieder zu bewundern, und nur dort wo auf der dreispurigen A 7 die Geschwindgkeitsbegrenzung aufgehoben wurde löste sich der vorher provozierte Stau sofort auf. Welchen Nutzen hat allso eine Gechwindigkeitsbegrenzung, wenn sich fast zwei Drittel der Verkehrsteilnehmer nicht daran halten. Dieses gilt ebenfalls für die Autbahnbaustellen in denen nur wenige die vorgeschriebene Geschwindgkeit einhalten und damit Unfälle und Staus produzieren. Gleiches gilt auch für das Einfädeln an Spurzusammenführungen. Der rechtsseitige Verkehr ist gezwungen die permanent die geminderte Geschwindkeit überschreitenden Verkehsteilnehmer rechtseitig einfließen zu lassen, da ja bis an die Stelle der Zusammenführung zweier Fahrspuren auf eine herangefahren werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

Gotthard Kalkbrenner

Geheimplan für zweite Brücke, 29. Juli

Sehr geehrte Redaktion!

Der Senat setzt mit seinen geheimen Brückenplänen ein falsches soziales Zeichen. Denn um den Raumschiff-Charakter der Hafencity endlich zu beheben und aus jener einen lebhaften Stadtteil zu machen, bedarf es Bauwerke, die die Menschen mit ihrer Umgebung stärker zusammenführen. Was aber nicht geschieht, wenn man die Elbphilarmonie mit einer Art Luxus-Parkour direkt ohne Umwege vom Baumwall verbindet. Weswegen sich die SPD die Kritik gefallen lassen muss, ebenso wie die vorherigen Regierungsparteien CDU und GAL einen Kurs zu verfolgen, der sich nicht kritisch mit den Fehlern der Vergangenheit auseinandersetzt. Und dafür sorgt, dass das Wohnen und Leben im Hafen weiterhin abgeschlossen stattfindet und vor allem einer kleinen Gruppe von Besserverdienenden vorbehalten bleibt!

Rasmus Ph. Helt

Fahranfänger rast mit 139 km/h durch Wandsbek, 29. Juli

Alle paar Tage berichtet das Abendblatt über solche Fälle. Meine Forderung: das Fahrzeug für ein Jahr still legen. Führerscheinentzug und Charaktertests haben eine schwache Wirkung. Wollen wir die Staatskasse mit Bußgeldern füllen oder solche verbrecherischen Taten verhindern? Die Strafe muss weh tun. Das ist der Fall, wenn Papas Porsche ein Jahr in Allermöhe steht.

Dieter Brandes

Stall oder Nicht-Stall, 28. Juli

Auch diesem Artikel ist klar zu entnehmen, dass es den künftigen Betreibern der Mastanlage hauptsächlich um das gefüllte Portemonaie geht. Auch ich würde mich gegen eine solche Mastanlage in unserem Ort wehren. Fest steht doch, dass stets die Möglichkeit besteht, dass Antibiotika resistente Keime aus der Anlage entweichen können. Was diese anrichten, haben wir vor kurzem überall lesen und hören können. Wie viele Menschen an den so genannten "Krankenhauskeimen" gestorben sind. Ist das allein kein Grund, eine Anlage abzulehnen? Ferner sollten wir uns vor Augen führen, dass die Umwelt durch Ammoniak belastet wird. Immerhin hat man festgestellt, dass bei in der Nähe von Mastanlagen wohnende Menschen vermehrt Atemwegserkrankungen festgestellt wurden - auch bereits bei Kindern! Machen wir uns mal Gedanken über die Entsorgung der Massen an Gülle und Exkrementen, die ja zum großen Teil in der Region verbleiben. Was sich für mich noch unverständlicher darstellt ist, dass lt. Medienberichten, in Deutschland nur die besten Teile des Geflügels Verwertung finden und in den Handel gelangen. Verschmähte Geflügelteile werden nach Afrika geliefert, zu so niedrigen Preisen angeboten, dass die kleinen, afrikanischen Bauern nicht die geringste Chance haben, ihr eigenes erzeugtes Geflügel auf den Markt zu bringen. Wenn das Thema Entwicklungshilfe aufgeworfen wird, schreien alle, dass Afrika künftig in der Lage sein muss, sich selbst zu ernähren. Wie bitteschön soll das von statten gehen, wenn die Europäer, also auch wir Deutschen, diesen Markt im Keim ersticken! Außer, dass der Tierschutz bei Massentierhaltungen auf der Strecke bleibt, immer mehr Antibiotika in solchen Haltungen Verwendung findet und dies der Gesundheit schadet, wäre das für mich ein starkes Argument gegen Mastanlagen.

Johanna Schwarzer

Deutsche haben den meisten Urlaub, 28. Juli

Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Deutsche durchschnittlich 30 Tage Urlaub haben, da kaum jemand mehr haben dürfte, viele aber weniger haben. Dazu zählen die meisten Angestellten in Kleinbetrieben wie Frisöre, Bäckereien, kleine Handwerksbetriebe u.s.w. Von den neun (!) Feiertagen sind fünf beweglich; vier davon können im selben Jahr auf ein Wochende fallen, so dass wir maximal neun Feiertage haben, bisweilen auch nur fünf. Was Frau Merkel mit "die Griechen sollten mal länger arbeiten" meinte, war sicher die Lebensarbeitszeit. Denn offizielles Renteneintrittsalter ist in Griechenland 57 Jahre, in Italien 59 Jahre. Zm Vergleich: Deutschland 65 (bald 67 Jahre), Norwegen jetzt schon 67 Jahre. Rein zufällig haben die Staaten mit den höchsten Schulden das früheste Renteneintrittsalter (und umgekehrt). Dieser Vergelcih hätte neben Urlaubstagen und Wochenarbeitsstunden vielleicht auch dazu gehört.

A. Plümpe

Ein Problemviertel wird entmüllt, 28. Juli

Wunderbar wenn dort sauber gemacht wird. Aber es wird kaum was nützen. In einigen Wochen ist alles wie zuvor. Sinnvoll wäre eine gleichzeitige Aufklärungskampagne, dass man Papier, Zigarettenschachteln etc. gar nicht erst einfach fallen läßt, sondern in den nächsten Papierkorb wirft. Ein paar Polizisten (auch solche in Zivil) sollten gleichzeitig aufpassen und ggf. kostenpflichtige Verwarungen aussprechen. Zuckerbrot und Peitsche also... Zwei Maßnahmen die ruhig in ganz HH gelten könnten !

H. P. Bauer

Elbphilharmonie öffnet noch später, 28. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich Ihren Artikel im HA vom 28.07.10 gelesen habe, schlage ich vor das Bauwerk in „Elbphilharmo-NIE“ umzubenennen!

Mit freundlichen aber traurigen Grüssen!

Kuno Brem

Abenteuer Bauen – auch Eigenheimbauer wissen davon ganze Arien zu singen. Nun ist die Elbphilharmonie mehr als ein Wohnhaus, ein Konzertsaal, ein Hotel oder eine Parkgarage. Sie soll alles in einem sein. Elegant ineinander verschachtelt, dazu Alt- und Neubau in enger Symbiose. Ein Meisterwerk an Ingenieurkunst, ein bauphysikalisches, statisches, bauakustisches und funktionelles Monstergebilde. Schwächen in den Abläufen sind dabei ganz normal, die früheren Zeitpläne waren daher offenbar sehr ambitioniert.

Johannes Zink

Kopfschüttelnd und verständnislos muß man Ihren Artikel lesen, daß eine Fertigstellung sich weiterhin verzögert und die Baukosten erneut steigen werden. Was sind das für Planer oder Fachleute, die ein Objekt mit 75 Millionen kalkulieren und in der Realität wohl 400 Millionen aufwenden müssen ? Um weitere Kostensteigerungen abzuwenden, sollte man mit einer einmaligen erneuten Ausgabe diesen grottenhäßlichen Bau, den niemand ernsthaft benötigt, in die Luft sprengen. Die Stadt würde sich so vor weiteren Preissteigerungen, sicher teure Unterhaltungskosten und totsicher auftretene Reklamationen mit weiteren Kosten nach Fertigstellung schützen.

Klaus Rose

Statt das Geld der Bürger für notwendige Investitionen (Wohnungen, Schulen, Straßen, Stadtbahn) zu verwenden, wird es für ein fragwürdiges Prestigeprojekt verschleudert. Und hinterher will es wieder keiner gewesen sein! Eine (weitere) Unverschämtheit sogenannter "Staatsdiener".

Jens Ode

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie erbaulich, dass Sie diesmal einer Glosse Platz auf ihrer Titelseite einräumen. Sie fördert bestimmt den Humors der ansonsten eher als steif verschrienen Hamburger.

Mit viel harmonischem Gruß

Christiane Mielck-Retzdorff

Gasförderung beunruhigt Bürger, 28. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr ausgezeichneter Bericht über das Phänomen 'Gasland' in Niedersachsen ist zugleich ein eindrucksvoller Appell an die Verantwortlichen, der es verdient, unverzüglich erhört zu werden. Er ruft als Fazit dazu auf, den Anfängen zu wehren. Lassen wir uns von Frankreich inspirieren, das mit seinem VIER-ARTIKEL-GESETZ vom 30.6./14.7.2011, einem sogenannten PETITE LOI, die Methode Fracking im Rahmen der Unkonventionellen Erdgasgewinnung als erstes Land der Welt untersagt hat. Mit Moratorien a la USA zur vorläufigen Nichterteilung von Konzessionen ist niemand gedient, weil die Problemlösung nur verschoben wird. Fracking als ultramoderne Methode der Schiefergasgewinnung ist zahlreichen neuen Expertisen berühmter Universitäten ( z.B. CORNELL in New York und DUKE in North Carolina ) zufolge nachweisbar nachhaltig umweltbelastend und gesundheitsschädlich. Die Bundesrepublik Deutschland kann durch ein Fracking-ist-untersagt-Gesetz ihr hohes Verantwortungsbewußtsein für alle ihre Bürgerinnen und Bürger beweisen und ihnen damit zugleich die - deshalb - gegenstandslose Unruhe ersparen. Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung sind aufgerufen zu handeln. Das Land und die Europäische Union warten darauf.

Dr. Jürgen Sieveking

Sprayer "Oz" soll noch einmal ins Gefängnis, 28. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist allerhöchste Zeit, dass dieser hochgradig Kriminelle endlich weggesperrt wird um weiteren Schaden zu verhindern. Wie kann jemand ernsthaft auf die Idee kommen diese Schmierereien als Kunst zu bezeichnen? Es ist höchste Zeit dass die Gerichte endlich einmal ein Zeichen setzen und diese Machwerke als das brandmarken was sie wirklich sind: Beschädigung fremden Eigentums und damit kriminell. Die "Künstler" müssen dazu verurteilt werden ihre "Kunstwerke" selbst zu beseitigen und den entstandenen Schaden zu ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jung

Altländer Wirtin muss Tochter zum Vater bringen, 28. Juli

Angenommen, ein Vater schmiedet ein Mordkomplott gegen die Mutter, die schwer verletzt überlebt. Nach der U-Haft hilft das Jugendamt dem Vater dann, sein Kind ohne Wissen der Mutter aus dem Hort zu holen. Gibt es das? Nein, sondern nur umgekehrt, wenn eine dringend tatverdächtige Mutter sich ans Jugendamt wendet. Diese Praxis der Ungleichbehandlung ist bekannt und lässt sich hier auch nicht mehr mit beidseitigem Sorgerecht schönreden.

Johannes Zink

Deutsche Handwerker sollen als Aufbauhelfer nach Griechenland, 28. Juli

Sicherlich gut gemeint, aber verunglückt in der Wortwahl. Moody's, Poor's und ihre rating Consorten haben Griechenland schon als möglichen Ramschladen hinreichend lädiert. Mit "Aufbauhelfer" kommt nun noch der Geschmack nach Entwicklungsland und Dritte Welt hinzu. Man darf annehmen, dass der griechische Nationalstolz damit Schwierigkeiten haben könnte, Geld nehmen ist eine Sache, zumal wenn man in die Hoffnung eingelullt wird, eines fernen Tages wird man es zurückzahen, aber sich schulmeisterlich belehren geht dann wohl zu weit. Besonders nicht von Deutschland, dem wohl immer noch der Verdacht anhängt, dass an seinem Wesen die Welt genesen könnte, wenn sie nur wollte.

Hans-Emil Schuster

Rente bis zum Jahr 2063, 27. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren, auch ich bin seit zehn Jahren "Kunde" der Generali Versicherung. Ich erlitt einen unverschuldeten Verkehrsunfall, weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Aus bitterer Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass der Generali Versicherung kein Trick zu plump war, um Kosten zu minimieren, oder einzusparen. Einvernehmlich getroffene Absprachen oder Zusagen wurden nicht eingehalten, oder eigenmächtig geändert. Auch auch wenn ich aus dem Zusammenhang gerissen zitiere und aus dem Mund der Generali Versicherung Worte höre wie "soziale Verantwortung", empfinde ich das wie eine Verhöhnung von uns Opfern. Durch ihr empörendes Verhalten hat sie uns zu Schadensfällen mit einer Versicherungsnummer gemacht und uns unserer Menschenwürde beraubt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Kuhl Aus verständlichen Gründen bitte ich, meinen Namen nicht zu veröffentlichen.

Dr. Jürgen Kuhl

Hebammen in Not, 27. Juli

Da müssen Hebammen für über 3.600,-- Euro Prämie Berufs-Haftspflichtversicherungen abschließen. Und das bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von ca. 1.400,-- Euro. Dagegen ist für Ärzte - ja, sogar für Chirurgen - solche Versicherung absolut freiwillig. Bei Pfusch bleiben deshalb Patienten immer wieder auf enormen Kosten sitzen. Handlungsbedarf aber scheint unsere Justizministerin nicht zu sehen. Wen wundert's? Sie gehört schließlich zur Partei "der besser Verdienenden".

Heide Jurczek

Asylbewerber sollen in "Geisterhäuser" ziehen, 27. Juli

Das muss mir mal einer erklären. Bulgarien und Rumänien gehören zur EU. Aufgenommen in die EU werden doch nur die Staaten, die unseren Wertenormen entsprechen. Wieso gibt es dann aus aus diesen Ländern Flüchtlinge ? Verfolgung und andere politische Gründe können es also demnach nicht sein. Sind es dann doch wirtschaftliche Gründe ? Sozialleistungen bei uns ? Oder sind es Arbeitssuchende ? Hier sagt uns die Politik doch immer, die freie Arbeitsplatzwahl, auch für Staaten im Osten, habe hier zu keinem Zustrom geführt. Das passt doch alles nicht zusammen und dient nur der Verschleierung.

Jürgen Neffe

Autofahrer sollen an Tankstellen für Luft zahlen, 27. Juli

Also jetzt auch für Luft, das lädt ein zu Überlegungen, was könnte man noch kostenpflichtig machen ? Dem Vernehmen nach steht der Luftikus für einen Euro zeitlich nur sehr begrenzt zu Diensten.Man sollte sich also beeilen,um seine vier Pneus zu füllen und zu testen; sonst muss nachgezahlt werden.(An Brumis lieber garnicht erst denken) Weitere sichere Einnahme, die Klosett-Anlagen werden wie in Parkhäusern betrieben, minuten genau abgerechnet und gelöhnt, sonst kommt nicht raus und .bleibt man sitzen zwischen dem Porzellan.

Hans-Emil Schuster

Dann wird die Luft sicherlich in der Haupturlaubszeit nicht einen Euro sondern 5 Euro kosten. So hat man es wenigstens in der Hand, neben den Benzinpreisen auch da ordentlich bei denen ab zu kassieren, die mit ihren Kindern in den Urlaub fahren wollen. Die sollten sich was schämen, diese geldgierigen Ölheinis!

Horst Tietze

"Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet", 27. Juli

Es ist schon richtig,mit seinem Geld kann jeder machen was er will. Hier spenden normale Menschen wie Arbeiter oder Rentner um mit ihrem knappen Einkommen den Hungernden zu helfen. In Auktionshäusern geben Andere Millionen aus für ein altes Gemälde, nur um es zu besitzen und in einem Safe zu verstecken. Was ist das für eine Welt.

E. Martini

Herrn Zieglers ungehaltene Rede zur Hungersnot beeindruckt, aber wenn man sich die Sache überlegt, kommen einem doch Zweifel. 1. Letztes Jahr war der Getreidepreis halb so hoch wie dieses Jahr, wo ihn die bösen Kapitalisten hochgetrieben haben.- Letztes Jahr (und vorher) war die Hungerkatastrophe schon vorauszusehen.- Ja, warum haben da Somalia, Kenia, Äthipien damals keine Lager angelegt, wäre doch sogar viel billiger gewesen? 2. 500 große Gesellschaften kontrollieren so und so viel Prozent der Weltwirtschaft. - Kontrollieren sie auch Somalia (und die Piraten, die ihre Schiffe kapern)? Oder das sozialistische Äthiopien? 3. Hilfe in Somalia ist kaum möglich, weil die Schabab, radikalislamische Milizen, die große Teile des Landes beherrschen, westliche Hilfe nicht ins Land lassen. Werden sie etwa von den 500 großen kapitalistischen Gesellschaften bezahlt? 4. Was Herr Ziegert nicht sagt: Die äthiopischen Bauern haben kein Recht an ihrem Land. Das Land gehört dem Staat, das will der äthiopische Sozialismus. Die Unsicherheit der Nutzungsrechte, die dortige Bauern an ihrem Land haben, behindert jede Investition in die Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung. Das war schon in Maos China so, dort sind um 1960 deshalb so 60 Millionen Menschen verhungert. So weit ist man in Äthiopien noch nicht. Noch. Herr Z. hat sicher recht, wenn er mehr, sehr viel mehr Anstrengungen verlangt, um die Millionen in Somalia und darum herum vorm Hungertod zu retten. Aber so schön einfach das auch wäre - die "Schönen und Reichen" hierzulande, die großen 500 Gesellschaften, überhaupt der böse Kapitalismus sind an dieser Katastrophe wohl kaum schuld. Das Problem ist kaum, daß Geld für Hilfe fehlt, schon deshalb nicht, weil die Summen, um die es geht, vergleichsweise - wie Z. zu Recht sagt - lächerlich gering sind. Das Problem ist, daß die Herrschenden dort nur an ihrer Macht interessiert sind, nicht an den Hungernden. Und die Herrschenden dort sind nicht die hiesigen schönen reichen Kapitalisten.

Frank Münzel

Man kann zu Jean Ziegler stehen wie man will, aber er legt den Finger in eine Wunde, vor der die Welt meistens die Augen verschließt. Diese Wunde heißt Afrika. Ich halte es für legitim zu provozieren und zu schockieren um auf eine humanitäre „Schieflage“ aufmerksam zu machen, die auch eine Folge der globalisierten Wirtschafts- und Finanzwelt ist. Das „freie Spiel der Kräfte“ macht Menschen zu seinem Spielball. Wenn schon ein EU-Mitglied wie Griechenland sich nicht aus der Schuldenfalle befreien kann, wie soll das dann z.B. Äthiopien schaffen? Die derzeitigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten produzieren weltweit oft nur eines: Gewinner und Verlierer. Dazwischen gibt es nichts.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Kälber

Die Rede von Herrn Ziegler zur schrecklichen Hungersnort überall auf der Welt war gut, schade, dass er diese - aufgrund erfolgreicher Lobbyarbeit - nicht vortragen durfte.Die Hungersnöte entstehen (abgesehen von extrmer Dürre, politischem Chaos) auch dadurch,dass statt Getreide anzubauen, die Flächen für Futtermittel vergeudet werden, um sie für den nicht nachlassenden Fleischkonsum zu exportieren. Man braucht 16 kg Getreide, um 1 kg Fleisch zu produzieren. Um es mal auf einen ganz kurzen Nenner zu bringen : Getreide + Gemüseanbau = gut für Menschen, Tiere, Klima. Das fehlte noch in seiner Rede.

Marion Overbeck

Herzlichen Dank, daß Sie die Rede dieser Gegenstimme des Raubtierkapitalismus den Platz gegeben haben. Und unsere Kanzlerin sonnt sich mit Ackermann, Maschmeyer und Konsorten in Bayreuth!

Walter Haveltal

Wagner in der Biogasanlage, 27. Juli

Applaus für den Chefdirigenten, aber sicher; was man wiedererkennt, nämlich die Musik, bereitet Freude und lässt Stolz aufkommen. Man darf sich dazuzählen zur Elite, man kennt seinen Wagner. Die Wartburg erkennt man nicht wieder; ist aber auch zu faul, schlimmstenfalls zu dumm, sich damit auseinander zusetzen. (Bei den Eintrittspreisen auch noch denken) Also Buh-Rufe und Pfiffe. Fazit, Publikum sechs, setzen.

Hans-Emil Schuster

Ein Jahr im "Focus", 27. Juli

Dem "Spiegel" Konkurrenz machen, wie das denn? Als "Spiegel-Light"? Man kann auch kein "Bild-light" machen, die Leser wollen etwas mit Biss und Pfeffer. Der "Spiegel" mit seinen Stacheln ist eine Institution im Lande; ("Bild" auch, in einer anderen Liga). Da kann man nur hinterher hecheln und dann auf ein Stacheltier aus der Fabel treffen, das verkündet:"Ich bin lange schon da."

Hans-Emil Schuster

Neue Kontenpanne bei der Haspa, 27. Juli

Zwischen dem 30. Juni und dem 4.Juli konnten jugendliche Nachwuchskunden der Haspa ihre Konten beliebig leersaugen und wohl auch darüber hinaus, trotz einprogrammierter Limits. Im Zuge der großen Haspa-Computer-Umstellung kann das vorkommnen und ist verglichen mit den anderen Haspa-Problemen nun wirklich nur ein filgranes Detail. Kümmerlich ist allerdings die Aussage der Haspa-Sprecherin Frau von Carlsburg, man gehe von Einzelfällen aus, wobei mehr als 1.200 Euro,soweit ihr bekannt, nicht vorgekommen seien. Also Klartext, nichts Genaues weiß man nicht. Wer soll das glauben? Es sind mehr als drei Wochen vergangen seit der Teenager-Attacke. Entweder weiß die Haspa den genauen Umfang der Vorfälle und will sich nicht äußern, oder Frau von Carlsburg ist wirklich ahnungslos. In beiden Fällen eine schwache Leistung.

