Briefe an die Redaktion: 18. Juni 2012

Lesedauer: 4 Minuten

Echte Wahlfreiheit nötig

15. Juni: "Landesbischof Meister strikt gegen Betreuungsgeld"

Bisher wird die Erziehungsleistung von Eltern als Selbstverständlichkeit zum Nulltarif hingenommen, ohne Absicherung, ohne Anerkennung. Die Geburtenentwicklung zeigt, dass diese Selbstverständlichkeit ein Auslaufmodell ist und zunehmend durch Erwerbsarbeit ersetzt wird und werden soll. Materielle Sicherheit und Arbeitsmarktaspekte stehen vor Kindeswohl vor allem bei den Eltern, die "eigentlich" ihr Kind in den ersten Lebensjahren selbst betreuen wollen, es sich aber nicht leisten können. Was wir brauchen, ist "echte" Wahlfreiheit durch Zahlung eines deutlich höheren Betreuungsgeldes.

Marion Danckwerts

Seilbahn nützt der Umwelt

16./17. Juni: "Seilbahn von St. Pauli nach Wilhelmsburg vor dem Aus"

Eine Klage des BUND steht Hamburg ins Haus, weil die Feinstaubbelastung zu hoch sein soll. Und die Entscheidungsträger in der Hafenbehörde sind gegen die Seilbahn über die Elbe! Ein Transportmittel für Tausende Menschen, fast ohne Belastung für die Umwelt. Nun, es scheint, die Feinstaubbelastung ist in den Köpfen der Entscheidungsträger in der Hafenbehörde angekommen und hat klare Entscheidungen vernebelt. Schade für die Umwelt.

Rainer Stelling

Aspekt Steuerzahler

15. Juni: " Staatsanwälte dürfen nicht alle E-Mails von Ex-Bürgermeister Christoph Ahlhaus lesen"

In der Sache im Fall Ahlhaus geht es immer nur um die mögliche Vorteilsannahme einer gegebenenfalls zu wenig gezahlten Makler-Courtage. Was ist jedoch mit der Vorteilsnahme der vom Steuerzahler finanzierten Extrem-Sicherheitssanierung seiner Villa?

Eleonore und Klaus Hellberg

Kritisch bleiben!

15. Juni: Leitartikel "Wo bleibt das Positive? Wir haben allen Grund zufrieden zu sein - andere hätten gerne unsere Sorgen"

Endlich wurde die richtige Therapie gegen Alltagsstress und Zukunftsängste gefunden. Einfach mal an andere denken! Dieser Ansatz würde sogar bei den Griechen funktionieren, denn irgendwo wird sich bestimmt jemand finden, dem es noch schlechter geht. Jetzt können endlich auch die Politiker durchatmen auf ihrem stressigen Weg, uns durch die Krise(n) zu manövrieren, nach der Devise: Ist doch alles nicht so schlimm! Vom Abendblatt erwarte ich, der Politik kritisch gegenüberzustehen.

Klaus Runz

Schließung überdenken

14. Juni: "Beatlemania bittet Paul McCartney um Hilfe"

Als ich davon hörte, dass das Museum am 30. Juni schließen soll, fuhr ich umgehend dorthin. Diese Ausstellung über die Beatles ist fantastisch und ein unvergessliches Erlebnis. Sollten die Museumsmitarbeiter arbeitslos werden, kostet das mehr als eine relativ geringfügige Subvention, die für ein Weiterbestehen notwendig wäre. Wenn die Stadt das Museum in ihren Marketing-Aktionen einbeziehen würde, könnten zusätzliche Besucher angezogen werden. Es ist traurig, dass diese einmalige Erinnerung Hamburger Kultur verschwinden soll. Bitte überdenken!

Jürgen Schreiter

Unverständlich

14. Juni: "Bürgerschaft stimmt zu: Wo das Rauchen jetzt erlaubt ist"

Es mir unverständlich, wie man sich über Raucherlaubnis und Rauchverbot immer wieder politisch auseinandersetzen kann. Die Wirte müssten doch zu Millionären werden, wenn das Rauchverbot bleibt. Damit erhalten doch endlich Nichtraucher die Gelegenheit, ihr Feierabend- oder Wochenendbier dort zu trinken, wo sie sich bislang nicht hingewagt haben. Die Wirte sollten das Rauchverbot im Interesse ihrer eigenen Kasse unterstützen.

Gotthard Kalkbrenner

Griffig formuliert

13. Juni: "Wie das Internet uns verändert. Die digitalen Medien revolutionieren die Kunst und die Wahrnehmung"

Chapeau! Der Autor hat die Auswirkungen des Internets auf Museen und andere kulturelle Stätten griffig formuliert. Die LichtwarkSchule - Wertevermittlung durch ästhetische Bildung, eine gemeinnützige Bildungsinitiative - arbeitet gegen diesen Trend. Denn Kultur ist unsere Identität und Kunst schauen entsorgt den täglichen Kopfmüll.

Franziska Neubecker, Initiatorin der LichtwarkSchule

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

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