Streaming und Mediatheken

Serien – das sind die Favoriten der Abendblatt-Redaktion

Die Darsteller von „Bad Banks: Christelle Leblanc (v.l., Désirée Nosbusch), Jana Liekam (Paula Beer), Gabriel Fenger (Barry Atsma)

Die Darsteller von „Bad Banks: Christelle Leblanc (v.l., Désirée Nosbusch), Jana Liekam (Paula Beer), Gabriel Fenger (Barry Atsma)

Foto: ZDF und Fabrizio Maltese

Immer auf der Suche nach einer guten Empfehlung? Wir haben gleich 13 Tipps für gute Unterhaltung in Zeiten von Corona.

The Marvelous Mrs. Maisel

Hamburg.  Lydia Vogt, geschäftsführende Redakteurin: Ich kann die The Marvelous Mrs. Maisel nur wärmstens empfehlen. Sie handelt von Miriam „Midge“ Maisel, gespielt von Rachel Brosnahan, einer jüdischen Hausfrau und Mutter im New York der späten 1950er-Jahre, die eine Karriere als Stand-up-Comedian einschlägt. Die Stand-ups sind wirklich lustig, die Kostüme grandios und Midge als starke Frau bei ihrem Weg in ihr neues Leben zuzuschauen, macht einfach Spaß. Von Produzentin Amy Sherman-Palladino kennt man wahrscheinlich die Gilmore Girls, und auch hier sind die Dialoge ähnlich frech, witzig und dynamisch. Bisher sind drei Staffeln verfügbar; wer die Serien noch nicht kennt, kann gleich 26 Episoden der Comedyserie genießen. Hat aus meiner Sicht zu Recht 2018 einen Emmy als Outstanding Comedy Series gewonnen.
Wo: Amazon Prime
Für die Fans von: „Gilmore Girls“


After life

Geneviève Wood, Lokalredakteurin: Schön schwarz ist diese britische Netflix-Serie und dabei doch so humorvoll, auch wenn es um ein tragisches Thema geht. Denn nach dem Krebstod seiner Frau Lisa will der eigentlich nette Tony (Ricky Gervais) die Welt um ihn herum nur noch bestrafen und sagt jedem direkt ins Gesicht, was er von ihm hält. Dabei macht er auch vor Kindern nicht halt und beschimpft einen Jungen. Man kann ihn durchaus verstehen, diesen Tony, den der Lebensmut verlassen hat und der alle mit seinem Fatalismus nervt. Immerhin um seinen Hund muss sich der Reporter einer kleinen Lokalredaktionen noch kümmern und Artikel schreiben – über einen dicken Jungen, der mit seinen Nasenlöchern Flöte spielt.

Bei dieser Tragikkomödie bleibt einem nichts anderes übrig, als laut zu lachen. Das Setting in einem idyllischen englischen Kleinstädtchen ist genau das Richtige für alle Englandfans. Während der Dreharbeiten war zudem gerade Supersommer, das sorgt für sehr schöne Bilder. Neue Folgen sollen ab dem 24. April zur Verfügung stehen.
Wo: Netflix
Für Fans von: „Jerks“, „Pastewka“ und allen Liebhabern des britischen Humors


Bad Banks

Insa Gall, Lokalchefin: Wer die erste Staffel dieser vielfach ausgezeichneten deutsch-luxemburgischen Serie rund um Intrigen, Rivalitäten und Gier im Bankenwesen gesehen hat, ist schnell süchtig nach mehr. Gut, dass auch die zweite Staffel seit Kurzem in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. Alles beginnt ganz harmlos: Investmentbankerin Jana Liekam verliert ihren Job und wechselt dank der Hilfe ihrer ehemaligen Chefin Christelle Leblanc (Wiedersehen mit Désirée Nosbusch) zu einer Großbank nach Frankfurt – doch dafür fordert Leblanc Insiderinformationen über Janas neuen Arbeitgeber. Das Spiel um Macht und Geld beginnt. Jeder benutzt jeden, um die eigene Karriere voranzutreiben. Ein atemloser Thriller, exzellent geschrieben, cool inszeniert, elegant gefilmt.

