406 Millionen Euro

Lesermeinungen zur Streichliste des Senats

Lesedauer: 27 Minuten

Hamburg, eine bisher lebens-und liebenswerte Stadt, die immer weiter in den Sumpf der schiefen Finanzlage gerät. Begonnene Großprojekte geraten ins Stocken, willkürlich beschlossene Kürzungen im Sozial-und Kulturbereich stehen gegen neue Projekte die keiner will. Undurchschaubare Grund-und Bodenspekulationen schleichen sich durch unsere Stadt. Begonnene Großprojekte geraten ins Stocken. Wer schützt uns vor den neuen Besen im Rathaus, die so schlecht kehren. Müssen wir denn wirklich, wie in alten Zeiten, auf die Straße gehen um uns Gehör zu verschaffen? Brauchen wir immer mehr Volksbegehren für jedes kleine Stückchen Recht, Freiheit und Ordnung?

Mit freundlichen Grüßen

Marion Dunkelberg

Zahlt Herr Ahlhaus nun eigentlich die 1Millionen Euro für die sicherheitstechnischen Umbauten seiner Villa in Hamburg und und die 200.000 Euro für die Villa in Heidelberg zurück in die Staatskasse? Oder denkt er, wir haben diese Unverschämtheit mittlerweile vergessen? und - wenn er so viel Freude am Polizeiorchester hat, sollte es ihm doch eine Ehre sein, dieses aus eigener Tasche zu bezahlen - sozusagen als sein persönliches Steckenpferd. und noch was - was ist eigentlich mit den 45 Millionen Mietgarantie, die der Hamburger Senat den Investoren in der Hafencity (Überseequartier) zugesagt hat? Wird das jetzt auch gestrichen - oder sind die Investoren doch noch ärmer dran, als die sozialen Einrichtungen hier in der Stadt?

Ingrid Gangloff

Verstehen kann ich die Reaktion der Beamten; schließlich ist es immer schmerzlich, wenn man weniger im Portomonai hat und auf etwas verzichten muß. Aber im Vergleich zu den vielen anderen Arbeitnehmern, die nicht Beamte oder im öffentlichen Dienst stehen, sind die Gehaltssteigerungen in den vergangenen Jahren sehr gut bemessen worden. Die Lohnsteigerungen waren immer über den der freien Wirtschaft. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit kennen Beamte nicht. Ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft würde nicht nur am Weihnachtsgeld sparen, er würde soger Mitarbeiter entlassen. Im schlimmsten Fall meldet er Konkurs Konkursan und alle Mitarbeiter müßten vom Arbeitslosengeld leben. Vergessen wir auch nicht, daß Beamte zu ihrer Pension keine Zusatzversicherung abschließen müssen, denn mit 70% des letzten Gehalts läßt es sich gut leben. Also ist es nur gerecht, wenn der Staat sparen muß, es auch bei den Beamten und im öffentlichen Dienst tut.

Rolf Kohlscheen

Die Ausgabenstreichung unseres kulturhistorischen Altonaer Museums ist das Ergebnis von Verantwortungslosigkeit und Schwachsinn gegenüber den Hamburger Bürgern. Dann sollen die Politiker doch gleich die Stadt Hamburg als Kulturmetropole gänzlich streichen. Gerade was Hamburg prägt und attraktiv macht, sind doch die Kulturstätten. Anstatt zu investieren in Marketing für Kultur – und hier beziehe ich unseren außergewöhnlich schönen Tierpark Hagenbeck mit ein -, werden an falscher Stelle Einsparungen vorgenommen. Hamburgs Seele wird von den verantwortlichen Politikern langsam aber sicher verkauft.

