Berlin. Was sich in nächster Zeit zu streamen lohnt, darunter die Serie „Griselda“ über eine Drogenbaronin.

Blaublütige, Zwangsgestörte und Ufo-Jäger: Eine Auswahl von Streaming-Angeboten:

Brutal - „Griselda“

In Drogenkreisen war die Kolumbianerin Griselda Blanco in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Star. Sie herrschte über ein Kartell, das im großen Stil Rauschgift in die USA schmuggelte und gigantische Profite einfuhr. Blanco stieg zu einer der reichsten Frauen der Welt auf. Das Kartell war vor allem wegen der extremen Brutalität mit Dutzenden Morden berüchtigt. 1985 wurde Blanco in den USA gefasst, saß rund 20 Jahre im Gefängnis und wurde 2004 nach Kolumbien abgeschoben. In der Stadt Medellín wurde sie schließlich am 4. September 2012 mit 69 Jahren erschossen. Netflix zeichnet das Leben der Frau nach, die als gewieft und ehrgeizig beschrieben wird. Ihre ungeahnte Brutalität gepaart mit ihrem Charme habe sich als tödliche Mischung erwiesen, die es ihr ermöglichte, Geschäft und Familie gekonnt zu vereinbaren, heißt es in der Ankündigung der Mini-Serie „Griselda“.

Romantisch - „Love Again“

Mit „SMS für dich“ feierte Schauspielerin Karoline Herfurth 2016 ihr Regiedebüt, vergangenen Sommer kam dann das US-Remake ins Kino, prominent besetzt mit „Outlander“-Schwarm Sam Heughan, Bollywood-Star Priyanka Chopra („Matrix Resurrections“) und Pop-Diva Céline Dion. Chopra spielt die Zeichnerin Mira, die ihrem verstorbenen Freund immer noch Textnachrichten schickt und damit ihre Trauer verarbeitet. Was sie nicht weiß: Die Telefonnummer ist längst anderweitig vergeben. Und so landen ihre liebevollen, sehnsüchtigen Mitteilungen bei Rob (Heughen). Der Journalist will unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat. Doch das ist nicht so leicht. Hilfe bekommt er ausgerechnet von Céline Dion, über die er ein Porträt schreiben soll. Jede Menge Herzschmerz und große Gefühle also. Bei den Kritikern kam der Film allerdings nur mittelmäßig an. Wer trotzdem Sehnsucht nach Romantik hat, kann sich die romantische Komödie auf Wow ansehen.

Blaublütig - „Royals: Bewahrung der Krone“

Zumindest in Europa haben Monarchinnen und Monarchen nicht mehr viel zu melden. Je nach Königshaus setzen sie auf vornehme Zurückhaltung und bodenständige Nähe zum Volk - oder sie machen Schlagzeilen. Eine Doku-Serie auf Wow geht nun der Frage nach, wie sich die Monarchien über Jahrhunderte hinweg halten können. Der Sender Sky verspricht selten oder gar nie gezeigte Aufnahmen aus dem Archiv, die zum Teil auch koloriert wurden. „Royals: Bewahrung der Krone“ gibt Einblicke unter anderem in das britische Königshaus oder das russische Zarengeschlecht der Romanows. Passend dazu läuft bei Wow auch noch „Königinnen, die die Welt veränderten“. Die Serie porträtiert sechs Monarchinnen.

Auf Außerirdischen-Jagd in den 1970ern: „Ufos“

Das Jahr 1978: Der geniale Ingenieur Didier Mathure (Melvil Poupaud) ist vom Pech verfolgt. Erst scheitert seine Ehe, dann stürzt unter seiner Verantwortung eine französische Weltraumrakete im Wert von Abermillionen ab. Didier wird strafversetzt zu einer kleinen Sondereinheit, die heimische Ufo-Sichtungen aufklären soll. Was für ein Mumpitz, denkt der Wissenschaftler zunächst. Dann gerät er immer tiefer in ein Chaos, in dem ein Licht am Himmel, ein verschwundener Musikalienverteter und ein rosa Flamingo wichtige Rollen spielen. Die Serie „Ufos“ ist die französische Antwort auf „Akte X“ und ein großer Spaß mit liebevoller 1970er-Ausstattung. Jetzt in derARD-Mediathek.

Rückkehr eines Klassikers: „Mr. Monks letzter Fall“

Viele Krimifans haben den ebenso kauzigen wie genialen Detektiv Monk (Tony Shalhoub) durch das San Francisco der Nullerjahre begleitet. Jetzt kehrt der Kult-Ermittler mit Zwangsstörungen zurück, um einen letzten Fall zu lösen. Verwickelt ist seine geliebte Stieftochter Molly (Caitlin McGee), eine Journalistin, die sich gerade auf ihre Hochzeit vorbereitet. Der Film „Mr. Monks letzter Fall“ bringt die Originalbesetzung der Serie wieder zusammen: Neben Tony Shalhoub als Adrian Monk sind das Melora Hardin (Trudy Monk), Ted Levine (Leland Stottlemeyer), Traylor Howard (Natalie Teeger), Jason Gray-Stanford (Randy Disher) und Hector Elizondo (Dr. Neven Bell). Die Story stammt von „Monk“-Schöpfer Andy Breckman. Ab 2. Februar bei Magenta TV.