Ihre Intensität verdankt die Serie allen voran Hauptdarstellerin Paula Beer, die im einen Moment kindlich-verletzlich wirken kann und im nächsten völlig ungerührt wie Lady MacBeth zum Vernichtungsschlag ausholt und das Bankensystem nebenbei fast zum Einsturz bringt. Eine deutsche Serie vom Feinsten: mitreißend, intelligent, spannend – auf Weltniveau!
Wo: ZDF Mediathek und Arte, 1. Staffel auf Netflix
Für Fans von: „Homeland“, „Billions“


Grace und Frankie

Elisabeth Jessen, stellvertr. Lokalchefin: Eine Jane Fonda in deutlich fortgeschrittenem Alter, dazu Martin Sheen als ältlicher Rechtsanwalt. Muss man sich das wirklich antun? Unbedingt, wenn man angenehm unterhalten werden will. Grace (Fonda) und Robert (Sheen) sind nur in den ersten Minuten der ersten Folge noch ein Ehepaar, denn gleich zu Beginn outet sich Robert, dass er in Wahrheit schon seit vielen Jahren eine Liebesbeziehung zu seinem Kanzleipartner Sol hat. Dessen Ehefrau Frankie, die stets hippiemäßig in wallende Gewänder gekleidet ist, braucht danach erst mal eine ganze Menge ihrer diversen Drogen, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ihr geliebter Mann schwul ist. Es folgen die üblichen Verletzungen, die sich Paare nach einer Trennung zufügen.

Die beiden Frauen, die eigentlich nur oberflächlich befreundet sind, feinden sich an – bis sie feststellen, dass sie ja gerade das gleiche Schicksal erlitten haben. Und dann werden sie Freundinnen. In der Serie werden zwar jede Menge Klischees verbreitet, aber im nächsten Moment schön auf die Schippe genommen. Man kann die immer perfekt gestylte Grace richtig ins Herz schließen. Und dann gibt es auch noch Töchter und adoptierte Söhne, die Farbe in die Serie bringen – man kann sich an diese Familie wirklich schnell gewöhnen.
Wo: auf Netflix, 6 Staffeln
Für Fans von: „Die Patchwork-Familie“, „Virgin River“


The Handsmaid‘s Tale

Georg J. Schulz, Chefreporter Magazine: In „The Handsmaid’s Tale“ (nach einem Roman von Margaret Atwood von 1985) geht es um die Verwandlung einer freien Gesellschaft in eine repressive Diktatur mit bizarren Ritualen. Das packende Drama in bislang drei Staffeln lässt uns in ein verstörendes US-Amerika blicken.

Nachdem das demokratische System dort kollabiert ist, sorgt nun eine bibeltreue Clique für Angst und Schrecken. Frauen haben kaum noch Rechte und werden zum Teil brutal unterdrückt. Hauptfigur June, überzeugend gespielt von Elizabeth Moss, ist eine jener „Mägde“, die von den Machthabern ihrer Familie beraubt und versklavt wurden. Sie muss sich wie alle anderen ihres Standes von einem Kommandanten schwängern lassen – und dann wieder einem neuen Ehepaar als Leihmutter zu Diensten sein. Wer im trostlosen Bibel-Staat Gilead nicht spurt, kann aufgeknüpft an einer Mauer des Schreckens enden oder wird mit Gewichten an den Füßen im Schwimmbad versenkt. Andere schickt das Regime in die verseuchten Kolonien zur Zwangsarbeit, nur wer Glück und gute Freunde hat, schafft die Flucht ins rettende Kanada. Und versucht, von dort aus das System zu Fall zu bringen oder zumindest das eigene Kind zu retten.