Hans-Emil Schuster

"Dann muss der Kiez eben Blankenese erobernt", 26. Juli

Wo ist denn nun der krative Wegweiser in dieser Zusammenfassung von Alt-Bekanntem und Nichts-Neuem??? Achja, der Kiez soll in die Hafencity ziehen!

Reinhold Lehmann

Widerstand gegen Geflügelfabriken wächst, 26. Juli

Wasser kaputt, Luft kaputt, Boden kaputt, Gesundheit kaputt. Macht nix? Dann Mastfabriken bauen Macht was? Dann weniger Fleisch essen: "Ganz einfach" Es liegt in der Natur der Dinge, der Mensch isst Fleisch, Fisch...(Tiere fressen sich auch gegenseitig). Menschen, Tiere...alles ist "Leben" und möchte artgerecht entsprechend behandelt und akzeptiert werden. Wer allerdings "Leben" als Sache unterstützt (wegen Geld/ Arbeitsplätze...) mit tierfeindlichen Mastanlagen und Fabriken, der sagt "Ja" zur Tierquälerei. Man sollte etwas tun und vielleicht Folgendes verhindern: Die schon jetzt im Übermaß vorhandenen und geplanten Mastställe mit qualvoller Geflügelhaltung in Deutschland werden künftig unter anderem Wasser, Luft, Boden, Gesundheit, Tourismus und Lebensqualität sehr negativ beeinflussen. Sprechen Sie mit Landwirten, Bürgermeistern und Politikern. 25 Hühner auf 1 Quadratmeter mit Kranken und Toten. Ein Herz für Menschen und Tiere.

Peter Stilbach

Deutschland verdoppelt Hilfe für die Hungernden, 26. Juli

Welche nachhaltigen Maßnahmen zur Verringerung von Hungersnöten in den derzeit von Dürre betroffenen Ländern in Ostafrika hat die Bundesrepublik seit der dortigen letzten großen Dürre durchgeführt? Zeit genug wäre gewesen. Und Geldmangel scheint ja auch kein Problem zu sein bei einem direkten und indirekten deutschen Soforthilfegesamtbeitrag von ca. EUR 61,6 Mio. Oder waren etwa Projekte zu Genderfragen, gute Regierungsführung etc. wichtiger? Die Hungernden werden es danken.

Hans-Peter Hansen

Keimherd Küche, 26. Juli

Liebe Redaktion,

zu diesem Thema gehört auch ein Vorgang, wie man ihn alltäglich beobachten kann: das Gegrabbel und Gewühle an den Obst- und Gemüseständen in den Supermärkten. Da wird sorgfältig jede Kirsche und Erbeere vom Kunden in die Hand genommen und bei Nichtgefallen wieder zurückgelegt, Salat ebenso geprüft, der Pfirsich gedrückt, an der Tomate gerochen. Igitt – welche Kundenmassen hatten die Ware schon in den Händen, bevor sie auf meinem Teller landet! Mich wundert, dass unsere Hygiene-Experten, die überall in Krisenzeiten herangezogen werde, sich dazu nicht äußern. „Angriebschte Ware“ - das war in Zeiten von gut geführten Obst- und Gemüsegeschäften einfach nicht üblich.

Mit freundlichen Grüßen

Ingelor Schmidt

Bahn nutzt Ökostrom aus Wasser, 26. Juli

Sehr geehrter Damen und Herren,

im Zusammenhang mit o. a. Artikel wurde zum wiederholten Male ein Foto veröffentlicht, auf dem der Bahnchef Grube auf einem Bahngelände mitten auf den Gleisen stehend abgebildet ist, wo doch daneben so viel Platz zum gefahrlosen Fotografieren gewesen wäre (auch für den Fotografen!). Auch wenn es nur eine Fotopose ist, sollte der oberste Eisenbahner schon aus seiner Vorbildfunktion heraus wissen, dass man sich nicht unnötigerweise im Gefahrenbereich der Gleise aufhält. Dies ist eines der obersten Gebote, die jedem Bahnmitarbeiter aus Sicherheitsgründen von Beginn an in Fleisch und Blut übergehen sollte. Es grüßt ein früherer Bahnbediensteter und jetziger Museumseisenbahner.

Hartwig Harms

Shopping-Streit: SPD-Vize ruft zum Austritt aus der FDP aus, 26. Juli

Man sollte die Kirche im Dorf lassen, wo sie sich mental ohnehin befindet. Die Kirchen dürfen gerne gegen die Sonntagsöffnung sein und Herr Kubicki muss das Recht haben, seine Meinung dazu zu sagen. Warum die Meinung des Herrn Kubicki jemanden zum Austritt aus der FDP veranlassen sollte (hat die noch Mitglieder?) ist mir so rätselhaft, wie die Frage, was die Sonntagsöffnung mit der Verfassung zu tun hat.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Reese

Ausflug in die Küche der Zukunft, 26. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren, der Mensch hat sich ganz ohne „Food Innovation“ entwickelt; sein Stoffwechsel kommt am besten mit naturbelassenen Lebensmitteln zurecht. Werbung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3), die beim Backen ihre wertvollen Eigenschaftenbeim nicht verlieren, ist unredlich. Was geht verloren, wenn „speziell bearbeitetes“ Mehl nicht mehr schimmelt, und was kommt hinzu, wenn dieses Mehl (ganz unnatürlich) keimfrei wird?

Dr. Ulrich Lehmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Firmenportrait vermittelt einen interessanten Blick auf die künftige Ernährung. Diesem Industriezweig kommt eine wichtige Aufgabe zu. Zwar ist Ernährung Privatsache, aber die sichtbaren Fälle von Fehlernährung im Straßenbild sind schon ein Hinweis auf systemische Folgen, die das Gesundheitswesen extrem belasten werden und es zum Sprengen bringen könnten. Nur ein Hinweis: Frosta schließt wie die Wettbewerber nicht nur "künstliche Zusatzstoffe" aus, von denen es kaum mehr als 12 gibt. Die anderen "natürlichen" Zusatzstoffe und Aromen bemessen sich auf über 2500. Darunter so krasse Beispiele wie Erdbeeraroma aus Pilzenzucht auf Holzspänen. Der Ausschluss dieser Stoffe ist entscheidend.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Schmidt

Widerstand gegen Geflügelfabriken wächst, 26. Juli

Liebe Redaktion des HA,

ich danke Ihnen, dass, Sie mal so ein schreckliches Bild veröffentlicht haben und auch das grausame Schnäbelkürzen erwähnen. Ich befürchte aber, so lange unser "Tierschutz"gesetz nicht geändert wird, wird sich auch hier nichts ändern. Lt. diesem Gesetz gilt ein Tier immer noch als Sache. Es wird ihm also auch jedes Gefühl aberkannt. Wann begreifen denn diese Menschen endlich, dass jedes Tier Liebe, Freude, Trauer, Angst und Schmerz empfinden kann? Wie würde Herr Wesjohann wohl empfinden, wenn man ihn (seien wir mal gnädig) nur 2 Tage in einen überfüllten Raum sperren würde? Viele Menschen geraten ja schon in Panik, wenn sie eine gewisse Zeit in einem überfüllten Zugabteil verbringen müssen. Oder fragen Sie doch mal Menschen, die mit mehreren in einem Lift steckengeblieben sind. Zum Schluss möchte ich noch einmal Mahatma Gandhi zitieren: Die Grösse und der moralische Fortschritt einer Nation lassen sich daran ermessen, wie sie ihre Tiere behandelt. Alles, was lebt,ist dein Nächster.

Birgit Hehn

Koalition im Tief: Leutheusser-Schnarrenberger fordert mehr Sachlichkeit, 26. Juli

Anstatt in Ruhe und Besinnlichkeit ihren 60.ten Geburtstag zu feiern im Sinne des von Kollegin Nahles vorgeschlagenen politik- freien Tages pro Woche,muss Frau Leutheuser-Schnarrenberger ermahnen, dass Schwarz-Gelb zur Bundestagswahl 2013 eine gute Bilanz brauche. Eine Bilanz , die wohl auch nicht zuletzt so schlecht ist durch ihr Herumeiern in Fragen der Inneren Sicherheit Die Ministerin sei daran erinnert, dass andere Mitbürger und Mitbürgerinnen ihren 60.ten Geburtstag zum Anlass nehmen oder nehmen müssen, in Rente zu gehen. Das wäre doch vielleicht ein Geburtstagsgeschenk, das sie sich selbst machen könnte.

Hans-Emil Schuster

Haushalt: Carstensen warnt vor Steuersenkungen, 25. Juli

Hallo, warum sollen wir Deutschen sparen? Die Botschaft der vergangenen Wochen: macht Schulden. Leute, die Südländer schmeißen das Geld ohnehin zum Fenster raus. Wenn alle eine Schuldenquto von 95% haben, kann sich keiner benachteiligt fühlen -und in der nachfolgenden Währungsreform sind alle wieder gleich.

Wolfgang Volknant

Stadt lässt ihre eigene Villa verrotten, 25. Juli

Auch in Bramfeld ist kürzlich eine der letzten Jugendstilvillen abgerissen worden. Der Eigentümer bekam nicht den horrenden Preis, den er für das alte rottende Gemäuer haben wollte. Es ist dringend nötig, dass in Hamburg ein Zusammenschluss engagierter Bürger entsteht, die die restliche alte Bausubstanz retten wollen und überdies darüber wachen, dass Hamburg nicht immer weiter mit seelen-und gesichtslosen Betonkästen zugemüllt wird.

Irene Köster

Wir wohnen seit 12 Jahren am Amsinck-Park. Dort steht die Amsinck-Villa, die seit ca. 8 Jahren nicht mehr genutzt wird (vorher befand sich dort ein Architekten-Büro). Seit dem Auszug des Büros verwahrlost und verkommt die Villa. Bürgeriniativen haben sich bisher vergeblich um eine Wiederbelegung bemüht. Ein kleiner Teil ist seit geraumer Zeit eingerüstet. Handwerkliche Aktivitäten sind äusserlich nicht wahrznehmen. Die genannte Villa wurde auch einmal vom Hamburger Abendblatt als auch durch die "Wochenblätter" erwähnt. Die Stadt lässt auch diese Villa verkommen!

Mit freundlichen Grüssen

Gerd+Rosemarie Stange

Die Villa am Bahrenfelder Marktplatz 17 stört wahrscheinlich bei der Überdachung der Autobahn. Das gilt aber nicht für einen denkmalgeschützten, deutlich größeren Gebäudekomplex, der gar nicht weit entfernt ist. In der Nähe des Groß Flottbeker Marktplatzes, Röbbek 4, steht die älteste Schule Groß Flottbeks seit über 10 Jahren weitgehend leer ? Die Schule befindet sich seit 2000 unter Denkmalschutz und lag in den letzten Jahren in der Obhut der Schulbehörde, welche die Räumlichkeiten nutzen wollte für die Erweiterung der Schule Windmühlenweg zur Primarschule. Das Schulkonzept ist seit dem Volksentscheid im Jahre 2010 Vergangenheit, die schöne alte Schule wird aber auch nicht mehr lange zu halten sein, wenn nicht bald mit Sanierungsarbeiten begonnen wird. Meine herzliche Bitte an den Hamburger Senat: Werden Sie aktiv und renovieren Sie das Gebäudeensemble. Hier könnten, wenn nicht Unterrichtsräume, doch auch eine Reihe von Wohnungen unter Einhaltung von Maßgaben des Denkmalschutzes entstehen.

Bettina Wehner

PKW-Maut: Union denkt an Verkauf von Autobahnen, 25. Juli

Versuchsballon eines Hinterbänklers? Wehret den Anfängen! Eh' zu spät, was haben Bund und Länder nicht schon alles verkauft, dann soll man auch konsequent weiter machen. Da gibt es noch vieles,was zu verscherbeln ist.Wenigsten ist dann Herr Sarazin widerlegt,Deutschland schafft sich nicht ab durch Überfremdung,wie er es sich vorstellen könnte ,sondern entblösst sich seiner Filetstücke bis zum Gerippe. Satirisch zu Ende gedacht, warum gleich nicht den ganzen Laden komplett versteigern lassen, am besten beim e-Bay.

Hans-Emil Schuster

Die Richtung stimmt, 23. Juli

Die Richtung stimmt nicht, denn die finanzpolitische Amokfahrt zur Rettung des Euros geht weiter. Unverfroren wird gegen die Maastrichter Verträge verstoßen, frühere Schwüre, es wird keine Transferunion geben, kurzerhand über Bord gekippt, der Chef der BZB brüskiert mit scharfer Kritik seine Bundeskanzlerin, ein politisches Tollhaus! Es gibt nur eine richtige Richtung: den Euro schnellstens wieder abschaffen. 17 unterschiedliche Volkwirtschaften mit einer Währung zu steuern hat, kann und wird nie funktionieren. 2000 wurde den „Eurobürgern“ im Gipfel von Lissabon der Himmel auf Erden versprochen: In 10 Jahren wird die Eurozone dank Euro die schnellst wachsende Wirtschaftregion der Welt sein. Das Gegenteil ist eingetreten: mäßiges Wachstum, die Südländer vor dem Kollaps. Der Euro ist kein Katalysator, sondern bürokratischer Hemmschuh einer notwendigen länderspezifischen Anpassung. Warum haben sich unabhängige Staaten wie Norwegen, Schweiz, Südkorea, Kanada oder Australien seit 2000 deutlich besser entwickelt? Weil sie nicht in bürokratische Monsterorganisationen wie die EU eingebunden sind, sondern sich nach ihren Stärken und spezifischen Bedürfnissen weiterentwickeln können. Um den Euro zu retten, jetzt die Forderung zum nächsten Alptraum: eine zentrale Wirtschafts- und Finanzpolitik. Noch mehr Regulierung und Bürokratie, höhere Steuern und unendliche Abstimmprozesse. Die gescheiterte Planwirtschaft des Comecon läßt grüßen. Endlich den Wahnsinn beenden und Europa von Bürgern überlassen. Was für Bürger ein erstrebenswertes Europa ist, kann man im täglichen Leben in der Grenzregion zwischen Schweiz und Deutschland erleben.

Volker Kamm

Neue Gesetze sind überflüssig, 23. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

Arbeitnehmermeinungsfreiheit gehört zum Grundrecht der freien Meinungsäußerung und ist m.M. nach durch das Grundgesetz gegeben. Wenn Sie dennoch diesen Begriff als Untertitel für das Interview mit dem BDA Präsidenten Dieter Hundt wählen, dann deutet der Begriff auf häufige Konfliktlagen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern hin.Diese Meinungsfreiheit hat nach 6 Jahren Klageverfahren der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einer Klägerin (Altenpflegerin) in Abwägung zur Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber nunmehr zuerkannt. Ihre fristlose Kündigung wurde aufgehoben. Deutsche Gerichte konnten sich dazu nicht entscheiden. Der EGMR hat allerdings im Urteil die Klage der Altenpflegerin mit öffentlichem Interesse u.a. begründet.Es bleibt also grundsätzlich für Arbeitnehmer riskant, mitßliche Betriebsgeschehen zu monieren !

Mit freundlichem Gruß

Gerhard Rehder

Tom liebt und braucht seinen Vater, 23. Juli

Vielen Dank für diesen Artikel. Ich freue mich, dass das Thema "Trennungskinder - Väter" aufgegriffen wurde, und wünsche mir sehr, häufiger über diese Problematik zu lesen.

Percy Hertzer-Plaza

Merkel erklärt Wirtschaftskrise für beendet, 23. Juli

Die Botschaft hört man gern,sollte ,aber das dazu gehörige Photo der Kanzlerin auf der Bundespressekonferenz etwas genauer betrachten. Zwischen Daumen und Zeigefinger wird relativiert: die Wirtschaftskrise ist beendet,aber nur so ein bisschen.

Hans-Emil Schuster

Nachts fährt kein Zug bis Ohlstedt, 23. Juli

beim Lesen dieses Artikels ist bei mir wieder richtig Frust hochgekommen. Ich bin der Meinung, dass in Hamburg innerstädtisch das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs sehr gut ist. Aber für Hamburg scheint rund um das gesamte Stadtgebiet an der Stadtgrenze die Welt zu Ende zu sein. Darin schließe ich mich voll und ganz der Meinung von Christiane Blömeke an. Wenn ich mich recht erinnere ist die S-Bahn, die ja von der Bundesbahn betrieben wird, in den HVV integriert. Nicht nur für Ohlstedt gilt es das miserable Angebot des HVV an Wochenenden zu kritisieren, sondern z. B. auch für die S 3 (Pinneberg – Bergedorf). An Wochenenden und Feiertagen werden ab ca. 14:00 Uhr in Pinneberg „die Schotten dichtgemacht“. Die Züge verkehren dann nur noch im 20 min-Takt. Wer also in Hamburg z. B. abends in die Staatsoper oder zu einem Konzert in der Musikhalle will, dem sei empfohlen, gleich mit dem Pkw zu fahren. Denn, wenn man am Gänsemarkt vielleicht noch gerade passend die U-Bahn erwischt, könnte es sein, dass einem nach einem zeitraubenden Bahnsteigwechsel am Jungfernstieg die S-Bahn vor der Nase wegfährt. Dann steht man geschlagene 20 min auf dem Bahnsteig herum. Das ist leider die Wirklichkeit. Man erkläre mir bitte mal warum die S 1 (Poppenbüttel –Wedel) auch an Wochenenden durchgehend im 10 min – Takt bedient wird. Ach ja, an der Strecke leben ja u. a. auch die Reichen und Schönen, aber die fahren ja doch bestimmt nicht mit der S-Bahn. Hamburg ist Umweltstadt 2011. Hamburg sieht sich als Weltstadt, leider aber nur bis zu seinen Stadtgrenzen was den öffentlichen Nahverkehr betrifft. Hamburg hat verpennt, so wie in Berlin schon mehreren Jahrzehnten realisiert, einen S – Bahnring rund um Stadtgrenze zu legen. Mit entsprechenden Anbindungen ins Hinterland – in die Provinz – hätte man sich frühzeitig ein großes Fahrgastaufkommen sichern können. Als gutes Beispiel für eine optimale Nahverkehrserschließung sei hier z. B. Köln genannt. Da gibt es die S 11, deren Weg von Bergisch Gladbach (ca. 15 km vor Köln gelegen) über Köln HBF, Dormagen, Neuß, Düsseldorf HBF bis zum Airport Düsseldorf führt. Das ist eine Gesamtstrecke von ca. 70 km. Sowas nenne ich Erschließung eines Nahverkehrsaufkommens. Wenn man in Hamburg jemals einen Gedanken für ein solches Projekt verschwendet hätte, so hätte man das Nahverkehrsnetz Zug um Zug im Norden z. B. bis Elmshorn, Itzehoe, und Lübeck, im Süden z. B. bis Lüneburg ausbauen müssen. Das hat man aber leider verschlafen. So gesehen ist Hamburg nach meiner persönlichen Sicht leider keine Weltstadt, sondern eine große Stadt umgeben von den Provinzen Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

W. Grott

"Die Quote hat mir geholfen", 23. Juli

Wieso verwundert mich, als jemand der seit 25 Jahren einer sozial- und rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgeht und noch 17 vor sich hat, der Vorschlag der Generalsekretärin der SPD, Frau Andrea Nahles, für Politiker einen politikfreien Sonntag zum Wohl der eigenen Familie einzuführen, überhaupt nicht mehr ?

Georg Rohm

Nachdem sie fast schon trotzig darauf besteht,die SPD sei eine bürgerliche Partei , weil sie Bürger und Bürgerinnen aus allen Gesllschaftschichten anspricht, vergisst Frau Nahles,dass wer alle anspricht , am Ende keinen erreicht wegen totaler Beliebigkeit. Amüsant ist dagegen der Vorschlag des politikfreien Sonntags. Dann ist endlich einmal Ruhe im Land, ein Hauch von Biedermeier weht durch die Republik,dazu noch autofreie Sonntage wie gehabt und in Urlaubsorten am Sonntag bitte nicht shoppen. Eine Idylle, die allerdings frevelhaft gestört wird wenn dann ein Sonntag kommt ,an dem gewählt werden soll.

Hans-Emil Schuster

Zum Wetterbericht Seite 1:

Moin, jetzt muss ich euch aber wirklich mal loben! Wir Altwerber sagten früher immer, gute Werbung ist, wenn man aus Sch....e Gold macht. In Text und Bild. Sowas macht ihr auch. Auf Seite eins. Gestern das "Athener Wetter"! Köstlich! Und so wunderbar doppeldeutig. Heute, zu dem Basis-Schietwetter "Die Couch ist auch schön"....Und prompt brauchen wir keinen Kachelmann mehr. Kachelmann? Wer war das? Aus welchem Jahrhundert? Danke, dass ihr uns jeden Tag dieses Schmunzelwetter bereitet. Gleich links daneben spricht Herr Karasek über den fehlenden Humor der Deutschen. Tja...

