Einschaltquoten

"Der Alte" vorn, Rekord für "heute-Show"

Die ZDF-Satiresendung "heute show" mit Moderator Oliver Welke hatte noch nie so viele Zuschauer wie an diesem Freitagabend.

Die ZDF-Satiresendung "heute show" mit Moderator Oliver Welke hatte noch nie so viele Zuschauer wie an diesem Freitagabend.

Foto: dpa

Preisgalas haben es im deutschen Fernsehen schwer - bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises kommt es nun ohne normale Gala zu einem regelrechten Absturz in der TV-Zuschauergunst. Die "heute-Show" ist derweil auf Rekordniveau.

Berlin. Der ZDF-Freitagskrimi hat zur besten Sendezeit mal wieder die meisten Zuschauer geholt. Ab 20.27 Uhr sahen im Schnitt 6,18 Millionen (18,3 Prozent) die Folge "Chancenlos" aus der Reihe "Der Alte".

Das Erste mit der Reihe "Toni, männlich, Hebamme" und der Episode "Eine runde Sache" verfolgten derweil ab 20.32 Uhr 4,38 Millionen (13,0 Prozent). Durchschnittlich 4,37 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre (14,3 Prozent wegen längerer Sendezeit als der ARD-Film) sahen die achte Live-Sendung der RTL-Tanzshow "Let's Dance".

Dahinter lagen der amerikanische Spielfilm "Jupiter Ascending" von 2015, den bei ProSieben 1,74 Millionen (5,4 Prozent) sehen wollten, sowie die Sat.1-Show "Luke! Die Schule und ich - VIPs gegen Kids" mit 1,66 Millionen Zuschauern (5,0 Prozent).

RTLzwei und den US-Film "Ghost Rider" von 2007 sahen 1,20 Millionen (6,6 Prozent), die Serie "Navy CIS" mit der Folge "Unter dem Radar" von 2013 gut 0,90 Millionen (2,7 Prozent). Die Serie "Bones - Die Knochenjägerin" bei Vox mit der Folge "Ein Wettlauf gegen den Schaum" von 2009 schalteten 0,74 Millionen ein (2,2 Prozent).

Am späten Abend sahen 5,46 Millionen im ZDF die "heute-show". Noch nie in elf Jahren guckten so viele die Satire-News mit Oliver Welke. Das war ein Marktanteil von 21,7 Prozent ab 22.45 Uhr. In der Corona-Krise scheint die Sehnsucht nach satirischer Ablenkung groß. Seit Wochen erfährt die Nachrichtensatire wachsendes Interesse.

Lediglich eine halbe Million Menschen interessierte sich dagegen am späten Abend für den Deutschen Filmpreis im Ersten. Im Schnitt 0,52 Millionen (3,0 Prozent Marktanteil) sahen zwischen 22.34 Uhr und 01.00 Uhr zu. Wegen der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr auf eine große Gala verzichtet, stattdessen wurden die Auszeichnungen bei einer Fernsehshow bekanntgegeben. Der Schauspieler Edin Hasanović moderierte, mehrere Prominente wurden zugeschaltet. Im vergangenen Jahr waren noch etwa doppelt so viele Zuschauer dabei.

Meistgesehene Sendung des Tages war wieder einmal die 20-Uhr-"Tagesschau", die auf allen ausstrahlenden TV-Kanälen 12,77 Millionen einschalteten (42,4 Prozent), davon allein im Ersten 6,26 Millionen (20,8 Prozent). Die 19-Uhr-"heute"-Sendung verfolgten im ZDF und bei 3sat zusammen 5,15 Millionen (22,7 Prozent).

Das "ARD extra – Die Corona-Lage" (Die Angst vor der "zweiten Welle" – Zwischenbilanz nach einer Woche Lockerung) sahen ab 20.15 Uhr 5,76 Millionen (17,8 Prozent), das "ZDF spezial" (Corona-Krise im Sport - Absagen, Pleiten, Geisterspiele) sahen ab 19.20 Uhr 2,99 Millionen (12,3 Prozent).