Horst Rindfleisch

Sehr geehrte Damen und Herren,

"Die Doofen, die das Piratenmuseum schließen wollen, sollen abhauen!" - das war die Reaktion meines fünfjährigen Sohnes auf die Mitteilung, dass das Altonaner Museum, dessen Piratenausstellung wir besuchten, geschlossen werden soll. So müssen eben die Hamburgischen Bürger ausbaden, was einige Wenige meinen, was gut für Hamburg ist. Die in diesem ZUsammenhang gefallenen Schlagwörter "Elbphilharmonie" und "Stadtbahn" möchte ich wieder aufnehmen. Während man Erstere wohl zu Ende bauen muss und sie ewig ein ZUschussgeschäft sein wird, hat der Senat aus diesem Desaster nichts gelernt und will weiterhin die die von dem Gros der Bevölkerung nicht gewollte Stadtbahn bauen mit einer vorhersagbaren Steigerung der Baukosten. Abermals soll die Forderung des Rechnungshof nach Erschließung der Straßen erfüllt werden - auch das will kein Betroffener und außer des Sinns der "Gelddruckmaschine" kann ich nicht erkennen, warum ein Bürgersteig o.ä. erst die Straße zu einer Straße macht. Wie muss es den Bediensteten der Freien und Hansestadt Hamburg gehen, wenn Sie beim morgendlichen Blick in die Zeitung erfahren, dass sie in den Augen der Regierenden wohl eine freie Verfügungsmasse sind ? Beispielsweise die angedachte Schließung der Wildgehege, die Verlagerung der ehemals "Garten- und Tiefbauämter" in einen Landesbetrieb - wie ist man zu den genannten Summen der Einsparungen gekommen? Als Betroffene nehme ich für mich persönlich die Kürzung des WEihnachtsgeldes, die Erhöhung der Kita-Gebühren und die wohl Anstehende Verpflichtung zur Teilnahme an der Wahldurchführung in Kauf, aber die Entscheider sollten sich überlegen, von wem sie ihre Legitimation erhalten haben und ob sie wirklich die Interessen des Volkes vertreten und welches Menschenbild sie von den Bediensteten haben, die letztlich dafür sorgen, dass es "löpt" in Hamburg !

Mit besten Grüßen

Petra Buuck

Das Polizeiorchester fährt mit der Stadtbahn zur Elbphilharmonie, um dort ein Konzert für die 11 Mitarbeiter der PR-Abteilung der Schulbehörde zu geben, zur Aufmunterung nach dem scheitern der Primarschule.

MfG

Christof Marheinecke

Was bringt Hamburg kulturell weiter? Ein Ahlhaus oder ein Schauspielhaus? Beider Standort-Sicherung kostet Geld, die Aufrüstung der privaten Villa in den Elbvororten und die Absicherung des Spielbetriebs der größten deutschen Sprechbühne. Welche Tragweite (über die Grenzen Hamburgs hinaus) hat der Erhalt des Polizeiorchesters für das kulturelle Leben der Stadt? Für Freunde uniformierter Musik stünde hilfsweise sicher irgendeine Heeresmusikgruppe zur Verfügung, oder? Die lächerliche Unterhaltssumme von 1,5 Mio jährlich für das Polizeiorchester sind per Basta-Beschluss des Herrn Ahlhaus prächtig angelegt und nicht verhandelbar. Trachtengruppen stehen dem Neubürger Ahlhaus halt deutlich näher als die kunterbunte, unberechenbare Schar der Schauspieler. Die künftigen kulturellen Höhepunkte, wie Alstervergnügen, Hafengeburtstag und andere Wurstmeilen werden musikalisch eingerahmt von Polizei-/Feuerwehrkapellen, begleitet durch Trachtengruppen und Schützenvereine. Hamburg spricht Platt, Hamburgs Kultur wird platt gemacht, das spricht wiederum für sich...

Willi Ulbrich

Die geplante Schließung des Altonaer Museums sollte dirgend noch einmal überdacht werden. Ein schönes Stück Hamburg und die gute Stube Altonas droht zu sterben. Laut Herrn Kultursenator Stuth soll ein Museeum geschlossen werden, damit die anderen nicht leiden müssen. Kultur lebt durch Vielfalt. Die Schließung eines Museums kann nicht mit der einer Fabrik verglichen werden, die zur Überproduktion beiträgt oder unwirtschaftlich ist. Nach Abzug der Personalkosten und der Mietaufwendungen geht es jedenfalls mittelfristig im Ergebnis um ein Finanzierungsdelta von EUR 900.000 jährlich. Verteilt man die Lasten auf alle Häuser, werden durch kreative Konzepte neue Einnahmen für die Museen generiert und private Geldgeber gewonnen, profitieren Altona und ganz Hamburg von einer vielfältigen und reichen Museumslandschaft - mit dem Altonaer Museum.