Regina Schröter

Verstopfter Computerserver löste die Datenpanne bei der Haspa aus, 22. Juli

Liebe Redaktion,

ich kann nicht glauben, dass es damit sein Bewenden haben soll. Der Server war es und nun wird alles gut. Wir hatten auf Anraten der Haspa, weil das Online-Verfahren nicht ging, Lastschriften händisch ausgefüllt und der Haspa übergeben. Die eingezogenen Beträge erschienen auch als Eingang auf unserem Konto, leider jedoch bei den Mietern, die ebenfalls Haspa-Kunden sind, als doppelter Abzug. Dieser Vorgang ist nicht nur gegen jede buchhalterische Grundregel (Konto-Gegenkonto,) sondern trieb die Kontostände etlicher Haspa-Kunden ins Minus. Wir monierten. Die Mieter monierten. Die Korrektur fiel wie folgt aus: Uns wurde der entsprechende Betrag zurückbelastet, zuzüglich 2,50 € Rücklastschriftgebühr, dem Mieter der Betrag einmal gutgeschrieben. Nun haben also wir keinen Mieteeingang! Das Geld in Höhe der doppelt gebuchten Mieten steht jetzt der Haspa als Guthaben zur Verfügung. Mehrere Anfragen haben bis heute keine Auflösung des Problems gebracht. Diese ursprüngliche fehlerhafte Buchungsweise kann unseres Erachtens nicht mit Serverüberlastung erklärt werden. Bis heute warten wir auf die Hälfte unserer Mieteinnahmen. Die Mieter, die darauf vertraut hatten, dass die Haspa den Fehler von sich aus korrigiert, verlieren ihre Geduld, da deren Konto noch immer im Minus ist. Wir haben den 22. Juli 2011, Tag 18 nach Umstellung der EDV und es ist noch nichts behoben. Wie viele andere Haspa Kunden auch, werden wir mit „Bearbeitungsstau“ vertröstet.

Sabine Glawe

Ein-Euro-Jobs schaden Arbeitslosen, 22. Juli

Die Aussage zum "Lock-in-Effect" bedarf zwingend einer Ergänzung. Lobend hervorzuheben ist der Einsatz der Ein Euro Jobber im Vergleich zu dem Teil der Arbeitslosen, der sich bequem in Hartz IV eingerichtet hat. Dass die Sinnhaftigkeit des Ein Euro Jobs vor Eintritt besser bewertet wird als nachher, hängt doch wohl auch davon ab, ob der Betroffene einen Job im 1. Arbeitsmarkt gefunden hat oder nicht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ausgerechnet ein SPD-Senator ca. 3.000 Ein Euro Jobber wissen lässt, dass ihre Beschäftigung keinen Sinn macht, weil sie ohnehin keinen Job im 1. Arbeitsmarkt finden. Er zeigt keine Alternativen auf und lässt die Betroffenen allein im Regen stehen.

Erhard Frömmig

Kommt die SPD jetzt endlich wieder zu einer arbeitnehmerfreundlichen Politik zurück? Ein-Euro-Jobs helfen nur den Arbeitgebern, die sie schamlos ausnutzen. In der derzeitigen Form verstoßen Ein-Euro-Jobs sogar gegen die Menschenwürde! Wer arbeitet, soll ehrlich bezahlt werden (und direkt!), mindestens mit Mindestlohn.

Peter Endert

Merkel setzt sich durch: Auch Banken zahlen für Euro-Rettung, 22. Juli

Von einem Erfolg der Bundeskanzlerin, die eigentlich die Interessen der Bürger vertreten sollte, kann leider keine Rede sein: Erstens markiert der ‚Euro-Gipfel’ einen weiteren Schritt in die Transfer-Union. Zweitens ist die nach wie vor freiwillige Beteiligung der privaten Gläubiger, falls sie denn im angepeilten Umfang oder überhaupt nennenswert stattfinden sollte, reichlich ‚preisgünstig’, jedenfalls völlig risikolos, da die EZB die Garantie für deren eingetauschte, niedriger verzinsten Anleihen übernimmt. In beiderlei Hinsicht trägt der (deutsche) Steuerzahler am (bösen) Ende die Kosten. Danke, Herr Sarkozy, danke Frau Merkel!

Ulrich Reppenhagen

Der Euro-Krisengipfel hat einen sofortigen Bankrott Griechenlands verhindert, man hat durch ein Bündel von Maßnahmen einen Zeitgewinn erreicht. Frau Merkel will die Probleme an der Wurzel anpacken, davon kann keine Rede sein. Die Beteiligung von Banken und Privatsektor ist freiwillig, es wird trotz allem einen Schuldenschnitt geben, Griechenland wird die Schulden nicht bezahlen können. Es wurden Beschlüsse gefasst, die eine notdürftige Reparatur eines Systems bewirken sollen, das genau die bestehenden Zustände hervorgebracht hat. Vorschlag: Die bisher im Schadensfall immer herangezogenen Steuerzahler beteiligen sich freiwillig an Staatspleiten und wenn das nicht funktioniert, zahlen die Banken und der Privatsektor (große Kapitalvermögen, vor allem diejenigen, die sich ständig durch Finanztransaktionen bereichern).

Michael Wolff

Stuttgart 21 besteht den Test, 22. Juli

Es mag sein, daß mancher aus irrationalen Gründen gegen solche Großprojekte demonstriert. Mir hingegen geht es nur um eines. In Zeiten, in denen unsere Gesellschaft nicht mal das Geld hat, Bildungseinrichtungen angemessen zu finanzieren und die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in Ordnung zu halten, sind solche Prestigeobjekte schlicht irrational. Dagegen richtet sich zumindest meine Empörung.

Andreas Kaluzny

Ein Abenteuer auf zwei Rädern, 21. Juli

Ich als Radfahrer, der seit 2004 in Hamburg wohnt und unterwegs ist, kann nur sagen: Radfahren - egal ob mit dem Moutainbike auf dem Radweg bzw. was hier in Hamburg außerhalb des Zentrums als Radweg gelten soll - ist ein Abenteuer. Radwege sind gerade mal so breit wie ein Erwachsener inkl. die Breite seines Fahrradlenkers, fühlen sich beim Fahren an wie Offroadwege abseits der Zivilisation und sehen zum großen Teil auch so aus. Dann kommt noch der Gegenverkehr der anderen Radler dazu, die es nicht auf die Reihe bekommen, bei einer Straße mit zwei Radwegen den zu nutzen, der in ihre Richtung führt. Wegen diesen miesen Radlern hatte ich schon 2 Unfälle und dann meinen diese Falschfahrer, sie seien im Recht. Ebenso wie all die Autofahrer, die es nicht interessiert, ob sie beim Verlassen Ihrer Grundstücke einen Radweg kreuzen und diesen beachten sollten. Notfalls muss man eben mal jemanden bitten, zu schauen, ob da ein Radfahrer kommt und seine Einfahrt kreuzt - und dabei laut StVO auch noch Vorfahrt hat! Oft genug reicht die Bremsleistung moderner Fahrradbremsen nicht aus, um rechtzeitig anzuhalten, wenn aus einer Ausfahrt / Nebenstraße ein PKW "geschossen" kommt. Und dann ist da plötzlich ein Radfahrer, schon wieder bremsen wegen dem! Böser Blick zum Radler, wenn er sich erdreistet, auf dem Radweg sein Recht einzufordern, Vorfahrt und Rücksicht wegen fehlender Knautschzone zu bekommen. Und sollte man mal mit einem Rennrad unterwegs sein und sich mit diesem Fahrradtyp nicht auf den Buckelpisten der Hamburger Radwege bewegt, ist man gleich ein Hindernis, z.B. auf einer vierspurigen Straße wie die "Alte Landstraße" in Richtung Poppenbüttel. Zwei Spuren für jede Richtung und dennoch gibt es genug Autofahrer, die einem den Außenspiegel zum "Anfassen reichen", auch wenn wenig Verkehr ist und der Radler nur ca. 0,8m von der ca. 2,75m breiten Fahrspur einnimmt und der Pkw-Fahrer ja noch ca. 4,5m hat, um den Radfahrer zu überholen. 1,5m werden ja in der Fahrschule als Mindestabstand gelehrt. Oft genug erfahre ich aber, dass das Mühe kostet - genau so wie das Betätigen des Blinkers beim Überholen. Muss ja keiner sehen, dass ich jemanden überhole. Also gibt es nur wenige Dinge, die hier Abhilfe schaffen können, nämlich eine radikale Renovierung/Umbau der Radwege. Ein Radweg muss bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllen, unter anderem lichte Breite (befestigter Verkehrsraum plus Sicherheitsraum, mindestens 1,50 m bzw. 2,50 m bei gemeinsamen Fuß- und Radwegen), geradlinige Wegführung und „zumutbare Beschaffenheit“ oder eben solche Radfahrstreifen mit entsprechender Breite auf den Hamburger Straßen, die Platz dafür bieten. Eine Straße wäre zum Beispiel die vierspurige "Alte Landstraße" mit ca. 5km Länge zwischen Brombeerweg/Fuhlsbüttel und Poppenbütteler Weg/Poppenbüttel. Aber die anvisierten ca. 13 Millionen Euro werden nie und nimmer ausreichen, um die Vernachlässigung in den letzten Jahrzehnten aufzuholen.

Marko Kleinhans

Ich kann das Gejammere der ach so gebeutelten Radfahrer nicht mehr hören und lesen! Auf den Punkt gebracht: Gestern ist mir eine Radfahrerin begegnet, die den Radweg benutzte und das sogar in der richtigen Richtung - welch seltene Ausnahme! Selbst wo beste Radwege vorhanden sind, wird trotzdem auf dem Bürgersteig gefahren. Kontrollen? Fehlanzeige! Wer schützt die Fußgänger?

Petra Ruhnow

Zwischen Lokstedt und der City gibt es bereits seit 1998 eine gut ausgebaute schöne Veloroute. Ausgehend vom Behrmannplatz umfährt man dabei die laute und verkehrsreiche B 447 und kommt sehr viel entspannter ans Ziel.

Dr. Norbert Erb

Gehen Sie doch mal als Fußgänger durch die Stadt, z.B. Hofweg: Hier ist ein großer Radweg von der Fahrbahn abgeteilt worden. Und wo fahren immer noch sehr viele Radfahrer in beiden Richtungen? Auf dem Bürgersteig! Oder Colonnaden: Kein Radfahrer steigt ab, obwohl die Straße ausgwiesene Fußgängerzone ist. Die Lange Reihe ist sehr eng und für Radfahrer schwierig und nicht ungefährlich. Aber dann muß ich eben absteigen und mein Rad schieben und nicht die Fußgänger verjagen. Zum Brunsberg und ähnlichen Strassen: Was soll ich als Passagier denn machen, wenn mein Bus hält? Warten bis alle Radfahrer vorbei sind? Hier gehört es sich doch, dass die Radfahrer mal anhalten und die (schwächeren) Verkehrsteilnehmer mal aussteigen lassen. Leider gibt es sehr viele rücksichtslose Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, aber sich beklagen über die bösen Autofahrer. Jeder möge sich mal an die eigene Nase fassen.

Bernd Loeschke

Jesus vom Bodensee, 21. Juli

In seiner Rezension des neuen Buches von Martin Walser "Muttersohn" erliegt Roland Mischke der immer wieder anzutreffenden Verwechslung von "jungfräulicher Geburt" Jesu und der "unbefleckten Empfängnis". Unter letzterer verstehen die Theologen nämlich nicht die jungfräuliche Geburt Jesu aus Maria, seiner Mutter, sondern die viel subtilere Aussage, dass Maria, im Hinblick darauf, die reine Mutter des Erlösers zu werden, "ohne den Makel der Erbsünde empfangen" wurde. Um grobe sexuelle Assoziationen abzuwehren, spricht man heute in diesem Zusammenhang oft auch von der "Erwählung Mariens."

Klaus Lutterbüse

Ärztestreit im Alten Land: Wer versorgt die Neuenfelder?, 21. Juli

Gerade in den ländlichen Stadtteilen/Gemeinden sollte eine medizinische Nahversorgung gewährleistet und man sollte glücklich darüber sein, dass es noch Mediziner gibt, die als „Landarzt“ tätig sein wollen. Speziell im „Alten Land“ incl. der Stadtteile Cranz, Neuenfelde und Francop wird es in Zukunft einen Ärztemangel geben, da nicht genug Mediziner bereit sind sich dieser Herausforderung zu stellen. Dass dann noch ein Mediziner Widerspruch gegen eine Zulassung einer neuen Ärztin einlegt, ist doch schon grob fahrlässig. Dieser „Mediziner“ sollte nicht nur an seine eigene Kasse denken, sondern an die betroffenen Bürger und älteren Menschen, die kein Auto haben, um 10 km zum Arzt zu fahren. Da kann man nur hoffen, dass der Berufungsausschuss der KVH sich für die neue Ärztin entscheidet.

Rüdiger Markus

Keine Angst, wenn Russland am Gashahn dreht, 21. Juli

Dr. Gedens Sicht der Lage, dass "...es in einem vernetzten europäischen Gasmarkt weitgehend irrelevant (ist) wie hoch der Anteil von russischem Gas in Deutschland ausfällt.", ist in der Praxis schlicht falsch. Es geht beim Erdgas anders als beim Strom darum, dass die Energie physisch vom Bohrloch bis zum Endverbraucher Kubikmeter für Kubikmeter transportiert werden muss. Dabei bedeutet der durchschnittliche Anteil einer Gasquelle nur eine statistische Größe, es gibt in Deutschland Regionen, die zu 100% mit russischem Gas versorgt werden. Kein noch so vernetztes System kann zum Beispiel die Industrie und Haushalte im Freistaat Sachsen mit Gas versorgen, wenn die Lieferungen aus Russland, aus welchem Grund auch immer längerfristig unterbrochen werden. Es geht einfach physisch nicht, die erforderlichen Ersatzmengen kurzfristig aus Norwegen oder den Niederlanden gegen den Strom nach Osten zu transportieren, weil schon die Kapazitäten in den Pipelines im Westen voll für die Versorgung der dortigen Marktgebiete benötigt werden. Da helfen auch keine Speicher und kein Energiesparen oder der EU-Gasbinnenmarkt, um derartige Lieferausfälle auszugleichen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Kehrmann

Mit der SPD auf Kreuzfahrt, 21. Juli

Eine neue Auflage "Kraft durch Freude " nur jetzt unter sozialistischer Führung? Vielleicht auch gleich mit einem Seminar über die SPD, zusätzlichen "Heizdecken" und einem Antragsformular zur Mitgliedschaft?

Ernst Christian Wolters

Strand-Klub für den Gänsemarkt, 21. Juli

Der Gänsemarkt hat schon viel erdulden müssen. Ob jemals Gänse dort verscherbelt wurden, ist unter Fachleuten immer noch ein Thema. Besser bekannt scheint zu sein, dass ein gewisser Georg Friedrich Händel sich dort vor langer Zeit in einem Degenduell versuchte. Heutzutage zur Weihnachtszeit ist der Platz verseucht mit Glühweinbuden. Nun auch noch ein Beach-club. Wenns denn sein muss, dann auf der Moorweide.

Hans-Emil Schuster

Private Sicherheitskräfte sollen Reeder schützen, 21. Juli

Da befinden sich nach wie vor viele unschuldige Seeleute in der Hand von Piraten, da wurden und werden Menchen durch Piraten ermordet , da ringen Länder um Schutzmöglichkeiten gegen die Piraten und ein Herr Wallasch fordert im Hamburger Prozess die Einstellung des Verfahrens, weil Holländer sich nicht an irgendwelche Regeln gehalten haben. Haben denn die Piraten sich an Regeln gehalten Herr Wallasch? Sie sollten sich besser um die Opfer der Piraten als um die Mörder kümmern. Dann könne man von einem Rechtsprozess sprechen, so aber ist es lediglich ein Spielwiese für nicht beschäftige Anwälte. Mfg.

H. Dreesen

Sanierung der Elbbrücken legt den Süden lahm, 20. Juli

Wovon träumt der Senator Horch, wenn er vom " staufreiem Hamburg" spricht? Anstatt von elelktronischen Hilfsmitteln zu sprechen, sollte er der Dienststelle KOST ( Koordinierungsstelle ) auf die Finger klopfen, wenn diese gleichzeitig Baurbeiten auf der A1 und der A7 gestattet. Die großen Absichten scheitern oft an den täglichen Dingen des Lebens.

Wolfgang Jaschke

Seit drei Tagen quälen wir uns geduldig durch den Stau auf der A 1, der uns Pendler im Süden von Hamburg richtiggehend abschneidet. Denn auch an den Wochenenden müssten wir uns bis abends um 23 Uhr bereits ab Maschen hinten anstellen. So zahlen wir brav unsere Monatskarten, ohne dass Züge des Metronom fahren, zahlen zusätzlich brav überhöhte Benzinpreise für den Stillstand, da der Rückstau vom Abzweiger Richtung Lübeck bereits um 6 Uhr das Ende der Baustelle um Stillhorn herum für Fahrer mit Fahrtziel Hamburg-City komplett blockiert und wir warten brav auf das nahende Ferienende, wenn Richtung Hamburg gar nichts mehr fließen wird. Täglich lese ich traurig den Kulturteil des Abendblattes - nur: Wir sind einfach nicht in der Lage, Hamburg zu erreichen... Nun warten wir nur noch darauf, bald für diesen Irrsinn auch noch brav Mautgebühren zahlen zu müssen.

Petra Stessun

Wo stünde Deutschland heute mit der D-Mark?, 20. Juli

Als Preis für die Einheit und die Zuneigung Frankreichs mußte Deutschland die harte D-Mark gegen den Euro tauschen. Ein genialer Schachzug! Dabei sind Einheit, Freiheit und auch Freundschaft hohe Ideale, die man nicht mit Geld verrechnen kann. Für viele Europäer war es wie ein Lottogewinn, den man jetzt sogar mit einer kleinen Vertragsänderung zu einer Leibrente ausbauen möchte. Die daraus resultierende Schuldenlast würde Deutschland aber in die Zeit von 1945 zurückwerfen. Das sollte man doch verhindern!

Eckehard Wagner

Seit wann war der Euro Vertragsinhalt für die Wiedervereinigung Deutschlands? Der normale Verbraucher hat sicherlich keine spürbaren Vorteile vom Euro. Im Gegenteil,alle täglichen Gebrauchsgegenstände und Lebensmittel wurden teurer.Löhne und Gehälter aber stiegen viel langsamer als die grossen Gewinne der Unternehmen und Banken. Zwar sanken die Arbeitslosenzahlen,aber Zeitarbeit und Minijobs stiegen rasant an.Viele Arbeitnehmer können von ihrer Arbeit nicht mehr leben und ihre Zukunft ist ungewiss.Auch wenn wir die DM behalten hätten,hätte das Kunden im Ausland wohl kaum davon abgehalten,unsere Waren zu kaufen. Die Politik hat einfach versagt,bestimmte Länder hätten den Euro überhaupt nicht einführen dürfen. Jetzt muss der normale Verbraucher für die Unfähigkeit der Politiker den Kopf hinhalten.Kaum einer hier versteht noch,dass wir Milliarden für die Schulden anderer Länder bezahlen,während im eigenen Land kein Geld da ist für dringend notwendige Dinge.

Ingrid Reinstorf

Die Vorteile, die die EWG, der Gemeinsame Markt und die offenen Grenzen geboten haben, liegen auf der Hand. Dabei hätte man es belassen sollen! Aber das ist es ja, was EU-Ideologen und Berufs-Europäer nicht können: Einhalten, sich besinnen, eine gute Sache gut sein lassen. Über die Köpfe der Bevölkerung hinweg und ohne demokratische Legitimation wollten sie Europa zwangsweise vereinen. Jetzt stehen wir vor der Katastrophe.

Alfred Spohr

Der Artikel macht mich zornig. Der Euro ist für die reiche Regierung, die Geld mit vollen Händen ausgibt. (Griechenland will seine Lebenshaltung nicht ändern, siehe Taxi-Streik usw.) Wer zahlt? Der Deutsche! Der Euro ist für die Wirtschaftsbosse! Der Euro ist nicht für Arme und Rentner. Die Lebenshaltungkosten und die HVV-Preise sind so gestiegen, als gäbe es den Euro garnicht. Die Renten dagegen sind halbiert worden und so geblieben, von einem kleinen Trinkgeld abgesehen.

Ursula Pagel

Rekordansturm auf Hamburgs Universität, 20. Juli

Schade, daß Sie nicht auch die Zahlen für die naturwissenschaftlich/technischen Fächer an beiden Hamburger Universitäten genannt haben. Als Naturwissenschaftler wüßte man doch auch gern, wie das Interesse an diesen Fächern ist. Schließlich werden dort die Studenten ausgebildet, die für Deutschland als Exportnation unentbehrlich sind. Das Fehlen von Absolventen dieser Fachrichtungen wird doch zur Zeit von Industrie und Wirtschaft (und Politik) so vehement beklagt.

Dr. Gunter Alfke

Der Run auf die Uni-Hamburg kommt nicht überraschend. Schließlich gibt es in diesem Jahr neben der Abschaffung des Zivildienstes zwei Abiturientenjahrgänge, ohne dass sich die Bundesländer mit der Situation ernsthaft auseinander gesetzt haben. Weswegen die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt und die Hochschulen die von der Politik ausgesessende Problematik am Besten pragmatisch schultern sollten. Da sich der Ansturm viel einfacher und kostengünstiger über eine verstärkte Online-Bewerbung anstatt dem Anmieten von Kino-Sälen bewerkstelligen lässt. Wobei die Universität noch auf Grund der zahlreichen vormaligen Softwarepannen bei ihrem Dienstleister einen gut haben dürfte, dass jener hierfür zügig ein einfaches Onlinetool - was in der Regel keinen hohen Aufwand erfordert - erstellt. Und somit die Verwaltung auch unter schwierigen Bedingungen effizient arbeiten kann!

Rasmus Helt

Die traurige Geschichte von ELENA, 20. Juli

Ein weiteres, noch viel sensibleres Datenmonster soll mit der Einführung der „elektronischen Gesundheitskarte“ ab Oktober 2011 an den Start gehen. Angesichts der Datenskandale allein aus den vergangenen Monaten, halte ich die Einführung der neuen „elektronischen Gesundheitskarte“ für unverantwortlich. Wenn die sensiblen Krankheits- und Sozialdaten eines Menschen, sei es durch Hacker von außen oder „Binnentätern“, in falsche Hände geraten, dann bedeutet das für uns Menschen einen absoluten SUPERGAU. Soweit darf es nicht kommen!