Der Plot klingt anfangs ziemlich ausgedacht, doch die TV-Serie zieht einen schnell in ihren Bann. Denn viele der Grausamkeiten hat es so in der Menschheitsgeschichte bereits irgendwo gegeben. Genau das ist, was schockiert – und einen hoffen lässt, dass am Ende die Guten doch gewinnen mögen.
Wo: Amazon, iTunes, maxdome, Magenta TV, Microsoft, Sony.
Für Fans von: „Tribute von Panem“


The Goop Lab

Yvonne Weiß, Chefreporterin: Gwyneth Paltrow, Hollywood-Star, Oscar-Preisträgerin, Golden Globe Gewinnerin, Ex von Brad Pitt, Weinstein-Opfer, Patchwork-Streberin (ihr Exmann Chris Martin und ihr Neuer Brad Falchuk sitzen gemeinsam harmonisch mit ihr beim Frühstück), Gesundheitsexpertin (die Kinder nehmen morgens Eisbäder, um genauso ikonisch fit zu sein wie die Mutter). Die Schauspielerin hat sich zur erfolgreichen Unternehmerin gewandelt, und was genau ihre Firma Goop so tut, sieht man in der Netflix-Eigenproduktion „The Goop Lab.“ Da testet Paltrows Team halluzinogene Pilze, springt in den eiskalten Lake Tahoe, um Stress zu reduzieren, erkundet das weibliche Geschlechtsorgan (erschreckend viele Detailaufnahmen) oder lässt sich von einem Energieexperten behandeln, was so aussieht, als würde man einem Exorzisten bei der Arbeit zusehen.

Klingt total verrückt, und in der Tat gibt es viele umstrittene Wellness-Themen, die dringend unter die Lupe genommen werden sollten. In dieser Reihe kommt das aber nicht zu abgefahren rüber, und der Star der Show lässt nicht alles seine Mitarbeiter machen, sondern Paltrow legt sich auch mal auf eine Liege für ein Vampirlifting oder isst fünf Tage lang nur Astronautensuppe.
Wo: auf Netflix, 6 Folgen
Für Fans von: The Morning Show


Polizeifunk ruft

Norman Raap, Lokalredakteur: Der Vorspann ist unfreiwillig komisch: „Großstadt! Menschen! Technik! Gefahr!“ Dazu eine übertrieben dramatische Filmmusik und der Hinweis: „Die Serie entstand in Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei.“ „Polizeifunk ruft“ ist ein seit 1966 zunächst in Schwarz-Weiß gedrehter Vorläufer des ARD-„Großstadtreviers“. In jeder Folge muss Motorradpolizist Walter Hartmann (Karl-Heinz Hess) einen spannenden Fall lösen. Er arbeitet sich im Laufe der 52 Folgen zum Kriminalkommissar hoch und ermittelt im Zuge eines „polizeilichen Austauschprogramms“ sogar in Frankreich und Japan. Das Faszinierende: Die Serie ist Fernsehgeschichte und Hamburgensie in einem – inklusive wilder Verfolgungsjagden über Lombardsbrücke (auf Kopfsteinpflaster!) und Jungfernstieg (voller Parkplätze!). Weniger gut: Es wird gequalmt, als hätte die Tabakindustrie Produktionshilfe geleistet, und Frauen kommen zumeist nur als Heimchen am Herd, Opfer oder naive Gangsterbraut vor.
Wo: in der Megathek (kostenlos für Magenta-TV-Kunden der Telekom, sonst 7,95 Euro/Monat).
Für Fans von: „Stahlnetz“, „Hafenpolizei“ und „St. Pauli Landungsbrücken“


