Briefe an die Redaktion: 22. Mai 2012

Lesedauer: 5 Minuten

Schlechtes Beispiel

21. Mai: "Die Mutter aller Niederlagen. Bayern München verpasst gegen Chelsea auch den dritten Titel"

Dieses Spiel um den Sieg in der Champions League zeigte ein druckvolles Spiel der Bayern, aber auch Schwächen in der Chancenverwertung und letztlich die Londoner als Sieger nach einer dramatischen Schlussphase. Dann folgten die Bilder von grenzenloser Enttäuschung und ebensolchem Jubel zugleich und ein unglaubliches Verhalten des Bayern-Teams. Die Medaille wurde wie ein wertloses Objekt in die Hand genommen. Aber dass man achtlos am Bundespräsidenten vorbeiging, war ein äußerst schlechtes Beispiel für den Klub und den deutschen Fußball.

Kai Müller

Schicksal führt Regie

Das Schicksal führt scheinbar auch im Fußball Regie und sorgt dafür, dass die Bayern und Herr Hoeneß nicht zu überheblich werden. Allerdings hat Herr Heynckes dabei geholfen. Wenn man als Trainer unmittelbar nach dem 1:0 den in dieser Spielphase aktivsten Spieler auswechselt, so nimmt man sich für die letzten fünf Minuten nicht nur die eigene Angriffsaktivität, sondern verstößt auch gegen das bekannte Prinzip: "Angriff ist die beste Verteidigung." Schade ist es trotzdem, dass die Bayern nicht gewonnen haben.

Manfred Sickert

Leere Köpfe

EM ade mit den jetzt total demotivierten Führungsspielern der Bayern. Deren Köpfe sind einfach leer. Anders kann ich mir die Handschlagverweigerung unserem Bundespräsidenten gegenüber nicht erklären. Vielleicht sollte Jogi Löw nun auf HSV-Spieler zurückgreifen, die bestimmt keine schlechtere EM spielen werden.

Jürgen Kowollik

Die Nase voll

21. Mai: "Norbert Röttgen wehrt sich gegen seine Demontage"

Was will der Röttgen eigentlich noch, er gehört zu den selbstherrlichen und unerheblichen Menschen, von denen die Wähler langsam die Nase voll haben. Ein Politiker, der beratungsresistent ist, der sich nicht entscheiden kann, ob er in Berlin oder in Dortmund bleibt, der versucht, zweigleisig zu fahren, darf sich nicht wundern, dass er abgestraft wird. Wenn dann noch die Chefs der Energieversorger nicht mit ihm reden wollen, kann die Kanzlerin nicht anders, als ihn zu entlassen.

Karl-Heinz Wendt

Kein Spaßbesuch

19./20. Mai: "Skandalspiel von Düsseldorf - Schiedsrichter Stark beklagt 'Hetzjagd'"

Der gehobene deutsche Profifußball mit seinen modernen Stadien hatte, so die landläufige Meinung, mit gewaltbereiten Fans so wenig zu tun wie der HSV mit der deutschen Meisterschaft. Die Arenen waren Eventplätze mit Partystimmung, Ausgelassenheit und familiärem Flair. Ab und zu mal eine Durchsage wegen eines Rauchbömbchens. Na und? Es war alles nur Fassade, das Gewaltpotenzial war stets da, es hat sich nur zuletzt immer mehr potenziert. Auch die stressbelastete Polizei kann nicht Unmengen von Personal abstellen, um alle Eventualitäten auszuschließen. Bei den Visitationen an den Eingängen ist am Dienstag in Düsseldorf einiges schiefgelaufen. Sicher ist es übertrieben, zu sagen, man sei in Stadien seines Lebens nicht mehr sicher, aber ein Spaßbesuch ist es auch nicht immer.

Dieter Hasselbacher

Kein einziger Baum

19./20. Mai: "Das neue Herz von Wandsbek"

Die Aufnahme vom Markplatz ist eindrucksvoll und hervorragend. Jedoch sei bemerkt, dass am Ende der Busbahnhofanlagen, in der sichtbaren freien Spitze Schlossstraße/Wandsbeker Markt, seinerzeit kein einziger Baum gepflanzt wurde, um dem enormen Platz Schatten zu spenden. Es handelt sich jetzt um eine offene zugepflasterte Fläche, welche sich früher immer mit dem schönsten Grün auszeichnete. Mir fiel das seit dem Bau des Busbahnhofes unangenehm auf, und das nur als vorbeifahrender Autofahrer.

Egbert Wuthenow

Pragmatischere Lösungen

19./20. Mai: " Kein Rauchverbot, aber Feuer unterm Dach der SPD"

Jetzt auch noch Luftschleusen zwischen Restaurant und Raucherraum? Lächerlich. Dieser ganze Nichtraucherschutz wird bestimmt durch Rechthaberei, Fanatismus und Hysterie. Wenn es tatsächlich nur um den Gesundheitsschutz von Nichtrauchern ginge, dann gäbe es pragmatische und einfache Lösungen.

Alfred Spohr

Griechische Verhältnisse

18. Mai: "Dänen-Ampel startet mit Krach ums Geld"

Die Koalitionsverhandlungen bestätigen den Spruch der SPD-Gegner im Wahlkampf: "Wo Albig draufsteht, ist Stegner drin." Nachdem Stegner im Wahlkampf nicht zu sehen war, steht er jetzt sichtbar am Ruder. Der Albig hat seine Arbeit getan, er kann gehen oder muss als Ministerpräsident den von Stegner geschaffenen Koalitionsvertrag umsetzen. Es zeigt sich jetzt, dass die Wahlversprechungen von Albig auf griechische Verhältnisse zusteuern. Mit dem Hinweis, jetzt nicht den Musterknaben zu spielen, legt Stegner schuldenfinanzierte Ausgaben fest. Ich hoffe sehr für die Bürger, dass sie ihr Wahlversprechen mit anderen Parteien durchsetzen.

Uwe Holler

Einfach lächerlich

18. Mai: "Schulbehörde plant für Grundschüler Schwimmnachhilfe"

Zuerst wird der Schwimmunterricht gekürzt und an die Bademeister abgegeben, die keinerlei pädagogische Ausbildung haben. Und dann schreit alles auf, dass die Kinder nicht mehr schwimmen lernen. Nachhilfe im Schwimmen ist einfach lächerlich. Überlasst den Schwimmunterricht wieder den Sportlehrern, die dafür ausgebildet sind. Der Matheunterricht wird ja auch nicht dem Krämer von nebenan übertragen, weil er rechnen kann.

Claudia Schneider

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