Gabriele Thiess

Die elektronische Gesundheitskarte weist dieselben Mängel wie ELENA auf und sollte ebenfalls endgültig auf Eis gelegt werden. Sie ist ein milliardenteures Elektronikmonster ohne Verbesserung der medizinischen Versorgung. Ärzte und Patienten lehnen es ab, angesichts der nicht abreißenden Datenschutzskandale ihre intimen Krankenakten "schnell zugänglich" einem Zentralserver zu überlassen. Alle Tests waren gescheitert. Sehr zutreffend weist der Kommentar auch darauf hin, "dass Digitalisierung nicht automatisch Entbürokratisierung bedeutet." Die gespeicherten Datenmengen sind u.a. wertvoll und nutzbar für wirtschaftliche Interessen. Die eCard würde den "gläsernen Patienten" schaffen und damit gegen Bürgerrecht verstoßen.

Dr. Manfred Lotze

Ehrgeizige Pläne fürs Hanse-Viertel, 20. Juli

Fünf Millionen für Gastronomie, Schwingtüren, helleres Licht - Bereicherung oder Bedrohung des Hanse-Viertels? Der Charme des Gebäudes und sein Erfolg beim Publikum hängen zusammen mit einigen feinen Ideen der Architekten, die bitte nicht einem Wetteifer von Eigentümern, Betreibern und Managern geopfert werden sollten. Einzigartig und angenehm ist der Verzicht auf grelle Werbung. Gedämpftes Licht in den Gängen führt direkt in stahlende Läden. Der freie Zugang ohne Türen hat guten Sinn für eine einladende Passage. Gegen Zug tut es auch ein Luftvorhang. Gut 25 Jahre lang war das gastronomische Amphitheater unter der großen Kuppel Hingucker und Rückzugsort zugleich. Ein Shop-in-shop-Modell nach Alsterhaus-Vorbild in einer Lichtarena wie von Michael Batz wäre viel einladender als ein Betondeckel, der einen auf Schritt und Tritt an das Alster-Vergnügen oder das Stuttgarter Weindorf gemahnt.

Jürgen Reip

Statt den ehemaligen Gastronomiebereich zuzubetonieren, sollte die Betreibergesellschaft lieber über ihren Schatten springen und ein jahrelanges erfolgreiches Gastronomiekonzept wieder mit Leben erfüllen. Wir würden jedenfalls sofort wieder regelmäßig das Hanse-Viertel besuchen.

Rolf und Siegrid Ebenig

27 000 Kunden kommen nicht mehr an ihr Geld, 19. Juli

Premium Management Immobilien Anlagen, kurz "PMIA"; wenn es nicht so traurig und bitter wäre, könnte man zynisch vermuten, im Namen verstecke sich bereits die Katastrophe für die Anleger: "Pustet Millionen Ins Abseits".

Hans-Emil Schuster

Hamburg holt noch mehr Sport in die City, 19. Juli

Mich ärgen die Diskussionen über Profi-Sport-Veranstaltungen und dass wir davon in HH noch mehr haben müssten. Dabei bin ich nicht einmal Gegner dieser Idee. Aber dass der Senat es nicht hinbekommt, für seine Bürger so etwas Profanes wie Inlineskating an einer abgesperrten Außenalster, wenigstens an drei Sonntagen im Jahr, zu organisieren bzw. finanzieren, das ist ein Trauerspiel. Da müssen kaum vorhandene private Investoren gefunden werden. Eine Lobby für den Breitensport!

Arne Zerzau

Ja, zu mehr Sportveranstaltungen in Hamburg. Sportliche Fitness hat einen hohen Stellenwert, mobilisiert die Menschen und verbindet durch gemeinsames Wetteifern mit viel Freude. Kosten könnten auch gespart werden, denn das Alstervergnügen mit seinen Ess-und Trinkbuden und den vielen sich gegenseitig übertönenden Lautsprechern ist in den letzten Jahren zu einem Rummelplatz verkommen, der nicht zur Alster passt. Straßenfeste werden den einzelnen Stadtteilen gerecht, der Sport aber hat einen internationalen Stellenwert, der das Wachstum unserer Stadt in allen Bereichen unterstützen würde.

Marion Dunkelberg

Auf Mallorca wird es eng, 19. Juli

1961 nahmen meine Eltern mich zum ersten Mal mit nach Mallorca. Um den Flughafen Son San Juan drehten sich bunte Windmühlen und zwischen Palma und El Arenal lagen kleine Orte, dazwischen war mediterran duftende Landschaft. Heute hüten die Mallorquiner gegen mäßiges Entgelt unsere ballernden Urlaubsmigranten in zweckmäßig flächendeckend angeordneten Unterkünften und überlassen uns zum ungestörten Genuß die längste Ostseeküste seit 1945. Da sage noch einer, es gebe keine ausgleichende Gerechtigkeit: es hat eben doch alles sein Gutes!

Dr. Uwe J. Petersen

Wie Japan wieder lachen lernte, 19. Juli

Ich freue mich, dass Sie dem Frauenfußballweltmeistertitel der Japanerinnen einen gebürtigen Platz in ihrer Zeitung eingeräumt haben. Aber warum gucken Sie soweit nach Tokio, um die Freude darüber zu zeigen? In Hamburg gibt es sehr viele fußballbegeisterte Japaner/rinnen, die sich über den Titel auch sehr gefreut haben. In der Japanischen Schule haben wir das Spiel auf Großleinwand verfolgt. Die Stimmung war echt großartig, voll Spannung und erlösender Freude.

Gerhard Schmalmack

Suppenküchen vor dem Aus: Drastische Kürzungen bei Ein-Euro-Jobs, 19. Juli

Man muss sich schämen. Das reiche Hamburg und die wirtschaftlich so erfolgreiche Bundesrepublik spart bei den Ärmsten, den Alten und den Kranken das Geld ein, das für sinnlose Prestigeobjekte verbraten und teilweise verbrannt wird. Was sind das nur für Politiker in Berlin und leider auch in Hamburg. Sie „ regieren“ total am Volk, dem Souverän vorbei. Leider gehen hier keine Tausende Wutbürger auf die Straße wie in Stuttgart. Schade!

Reinhard Kupfernagel

Ich könnte platzen vor Wut. So werden also die Milliarden für die diversen Rettungsschirme finanziert. Sie werden denen genommen, die sowieso schon am wenigsten haben. Mit einer Durchschittsrente von € 717,00 (Artikel Seite 4) für einen 60-Jährigen, auch noch mit sinkender Tendenz, ist private Hilfe nicht zu finanzieren. Man nimmt den Menschen, die nach ihrem Arbeitsleben auf diese Hilfen angewiesen sind, nicht nur das warme Essen, sondern häufig auch noch die einzigen sozialen Kontakte. Den Ein-Euro Jobbern nimmt man nicht nur den ebenso dringend benötigten Euro je Stunde, sondern die sinnvolle Aufgabe, die es wonanders für sie nicht gibt. Armes Deutschland!

Margret Laursen

Wenn ich den Artikel lese, kommt mir die Galle hoch. Für die verkorksten Finanzen anderer Länder müssen wir Deutschen aufkommen, aber im eigenen Land geht alles den Bach runter. Was haben wir in Berlin nur für Politiker? Sollten diese Menschen nicht in erster Linie für ihr eigenes Volk da sein oder haben die Machtmenschen vergessen, wer sie einmal gewählt hat? Gespart wird wieder bei den Ärmsten der Armen, die können sich am wenigsten wehren. Ich frage mich auch: Wo bleiben die Gewerkschaften? Sind Menschen, die arbeitslos sind, nicht auch gewesene oder vielleicht zukünftige Arbeitnehmer, die Rechte haben? Auch die Sozialverbände sollten endlich mal auf die Straße gehen und gegen diese Missstände protestieren.

Hanni Rath

Poppenbüttel klagt über Bauposse, 19. Juli

Vor ca. 6 Jahren wurde die Planung begonnen, und danach wurde der Busbahnhof Poppenbüttel gebaut. In der Anfangszeit der Planung gab es Differenzen mit der Deutschen Bahn wegen der Finanzierung. Diese wurde aber 2010 behoben, die Verwaltungen der Hansestadt und Bahn haben sich auf die Fertigstellung der Brücke geeinigt. In den Heimatzeitungen stand dann zu lesen, dass diese Brücke Mitte 2011 fertig gestellt sein kann. Diese Vereinbarungen musste aber der Politik vorgelegt werden, und die hatte zusätzliche andere Vorschläge. Dadurch die Verzögerung(en). Es müssen Prioritäten gesetzt werden, und die 1. ist der Bau der Brücke. Warum diese aber 15 Mio € kosten soll, ist mir unbegreiflich. Und warum jetzt so schnell auch einen Fahrstuhl? Die Mittel sind nicht vorhanden, man merkt es an den 1-€-Jobbern, deren Mittel werden gestrichen. Man merkt es an den Bemühungen, Griechenland milliardenschwer zu helfen, nur für uns ist kein Geld da.

Alfred Meyer

Was sich seit vielen Jahren am Bus- und S-Bahnhof Poppenbüttel abspielt ist eine wahre Provinzposse. Im Kompetenzgerangel zwischen Bundesbahn, Hochbahn und Stadt bleiben die Bürger und speziell Ältere und Behinderte außen vor und interessieren auch niemanden - die Zuständigkeiten werden seit Jahren hin und her geschoben. Das ist ein Armutszeugnis für das ansonsten so liebenswerte Alstertal und darf von den Bürgern nicht länger hingenommen werden - die Betroffenen müssen sich wehren und den versagenden Verantwortlichen Druck machen. Das Ergebnis dieser sich nun schon über Jahre hinziehenden lächerlichen Provinzposse ist, dass die Kosten davongaloppieren und in ferner Zukunft die Realisierung dann an fehlenden Mitteln scheitert. Ich glaube nicht, dass ich die Realisierung des Übergangs und den Bau von Fahrstühlen zur S-Bahn-Station nocherleben werde.

Helmut Jung

Kampf um Privatpatienten, 18. Juli

Es bräuchte niemand mehr so lange auf Facharzttermine zu warten, wenn die Damen und Herren Patienten ihre Termine rechtzei-tig bzw. überhaupt absagen würden, wenn sie den Termin nicht wahrnehmen können. Aber so etwas scheint ja in Deutschland nicht mehr modern zu sein.

Helmut Troch

Zwist in Bayreuth: Nike Wagner attackiert ihre Cousinen, 18. Juli

Nike Wagner setzt sich zurecht für Franz Liszt ein, dessen Bedeutung für nachfolgende Komponisten (z. B. Ravel) gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Auch die NEUDEUTSCHE SCHULE ist ohne ihn unvorstellbar. Seine für diese Richtung so wichtigen sinfonischen Dichtungen werden heute leider kaum noch gespielt. Es bedarf dringend Kulturmanager bzw. Dirigenten, die sich hierfür einsetzen!

Dieter Lemcke

Fairness für eine Randsportart, 18. Juli

Mich ärgert der herablassende Ton, mit dem der Frauenfussball bedacht wird. Meiner Einschätzung nach hat sich der Frauenfussball seit der letzten WM enorm weiter entwickelt. Wir konnten viele Spiele auf technisch hohem Niveau sehen. Auch die Schnelligkeit hat zugenommen. Und was die Leidenschaft betrifft, steht der Frauenfussball den Männern in nichts nach. Das gestrige Endspiel hatte alles, was zu einem wunderbaren Finale gehört. Japan ist ein verdienter und sehr sympathischer Sieger, Glückwunsch!

Ulrike Weiler

Aufgewärmtes schmeckt nicht, 18. Juli

Bravo, dieser Kommentar trifft genau meine Meinung. Wofür zahlen wir Fernsehgebühren? Es ist aber leider nicht nur die ARD, die am Wochenende zur besten Sendezeit alte Krimis wiederholt, sondern auch das ZDF. Auch Stubbe am So. 17.7.war eine Wiederholung.

Marianne Funk

Der Auftrag des öffentlich rechtlichen Fersehens besteht doch ganz sicher nicht darin, dem Bezahlfernsehen Konkurrenz zu machen, obwohl die ständigen Bewerbungen für ARD-Sendungen darauf abzielen. In den Sommermonaten, wo es sich einige Familien leider nicht leisten können, die heimischen Fernsehsender gen Süden zu verlassen, werden diese dafür noch durch die penetranten Wiederholungen zusätzlich bestraft, ohne hingegen deren GEZ-Gebühren zu kürzen. Auch der eigengelobte "Tatort " ist doch in den meisten Fällen Fliessbandware und höchst langweilig (nicht nur mit Frau Mattes). Bei älteren Leuten - wie mir - ersetzt der Tatort im Sommer wenigstens die Schlafpille. Gute Nacht, ARD.

Jürgen Jaap

Burgfräulein gesucht, 16. Juli

Sehr interessant, vor 20 Jahren war das Ganze für 1 DM als Burgruine verkauft worden. Der Verkauf war mit der Auflage verbunden, die Burg zu renovieren und der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich zu machen. Auch Trauungen sollten dort möglich werden. Statt dessen wurde ein hoher Zaun um das Grundstück gezogen, ein „Zutritt verboten Schild“ aufgestellt und eine Videoüber- wachung installiert. Und jetzt – oh Wunder - ein Verkauf für 585.000 € - ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt!

Inge Unger

Platzt der Piraten-Prozess? Verteidiger fordern Einstellung, 16. Juli

Verteidiger sind dafür eingesetzt,alles für ihre Klienten zu. Nur in diesem Fall das Völkerrecht zu bemühen ist schon etwas exentrisch. Diese Leute haben friedliche Handelschiffe auf hoher See überfallen, wo war das Völkerrecht?

Hans-Emil Schuster

Ich halte die Einsamkeit nicht aus, 16. Juli

Ihr Artikel hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es ist so wichtig, rechtzeitig Kontakte zu knüpfen und aufrecht zu erhalten. Dazu könnte auch eine Ehrenamtlichen-Tätigkeit in immer mehr wachsenden Seniorenheimen helfen, abgelenkt zu werden und wertvolle Gespräche zu führen. Die seelsorgerische Betreuung für einen selbst, falls notwendig, ist immer gegeben.

Inge Nolting

Die ewige Baustelle am Bahnhof Dammtor, 16. Juli

Die meisten der genervten Autofahrer_innen auf dieser (und anderen) Strecken könnten doch mit der S-Bahn fahren! Warum haben die es eigentlich immer so eilig und regen die sich jedesmal, wenn es nicht schnall genug für sie geht, so auf? Die Fußgänger_innen und Radfahrer_innen müssen auch Umwege in Kauf nehmen. Aber die meisten Autofahrer sind anscheinend der Meinung, wenn sie schon in einem schnellen Gefährt unterwegs sind, muss für sie jederzeit freie bahn sein!

Ingrid Ganglof

Zwischenruf: Die Schanze ist kein Kurort, 15. Juli

Der Verfasser dieses Zwischenrufs hat ein simples Anliegen: Er möchte sich in der Schanze amüsieren. Dass dort Hamburger Bürger leben stört, deshalb wird ihnen hier einmal eben das Recht auf Nachtruhe abgesprochen. Leider wird dabei keine Kenntnis des Viertels gezeigt: Es geht hier nicht darum, Kneipen abzuschaffen, denn die gab es im Schanzenviertel schon immer. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu wahren und das Entstehen eines Hamburger Ballermanns in der Schanze zu verhindern. Denn Viertel, die unbewohnbar werden, sind sicherlich nicht im Sinne der Hamburger Stadtentwicklung.

Fabio Fried

Mit der S 4 nach Ahrensburg, 15. Juli

Bereits heute besteht eine sehr gute Bahnverbindung zwischen Hamburg und Ahrensburg, die R10. Im Vergleich zur R10 weist die S4 ein geringeres Sitzplatzangebot auf, ist langsamer, lauter und unbequemer obendrein ist sie unklimatisiert. Da die S4 die Regionalbahnen der R10 ersetzen soll, wird sich die Verbindungsqualität zwischen beiden Städten verschlechtern. Gleichzeitig soll die freiwerdende Gleiskapazität mit Güterzügen aufgefüllt werden. Von derzeit 30 soll ihre Anzahl auf über 100 ansteigen, verbunden mit einem enormen Lärmzuwachs, vor allem in den Nachtstunden. Zu schlechter Letzt kostet dieser Irrweg den Steuerzahler zwischen 250 Mio. Euro und 400 Mio. Euro. Eine rundum schlechte Bilanz.

René Schwartz

Das Potenzial des Sports, 15. Juli

Der Verfasser hat Recht, doch möchte ich die Aufmerksamkeit der Leserschaft auf einen anderen Aspekt lenken. Tatsächlich birgt der Sport ein großes Potenzial, aber nicht der skandalumwitterte Hochleistungssport weniger, über alle Vernunft bezahlter Profis, sondern der Breitensport. In einem Sportverein lernt man Selbstdisziplin, soziales Verhalten, Teamgeist. Hier kann man Heimat finden, Freunde, ja, wenn es nicht pathetisch klingt, einen Sinn im leben. Im Verein treffen sich die sozialen Schichten, die Generationen, Alteingesessene und Neubürger, Menschen aus allen Kulturen. Wer sich in einem Verein angenommen fühlt, neigt weniger zu Gewalt und Radikalismus. So muss es gerade darum gehen, die Außenseiter zu integrieren, also Menschen aus Osteuropa oder aus islamischen Ländern, natürlich auch Kinder aus Hartz-IV-Familien. Hier kann der Staat mit wenig Geld viel bewirken. Hier braucht es das Engagement der Bürgr, natürlich auch Sponsoren, die eben nicht wenige Prestige-Vereine mit Unsummen aufpumpen sollten.

Christian Fuchs

Lärmschutzschirme für Hamburgs Szeneviertel, 15. Juli

Man liest es und wünscht, es wäre der 1. April oder es handele sich um eine Glosse, aber es ist bittere Realität. Die Gastronomen werden verpflichtet, einen Lärmschutzschirn zu bestellen, den es noch nicht gibt. Dieser ist also noch nicht erprobt und man weiß daher nicht, ob er seinen Zweck überhaupt erfüllt. Der Preis steht noch nicht fest, aber der Lieferant ist schon festgelegt. Wann eine Lieferung erfolgen würde, steht in den Sternen. Eine perfekte Ausgestaltung für den Lieferanten was die Preisgestaltung betrifft, die Verantwortlichen für diese Entscheidung müssen es ja nicht bezahlen. In welcher Welt lebt jemand, der sich so einen Unsinn ausdenkt?

Burghardt Leu

Geschäftsreise ohne Geschäfte, 15. Juli

Während alle Welt inzwischen weiß, daß sich die Chinesen bereits seit Jahrzehnten effektiv in den Ländern Afrikas betätigen, die dem Indischen Ozean nahe liegen, blieb die deutsche verantwortliche Politik in ihrem Dornröschenschlaf. China investierte zielgerichtet in Infrastruktur und Logistik, während deutsche Entwicklungspolitik die finanziellen Mittel in die Hände der dortigen Machthaber gab. Schon seit längerem partizipiert China von den Rohstoffen dieser Länder und die wichtigsten deutschen Ministerien, die allesamt in den Händen der FDP liegen - Wirtschaft, Entwicklungshilfe und Außenpolitik müssen hilflos zusehen, wie die Rohstoffmärkte unter anderen aufgeteilt werden. Wichtige Ölländer wie Angola und Nigeria lassen diese Delegation abblitzen und nehmen huldvoll die mitgebrachten Geschenke der Reisegesellschaft entgegen, die frustiert ihre Rückreise antreten kann.

Jürgen Stauff

Gehwege kaputt - Polizei zwingt Radfahrer auf die Sierichstraße, 15. Juli

Was ist denn das nun wieder für ein Verkehrsbehörden-Murks? Ich fahre seit Jahrzehnten regelmäßig mit dem Rad durch die Sierichstraße und kann mich gut erinnern, dass ich von der Polizei angehalten und auf den Gehweg verwiesen wurde, weil ich auf der Straße fuhr, was aber laut Gesetzeshüter zu gefährlich sei. Obendrein finde ich es unzumutbar, als Radfahrer Umwege fahren zu müssen, weil man es den Autofahrern mit Einbahnstraßenregelungen im Berufsverkehr bequemer machen will. Wir Radler sitzen im Sinne der Umwelt auf dem Rad, damit die stinkenden Blechlawinen, die sich täglich durch die Stadt wälzen, und in denen meistenfalls pro Wagen mal gerade eine einzige Person sitzt, nicht noch mehr wachsen. Dafür werden wir dann auch noch durch lästige Regeln abgestraft. Die Gehwege sind doch vor allen Dingen deshalb so eng und unwegsam, weil die Autofahrer sie zuparken und damit auf Dauer auch zerstören. Vom katastrophalen Zustand vieler Radwege mal ganz zu schweigen. Wen es interessiert, wofür die Behörden vermutlich eine Menge Steuergelder versenken, wenn sie denn mal etwas für die Radfahrer tun wollen, der sehe sich bitte die neue Radwegsführung an der Kreuzung Mühlenkamp/Hofweg/Winterhuder Weg an. Dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein, und man fragt sich, wofür die Verkehrsplaner eigentlich bezahlt werden. Hamburg ist eine so schöne Stadt, aber wenn wir mit unserem Mobilitätswahn so weitermachen, sieht und merkt man in naher Zukunft nicht mehr viel davon.

Minne Graw

Das ist ja beeindruckend. Und wenn die Fussgängerwege kaputt sind, dann können die Fussgänger doch einfach auch noch auf die Strasse. Ist ja Platz genug! Und in den Stadtteilen, wo die Straßen so viele Schlaglöcher haben, können die Autos ja einfach auf dem Gehweg fahren. Und von dem ganzen gesparten Geld kann man noch mehr Großereignisse nach Hamburg holen oder Hotels und Opernhäuser bauen. Es ist ja auch erheblich besser, wenn die Touristen es so richtig schön haben, die Hamburger sind ja sowieso schon da.