Dr. Erik und Andrea Ohde

Nachdem das "allerliebste" Museum unserer Enkelkinder (das Museum für Kommunikation" geschlossen wurde, ist nun das zweitliebste, das Altonaer Museum, dran. Schade, daß wir den zwei Kleineren diese Erlebnisse nicht mehr bieten können. Gerade die tollen Mitmachaktionen und die Möglichkeiten zum Selbermachen waren in beiden Häusern Garantie für schöne Erlebnisse. Wo sollen nun die wunderbaren Weihnachtsausstellungen stattfinden? Ich wünsche mir für uns und die supernetten Freiwilligen im Museum eine Rettung!

Hannelore Hafermalz

Wann stehen wir Hamburger eigentlich endlich auf und wehren uns gegen diese unerträgliche Politik, die in Hamburg betrieben wird? Das Altonaer Museeum z.B. ist ein Teil unserer Identität! Das Hamburger Schauspielhaus die Größte deutsche Sprechbühne! Wie lange wollen wir noch stillschweigend zusehen?

Karen Talvik

Unser Bürgermeister hat doch vom Tuten und Blasen keine Ahnung, warum setzt er sich dann so vehement für den Erhalt des Polizeiorchesters ein ?Vielleicht sollte man dem Bürgermeister mal die richtigen Töne beibringen ! Der ganze Senat ein einziges Kasperletheater !!

Petra Lüth

Wenn Herr Ahlhaus das Polizeiorchester auf "persönlichen Wunsch" erhalten möchte, dann könnte er es ja vielleicht auch im persönlichen Rahmen einsetzen, z.B. für die Bewachung seiner Villa an der Elbchaussee... was wiederum die nicht unerhebliche Summe für die Sicherungsmaßnahmen einsparen würde... Diese wiederum ließe sich vielleicht in den Erhalt des Altonaer Museums stecken. Ein derart traditionsreich-wichtiges Haus zu schließen, aknn wohl nur einem ahnungslosen "Ausländer" einfallen. Seine zukünftigen Nachbarn dürften ihn lieben dafür... Mit freundlichen Grüßen Hartmut Kühnel

Hartmut Kühnel

Auch mit der Entscheidung das Orchester zu behalten, bestätigt Ahlhaus mal wieder seine Inkompetenz. Wo stehen die Mehrkosten Elbphilharmonie und die geplante Straßenbahn auf der Streichliste??? Und wieso wird erst jetzt angefangen zu sparen??? Warum hat Ahlhaus sich nicht als er noch Senator war, schon früher für intensive Einsparungen eingesetzt? Die Haushaltsdefizite sind ja schon lange bekannt?? Anscheinend hat der Hamburger Senat immer noch eine rosarote Brille auf...

K.-P. Schlüter

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Abendblatt beschäftigt sich heute erneut mit dem Sparpaket des Hamburger Senats und auf Seite 8 speziell mit den Kürzungen für Beamte von 100 Mio. Es mag richtig sein, dass HH mit den "Weihnachtsgeldbeschlüssen" 100 Mio an Ausgaben spart, damit wird aber nicht automatisch auch im Haushalt eine Lücke von 100 Mio geschlossen. Man muss nämlich berücksichtigen, dass durch die gesparten Zahlungen die darauf entfallende Lohnsteuer (genau gesagt: der Hamburger Anteil) wegfällt. Fließt kein Weihnachtsgeld, fließt auch nicht die darauf fällig werdenden Lohnsteuer. Das leuchtet eigentlich jedem ein. Folglich schließ HH mit den "Weihnachtsgeldbeschlüssen" im Haushalt keine Lücke von 100 Mio, wie immer wieder behauptet wird, sondern "nur" eine deutlich unter diesem Betrag liegende Summe. Haushaltsmäßig muss man nämlich die Ausgabenseite und die Einnahmenseite betrachten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wagner

Wenn das Musikorchester der Polizei auf ausdrücklichen Wunsch unseres Bürgermeisters erhalten bleibt, finde ich es nur recht und billig, wenn er, nachdem seine Villa auf Kosten der Steuerzahler "saniert" bzw. gesichert wurde, im Gegenzug die Kosten des Orchesters aus eigener Tasche bezahlt.

Kerstin Pilk

Irgendwie muss ich mein Leben lang etwas falsch verstanden haben. Ich dachte immer, sparen heißt s i c h selbst zu beschränken, einzuschränken, und nicht, sich am Geldbeutel von Anderen zu bedienen. Das war für mich stets Diebstahl, Betrug. So kann man sich irren!

