Hafenkonzert

Sasha und Enno Bunger singen heute für den Frieden

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Benefizkonzert auf der "Rickmer Rickmers"

Benefizkonzert auf der "Rickmer Rickmers"

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Beim „Sound of Peace“-Konzert auf der „Rickmer Rickmers“ an den Landungsbrücken geht es um Frieden und Demokratie.

Hamburg. Ein Zeichen für Frieden und Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung wollen am Donnerstag mehr als 40 Bands, Künstlerinnen und Künstler, Sprecherinnen und Sprecher auf der „Rickmer Rickmers“ an den Landungsbrücken setzen: Die Aktion „Sound of Peace“, laut eigener Information ein „Solidaritätsbündnis aus Kunst- & Kulturschaffenden“, die im März in Berlin Zehntausende auf den Straßen versammelte, regt jetzt weitere Demonstrationen in deutschen Städten an.

Für Hamburg haben sich unter anderem Lotto King Karl, Jasmin Wagner, Norma, Marusha, Rolf Zuckowski, Lotte, Tochter und Benne angesagt, um von 12.45 Uhr bis 23 Uhr auf dem Museumssegler aufzutreten. Die Shows können kostenlos von den Landungsbrücken aus oder per Livestream (sound-of-peace.com) erlebt werden, die Zuschauenden sind dabei aufgerufen, für verschiedene Nichtregierungsorganisationen zu spenden.

Hafenkonzert: Musik im Zeitalter der Krisen

Auch der Hamburger Pop-Entertainer Sasha wird auf der „Rickmer Rickmers“ aufentern, „weil ich fest davon überzeugt bin, dass Musik sehr viel bewegen kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass das Leben nur miteinander und nicht gegen­einander funktioniert. Krieg ist einfach falsch und bringt nur Verderben.“ Als Kind es Kalten Krieges „hatte ich schon Panik, und ein bisschen Angst bleibt. Aber Angst ist noch nie ein guter Berater gewesen, und deshalb möchte ich mit meinen lieben Kolleginnen und Kollegen etwas Hoffnung verbreiten und vor allem den Menschen Hilfe leisten, die es jetzt am meisten brauchen: den Opfern dieses unsinnigen Krieges.“

So wie Sasha von „Imagine“ von John Lennon inspiriert ist, wird auch Sänger und Songschreiber Enno Bunger mit dem Gedanken an Bob Dylan, John Lennon und Georg Kreislers „Meine Freiheit“ an Bord gehen: „Ich fürchte, dass wir schon mittendrin in einem Zeitalter der Krisen sind. Kriege, Pandemien, die Klimakatas­trophe, da ist gerade einiges los, und da kommt auch noch mehr auf uns zu“, sagt Bunger, „ich möchte aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir unsere Zukunft mitgestalten und wir alle Einfluss nehmen können. Mithilfe von Großkundgebungen wie der am Donnerstag zu versuchen, eine Aufmerksamkeit zu schaffen, und hierzulande gesellschaftlichen Druck auf gewisse Banken und Großkonzerne auszuüben und für Solidarität, ein faires und friedliches Miteinander unter den Völkern zu werben.“

Die Rolle als Künstler, Entertainer oder Mensch macht für Sasha wie auch Enno Bunger keinen Unterschied. Bunger zitiert dazu Roger Willemsen: „Jedes Leben wird dadurch besser, dass man es auch für andere lebt.“

( tl )