Jagjit Bibra

Nun will also das Bezirksamt dafür sorgen, daß Radfahrer vernünftig auf der Sierichstraße fahren können. Das werden die grandiosen Planungsexperten unserer Umwelthauptstadt schon hinbekommen. Die schaffen es ja auch, ein komplett neu konzipiertes Vorzeigeviertel wie die Hafencity ohne Radwege bauen zu lassen. Es ist das pure Vergnügen, auf dem vielbefahrenen vierspurigen Sandtorkai zu radeln und an anderen Stellen als Kunstfahrer die zum Glück zahlreichen Besucher und Fußgänger im Slalom zu umkurven.

Kirsten Kuhlmann

Offensichtlich hat man bei der Begehung zu diesen neuen Regel den Krohnskamp vergessen. Denn das erste Stück von der Sierichstraße bis zur Kreuzung Dorotheenstraße ist ebenfalls für Radfahrer frei und so kaputt, dass kleine Hunde in der Riesenpfütze baden können. Und eng ist es da auf jeden Fall - leider legen die Radfahrer auch hier ein gutes Tempo vor, so dass ich manchmal Angst um meine Hunde habe - und um mich auch (Anschleichen von hinten ohne Klingel). Das wird sich jetzt sicher nicht bessern, eher als Abkürzung verschlimmern. Leider fühlen sich die Radler immer im Recht.

Monika Bückmann

Sylter sind wütend über Bahnstreik, 14. Juli

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von irgendwelchen Streiks verschieden großer Berufsgruppen berichtet wird! Und immer zu Lasten von Verbrauchern, Patienten, Bahn- und Flugreisenden. Es grenzt ja manchmal an Erpressung, wie man versucht, seine Ziele zu erreichen. Wäre es nicht viel sinnvoller und für die Bevölkerung angenehmer, wenn sich die Verhandlungsführer der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisation in ein Konklave zurückzögen? Dort könnten sie unter absolutem Ausschluss der Öffentlichkeit ihre - manchmal an Hahnenkämpfe erinnernden - Verhandlungen durchführen, bis ein für beide Seiten annehmbares Ergebnis erzielt ist. Es wäre mit Sicherheit auch für die Volkswirtschaft von Vorteil!

Manfred Wegener

EU fühlt sich ungerecht bewertet, 14. Juli

Wen nimmt es Wunder, dass die EU sich ungerecht bewertet fühlt!? Sicher ist es für einen Laien schwer, zu verstehen, nach welchen Gesichtspunkten die Rating-Agenturen ihre Bewertung vornehmen. Dennoch fragt man sich, wieso alle drei US-Rating-Agenturen die USA mit AAA bewerten, denn bei der hohen Staatsverschuldung und der drohenden Staatspleite, wenn die Schuldengrenze nicht immer wieder korrigiert werden muss, müsste die USA doch längst mit C eingestuft werden. Bei dieser unterschiedlichen Bewertung europäischer Staaten und der USA fragt man sich, ob hier die Politik nicht mitmischt.

Jürgen Zwernemann

Hamburgs neuer Boulevard, 14. Juli

Alles schön und gut: ein neuer Boulevard zwischen Stephansplatz und Gänsemarkt. Warum aber ist die Staatsoper dabei nur ein kleiner Edelstein, wie Oberbaudirektor Walter sagt? Und warum "Opernboulevard"? Dammtostraße ist bekannt und unverwechselbar. Wenn es schon Umbennennung sein soll, dann bitte in "Rolf-Liebermann-Boulevard". Das erinnert dann wenigstens an bessere Zeiten.

Holger Zaage

Nun soll also auch Hamburgs Dammtorstraße - ich bleibe mal bewusst bei dem überlieferten Straßennamen - im Rahmen eines BID dem Kommerz vor die Füße geworfen werden? Neue Plasterung,breitere Fußwege und bessere Verkehrsführung sind sicherlich begrüßenswert. Wie aber rechtfertigen sich durch die Stadt Hamburg aufgebrachte "Sanierungskosten" von fast 5 Millionen Euro,selbst wenn dort 1,4 Millionen Euro von Grundeigentümern und Investoren einfließen? Von den lächerlichen "quadratisch-praktisch-gut"-verstümmelten Platanen mal ganz zu schweigen. Es ist erstaunlich, wieviel Geld selbst in Zeiten klammer öffentlicher Haushalte weiterhin in Investoren-initierte Prestigevorhaben fließen. Ob dies auch in Zeiten der vom SPD-Senat versprochenen vernünftigen Regierungsführung nun wohl so weitergehen soll?

Petra Osinski

Das klingt alles sehr schön was da kommen soll, dennoch vermisse ich eine akzeptable Lösung für die Opernbesucher, die von der gegenüber liegenden Seite die Strasse überqueren müssen, um die Oper zu ereichen. Bei schlechtem regnerischen Wetter sind nasse Füsse für die Damen garantiert. Selbst eine Ampel ist keine Lösung, weil im Winter bei Schnee, Regen, Wind und Kälte das Warten auf " Grün " kein Vergnügen ist. Hier haben es die so stolzen Schöpfer des neuen Boulevards versäumt, eine innovative Lösung dieses Problems zu finden. Es gibt in Hamburg eine Reihe von sehr guten Architekten, die zur Problemlösung hätten beitragen können. Dies ist offensichtlich nicht geschehen.

Rupprecht Schaper

Darüber werden sich mit Sicherheit alle Hamburger freuen, dass die Bauarbeiten in und an der Dammtorstraße im Sommer 2012 beendet sein werden. Auch wird so der Hamburger Staatsoper endlich der entsprechende Rahmen gegeben werden. Als ein weiterer positiver Aspekt kann eine Belebung der Innenstadt durch den Opern-Boulevard erwartet werden. Was jedoch ein Coffeshop an dieser Stelle soll, erschließt sich dem Leser nicht ohne weiteres. Brauchen dann die Hamburger nicht mehr in die Niederlande zu fahren, wenn sie Drogen konsumieren wollen? Oder handelt es sich hier doch eher um ein Kaffeegeschäft oder um ein Café? Dann soll man es auch so nennen. Irritierende Anglizismen haben wir inzwischen doch schon zu viele.

Michael Bastar

Hunderte Bürger spenden Bäume für ihre Stadt, 14. Juli

Welch wunderschöne Idee und toll, dass so viele Bürger sich angesprochen fühlen und für neue Bäume spenden. Daran erkennen Sie die Leidenschaft der Hamburger für ihre Bäume. Auch wir Wilhelmsburger sind Hamburger und leiden leidenschaftlich mit den tausenden Bäumen, die hier in den letzten zwei Jahren für die Internationale Gartenschau und Internationale Bauausstellung gefällt wurden. Dagegen nimmt sich die Zahl von 2500 Baumlücken in ganz Hamburg wenig aus. Hier wurden eben nicht nur kranke und alte Bäume gefällt, sondern gesunde, starke einheimische Bäume. Statt mit dem vorhandenen Pfund zu wuchern, wurde gegen die vorhandenen Naturschätze entschieden. Bei uns gilt leider nicht: Auch wenn Wilhelmsburg sich verändert, die Bäume bleiben. Trotz der Proteste gibt es kein Umdenken, sondern das Abholzen geht weiter, z. B. an der Hafenrandstraße, damit die LKWs für die angrenzenden Bewohner besser sichtbar werden. Auf der Standortekarte sind jetzt ca. 100 neue Bäume für Wilhelmsburg, Veddel und den Kleinen Grasbrook eingetragen. Leider wird es hier wohl nicht so viele Spender wie rund um die Alster geben.

Marianne Groß

Auch ich hätte gern einen Baum gespendet, aber der wäre in meiner Heimatstadt Hamburg schlecht aufgehoben, denn die Stadt lässt seit Jahren viele Grünflächen und -anlagen ungepflegt. Das Schicksal sollte meinen Baum nicht treffen.

Herbert Schwenck

Mit viel Freude habe ich von Spendenfreudigkeit der Hamburger Bürger gelesen. Auch das Gefühl der Ewigkeit, dass einen überkommt wenn man unter einem über hundert Jahre alten Baum steht, kann ich nachempfinden. Der Projektleiter der Umweltbehörde kann sich ungefähr zehn solcher herrlichen Exemplare in Eidelstedt ansehen. Er muss sich nur beeilen, denn diese Bäume sollen einer Center- Erweiterung zum Opfer fallen, gemäß Bebauungsplan-Entwurf Eidelstedt 71. Wieder einmal kommt der Kommerz vor Lebensqualität und der Bezirk Eimsbüttel macht kräftig mit. Die Umwelt-Stadt Hamburg tut sich wieder einmal sehr schwer, ihrem Anspruch gerecht zu werden.

Fritz Bartels

USA machen täglich vier Milliarden neue Schulden, 14. Juli

Sowohl Demokraten wie Republikaner werden die gleichen groben Werkzeuge anwenden, um das Casino am Laufen zu halten. Schuldendeckelung erhöhen und die Druckmaschinen anwerfen. Vorher muss aber noch der Chefcroupier ausgewechselt werden, erklärtes Ziel der Republikaner. Deren Parteimaskottchen ist der trampelige Elefant und nicht der geduldige Esel. Aber irgendwann wird es doch heißen "rien ne va plus".

Hans-Emil Schuster

Fleischgroßhändler Oppermann gibt Geschäft zum Jahresende auf, 13. Juli

Statt seinen Betrieb zu schließen, hätte Herr Oppermann ja die Öffnungszeiten in etwa an den üblichen Standard anpassen können. Ich fahre täglich morgens und abends dort vorbei. Morgens kann ich nicht einkaufen, da das Fleisch dann tagsüber in der Sonne im Auto liegen würde. Nachmittags kann ich dort schon nicht einkaufen, da der Betrieb schon kurz nach Mittag schließt. Ich habe dies immer wieder bedauert.

Uwe Schlender

Europa stellt sich auf radikale Fischereireform ein, 13. Juli

Es ist immer wieder dasselbe: Unser Wirtschaftssystem funktioniert überwiegend auf Kosten der Natur und zulasten der Mitbewerber. Durch einen hohen Grad der Technisierung sind enorme Leistungssteigerungen und Preissenkungen möglich, weil Profit über die Menge gemacht wird. Das Überangebot drückt die Preise und damit die schwächeren Konkurrenten aus dem Markt. Um diesem "Kannibalismus" zu entkommen, werden Belastungen auf die Natur abgewälzt, die zum Beispiel durch Überfischung massiv geschädigt wird. Bei der Fleischproduktion sind es die Tiere, die in Intensivhaltungen die Hölle auf Erden durchleiden und den Schlachthof nur mittels unverantwortlich hoher Medikamentengaben (einschließlich Antibiotika) erreichen, wo sie endlich von ihrem Jammerdasein erlöst werden. Aber "die Natur schlägt zurück", wie Dr. Focke in seinem neuen Buch bezüglich des Medikamentenmissbrauchs zutreffend titelt. Uns Bürgern bleibt nur die Hoffnung, dass unsere unverantwortlich handelnden Verantwortlichen das endlich kapieren und zur Vernunft kommen.

Eckard Wendt

Die Einrichtung von echten Schutzgebieten, die Senkung von Fangquoten und eine wirklich umfassende Kennzeichnung der Fische im Handel tut dringend Not, da die Siegel, die Verbraucher eigentlich auf nachhaltig gefangenen oder produzierten Fisch hinweisen sollen, leider inzwischen völlig wertlos sind. Das MSC-Siegel, das vom WWF gemeinsam mit dem Lebensmittelkonzern Unilever geschaffen wurde, wird z.B. schon Fischereien erteilt, die zu nur 60 Prozent nachhaltig sind. Alleine die restlichen 40 Prozent, die dadurch das Siegel auch bekommen, würden aber schon ausreichen, um die total überfischten Bestände endgültig zu ruinieren – mit allen Folgen, die dies auf den Erdball hat, bis hin zum Klimawandel. Der Verbraucher darf nicht länger durch das MSC oder mangelnde Kennzeichnung in die Irre geführt werden und sich zufrieden zurücklehnen können, weil er vermeintlich „guten“ Fisch gekauft hat. Jeder, der Fisch kauft, muss genau schauen, wie und wo dieser gefangen wurde, damit auch folgende Generationen noch eine lebenswerte Welt vorfinden.

Stefan Bluemer

Mehr Siebtklässler an Gymnasien, 13. Juli

War es nicht Dr. Scheuerl (mit Unterstützung der FDP), der den Fortbestand des Elternwahlrechts nach Klasse 4 massiv durchgedrückt hat? Dann soll er sich jetzt nicht beschweren! Denn es ist gut, daß die Gymnasien sich endlich ihrer Verantwortung - die sie mit Aufnahme der Schüler übernehmen - stellen und nicht gnadenlos "querversetzen", sondern auch schwache Schüler in ihren Reihen behalten. Denn auch wenn die Stadtteilschule alle Bildungsabschlüsse ermöglicht, stellt die Abschulung für alle betroffenen Schüler doch stets eine Demütigung dar. Vor allem, da sie sich nun noch nicht einmal mehr eine Schule aussuchen können, sondern zugucken müssen, wo sie Platz finden. Es bleibt zu hoffen, daß die Eltern mit der Zeit lernen, daß das Wohl der Kinder wichtiger ist als öffentliche Meinung (was sollen die Nachbarn denken...) und Leistungsdruck.

Edith Aufdembrinke

Hunderte Jobs bei der HSH Nordbank in Gefahr, 13. Juli

Die Kommissare der EU sollten sich um die Länder der EU kümmern, die durch ihre Schuldenkonten zum Negativimage der EU beitragen und dafür Sorge tragen, dass die EU wieder im wirtschaftlichen Bereich von positiven Berichten und nicht wie gegenwärtig geschieht von negativen Berichten über die Schuldenländer nach unten gezogen wird. Nach der Wirtschaftskrise hat sich die HSH Nordbank wieder erholt und schreibt wieder Gewinne, wozu soll diese dann die gewinnträchtigen Geschäftsfelder abgeben. Wohin sollen diese verkauft werden? Seit wann darf der Wettbewerbskommissar den Geschäftsbanken vorschreiben wie sie ihre Gewinne erwirtschaften dürfen? Die EU sollte in ihrer Existenz wirklich überdacht und auf die Kernländer gesundgeschrumpft werden. Außerdem sollte sich die Bundesrepublik als der die EU erhaltende Großzahler, für ihre wirtschaftlichen Belange bei der Quasselbude EURO-Parlament etwas stärker durchsetzen und sich nicht ihr wirtschaftliches Handeln von einem Wettbewerbskommissar vorschreiben lassen.

Gotthard Kalkbrenner

Besoffen vor Glück, 13. Juli

Wer nur besoffen glücklich sein und genießen kann, zeigt nur seine geistige Armut. Es ist eher so, dass gerade der Suff Ursache für vielfaches Übel, Leiden und Unglück ist, man denke nur an das Übermaß an Alkoholkonsum bei Jugendlichen und die daraus resultierenden Straftaten, bis hin zum Mord.

Jürgen Jeschke

Ratlos in der Euro-Krise, 13. Juli

Die ganze Diskussion ist für mich abenteuerlich: es gibt Verträge von Maastricht und Lissabon, die Verfassung unseres Landes schreibt Schuldengrenzen vor! Alles für die Regierung offensichtlich ohne jede Verbindlichkeit. Es ist schlimmer, als wenn Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzungen starflos negieren dürfen.

Rosemarie Koch

Sie nennen 4 Möglichkeiten wie es weitergehen könnte, eine 5. haben Sie nicht erwähnt: Der Kampf gegen die Rating-Agenturen durch Gründung einer europäischen Agentur, die sowohl die EURO-Länder als auch die USA realistischer beurteilt. Die Zerschlagung der US-Agenturen ist sicher nicht möglich, da sie im Sinne des amerikanischen Großkapitals handeln und so von den Schwächen des US-Dollars ablenken.

Dr. Klaus Heinrich

Vier Szenarien werden vorgestellt für eine mögliche Lösung. Nr. 1 und 2 sind kosmetische Behandlungen, die auf Hinhalten, Aussitzen und vagen Hoffnungen beruhen, letztendes natürlich zu Lasten des Steuerzahlers und das endlos immer weiter. Nr.3 ist der direkte Weg in ein Dauerchaos, das völlig ausser Kontrolle geraten wird und unabsehbare Folgen hat. Die erforderliche Bankenrettung durch die Regierung würde auch nur wieder den Steuerzahler zur Kasse bitten. Nr. 4 mag elitär erscheinen, ist dann aber doch wohl der sauberste Schnitt. Die Nachteile für den Export sind nicht zu unterschätzen, werden aber gerne auch schwarzgemalt. Die Schweiz überlebt ja auch ganz gut mit einem starken Schweizer Franken. Eines ist aber für das Funktionieren von Modell 4 unbedingt erforderlich, die inkomepenten Einmischungen aus Brüssel müssen aufhören.

Hans-Emil Schuster

Walkampf vor der Küste, 13. Juli

Am Niedergang der Fischerei sollen also wieder einmal die Wale schuld sein. Nicht etwa die rücksichtslose Überfischung der Meere durch den Menschen. Solchen Unsinn wie jetzt vom Deutschen Fischerei-Verband vernimmt man ja gewöhnlich eher aus Japan oder Island, zur Rechtfertigung dortiger Walfang-Aktivitäten. Die Pinger, die im Schutzgebiet zum Einsatz kommen sollen, stören das empfindliche Gehör der Schweinswale, das diesen zur Orientierung dient. Sollen demnach verirrte, gestrandete Wale zur neuen Touristenattraktion auf Sylt werden?

Dr. Helmut Kersten

Stiere nehmen in Pamplona zwei Läufer auf die Hörner, 13. Juli

Damit diese unsägliche Tierquälerei verboten wird, müssten eine Masse Beteiligter massiv verletzt werden. Was für eine Kultur !?

Marion Overbeck

Dieser Fenchel soll die Elbvertiefung bringen, 12. Juli

Fast täglich lesen wir, was die Politik so alles „verdaddelt“: von vergessenen Schulgebäuden bis hin zur Aufnahme überschuldeter Länder in die Euro-Zone. Da stellt sich bei der Elbvertiefung die Frage, ob irgendein Politiker darüber nachgedacht hat, dass Schiffe ihre maximal mögliche Größe noch nicht erreicht haben. Wenn die Elbvertiefung gerade fertiggestellt ist, werden die Schiffe wahrscheinlich nicht 14.000 Containereinheiten haben sondern 20.000. Kommt dann die nächste „letzte“ Elbvertiefung?

Klaus Landahl

Schandfleck in Barmbek soll weg, 12. Juli

Hertie/Karstadt Barmbek war lange Jahre zentraler Einkaufsort für die Region wie auch die vielen umsteigenden Menschen des Bahnhofs. Es ist ein Armutszeugnis für die Stadt, dass sie die Neuerstehung dieses Filetstücks nicht ernsthaft(er) betrieben hat. Ein weiterer Fall ist der Fernsehturm. Hamburg- Provinz ?

Irene Köster

EU-Kommissarin: Rating - Agenturen entmachten, 12. Juli

Die Prognosen von Rating-Agenturen für die Schuldenpolitik der Länder verantwortlich zu machen, ist ungefähr so zutreffend, als wollte man der Wettervorhersage die Schuld an Sturm und Hagel geben.

Hans-Walter Beencke

Loveparade: Oberbürgermeister entschuldigt sich, 12. Juli

Herrn Sauerland ist offensichtlich nicht bewusst, dass er "sich selbst überhaupt nicht entschuldigen" kann! Um eine Entschuldigung zu erhalten, muss man sein Gegenüber "um Entschuldigung bitten!" Ihm muss man es überlassen, eine Entschuldigung anzunehmen oder abzulehnen... Denn auch für Letzteres gibt es gute Gründe. Das heute leider übliche "Tschuldigung" und dann hat es sich... - bedeutet überhaupt nichts!

Friedhelm Roggenthien

Italien erschüttert die Börsen, 12. Juli

Nun also auch "Bunga-Bunga Land". Der Chefvolkswirt der Warburg Bank fürchtet: "Es könnte passieren, was nicht passiern darf" Diese Aussage kommt schon bedenklich nahe an das, was Christian Morgenstern in der Unmöglichen Tatsache seinen Palmström sagen lässt: "Weil, so schliesst er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf."

Hans-Emil Schuster

Schule verrottet - Stadt muss Millionen zahlen, 11. Juli

In der Grundschule Schierenberg ist vor der Stillegung auch die Pausenhalle noch renoviert worden. Wir haben damals die Schließung nicht nachvollziehen können, ebensowenig die Tatsache, daß das Areal nicht sofort dem direkt benachbarten Gymnasium zugeschlagen wurde. Beschämend ist die Verwahrlosung aufgrund fehlender Zuständigkeiten und Verantwortung!

Dr. Uwe Holzmüller

Dem Verfall preisgegeben, 11. Juli

Vandalismus ist ein Ausdruck der heutigen " Freizeitaktivitäten " von Jugendlichen ohne Perspektive, ohne Sinn und Verstand. Behörden, Politiker und Bezirke sehen diesem Treiben tatenlos zu, sie erlauben sich von Wahl zu Wahl, solche Fehler blind und verantwortungslos zu begehen und Gebäude verfallen zu lassen... Keiner der politisch Verantwortlichen in der Stadtplanung oder Schulbehörde muss für eine aufwendige Sanierung der verfallenen, ruinierten Gebäude in die eigene Tasche greifen, dafür wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten! Dieses Verhalten ist eine hochgradige Verschwendung von Steuermitteln durch die Politik.