Heidrun Weidauer

Bemerkenswerterweise findet sich in Ihren Artikeln kein Hinweis darauf, dass der größte Einzeletat der Sparbeschlüsse, ein dreistelliger Millionenbetrag, von den Beamten erbracht werden darf, um das unkontrollierte Finanzgebaren des Senates der vergangenen Jahren auszugleichen.Offensichtlich erzeugt dieser Sparbeitrag Gleichgültigkeit, vielleicht sogar Schadenfreude.Es sind ja nur Beamte .

Peter Cohrs

Kopfrechnen mangelhaft? Die Sparklausur des Hamburger Senats hat u.a. ausgebrütet, dass die Touristen für eine Hotelübernachtung einen Aufschlag von 5 % zahlen sollen. Damit wolle man 10 Mio. € einnehmen. Konnte in dieser Senatsrunde überhaupt jemand rechnen? Wenn 5% Aufschlag 10 Millionen Euro ergeben, heißt das ja (Kopfrechnen sehr gut, längst bevor es PISA gab), dass die Hotels in Hamburg insgesamt eine Einnahme für Übernachtungen von 200 Millionen im Jahr haben. Das Statistische Landesamt für Hamburg hat zusammengezählt, dass es im vergangenen Jahr 8,2 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben gab. Das würde allerdings bedeuten, dass eine durchschnittliche Hotelübernachtung in Hamburg knapp 25,00 € kostet. Das Ärgerliche ist nun, dass der Senat den Touristen das bisher verschwiegen hat. Und warum verlangen die Hotels dann teilweise das Zehnfache? Ist das nicht wirklich gemein? Oder ist es gemein gegenüber den Bürgern, dass im Senat keiner rechnen kann?

Helmuth Behrens

Unsere Bürgermeister sind uns "lieb und teuer"! Der eine schmeißt die Arbeit hin, wenn sie schwierig wird, und ein Reinfall bevorsteht (Primarschule) und zieht es vor, seine steuerfinanzierte Megarente mit 55 lieber auf Sylt zu verjubeln, der andere erfüllt sich mal eben einen kleinen "persönlichen Wunsch" , indem er das völlig unbedeutende , uneffektive 30-Mann Polizeiorchester nun doch nicht, wie vorgesehen, den Sparbeschlüssen opfert, sondern die schlappen 1,5 Mill. Euro "zu seiner Freude" nicht einspart, dafür aber am größten deutschen Sprechtheater, dem Schauspielhaus, mit leichter Hand 1,2 Mill. Euro ( die Hälfte des künstlerischen Etats!!!).Wer das wohl außer den 30 Polizeibläsern und Herrn Ahlhaus noch versteht.! Das Altonaer Museum, vor 3 Jahren mit 3 Mill. Euro modernisiert, wird geschlossen, obgleich. laut "Hamburger Journal" 65 000 Besucher, davon in großer Zahl Kinder, pro Jahr kommen! Den Bürgern wird vorgetäuscht, es würden 3,4 Mill . Euro eingespart. Laut Hamburg-Journal sind es gerade mal 500.000 Euro, wenn man die Lagerung und Verwaltung sowie die weiteren fixen Kosten gegenrechnet. Ich nenne das Augenwischerei.! Den meisten Beamten ist unter Herrn von Beust ein erheblicher Teil Ihres Einkommens durch Streichung des Weihnachtsgeldes genommen worden. 100 Mill. Euro brachte das, und da kann man sich ja der breiten Zustimmung der Bevölkerung sicher sein ! Aber wo auferlegen sich die aktiven und pensionierten Herren Politiker (Senatoren und Staatsräte), die z. T. mit 55 in den wohlverdienten? Ruhestand gehen auch nur ansatzweise einen Verzicht?Auf 1% ihrer Diätenerhöhung wollten sie verzichten, habe ich gelesen. Eine Lachnummer! Ich und alle meine Bekannten, zu denen keine aus der gehobenen Politikerkaste gehören vermissen eines: das Vorbild. Ich glaube, der Kontakt zu den Bürgern sollte viel öfter mal zwangsweise z.B.durch Bürgerbegehren hergestellt werden. Vielleicht würde unsere Politikerkaste dann mal aus ihren luftleeren Räumen , und der neue Bürgermeister aus seinem für über 1 Million gesicherten Hochsicherheitstrakt zum Volk herniedersteigen, um zu sehen, dass wir nicht ganz blind und auch nicht völlig vergesslich sind! Diese schwarzgrüne Koalition hat sich mit dem Sparplan ein Armutszeugnis ausgestellt und ist ein Unglück für unsere Stadt Hamburg!