Eleonore u. Klaus Hellberg

Der Neidfaktor, 11. Juli

Die Vorwürfe an Frau Neid sind haltlos: jeder hat doch in allen 3 Spielen unserer Damen den Mangel an embryonaler Basistechnik festgestellt: Die Technik der Ballannahme, die Technik des Passspiels, das Nicht-Einfach-Nach-Vorne-Ballern aus der Abwehr, das sind Fähigkeiten, deren Beherrschung die Spielerinnen in der Verantwortung der VEREINSTRAINER gelernt haben müssten. Mit ihrer Kritik wollen diese Trainer doch nur von ihrem eigenen Versagen ablenken.

Friedhelm Marks

Sylvia Neid mag Fehler begangen haben, aber richtig entsetzt war ich von den technischen Problemen der Spieler. Kein Spieler konnte einen Ball richtig annehmen, geschweige direkt schießen. Ich glaube der Damenfußball wurde vorab zu sehr gelobt.

Torsten Berger

Das Versagen unserer Damen-Elf im Spiel gegen Japan zeigt, dass wir leider keine Weltklasse-Elf mehr haben. Ich bin zwar kein Fußball-Experte, aber selbst als Laie war das planlose Spiel unserer Elf schon in der ersten Halbzeit nicht zu übersehen. Ballübergaben erreichten selten den Adressaten, sondern landeten meistens bei den Japanern. Ebenso die weit ausholenden Abgaben vom eigenen Tor. Die Kommentare des Berichters waren haarsträubend, z.B. der Rat, die Japanerinnen am Laufen zu halten, damit sie außer Puste kommen. Das Gegenteil war der Fall, am Ende waren es die deutschen Mädels die abgekämpft waren, während die Japanerinnen mit flinken kurzen Beinchen, im Zweikampf fast immer den Ball behielten und sich vorm eigenen Tor kompromißlos auf den Gegner stürzten.

Klaus Heinrich

China ist zu einem Müllplatz geworden, 11. Juli

Das ist also die andere Seite der Wirtschaftswunder-Medaille. Zwangsumsiedlungen, Selbstverbrennungen, Aufstände und Umweltkatastrophen. Liao Yiwu ist mit Sicherheit ein seriöser Zeitzeuge. Ob er wieder nach China zurückgehen kann erscheint aber nach solchen Aussagen recht zweifelhaft.

Ingrid und Klaus-G. Walther

Karstadt-Chef verspricht: Alle Kaufhäuser bleiben, 9. Juli

Die Mitarbeiter von Karstadt können aufatmen. Hoffentlich nutzen sie die dabei entstehende Energie, um zu wahren Dienstleistern zu werden. Derzeit steht die Kundenfreundlichkeit im internationalen Vergleich auf den hinteren Plätzen. Warum wohl sollte ich in der Karstadt- Warenhauskette kaufen, wenn meine teuren Markenqualitätsartikel an der Kasse lieblos in eine Tüte gestopft werden und ich auf meine Beschwerde hören muss: "Für das Zusammenfalten sind wir nicht zuständig!"

Rainer Gebhardt

Mutter soll ihre fünf Kinder massiv vernachlässigt haben, 9. Juli

Leider gibt es immer noch Eltern, die glauben ein "Recht" am Gebrauch ihrer Kinder zu besitzen und noch nicht eine Minute darüber nachgedacht haben, ob es nicht die Kinder sind, an deren natürlichen Rechten man sich endlich einmal orientieren sollte. Aber seltsamerweise ist unserer Gesellschaft der Schutz von Tieren scheinbar mehr wert als der Schutz von Kindern: der Tierschutz ist seit 2002 als "Staatsziel" im Grundgesetz verankert - für Kinder gibt es etwas adäquates bisher noch nicht!

Edith Aufdembrinke

Weg mit dem Gesundheitsfonds, 9. Juli

Das Problem ist von der Politik nun endlich erkannt: Zu viele Arztpraxen gibt es in Ballungszentren, zu wenige auf dem flachen Land. Nunmehr sieht u.a. das ab nächstes Jahr geltende Versorgungsgesetz der Bundesregierung vor, wegen der zu vielen Arztpraxen in den Großstädten den zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen das Recht einzuräumen, Praxen aufzukaufen, damit die Anzahl der Kassenärzte dort reduziert wird und die Honorare gleich bleiben können oder sich sogar erhöhen. Hier steuert die Bundesregierung also um, weil Fakt ist, dass zu viele Praxen für Internisten, Psychotherapeuten und Chirurgen in bestimmten Bereichen bestehen und zu wenige Hausärzte in den Gemeinden und Landkreisen fern der großen Städte den kranken Menschen zur Verfügung stehen. Die Regierung verspricht sich von dieser Maßnahme eine vermehrte Kassenarzt-Niederlassung als Kompensation in den unterversorgten Gebieten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sprechen von der Wirkung eines möglichen Sparzwangs der Krankenkassen, der nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden sollte. Die Gesetzlichen Krankenkassen befürworten die Initiative des Gesundheitsministers und verlangen sogar verpflichtend für die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung, Praxen aufzukaufen. (Und nicht wiederzubesetzen). Ganz sicher reicht der alleinige Anreiz für “Landärzte“, zukünftig erhöhte Honorare anzubieten nicht aus, um die in vielen Landkreisen tatsächlich vorhandene Misere zu ändern. Sachlich und menschlich richtiger wäre eine Entscheidung, in den überversorgten Zentren die Honorare zu kürzen und diese Einsparungen für die Kassenärzte in unterversorgten Gebieten zu investieren. Nicht allein nur durch erhöhte Honorare, sondern auch durch Schaffung von Kollegialpraxen (um Freizeitregelungen fest zu vereinbaren) sowie eine flächendeckende personelle Ausstattung mit Krankenschwestern/Krankenpfleger als Bindeglied zwischen Patient und Arztpraxis zu organisieren. Die gesetzliche Regelung des Aufkaufens von Arztpraxen durch Kassenärztliche Vereinigungen sollte nur dann möglich sein, wenn gleichzeitig alle behandelnden Kassenärzte verpflichtet werden, die notwendigen Folgetermine für Patienten verbindlich mit den Fachärzte-Kollegen direkt abzusprechen. Nur so bleiben die Patienten nicht auf der Strecke, wenn der Ankauf von Arztpraxen durch die KV vorgenommen wird.

Günter Steffen

Als Kinder noch keine Helme trugen, 9. Juli

Mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen. Wie war das nochmal? -Kinder von vor 1978 sollen Helden sein? Hier wird meiner Generation unterm Strich vorgeworfen, dass wir zu Warmduschern erzogen worden sind, abhängig sind von irgendwelchen elektronischen Spielzeugen, unfähig sind auf der Straße Freunde zu treffen und mit Misserfolgen umzugehen und Mamas Taxi rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche benötigen. Wer ist denn aber Schuld an dieser Entwicklung? Wer hat denn Nintendo, Fahrradhelme, Sicherheitsgurte und Co erfunden? Meine Generation bestimmt nicht, sonst wären wir alle Genies. Streng genommen sind wir, die nach den 80ern Geborenen, die wahren Helden. Wir, die ohne seelischen Schaden zu nehmen, alle Neuerungen der vergangenen 30 Jahre über uns ergehen lassen mussten. Ganz im Gegenteil, wir müssen flexibel sein. Einerseits wollen wir draußen mit Freunden spielen und unserer Kreativität freien Lauf lassen. Andererseits werden wir dazu verdonnert die „Profis“ im Bereich Unterhaltungselektronik zu unterstützen, indem uns diese erfundenen Spielsachen geschenkt werden und wir sie somit nicht nur in der Weiterentwicklung unterstützen, sondern auch noch die Wirtschaft ankurbeln. Heute wird unsere Generation teilweise als Spielsüchtig beschrieben. Doch wem haben wir das zu verdanken? Wir danken der Heldengeneration, die an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt war. Kommen wir nun zum Elternabend. Hat uns jemand mal gefragt, ob wir darauf Bock haben, dass unsere Eltern alles von uns erfahren? Interessiert es sie tatsächlich, ob wir in Mathematik aus Langerweile ein Kaugummi unter den Tisch geklebt haben oder wie gut wir in dem Fach Kunst ein Blatt mit Tusche bepinseln können? Wer neigt denn an den Elternabenden zu emotionalen Ausbrüchen? Wir? Wir sind nicht dabei, sondern liegen im Bett und träumen schon von den nächsten Schandtaten, die wir im Unterricht anstellen können. Unterscheiden wir uns da tatsächlich so von der vor 78er-Generation? Und wie ist das mit Sicherheitsgurten und Helmen? Die Helden von damals sind die Angsthasen von heute, oder wie war das jetze? Viele Grüße aus der 90er Generation.

Saskia Gerdts

Euer Beitrag ist ja sehr witzig und zutreffend. Doch schießen wir Vor-78er uns nicht damit ein Eigentor? Wer hat denn die Generation der Nach-78er zu den angeprangerten Weicheiern erzogen und in Watte gepackt? Das war doch letztendlich das Erziehungsergebnis unserer Generation, der 50er, 60er und 70er-Jahre.

Klaus-Peter Kahle

Bundestag billigt CO2-Lagerung mit Ländervorbehalt, 8. Juli

Durch Ihren Artikel entsteht der Eindruck, dass Hamburg die Klimaziele erreichen könnte, wenn eine Technik eingesetzt wird, die ca. 60 % des CO abtrennt. Das bei einem sinkenden Wirkungsgrad. Denn mehr als ein Drittel zusätzlicher Energie wird für das aufwändige Verfahren selbst gebraucht. Tatsächlich vereitelt der Bau des Kohlekraftwerkes in jedem Fall das Erreichen der Klimaschutzziele. Außerdem steht bereits jetzt fest, dass die CO2-Verpressung eine Reihe von Problemen aufwirft, wie Bohrungen aus der Erdgasförderung, durch die das CO2 entweichen kann, Risiko der Grundwasserversalzung und akute Erstickungsrisiken.

Angela Banerjee

Die Steuerzahler werden um den Aufschwung betrogen, 8. Juli

Der Präsident des interessengeleiten Bundes der Steuerzahler plädiert dafür, die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Prüfstand zu stellen. Er verschweigt aber, dass es auf der anderen eine Fülle von steuerlichen Vergünstigungen gibt, die es allemal verdient hätten, überprüft zu werden. Auch die Wiederbelebung der Vermögensteuer – allein für Hamburg brächte das ein jährliches Aufkommen von mehr als 250 Mio. Euro - könnte zu Teilen für eine Reduzierung der sog. kalten Progression bei den Arbeitnehmern verwendet werden und somit für ein Plus in der Lohntüte beitragen.

Jürgen Schmidt

Steuerzahlerbund-Präsident Däke hat Recht, Deutschlands Steuerzahler werden von der ganz großen, unangreifbaren Koalition aus Schwarz, Gelb, Rot und Grün weiter ungebremst ausgenommen, garniert mit Scheinargumenten. Etwa dem, Steuerentlastungen "auf Pump" seien nicht vertretbar. Doch solange Deutschland seine zwei Billionen Euro (!) Staatsschulden nicht beglichen hat, und wer glaubt schon noch daran, würden Steuerentlastungen immer "auf Pump" erfolgen - sie wären nach dieser Logik also niemals mehr drin.

Roland Bunke

Hier geht die Post nicht mehr ab, 8. Juli

Post? Welche Post?

Irene Köster

Die "Privatisierung" der Post und die Liberalisierung der Postdienstleistungen war einfach von Anfang an eine Schnappsidee. Ohne gestzliche Mindestlöhne für das Personal und strickte Auflagen bezüglich des Filialnetzes muss so etwas in die Hose gehen!

Bodo Giertz

In meinem Stadtteil ist es eine kleine Drogerie, die die Postfiliale ersetzt. Die im Artikel erwähnte Unkenntnis und Unprofessionalität kann ich leider nur bestätigen. Außerdem gibt diese Drogerie keine Pakete aus, die der Paketzusteller nach nur einmaligem Zustellversuch nicht abliefern konnte. Dafür muss ich dann in einen anderen Stadtteil in eine Postfiliale fahren, die nur Parkplätze gegen Gebühr im nächsten Einkaufszentrum bietet. Und stelle mich dann in eine Warteschlange, die vor kurzem noch bis auf die Straße ging. Dagegen hat man etwas getan: Die Warteschlange wird jetzt in Schlangenlinien durch die Post geführt, dadurch wartet man zwar immer noch genauso lange, aber man steht dabei nicht mehr im Regen.

Eva Lisander

Abgeordnete erhöhen ihre Diäten um 7,6 Prozent, 8. Juli

Ich will mich hier nicht einklinken in eine mögliche Diskussion um den Vergleich Löhne/Renten/Diäten. Interessanter für mich ist das Parteienverhalten. Wie üblich ist die Entscheidung - fast - einheitlich. Nur eine Partei - jemand nennt es "Populismus..." - spricht abweisend von "Selbstbedienung". Hier könnte man einmal prüfen, wie ehrlich sind Parteistatements im Allgemeinen, hier im Besonderen. Zur Bekräftigung könnte diese Partei doch eigentlich (und verbindlich) den Verzicht auf Diätenerhöhung beschließen, ersatzweiser Beschluß: Netto-Mehrerlöse werden für einen "Guten Zweck" geschlossen abgeführt. D a s wäre eine populäre Entscheidung dieser Partei, die dann über die bewiesene Glaubwürdigkeit in großen Teilen der Bevölkerung an Anerkennung gewönne. Ich bin mir sicher, man wird sich letztendlich nicht ernsthaft gegen diesen lukrativen Mehrheitsbeschluss wehren (wollen). Wetten dass...?

Walter Wüsthoff

Zum Bericht kann man nur anmerken: Was kümmern uns die Bürger! Nach 4 Jahren sind wir aus der Schußlinie und dann haben wir unsere Schafe im trocknen.Passieren kann uns nichts. Zur Verantwortung ist selten einer dieser "Größen"gezogen worden. Also: Wen man wählt alle 4 Jahre ist doch egal,wer da oben ist,macht was er will. Weiter so Richtung A b g r u n d.

Eberhard Sussiek

Da sieht man mal wieder wie die Politiker sich einig sind und erhöhen ihre Diäten einfach so. Rentner wird ihr Einkommen Diktiert und müssen sich mit einer Null vor der Komma auskommen. Arbeiter und Angestellte gehen, per Gewerkschaft mit den Arbeitgeber, in die Tarifverhandlungen um mehr Geld zu bekommen. Ich finde die Diäten, Renten und Gehälter sollten durch die von den Gewerkschaften und Arbeitgeber ausgehandelten Tariferhöhungen bestimmt werden und nicht anders.

Norbert Schaale

Wer aktuell mit milliardenschweren Garantien den Euro retten will, muss jetzt auch glaubwürdig signalisieren, dass alle, aber wirklich auch alle, bereit sein müssten, dafür den Gürtel enger zu schnallen. Dazu passt der „Akt der Selbstbedienung“ der Bundestagsabgeordneten mit ihrer Diätenerhöhung nun ganz und gar nicht! Und wer in diesem Zusammenhang die längst überfällige Operation am steuertariflichen Mittelstandsbauch mit dem Ziel einer Totalamputation wieder einmal verschiebt, verhindert die Chance, eine vielbeklagte Ungerechtigkeit endlich zu beseitigen, und erhöht damit einmal mehr die Wut vieler Bürger!

Horst Mahl

Jeder BRD Bürger würde sich freuen, keine Diät mehr in der Geldbörse zu verspüren. Wir können gönnen, wenn man auch uns mal was gönnt. Wie wäre ein Brief an alle Bürger der BRD – der Solidaritätsbeitrag wird zum 01.08.2011 abgeschafft. Reich werden wir dadurch auch nicht.

Heidi Okkens

Mit Interesse habe ich von der Debatte über die Diätenerhöhung gelesen. Ich denke, es ist dem "kleinen Mann" tatsächlich nicht zu vermitteln, dass eine Erhöhung in dieser Dimension notwendig ist. Mein Verständnis von Demokratie war immer, dass wir Volksvertreter wählen, die dann die Interessen der Wähler vertreten. Mein Mann und ich sind beide in der Krankenpflege tätig. Dort sinken die Reallöhne, da es nicht einmal einen Ausgleich der Inflationsrate gibt. Wir haben zeitweise Schwierigkeiten, mit dem Geld bis zum Monatsende auszukommen. Es darf doch eigentlich nicht sein, dass die Abgeordneten nur für sich sorgen, dafür haben wir sie nicht gewählt. Es geht dabei nicht darum, reich zu werden oder nicht, sondern ganz einfach um ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit.

Heike Holst-Simmank

Das beklemmende Gefühl in Linie 9, 8. Juli

In allen anderen Straßenfahrzeugen außer im ÖPNV-Bus sind Stehplätze unzulässig und an den Sitzen müssen Anschnallgurte sein. Das hätte die bösen Folgen des Tonndorfer und anderer Bus-Unfälle sicherlich erheblich gemindert. Im HVV-Bus bin ich bereits zweimal vom Sitzplatz in den Gang geschleudert worden und etliche Male gegen Eisenstangen gedonnert - kein Fahrer hat sich darum gekümmert. Die rüttelnden und schaukelnden Busse sind unzumutbar und sollten alsbald von umweltfreundlichen und komfortablen Stadtbahnen ersetzt werden, die überall - im Gegensatz zum Bus - auch von zahlreichen Autofahrern genutzt werden und so die Straßen entlasten.

Walter Greiffenberger

Das große Foto zu diesem Artikel sagt alles! Der Gelenkbus blockiert die Kreuzung, auf der der Querverkehr längst Grün hat. Eine solche Situation kennen alle Autofahrer aus vielen Stadtteilen. Dass einzige was dagegen hilft: Busfahrer erhalten eine eigene Abbiegerampel, die um einige Sekunden vorher Rot zeigt. Alle anderen Regelungen gehen zu Lasten der Autofahrer. Und dann gibt es noch die nicht geringe Zahl von Busfahrern, die bei Gelb eben noch mal durchfahren. Hier ist auch die Polizei gefordert, ohne Nachsicht gerade Linienbusse zu kontrollieren.

Bernd Glodek

Ich danke Ihnen für die ausführliche und wertungsfreie Berichterstattung zu dem schweren Busunglück in Hamburg. Die Schuldfrage wird von Gutachtern erarbeitet werden müssen und letztlich durch die Justiz festgelegt werden. Ich hoffe, dass möglichst viele der Bundestagsabgeordneten, die für den sogenannten "Feuerwehr-Führerschein" gestimmt haben, betroffen die Berichterstattung verfolgen. Während europaweit Bus- und Lkw-Fahrer zusätzlich zum Führerschein seit einiger Zeit die Grundqualifikation Berufskraftfahrer erwerben müssen, die auch regelmäßig durch Fortbildungen aufgefrischt werden muss, hat der Bundestag soeben beschlossen, dass Feuerwehren ( auch Freiwillige Fw), Technisches Hilfswerk, DRK und andere Rettungsorganisationen ihre schweren Einsatzfahrzeuge auch von denen fahren lassen dürfen, die nur den Pkw-Führerschein bis 3,5t haben. Dazu ist weder eine Prüfung noch Fahrschulausbildung notwendig! Es reicht eine Einweisung, und die "Überprüfung" kann von der Organisation selbst vorgenommen werden. Dieses nicht etwa weil Einsatzfahrten sicher sind, sondern weil man den Gemeinden und Organisationen die Führerscheinkosten ersparen will. Abgesehen davon, dass diese Regelung klar gegen EU-Recht verstößt, gehe ich davon aus, dass wir wohl in Zukunft häufiger über schwere Unfälle lesen. Ich kann an die Organisationen nur appellieren, nur Fahrer mit gültigem Führerschein C1 oder C, auch zu deren Schutz, einzusetzen.

Holger Rump

Hat der Minister bei Doktorarbeit geschummelt?, 7. Juli

Bei dieser ganzen Plagiatsdiskussion stelle ich mir die Frage: Wozu gibt es einen "Doktorvater" ??? Nimmt der die fertige Doktorrbeit nur in Empfang und leitet sie an die Promotionskommision weiter ??? Das wäre wohl ein bischen wenig...! Und was machen die Prüfungs- oder Promotionsausschüsse ? Nehmen diese die Arbeit in Empfang und legen diese ins Archiv ohne einmal hineinzusehen und sagen: Schön gemacht, herzlichen Glückwünsch, Sie dürfen sich jetzt Dr. nennen...! Da es den Anschein hat, dass es so läuft, kann ich nur sagen: Liebe Doktorväter und liebe Promotionskommissionen, Ziel verfehlt. Note 6, setzen Sie sich...!

Heidi Schmidt

Ehrlich gesagt verstehe ich unter Schummeln eine Jugendsünde von minderjährigen Schülern um eine Klassenarbeit besser zu schreiben. Ein Politiker, der weiß, wie bedeutsam richtige Formulierungen und korrekte Aussagen sind, begeht Betrug, wenn er fremdes Gedankengut für eigenes ausgibt. Jeder Studienanfänger weiß bei der Abfassung von Examens- und Diplomarbeiten, welche Bedeutung richtiges Zitieren hat und dass es ausdrücklich untersagt ist, abzuschreiben ohne dies ausreichend kenntlich zu machen. Amüsant an der Angelegenheit ist allerdings das vermeintliche Schuldeingeständnis von Bernd Althusmann, er habe "handwerkliche Fehler" begangen (davon hatte ja auch einst unser schneidiger Verteidigungsminister räsoniert). Ist der Herr kein Akademiker mehr? Was bitte ist an einer wissenschaftlichen Arbeit "handwerklich" oder hat er seine Arbeit vielleicht noch an der Schreibmaschine abgetippt, die fatalerweise bei jedem Zitat die Anführungsstriche verweigert hat? In diesem Sinne könnte demnächst ein Elektriker, der die Erdung an der Dusche oder Badewanne vergessen hat, von akademischen Fehlern sprechen, weil er an der Fachhochschule mal ein Semester Elektrotechnik besucht hat. Offensichtlich möchte Herr Althusmann seinen Betrugsversuch als einen Allerweltsfehler verniedlichen und bedient sich dazu ausgerechnet einer Berufsgruppe mit der ein Akademiker nun wirklich gar nichts zu tun hat. Einen Meistertitel hat er jedenfalls damit nicht verdient.