Viele Grüße

Marianne und/oder Jürgen Thiel

Täglich lesen wir Hamburger, dass die Staatskasse leer sei und dem nur mit empfindlichen Sparmaßnahmen zu begegnen sei, die uns alle treffen werden. Nicht nachvollziehbar ist daher, dass der Senat jetzt 500.000€ für ärztliche Behandlungen derjenigen Ausländer zur Verfügung, die keine Aufenthaltserlaubnis erhalten und die sich der Ausreise durch Untertauchen in die Illegalität entzogen habenund somit gegen geltendes Recht verstoßen. Gibt das Hamburgische Haushaltsrecht hierfür etwa eine Grundlage? Sie bringen doch immer Licht in dunkle Angelegenheiten, könnten Sie uns das nicht mal erhellen?

Berta Zumende

Wenn jetzt von drastischen Einschnitten in den unterschiedlichen Ressorts gesprochen wird, sollte der Wähler nicht vergessen, welche wunderbaren Protzbauten und Denkmäler uns die Politik beschert. Ich zahle gerne 100 Euro mehr Kitagebühr, weil ich damit meinen Beitrag zur Finanzierung der Prestigeobjekte leisten durfte. Eine zusätzliche Belastung von Familien soll ja schließlich nicht stattfinden. Sehr fair! Blöd nur, wenn man sich als Beamter den Luxus einer Familie leistet. Dann gibt es doch noch eine Ausnahme, denn das Weihnachtsgeld ist futsch. Jetzt fehlt nur noch die Erhöhung der Grundsteuer, dann wären die Familien ein drittes Mal dabei.

Oliver Harms

Herr Ahlhaus sollte lieber darüber nachdenken wer an dieser desolaten Haushaltslage Schuld hat. Mit Sicherheit nicht die Bürger. Beschimpfen sollte er lieber seine Parteigenossen, wenn die besser mit den Steuergeldern umgegangen wären, hätten wir eine bessere Haushaltslage. Ich denke da an die HSH Nordbank. Wer Geld hat um Herrn Nonnenmacher millionen von Boni zu zahlen, für die Elbphilharmonie, die Reiterstaffel, die Stadtbahn, die U4 usw. der sollte bei dem was für das Land sehr wichtig ist nicht sparen und das sind unsere Kinder.

Mit freundlichen Grüßen

H. Diezel

Man muss leider sagen, dass es mit Altona seit seiner Vereinigung mit Hamburg im Jahre 1937 meistens bergab geht. Bis 1864 war Altona nach Kopenhagen die größte Stadt in Dänemark und bis 1937 die größte Stadt in Schleswig-Holstein. Zuerst wurde der zwar altmodisch anzusehende aber für eine mittlere Großstadt repräsentative und als Zugbeginn- und Zugendlaufpunkt fungierende Bahnhof mit einem Kaufhaus zusammengemixt, nun soll er ganz geschlossen (man sagt verschämt verlegt) und durch einen „Haltepunkt“ am Diebsteich ersetzt werden. Damit wird auch Altonas Name (Hamburg-Altona) von den international-europäischen Zuglaufschildern verschwinden. Jetzt wird die Bedeutung Altonas mit der Schließung des Altonaer Museums weiter gemindert und man muß sich schon fragen, ob das Altonaer Theater bald das gleiche Schicksal erleiden wird. Außerdem wurde in den 73 Jahren seit der Vereinigung mit Hamburg kein einziger Meter U-Bahn in Altona gebaut. Gerade Letzteres zeugt von wenig Durchsetzungsvermögen oder Interesselosigkeit der bisherigen Altonaer Bezirksamtsleiter sowie der Altonaer Bürgerschaftsabgeordneten. Oh Altona, warum bist du nicht für dich geblieben? Das Al-to-nah zu Hamburg bringt dir kein Glück. Was sagt denn der Altonaer Bundestagsabgeordnete O.-h !!! Scholz dazu?