Rainer Müller-Broders

Das Wahlrecht ist nicht das Problem, 7. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

das neue Hamburger Wahlsystem kann nur funktionieren, wenn sich der Bürger über die einzelnen Kandidaten der Parteien ausführlich informieren kann. Bei der letzten Wahl im Februar wussten dies gerade die großen Parteien zu verhindern. So fand man im Internet nur Informationen zu einer - meist geringen - Anzahl der Kandidaten. Die Parteien sollten verpflichtet werden, alle Ihre Kandidaten ausführlich und für jeden Bürger zugänglich darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Ehlers

95 Prozent der Wähler sollen also das neue Wahlrecht verstanden haben. Wer wurde denn da wie befragt? Wie viele Kreuze man wo setzen durfte, das ging vielleicht noch, aber mit Sicherheit auch nicht bei 95 Prozent der mehr oder weniger desinteressierten Wahlberechtigten. Ich hatte als politisch durchaus interessierter Mensch mit Abitur und abgeschlossenem Hochschulstudium nicht die Zeit, mich da richtig durchzukämpfen. Und ich könnte heute auch nicht aus dem Stand heraus sagen, was das Ganze überhaupt soll und wie es funktioniert.

Manfred W.H. Kuhlmann

Uno: Die Deutschen müssen mehr gegen Armut tun, 7. Juli

Der Kardinalfehler liegt in der Definition von Armut. Wenn in einer Gesellschaft von Millionären jemand, der nur eine halbe Million verdient als arm gilt, dann kann diese Definition nicht richtig sein. Getoppt wird dieser Sachverhalt aber durch die Aussage des Deutschen Vertreters in der UNO-Arbeitsgruppe Prof. Eibe Riedel: "Zynisch gesagt müsse der Ausschuss auch etwas wirklich Falsches sagen, damit er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird". Als Wissenschaftler hat er sich damit mehr diskreditiert, als durch jede abgeschriebene Doktorarbeit.

Jürgen Schmidt

Es müssen ja nicht Burkina Faso oder Usbekistan als Vergleichsmaßsstab herangezogen werden; es reicht doch, die Herkunftsländer der UNO-Experten – Ägypten, Kamerun, Costa Rica und Indien (die von uns als zweitgrößtem Beitragszahler der UNO gelöhnt werden) heranzuziehen. Rennen denn die Wirtschaftsflüchtlinge dieser und anderer Länder zu ihnen oder zu uns?

Hans-Otto Schulze

Da waren aber wirkliche Experten am Werk. In Genf und New-York warm versorgt sitzen und von den Defiziten zu Hause ablenken. Defizite in Deutschland? Aber sicher, ganz einfach zu lösen, Zahlungen an die Uno einstellen, Entwicklungshilfe weg und Rettungsschirme einklappen. Dann reicht es locker, um in Deutschland die Vorstellungen der Experten zu erfüllen, wenn nicht sogar weit über die erträumten Ziele hinaus.

Hans-Emil Schuster

Wenn in Deutschland tätige Manager den Anspruch erheben ihren Status international zu vergleichen und anzupassen, so ist es für unsere Regierung und insbesondere für das Arbeitsministerium nur logisch, dass auch die sozialen Verhältnisse in Deutschland international angeglichen werden. Wer will hier schon aufmucken, wenn als Vergleich z.B. Eritrea herangezogen wird! Wirtschaftlich,militärisch und jetzt mehr und mehr sozial ist für Deutschland der internationale Bezug der Maßstab! Dementsprechend ist z.B. das Hilfsprojekt "Alimaus" auf St.Pauli geradezu eine feudale Einrichtung, und Hartz IV Bezieher sind als Wohlhabende anzusehen. Welch beißender Zynismus liegt derartiger Betrachtung unserer Bundesregierungsmitglieder zu Grunde. Neben dem national gewachsenen Armutsdasein ist ein geistiges und kulturelles Absinken hierzulande zu beobachten. Ein eklatanter Gegensatz zu unserem exzellenten internationalen Wirtschaften ist dieser soziale Zustand ein Beweis für Ausgrenzung von wirtschaftlicher Teilhabe und unethischer Ökononomie.

Gerhard Rehder

Olympia - Die nächste Abfuhr für Deutschland, 7. Juli

Sicherlich ist es sehr schade, daß die Olympischen Winterspiele 2018 nicht nach Deutschland vergeben worden sind und die Enttäuschung ist groß. Aber das war fast zu erwarten. Wenn immer ein außereuropäischer Platz in einem besonderen Land dabei ist. Ich gehe davon aus, daß auch hier die Entscheider wieder mittels "Sonderbehandlung" beeinflußt wurden. Daß hat man ja bei der letzten Entscheidung der Fußball WM gesehen. Alles ist bekannt, dagegen unternommen wird nichts. Das ist eine Enttäuschung.

Kai Jacob

Man hat den Eindruck, es ist Weltuntergang. Das werden etliche bayrische Mitbürger aber ganz anders sehen. Ausserdem besteht doch Hoffnung. Die hat zumindestens Handelkammer-Präses Fritz Horst Melsheimer, der von einer knapp gescheiterten Kandidatur spricht. Was war da knapp ? Kann der Präses keine Stimmen zählen ?

Hans-Emil Schuster

IT-Panne verärgert Haspa-Kunden, 7. Juli

Die HASPA sollte neben der schnellstmöglichen Behebung aller Schwierigkeiten im Bankenverkehr mit ihren Kunden und dem Ausgleich aller finanziellen Nachteile einen nennenswerten Betrag, ich denke mindestens € 100.000, für einen wohltätigen Zweck in Hamburg spenden. Damit könnte sich die Sparkasse für die erheblichen Schwierigkeiten, die einige ihrer Kunden hatten und noch haben, entschuldigen und Größe zeigen.

Michael Eilers

Da haben viele hochbezahlte Berater die Umstellung geplant und sind nicht auf die Idee gekommen, das der 1. eines Monats sowie auch der Halbjahresabschluss einfach ein falscher Termin waren zur Umstellung. Mitte des Monats ist das Buchungsaufkommen bei weitem nicht so hoch.

Ursula Müller

Rentner können sich immer weniger leisten, 6. Juli

Die Regierung braucht keinen „Regierungsdialog Rente“ in Gang zu setzen, um die derzeit beständige Talfahrt der Rentenbezieher in Richtung Altersarmut zu begründen. Die Regelung der Rentenanpassung ist politisches Werk und damit ein selbst geplantes und in Gesetzesform gebrachtes Verfahren. Sie stützt sich auf die Lohnentwicklung und den Nachhaltigkeitsfaktor der konstruierten Rentenformel und jetzt auch auf den tückischen Nachholfaktor, der Minusanpassungen verhindern soll, aber zuschlägt, sobald, wie derzeit, die Lohnentwicklung auch dem Rentenempfänger ein spürbares Plus bescheren müßte. Die Rentner als Schuldner des Staates, statt umgekehrt. Schwindende Kaufkraft durch anhaltende Inflation und unter anderem die uneingeschränkten Zugriffe durch erhöhte Steuern, Abgaben und Beiträge bis auf die Kommunalebene, sogar rückwirkend, tun ein Übriges, die Rentenbezüge dauerhaft zu entwerten. Es kann nicht sein, dass die Regierung sich für einen angemessenen Lebensstandard der Rentner nicht in der Verantwortung sieht, wohl aber für das gesicherte gute Auskommen der pensionierten Staatsbediensteten mit eingebautem Erhöhungsautomatismus. Hier wird unbeirrt das verstaubte Alimentationsprinzip hochgehalten, das den Dienstherrn verpflichtet, den pensionierten Beamten eine „amtsangemessene Lebenshaltung“ zu garantieren. Gegen einen Gleichbehandlungsanspruch der Rentner sind dagegen gesetzliche Hürden aufgebaut. Passend dazu sorgen die Parlamentarier dafür, dass sie selbst nicht zu kurz kommen. Für 2008/09 hatten sie sich noch gerade vor offenem Ausbruch der Finanzkrise eine stattliche Diätenerhöhung in zwei Stufen genehmigt. Das fiel schon seinerzeit als zumindest unsensibel auf. Jetzt müssen sie sich schon wieder eine zweistufige Erhöhung ihrer Abgeordnetenbezüge verordnen - um mit der maßgebenden Bundesrichter-Besoldung Schritt zu halten. Verantwortung für eine Wohlstandsmehrung der Bevölkerung ist anscheinend für die Mehrheit der gewählten Volksvertreter keine wesentliche Handlungsmaxime mehr.

Ingrid Herz

EKD-Chef regt umfassendes Fortpflanzungsgesetz an, 6. Juli

Auf so ein Gesetz darf man gespannt sein: Pille genehm, wie es Frau Käßmann kürzlich propagierte. Aber im Ausnahmefall irgendwie geschädigte Kinder bzw. Embryonen, also bloß nicht irgendwelche Kinder, die Probleme zu machen, versprechen, durch das PTI-Verfahren von vorne herein ausschließen und gar nicht erst das Licht der Welt erblicken lassen, zeugt von angepasster Familienplanung, die ängstlich alle Risiken ausschließen will. Herr Schneider soll mal ganz locker bleiben, denn seine Schäfchen inkl. der Pastorinnen, können ja auch abtreiben, wie sie es bereits tun, weil Kinder zwar nett sind, aber ins pastorale Familienambiente passen müssen. Die Variante ist unauffälliger und geschieht ohne dass Herr Schneider oder sonstwer das mitkriegt. Ein Fortpflanzungsgesetz ist wirklich Quatsch!

Ingild Kind

Früher war mehr Theater, 6. Juli

Muss der Protagonist im "Faust" wirklich von der Bühne pinkeln, oder im "Biedermann und die Brandstifter" onanieren...? Ich durfte noch erleben, wie der Schauspieler Hans Putz im "Der Schulfreund"seine Rolle so intensiv spielte, dass dicke Tränen seine Wangen herab rollten. Boy Gobert war ein genialer "Richard der Dritte" er gab alles und überzeugte durch seine Schauspielkunst. Gerda Gmelin überzeugte mit Torquato Tasso auf kleinster Bühne mit perfekter Sprache, jede Vorstellung war restlos ausverkauft! Die Generation dieser Schauspieler vermochte noch perfekt zu sprechen und waren Persönlichkeiten. Der Inhalt des Werkes und die Sprache, sowie die Kunst des Schauspielens sind das, was den Besucher fesseln kann. Wenn heute pseudo - intellektuelle Profilneurotiker meinen sie wären der Mittelpunkt des Theaters, dann liegt da ein großer Irrtum vor! Neben allen Theater - Experimenten, die ganz wichtig sind, sollte es ein klassisches Bildungstheater geben, welches klassisch inszeniert wird, damit hätte Hamburg mit seinem Schauspielhaus zumindest eine Art Alleinstellungsauftrag. Ich bin sicher, dass Theaterfreunde aus ganz Deutschland deswegen extra nach Hamburg kommen würden. "Wer sichert den Olymp? vereinet Götter? Des Menschen Kraft, im Dichter offenbart."

Wolfgang J. Castell

Mir bereitet es seit Jahren keinen Spaß mehr, staatliche Schauspieltheater zu besuchen. Als ein älterer Theaterliebhaber, der noch einen Gründgens, Wiemann, Lüders, Hinz - um nur einige zu nennen - erlebt hat und zu Goberts Zeiten das Thaliatheater liebte, trauere ich zusammen mit vielen anderen den damaligen, großartigen Leistungen der Regie, der Akteure und der Ausstatter nach! Die heutigen Regisseure haben mir das Sprechtheater gründlich verleidet! Die Darsteller können nicht mehr sprechen, fast immer kommen Microports zum Einsatz, die die Stimmen verfremden. Dazu häufig die unnötige, überlaute Musik! Von den "Regiemätzchen" ganz zu schweigen, die mit ihren "Verschlimmbesserungen" die Autoren verfremden oder vergewaltigen. Warum knüpft niemand mehr an die früheren Sternstunden an, zu denen z.B. "Michael Kramer" mit Quadflieg, Striebeck usw. im Thaliatheater gehörten??? Ein Lichtblick im heutigen Theaterdunkel bescherte den Besuchern, die noch am "Wahren, Guten, Schönen" hängen, das EDT mit der "Glasmenagerie" in der vergangenen Spielzeit. Hier stimmte einfach alles!!!

Walter Runge

Kinderkrankheit Depression, 6. Juli

Eine Überraschung? Wohl kaum! Die zunehmenden psychosomatischen Beschwerden von Kindern, auch Kleinkindern, sollten nicht überraschen. Die immer häufiger gewünschte Fremdbetreuung außerhalb der eigenen Wände, der damit verbundene früh beginnende Stress für Kinder und Eltern um die Einhaltung von Zeitplänen, der Trennungsstress i.bes. bei Kleinkindern und die Dauererfahrung von Zusammenleben in großen Gruppen von Kitas geben Kindern oft nicht genügend Rückzugsmöglichkeiten für eigene Aktivitäten nach eigenem Bedarf. Davon abgesehen bleibt für "erschöpfte" Kinder von "erschöpften" Eltern sehr häufig wenig Kraft für die persönliche Zuwendung übrig, mit der Kinder sich wahrgenommen und geliebt fühlen. Wo und wie also sollen Kinder ihre individuelle psychische und geistige Kapazität entwickeln können, wenn sie immer wieder in das Korsett der Ansprüche ihrer Eltern und/oder Erzieher gezwängt werden. Betreuungs- und Erziehungsleistungen finden in unserer Gesellschaft weder materiell noch immateriell genügend Anerkennung und gesellschaftspolitische Würdigung. Entwicklungsstörungen von Kindern werden deshalb eher zunehmen, die Gesellschaft wird die "Kosten" in vielfacher Hinsicht tragen, obgleich alles voraussehbar ist. Bei Tieren können wir beobachten, was Junge brauchen... Aber so weit sind wir ja noch nicht, oder wähnen wir uns schon weiter und haben vergessen, dass viele unserer Kinder nicht nur Wissen, sondern auch mehr Vorbild, Liebe und Fürsorge brauchen, um sozialverträgliches Leben zu lernen und sich dabei auch selbstbewusst zu behaupten?!

Marion Danckwerts

Liebe Redaktion,

ich, als Hebamme wundere mich da gar nicht drüber! Es fehlt den Kindern an Natürlichkeit! Schon bei der Geburt wird vielen Kindern von Ärzten unterstützt die Möglichkeit genommen auf normalem Wege geboren zu werden, das kann nur zu psychischen Problemen wie Depressionen im frühen Kindesalter führen! Danach wird viel zu häufig (oft aus eigenem (Des-)Interesse) abgestillt, dabei ist Muttermilch die beste Prävention gegen Dicksein! Die ersten Lebensmonate verbringt das Kind danach oft im "Wipper" mit Schnuller oder sogar Flasche im Mund vorm Fernseher (und dann noch oft mit nicht kindertauglichem Programm). Die Krankenkassen sollten in Hebammenhilfe investieren, damit die Familien besser beraten werden. Auch sollten die Krankenkassen die Eltern unterstützen Elternkurse zu finanzieren. Nur so besteht die Möglichkeit die Gesundheit zu schützen und nicht die Krankheit zu bezahlen!

Doris Isenbürger

Zwei Spezialgefängnisse geplant, 5. Juli

Man sollte für die Unterbringung der Sicherungsverwahrten auch Alternativen überlegen um die Baukosten von 12 Mio. Euro zu sparen. Die kleinen Apartments mit einer Mindestgröße von 16 qm gibt es auch im 5-Sterne-Hotel Atlantic und kosten auch nur mtl. 6.200 Euro.

Heinz-Peter Vollmer

Großeinsatz für ein Eichhörnchen, 5. Juli

Als engagierte Tieschützerin habe ich mich über obigen Artikel sehr gefreut. Liest man heutzutage leider meist nur Negatives in der Zeitung, sei es über Todesfälle in den "Kriegsgebieten" oder Querelen bei politischen Belangen, so zeigt dieser Artikel doch, dass Fußgänger nicht nur gedankenlos vor sich hingehen, sondern durch ihre Aufmerksamkeit ein Tierleben retten konnten. Auch Dank an Ihren Berichterstatter, der diesen Artikel mit sehr viel Liebe geschrieben hat.

Monika Ehlers

Schäuble fordert Sparvorschläge, 5. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

die von der Bundesregierung geplante Steuersenkung wird ohne Gegenfinanzierung nur schwer durchsetzbar sein. Die Entscheidungsträger sollten sich bei der Suche nach Lösungen auch daran erinnern, dass die Einkommensteuer gerecht und nach der Leistungsfähigkeit der Bürger erhoben werden soll. Danach wäre es zumindest diskussionswürdig, den Verlauf des progressiven Steuertarifs derart zu gestalten, dass der sog.Mittelstandsbauch gemildert oder beseitigt und die Steuerbelastung besserer Einkommen maßvoll erhöht wird mit dem Ziel, dass sich das Steueraufkommen insgesamt nicht vermindert. Dies enthielte auch eine begrüßenswerte soziale Komponente, weil hierdurch ein Zeichen gegen die Auseinanderentwicklung der Einkommen von "Arm und Reich" gesetzt würde.

Mit freundlichem Gruß

Egon Gerhardt

Franzosen halten Affären für normal, 5. Juli

Liebe Redaktion!

Ein Mann, der seine Triebe nicht im Griff hat, ist meiner Meinung für Führungsaufgaben völlig ungeeignet, nicht einmal als Gruppenleiter der untersten Stufe, denn auch da wäre er mit Personalführung betraut. Und wie könnte man so eine Aufgabe wahrnehmen, wenn es Frauen gibt, die Angst haben, mit ihm in einem Raum zu sein? Wenn ein Volk tatsächlich so einen Mann zum Präsidenten wählen sollte, so färbt das auf das ganze Volk ab, denn es stellt dann ja den Willen des Volkes dar. Aber gerade den französischen Frauen, die ja ca. 50 % der Bevölkerung ausmachen, hätte ich da etwas mehr Emanzipation zugetraut.

Viele Grüße

Jürgen Jeschke

Der Exodus von Sylt. Eine Insel verliert ihre Insulaner, 5. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

für mich erscheint das Thema etwas unverständlich - auf der einen Seite klagt man über zu wenig bezahlbaren Wohnraum für die Einheimischen, auf der anderen Seite bestehen auf der Insel so viele ungenutzte Kasernen, die man leicht mit Hilfe preiswerter Umbaumaßnahmen (siehe dazu das aktuelle Beispiel in Hamburg, wo jetzt aus Büroraum Wohnungen entstehen) zu attraktiven Appartements für ausschliesslich Einheimische umwandeln könnte. Stattdessen werden wie z.B. in List, diese Flächen lieber "für'n Appel und nen Ei" an Privatinvestoren "verschenkt", die dort genau das wieder schaffen, was die Insel kaputt gemacht hat - nämlich unbezahlbaren Luxuswohnraum.

Mit freundlichen Grüssen

Claus Sievert

Edeka-Kaufleute wehren sich gegen Netto, 5. Juli

Schon jetzt steht an jeder Strassenecke ein Discounter: Aldi, Lidl, Penny. Wenn jetzt aber ein netto Markt dazu kommt, verliert der Edeka - Haendler ploetzlich 50% Umsatz ? Aha !

Jens Bartling

Grüne Welle für HVV: Busse im 4-Minuten-Takt, 5. Juli

Die aus den Nähten platzenden Buslinien 5, 6, 7 und 20/25 sollen nun aufgemotzt werden. Mit breiten Busspuren, für die noch weniger Platz da ist als für Schienen, und mit Ampelbeeinflussung, die umgerechnet alle 2 Minuten einen Bus bevorzugen soll, was eine Kreuzung schwer verkraften wird. Das kostet einen hohen zweistelligen Betrag allein aus dem Stadtsäckel und wird nur eine Übergangslösung sein. Das passiert in einer Stadt mit hanseatischer, kaufmännischer Tradition. Ich glaube, die Regierung hat die Wurzeln Hamburgs vergessen, sonst würde sie für dasselbe Geld gleich die komplette erste Stadtbahnlinie bauen. Das wäre vernünftiges Wirtschaften!

Anders Molburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Hochbahnchef Elste, einst selbst ein glühender Verfechter der Stadtbahn, muss jetzt notgedrungen und gegen seine eigene Überzeugung für einen Ausbau und eine Verdichtung des Busnetzes kämpfen. Das damit das "modernste Nahverkehrssystem Europas" ausgebaut werden soll klingt schon sehr hochtrabend. Die Städte, die sich rechtzeitig für ein modernes Straßenbahnsystem entschieden und damit beste Erfahrungen gemacht haben, werden darüber sicher nur müde lächeln können - Hamburg hat diese Chance aus politischen Gründen verpasst; eine spätere Umkehr ist kaum noch möglich und wird viel zu teuer - schade.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jung

wenn man ein modernes Bussystem plant, warum behält man dann das antiquierte Schnellbus System bei. Diese Busse fahren nahezu leer durch die Stadt, weil sie für die Passagiere kaum einen Mehrwert bieten, aber teurer sind. Das nennt man verkehrspolitischen Unsinn.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Dornecker

Man kann nur noch kopfschüttelnd die Inkompetenz aller Verantwortlichen zur Kentnis nehmen. Busse als Allheilmittel im Nahverkehr einer Millionenstadt sind ein peinliches Armutszeugnis. Das jetzt auch noch Herr Elste "umfällt" war klar, er muss ja den Blödsinn von Olaf Scholz umsetzen. Ohne (sinnlose) U4 und Elbphilharmonie wäre die dringend notwendige Stadtbahn längst durchfinanziert. Gedulden wir uns also weiter bis begabtere Politiker an der Reihe sind.