Helmut von Binzer

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Altonaer Museum ist sicherlich in letzter Zeit aus dem Blickfeld vieler Hamburger gerückt und es fehlte ihm die ein oder andere Ausstellung, die noch mehr Aufmerksamkeit erregt hätte. Dass im Rahmen der Sparpläne jetzt die Schließung ansteht, ist ein Skandal! Hätte man die geplante Kulturabgabe nicht gleich um einen Prozentpunkt erhöhen und so den Erhalt des Museums, einer weiteren Attraktivität für Hamburger und Touristen, sichern können? Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Hamburger Abendblatt ähnlich erfolgreich für den Erhalt des Museums einsetzen wird, wie es der Zeitung jetzt erfreulicherweise beim Kultur-Kraftwerk Anton gelungen ist!

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Ehlers

Aus "persönlichen Gründen" des Herrn Ahlhaus bleibt das Polizeiorchester erhalten ( Kosten 1,5 Millionen Euro). Auf der anderen Seite wird dem Deutschen Schauspielhaus mit 1,2 Millionen Euro Etatkürzungen die künstlerische Handlungsfähigkeit genommem. Da liegt doch der Verdacht nahe, daß auch dieser Bürgermeister von Tuten und Blasen mehr Ahnung hat.

Jörn Woisin

Sparen heißt: Kosten senken, Ausgaben reduzieren. Ausgaben reduzieren heißt: Auf teure Gemeinschaftsstraßen und die Stadtbahn zur Zeit zu verzichten. Ausgaben zu reduzieren heißt auch präventiv und nicht ergebnisoffen zu kalkulieren: Vorher die Kosten (Elbphilharmonie etc.) zu ca. 90% zu ermitteln und in den Haushalt einzupflegen oder den Mietwucher für Unterkünfte von Erwerbslosen vor Abschluss der Verträge auf Verhältnismäßigkeit zu überrüfen.Nicht erst wenn die Schieflage erreicht ist. Sparen heißt auf keinen Fall, Steuern zu erhöhen, wie die Einführung einer unsinnigen Blaulichtsteuer für notwendige Polizeieinsätze und andererseits große Eventeinsätze mit einer Steuer mit dickem Fragezeichen dahinter einzukalkulieren. Wenn überhaupt, dann kann doch so etwas nur gleichzeitig erfolgen.Dieser Senat hat nur noch die rote Karte verdient, mehr nicht!

Klaus Tobaben

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der heutigen Lektüre Ihrer Zeitung kann ich mir folgenden Kommentar nicht verkneifen: Zum Thema Sparliste des Senats auf den Seiten 1, 10, 11. Das Leben ist kein Wunschkonzert und der Haushalt der Stadt Hamburg sollte es auch nicht sein! Hundestaffel abschaffen, Polizeiorchester (auf persönlichen Wunsch des Bürgermeisters) erhalten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Kann mir das einer erklären?????????? Unfassbar!

Mit erstaunten Grüßen

U. Burgmann

Auf der Liste vermisse ich die Streichung der Kosten von ca. 1 Mio € für die Sicherung der neuen Privatvilla des Ersten Bürgermeisters H. Ahlhaus. Hier könnte er mit gutem Beispiel vorangehen, wurde doch schon die Sicherung seiner derzeitigen Wohnung vom Steuerzahler bezahlt.

MfG

J. Körner

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem vor einigen Jahren den beamteten Lehrern parallel zu einer Arbeitszeitverlängerung das Gehalt gekürzt wurde, erfolgt nun eine weitere Kürzung um ca. 4 Prozent (Motto: „Die haben doch einen sicheren Arbeitsplatz und drei Monate Urlaub!“). Die jährlich 68 Millionen Euro, die für die (gottlob) gescheiterte Primarschulreform vorgesehen waren, werden natürlich eingespart, nicht für dringende Verbesserungen im Schulbereich eingesetzt (Motto: „Das habt ihr nun davon, ihren bösen Reformgegner!“), die Öffentlichen Bücherhallen müssen noch mehr sparen, die Öffnungszeiten werden weiter eingeschränkt (Motto: „Wir werden den ‚geänderten Lesegewohnheiten’ damit gerecht!“) usw…. So viel zum Primat der Bildung in Hamburg!

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

auf "persönlichen Wunsch" des Herrn Ahlhaus bleibt das O. erhalten für 1,5 Mio........Hamburg wird also weiter nach "Gutsherrenart" regiert

ANDREAS PROHL

Es bedarf keiner höheren Mathematik,um festzustellen, dass die "Einsparungen" von gut 60 Mio Euro im Bereich Schule gar keine sind! Hier entfallen durch den Volksentscheid lediglich die zukünftigen Kosten für die Um- und Zubauten und Personal der Primarschule. Die Hamburger werden diesem Zahlenspiel nicht auf den Leim gehen.

Ira Carina Gettinger

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem vor einigen Jahren den beamteten Lehrern parallel zu einer Arbeitszeitverlängerung das Gehalt gekürzt wurde, erfolgt nun eine weitere Kürzung um ca. 4 Prozent (Motto: „Die haben doch einen sicheren Arbeitsplatz und drei Monate Urlaub!“) Die jährlich 68 Millionen Euro, die für die (gottlob) gescheiterte Primarschulreform vorgesehen waren, werden natürlich eingespart, nicht für dringende Verbesserungen im Schulbereich eingesetzt (Motto: „Das habt ihr nun davon, ihren bösen Reformgegner!“), die Öffentlichen Bücherhallen müssen noch mehr sparen, die Öffnungszeiten werden weiter eingeschränkt (Motto: „Wir werden den ‚geänderten Lesegewohnheiten’ damit gerecht!“) usw…. So viel zum Primat der Bildung in Hamburg!

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Kein Geld für Museen? Nach dem Brand im Altonaer Museum haben Bürger aus ihrer Privatsammlung dem Museum unter anderem Bilder, Silber geschenkt, damit dieses Museum weiter bestehen kann. Und jetzt? Für Prestigeobjekte gibt der Senat Millionen aus, aber Museen für den Normalbürger sollen geschlossen werden. Welch ein Armutszeugnis für Hamburg, die Stadt, mit der ich vedrwurzelt bin!

Lyda Mulckau

Armes Altona! Nun hat Dir Deine große Schwester das Licht endgültig ausgeknipst. All-to-nah - wie wahr! Einst zweitgrößte Stadt Dänemarks, bedeutendste der Provinz Schleswig-Holstein: Deine historische Mitte - zerbombt, ein Wiederaufbau - Fehlanzeige, die neue Mitte - ein Flop, der Bahnhof - perdu, und nunmehr wird auch Dein Gedächtnis, eines der schönsten Museen, ausgelöscht. Arme Elbvororte aber auch, armes Finkenwerder und Altes Land, Eure museale Heimat - dahin. Armes Schleswig-Holstein - das nach Gottorf bedeutendste kulturgeschichtliche Museum für das Land verloren. Armes Museum, zweimal als Phönix aus der Asche erstanden - und nunmehr als Suppenhuhn im Spareintopf landend. Armes Hamburg zu schlimmer Letzt - für einen Judas-Lohn verrätst Du Dein facettenreichstes Museum! Wo sind die vielen Stifter, die solches verhindern können?

Prof. Dr. Rainer Winkler

Wenn der Senat mir für mein Weihnachtsgeld eine Elbphilharmonie kauft, bekomme ich dann eine lebenslange Freikarte? Oder kann ich mir es bei der HSH Nordbank wiederholen? Für welche Kultur will denn der Bürgermeister noch eine Taxe erheben, nachdem er sie beinahe abgeschafft hat? Achja, ich vergesse das Polizeiorchester....

Birgit Schneider

Was für eine Milchmädchenrechnung: in den über 400 Millionen Euro, die der Senat jetzt sparen will, sind auch 68 Millionen Euro enthalten, die die Stadt wegen des erfolgreichen Volksentscheids nicht für die Primarschulen ausgeben muss. Dieses Geld ist doch noch gar nicht ausgegeben worden, wie kann es da jetzt in der Streichliste des Senats landen ? Mit solchen Zahlentricksereien könnte man die Sparliste beliebig aufblasen, nämlich mit allen Projekten, die mal angedacht waren, aber nicht umgesetzt werden. Mit echtem Sparen hat das natürlich nichts zu tun. Derweil hat Frau Goetsch in ihrer Behörde über 20 Mitarbeiter installiert, die für das Projekt "Primarschule" zuständig waren und die den Steuerzahler monatlich rund EUR 150.000 kosten. Diese Mitarbeiter haben seit dem Volksentscheid ihre Daseinsberechtigung verloren, mit ihrer Freisetzung könnte die Stadt jährlich 1,8 Mio Euro sparen. Statt dessen wird den Bücherhallen das Geld weggenommen. Für wie dumm hält die Politik die Bürger ?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Nicola Byok