Jens Ode

Eidelstedt 21, 4. Juli

Wenn unsere Bezirkspolitiker den BürgerInnen wirklich mit offenen Ohren zugehört hätten, wären sie nicht überrascht über den Widerstand, der sich in kürzester Zeit in mehr als 2000 Unterschriften unter das Bürgerbegehren gezeigt hat. Die BürgerInnen wünschen eine Planung des gesamten Zentrums, die allen zugute kommt und nicht nur einem Kaufhaus-Investor.

Mit freundlichem Gruß

Joseph Glagla

Die Baum-Aktion wächst, 4. Juli

Mein Baum - Meine Stadt!? Hier wird der Bürger unter dem Schild der guten Tat abgezockt. Einen Baum kaufe ich mir über Planzmich.de ab 0,70ct und buddel ihn als Guerilla Gardener ein, wo er niemanden stören könnte. Heute 500,- spenden an die Stadt und morgen wird er abgeholzt. Das wäre dann doppelt abgezockt. Besonders schlimm finde ich, dass in HH so viele Büsche abgeholzt und runtergeschnitten werden. So hat man u. a. im Jenisch - Park die Nachtigall vertrieben. In der Hafencity klopft man sich für eine kahle Rasenfläche mit dürren Bäumen auf die Schulter. Am Brucknerplatz musste ein idyllischer Platz mit Tannen, Birken, Kaninchen, Grünling und Igeln einem Bürogebäude weichen. Der Stadtpark ist teilweise so ausgedünnt, dass man in der Mitte den Straßenlärm von links und rechts hören kann. Umweltstadt Hamburg? Ich sehe vor lauter kurzen Stoppelrasen nix.Wo sind die Schmetterlingswiesen, 3m hohe Vogelnährgehölze und Stauden? Ich schmunzel über solche "Umweltaktionen" und pflanze weiter für ein paar Cent.

Daina Jessika Akinde

Mehr Schein als Sein, 4. Juli

Sehr geehrte Abendblatt-Redaktion,

Der wunderbar treffsichere Artikel von Joachim Mischke spricht mir aus dem Herzen. Hamburg hat tatsächlich zur Zeit im Städtbau den Kompass verloren. Die Stadt gibt reihenweise Ihre so geliebten Milieus der Vermarktung preis und wünscht sich Investoren, die uns Bürgern dann Stadt-Ersatz-Surrogate bauen und anbieten. Das Ergebnis sind monotone Stadtquartiere, die entweder künstlich beamtet werden müssen ("Hafencity-PR", "Anmietung von Leerstandsflächen durch die Stadt") oder langsam aber stetig (wie das Brauquartier) in der Trostlosigkeit versinken. Wie gut, dass Joachim Mische sogar die Wippe im Brauquartier anspricht. Dieser "Spielpunkt" ist wirklich einer der traurigsten Orte, die Hamburg zu bieten hat. Selten ist Kritik an der aktuelle Stadtentwicklung in Hamburg so präzise auf den Punkt gebracht worden.Danke für den tollen Artikel.

Dipl.-Ing. Mario Bloem

Lieberknecht will Ausgleichszahlungen, 4. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

eigentlich ist es lobenswert, wenn eine Ministerpräsidentin für ihr Land Zuwendungen erstreiten will. Bei der geforderten Summe bleibt mir allerdings schlicht die Spucke weg. Einen Empörungsschrei hätte man aus den Büros der Strommultis erwartet. Gewiss, Windkraftanlagen sollen möglichst in Gegenden mit geringer Bevölkerungsdichte und großen Weiten gebaut werden. Das bedeutet Strombeförderung über große Strecken, und eben jene Kabel kann man bei einer zusätzlichen Kostenbelastung von €40.000 pro Kilometer bequem (teilweise entlang von Landstraßen und Autobahnen) unter die Erde verlegen. Damit vermeidet man Strommasten, verschandelt Landschaft nicht, der Wert des Bodens wird nicht verringert, keine Krankheiten durch den „fall out“ bzw. Elektrosmog, keine Anfälligkeit der Masten/Leitungen durch Eisregen. Man sollte den Rechenstift spitzen.

Mit freundlichen Grüßen

K. Piening

Stuttgart 21: Bahn soll Kosten seit Jahren kleingerechnet haben, 4. Juli

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Kleinrechnen der Bausumme von Großprojekten im Projekt- und Entscheidungsprozess ist keine Neuerfindung der Bahn sondern ein alter Hut und seit Jahren gängige Praxis. Jüngstes und bestes Beispiel für uns Hamburger: Die Elbphilharmonie - diese Kosten haben sich seit der positiven Entscheidung für das Bauwerk verfünffacht und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange - es gibt ständig Nachforderungen der Baufirmen. Am Ende werden die Baukosten so immens hoch sein, dass wir Steuerzahler uns nur noch die Augen reiben können. Wäre die endgültige Bausumme damals schon bekannt gewesen, hätten wir sicher auf dieses "Jahrhundertbauwerk" verzichten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jung

Deutschland will "Leopard"-Panzer an Saudi-Arabien liefern, 4. Juli

Der Leopard (Panthera pardus) ist in vielen Gegenden unserer Erde bereits ausgestorben. Auf der arabischen Halbinsel gibt es weiniger als 250 freilebende, ausgewachsene Großkatzen in zersplitterten Populationen. Es sind nächtliche Jäger, die ihre Beute in Anschleich- und Lauerjagd erlegen. Und nun sollen aus dem fernen Deutschland noch weitere 200 Leoparden nach Saudi-Arabien geliefert werden. Natürlich nicht die erforderlichen Großkatzen, sondern Leopard 2-Panzer - angeblich zur Abschreckung des irren Diktators im Iran. Und das in einer höchst prekären Situation, wo Nordafrika, der Nahe und Mittlere Osten durch Aufständische und Demokratiebewegungen, die Taliban, Al Qaida, Hamas und Hisbollah bzw. durch die Kriege im Irak, in Afghanistan, in Libyen und in Syrien fast vollständig destabilisiert sind. Kann das vernünftig sein und der Friedenssicherung dienen? Wohl kaum, denn es gibt keine Gewährleistung dafür, dass Saudi-Arabien die deutschen Leos nicht auch im eigenen Land im Bürgerkrieg gegen das eigene Volk einsetzen könnte. Hier zählt wieder einmal nur der Profit und das Totschlag-Argument: "Wenn wir nicht liefern, dann liefern die Anderen!"

Roland Klose

Saudi Arabien und die Golfstaaten sind zwar in unserem Sinne keine Demokratien, aber sie sind stammesgeführte Länder, die durch den König zusammengehalten werden. Auch in Saudi gibt es eine Opposition, die gern an die "reichen Töpfe" möchte, wie es in der Welt so häufig ist. Die Aufstände in Bahrain werden durch die vom Iran aufgehetzte Schiiten hervorgerufen. Dieses Problem existiert seit der Iranrevolution. Diese Hintergründe sollte etwas genauer beleuchtet und berichtet werden. Ich habe einige Jahre in Dubai gelebt.

Ernst Christian Wolters

Die moralischen Bedenken unserer deutschen Gutmenschen werden die arabischen Herrscher nicht von Panzer-Käufen abhalten. Bekommen sie die nicht von uns, werden sie eben amerikanische, russische oder notfalls chinesische Panzer kaufen. Umbringen werden sich die östlichen Völker auch ohne deutsche Leoparden. Da ist es mir dann doch lieber, wenn die arabischen Öl-Gelder vorher auf deutschen Konten landen. Ja, das ist "zynischer Realismus".

Rolf Tonner

Was ist das für eine verlogene Politik unserer Regierung? Die Merkel Regierung echauffiert sich darüber, dass Syrien die Demokratiebewegung in seinem Land mit Panzer niederwalzen läst, ebenso wie in China. Saudi Arabien ist die schlimmste Diktatur im ganzen arabischen Raum, wo die Scharia gnadenlos praktiziert wird. In Bahrain hat Saudi Arabien mit seinem Militär die Demokratiebewegung gnadenlos niedergewalzt. Dort herrscht jetzt Friedhofsruhe und unterdrückt in seinem eigenen Land jede Demokratiebewegung. Die Saudis würden nicht eine Sekunde zögern, deutsche Panzer gegen ihre eigene Bevölkerung einzusetzen, sollte es dort Forderungen nach Demokratie geben.

Horst Zeck

Weine nicht, wenn der Regen fällt, 4. Juli

Es ist schon erstaunlich, dass sich 250.000 Menschen trotz des schlechten Wetters zum Schlager-Move „bewegen“. Was sagen eigentlich Mediziner zum massiven Alkoholkonsum? Das Beste dürften noch die kreativen Verkleidungen gewesen sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingrid und Klaus-G. Walther

Wohnungen auf Trabrennbahn, 2. Juli

Hamburg will doch 2500 Bäume pflanzen. Wie wäre es, den schon genug eingeengten Volkspark zu erweitern, anstatt sinnloses Gewerbe und Luxuswohnungen zu bauen.

H. Karstens

Viele Menschen in Hamburg-Horn sind finanziell nicht besonders reich begütert. Außerdem haben längst nicht alle Wohnungen Balkone oder gar einen Garten. Die Horner Rennbahn ist für uns unser kleines Paradies. An schönen Wocheneden oder auch an manchen warmen Abenden treffen sich dort viele Familien um zu grillen. Jogger drehen dort täglich ihre Runden, Kinder und Jugendliche haben dort ihre Skaterbahn oder haben die Möglichkeit, dort Fussball oder Basketball zu spielen. Wieder andere lassen ihre Modellautos fahren, oder bei genügend Wind steigen Drachen in die Luft. Bei heissem Wetter planschen Kinder im See und Angler versuchen ihr Glück. Das alles würde und ersatzlos genommen. Ich glaube nicht, dass die Pferdesportler ihre Gärten für uns öffnen würden. Davon ganz abgesehen, dass längst nicht alle Familien immer so viel Fahrgeld aufbringen könnten. Außerdem ist die Horner Rennbahn auch für Naturliebhaber ein Paradies. Viele verschiedene Libellen fliegen über dem See, es gibt ausserdem viele verschiedene Vögel. Auf dem See geben sich Blesshühner, Enten und ein Schwanenpärchen ein Stelldichein. Fast täglich landet dort ein Fischreiher, und Graugänse machen eine Zwischenstation. Der Kuckuck hat sich bei uns niedergelassen, und Spatzen, Rotschwänzchen, Meisen, Zaunkönig, Rotkehlchen, Schwalben & Co. bewohnen die Bäume und Büsche, und wenn es dunkel wird, kann man Fledermäuse bewundern. Und dieses wunderschöne kleine Paradies soll uns nun genommen werden? Wie anfangs schon gesagt, wir sind nicht nur schockiert, sondern auch wütend und sehr, sehr traurig.

Mit freundliche Grüssen,

Birgit Hehn

Grundsätzlich ist gegen Wohnungsbau ja nichts einzuwenden, aber warum werden nicht einmal marode Gewerbegebiete umgewandelt? Von denen gibt es schließlich auch genug. Der Volkspark wurde in den letzten Jahren durch die Arenen und deren Parkplätze schon genug beschnitten. Man könnte aus der ehemaligen Trabrennbahn also auch verlorene Flächen wettmachen. Das wäre doch bestimmt im Sinne der Umwelthauptstadt, oder?

H. Spremberg

"Lokführerstreik sofort beenden", 2. Juli

Die Herren Politiker hätten zuerst einmal für die Grundvorraussetzung für einen fairen Wettbewerb sorgen sollen, bevor der Bahnverkehr "liberalisiert" wurde. Einheitliche gesetzliche Mindestlöhne für das Personal ! Dann gäbe es jetzt auch keinen Streik !!

B.Giertz

Banken handeln nicht fair, 2. Juli

Was bitte ist unfair, wenn jemand, der Opfer eines Betruges geworden ist, seinen Verlust durch den Betrug möglichst gering halten möchte. Griechenland, vertreten durch seine gewählten Politiker, hat durch Vorlage gefälschter Zahlen Kredite erschlichen. Das ist Betrug! Deutsche und andere gewählte Politiker haben bei dem Schwindel mitgemacht. Das ist Beihilfe zum Betrug! Im Augenblick könnte sich ein weiterer Straftatbestand abspielen, nämlich Konkursverschleppung. Die Banken müssen sich wehren, sonst werden sie von den eigenen Aktionären verklagt. Und sie wehren sich zu recht. Auch die Behauptung, die Verluste würden auf den Steuerzahler abgewälzt, zieht nicht . Die Politiker sind doch vom Steuerzahler gewählt und handeln deshalb in seinem Auftrag. Nein, ehe die Banken das Geld der Anleger hergeben müssen, gehören die Betrüger vor Gericht!

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Keil

Wem die Stunde schlägt, 2. Juli

Ach gäbe es noch Schriftsteller wie Hemingway, die Vorbilder inmitten einer frustrierten Gesellschaft sein würden - nicht weil sie sich schließlich umbringen, sondern weil sie ihre Analysen der Wirklichkeit literaisch zu verpacken wussten. Statt sofort die Flinte ins Korn zu werfen, wenn man vernichtet zu werden droht, war Heminsway Devise: Trotzdem weiter zu machen. Wer kämpft, kann auch verlieren, wer gar nicht erst damit anfängt, hat schon verloren. Diesen Satz würde Hemingway wahrscheinlich unterschreiben. Er kämpfte sich mit Worten durch die Wirklichkeit seiner Zeit.

Ingild Kind

Dänemark riskiert seinen Ruf, 2. Juli

Ihre Artikel über Dänemark und das Schengener Abkommen klammern sämtliche negativen Folgen der Grenz-Öffnungen aus. Spätestens nach der Erweiterung auf " Nichtsichere Staaten" sind die Negativen Folgen bekannt und wurden bis heute nicht genügend der Öffentlichkeit vermittelt. Die unkontrollierte Kriminalität explodiert(Einbruch, Diebstahl, illegaler Menschen-und Warenhandel, Korruption und Mafia-Verbrecherbanden ). Dies ist ein immenser Schaden für den Staatshaushalt und die gesamte Wirtschaft im heutigen " Schengener Raum ". Darum sind zusätzliche Grenzkontrollen wie in Dänemark zu begrüssen.

Rudolf Rieger

Es ist bemitleidenswert zu hören wie die deutsche Politiker über die neue Grenzkontrolle zwischen Deutschland und Dänemark jammern (H.A 6. Juli) . Die Grenzontrolle ist nichr nur gegen Deutschland gerichtet, gilt aber zwischen Dänemark und das AUSLAND. Vielleicht haben die Politiker auch nicht bemerkt, dass die dänischen Zöllner auf den Premierentag 70 kg Khat in ein Zug von Dänemark nach Schweden gefunden haben. Obwohl das Klima etwas wärmer geworden ist, ist diese Khat kaum in Dänemark gezüchtet. Wahrscheinlicher ist es über die vorher offene deutsch-dänische Grenze gekommen. Bedarf für Grenzkontrolle…?

Jesper Larsen

Sich vor Kriminalität zu schützen, hat mit Rechtspopularität nichts zu tun. Ich hoffe auch weiterhin auf die angenehme und nette Atmosphäre in dem Land und lasse mich dafür auch 'mal gerne kontrollieren. Dänemark: Ein Refugium, und ich hoffe es bleibt so.

Peter Hertz

Der Kommentar überzeichnet die Situation an der deutsch-dänischen Grenze. Denn obwohl von den neuen Kontrollen kein gutes Signal für das vereinte Europa ausgeht, darf man nicht vergessen, dass - wenn auch in anderer Form - ebenso auf der deutschen Seite Zöllner Stichproben durchführen dürfen. Und dies mit höheren Befugnissen als ihre dänischen Kollegen. Sowie ferner die EU Frankreich zur Vermeidung eines zu großen tunesischen Flüchtlingsstroms aus Italien vor kurzem noch viel weitreichendere Maßnahmen für seine Grenzen in Aussicht gestellt hat. Weswegen die Kritik an Dänemark, auch wenn die Symbolpolitik zur Vermeidung von Kriminalität sicherlich nicht einem positiven Image dienlich ist, ebenfalls ein gewisses Maß an Scheinheiligkeit in sich trägt!

Rasmus Ph. Helt

ich begreife die Aufregung und die besserwisserrische Verurteilung der geplanten Grenzkontrollen nicht. Es werden jede Woche hier auf der A7 Drogentransporte ( Kaht ) aufgegriffen die für Norwegen bestimmt sind. Diese Transporte kommen aus Holland womit bewiesen ist das die Kontrollen an der Außengrenze des Schengen-Raumes alles andere als effektiv sind.Das Dänemark als Transitland nach Norwegen und Schweden von seinem Recht Gebrauch macht sich vor Kriminellen zu schützen ist vollkommen in Ordnung.Ich fahre seit mehr als 35 Jahren nach Dänemark in den Urlaub und bin ausschließlich von Deutschen Grenzern sowohl bei der Ausreise nach DK als auch bei der Wiedereinreise kontrolliert worden, noch niemals von einem Dänischen Grenzer oder Zöllner. Und ich werde weiterhin nach Dänemark fahren, jetzt erst recht, ich mag aufrechte Leute mit Rückgrat die auch mal gegen den Strom der political correctnes schwimmen.

P. Jacob

Hut ab vor Dänemark ! Es ist richtig, sich nicht den politischen Gutmenschen in Brüssel zu beugen, es ist legitim, sein Land vor illegalen Machenschaften und deren Vertretern versuchen zu schützen. Wir sehen doch bei uns in Deutschland, was bei politischem Gutmenschentum heraus kommt : Kriminaltät in allen gesellschaftlichen Bereichen , wovon sehr viel aus dem Ausland importiert wird......wenn man es aber sagt ist man ein Rechter !!

Beste Grüße

Klaus-Peter Müller

Das Heulen und Zähneklappern über die stichprobenartigen Grenzkontrollen der Dänen lässt befürchten,die EU implodiert. Könnte sein ,aber dann wegen Problemen ,die weiter südlich liegen. Allen voran Frau Leutheuser-Schnarrenberger geriert sich als Verteidigerin der Reisefreiheit und des Commerz. Es ist aber hinreichend genug , wenn sie zu Hause an den Sicherheitsgesetzen herumbastelt ;sie muss nicht noch zusätzlich die Nase in die Angelegenheiten eines souveränen Nachbarstaates stecken.

Hans-Emil Schuster

bevor Europa sich Dänemark vorknöpft, sollte es sich erst einmal das Schengener Abkommen vorknöpfen. Dänemark hatte seinerzeit eine Ausnahmeklausel durchgesetzt, wonach das Schengenrecht zwar in Dänemark gilt, aber nicht als Teil des Gemeinschaftsrechts sondern nur auf völkerrechtlicher Basis. - Ob es wohl gegen das Völkerrecht verstößt, stichprobenartig Personenkontrollen vorzunehmen, zumal in Zeiten erhöhten Reiseverkehrs wie im Urlaub ? Schön, dass es mit Dänemark noch ein EU-Land gibt, für das der Schutz seiner Bürger vor Illegalen wichtiger ist als die 10-minütige Verspätung des Reisenden am Zielort. Gut gemacht, Dänemark !

H.P.Schulz

Warum regen wir uns auf, unsere Nachbarn wollen sich nur gegen unliebsame Einwanderer schützen und machen kleine Kontrollen. Dieses ist mir bei Urlaubsantritt im September 2010 in Rödby auch passiert, das bringt doch keinen Unmut. Deswegen gibt es doch weiter freundschaftliche Kontakte zu unseren nördlichen Nachbarn. Die Dänen machen es uns vor, wie man sich schützt, wir müssen es unterstützen.

Alfred Meyer

Ministerium attackiert "Gorch Fock"-Kapitän, 2. Juli

Diese Entscheidung ist genauso gut und richtig wie die seinerzeitige Dienstsuspendierung des Kommandanten. Ein Kapitän(Handelschiff) oder Kommandant (Kriegschiff) trägt allein die volle Verantwortung für alle Vorkommnisse an Bord eines Schiffes. Bestehen hier Mängel von Seiten der Schiffsleitung (wie jetzt auf der Gorch Fock festgestellt) so gefährdet dieser Umstand das Leben der Menschen an Bord und die Sicherheit des Schiffes. Einzig mögliche und richtige Entscheidung war und ist die sofortige Ablösung der Schiffsleitung.

H.Dreesen

Bundestag besiegelt Ende der Atomstrom-Ära, 1. Juli

Schön, nun werden bis 2022 die restlichen 17 Kernkraftwerke mit einer Leistung von 20.492 MW abgeschaltet. Wo soll nun der Strom herkommen? Da wir nach dem St. Florian-Prinzip leben (Kraftwerke, Windkraftanlagen, Stromtrassen bauen? Gerne, aber bitte nicht in meiner Gegend) wird es Jahrzehnte dauern, bis wir alternative oder erneuerbare Energiequellen in Betrieb nehmen können. Man sollte doch erst diese Stromquellen erschließen und dann nach und nach den Atomstrom herunterfahren! Liebe radikale Atomkraft-Gegner und Schnellabschalte Befürworter, jetzt bekommt Ihr weiterhin Strom aus Kernkraftwerken, nur aus dem europäischen Ausland. Ist das für Euch wirklich so ok?

Wolfgang Kany

Samen aus Ägypten sollen EHEC ausgelöst haben, 1. Juli

Nun also Bockshorn, in welches man sich sprichwörtlih ja nicht jagen lassen soll. Hat hier vielleicht Mubarek Rache üben wollen durch Verleumdung? Welches unglückliche Produkt ist als nächstes auf dem Schafott? Blumenkohl aus der Antarktis oder Kiwis aus der Mongolei?

Hans-Emil Schuster

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