Workin´ Moms

Insa Gall, Lokalchefin: Über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie es in Deutschland so schön getragen heißt, kann man viel fachsimpeln. Oder man schaut sich einfach mal an, wie das so im Alltag funktioniert – im Alltag von vier teils durchgeknallten Kanadierinnen aus Toronto. Werberin Kate und die Psychologin Anne, Immobilienmaklerin Frankie und IT-Frau Jenny haben gerade Kinder gekriegt und treffen sich in der „Mommie“-Gruppe, um sich ziemlich freimütig über Hormone, Partnerschaften, Kinder und ihre Jobs auszutauschen. Die Lebensumstände der „Workin’ Moms sind unterschiedlich, ihre Fragen aber dieselben: Bin ich gut genug? Als Mutter? Als Partnerin? Im Job? Als Untreue ins Spiel kommt, porstpartale Depressionen und ein Ex mit einem bösen Geheimnis, geht es immer mehr darum, was den Frauen am Ende des Tages wirklich wichtig ist.

Unschlagbar gut wird die Emmy-nominierte Serie durch Catherine Reitman, die nicht nur Hauptfigur Kate Foster spielt, sondern die Sitcom teils auch geschrieben und zusammen mit ihrem Ehemann Philip Sternberg (im Film wie im echten Leben) produziert hat. Sie ist so ehrgeizig und gleichzeitig verletzlich, so lustig, sexy und vor allem cool, dass es eine Freude ist.
Wo: drei Staffeln auf Netflix
Für Fans von: Marriage Story, Sex and the City


Eichwald MdB

Holger True, stellvertr. Kulturchef: Mein Gott, was für ein Loser dieser Hajo Eichwald ist. Hat seinen Bochumer Wahlkreis mit gerade mal 312 Stimmen Vorsprung gewonnen, sitzt im Bundestag, kriegt aber nichts auf die Kette. Wenn es die Möglichkeit gibt, sich um Kopf und Kragen zu reden, wenn irgendwo ein Fettnapf auftaucht: Eichwald ist dabei. Und macht dann beim hektischen Zurückrudern mit einer wirren Social-Media-Kampagne alles nur noch schlimmer. Von der Lebensmittel-Kennzeichnung bis zum Doping im Profifußball: Wo Eichwald ist, ist unten. Auch dank seines Büroteams, das nicht nur mit politischen Aufräumarbeiten, sondern vor allem mit sich selbst beschäftigt ist.

Eine kluge, sehr witzige Serie, von der es leider erst zwei Staffeln gibt. Erdacht von Stefan Stuckmann, der auch für die „heute Show“ gearbeitet hat. Heimlicher Star: Maren Kroymann als gnadenlose Parteivorsitzende, die „den Hajo“ immer wieder auf den Pott setzt.
Wo: ZDF-Mediathek
Für Fans von: „Stromberg“ und „Dr. Psycho“


Lilyhammer

Stephan Steinlein, Stellvertr. Chefredakteur: Es gibt so unfassbar spannende, mysteriöse oder auch verstörende Serien in den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen. „Der Pass“ ist so eine, eine bildgewaltige deutsch-österreichische Produktion mit den wunderbaren Hauptdarstellern Julia Jentsch und Nicholas Ofczarek (manchmal wären Untertitel nicht übel), die einen Serienkiller im Grenzgebiet jagen. Aber irgendwie ist der Alltag schon aufreibend, anstrengend oder belastend genug auch ohne Serien, die einem den Atem rauben.

Also wechseln wir das Genre: Wenn auch nicht ganz frisch, aber sicher für viele Leser/Zuschauer noch unbekannt sein dürfte: „Lilyhammer“. Die Serie, benannt nach dem norwegischen Olympiaort, ist mit das komischste, unterhaltsamste und witzigste der vergangenen Jahre. Die Kurzfassung, ohne zu viel zu verraten: Ein New Yorker Mafioso namens Frank Tagliano (fantastisch und überzeugend: Steven Van Zandt, der Bruce-Springsteen-Gitarrist mit dem zerfurchten Gesicht), landet im Zeugenschutzprogramm und von dort unter falschem Namen in der norwegischen Kleinstadt. Aus „Frank, dem Fixer“ wird „Giovanni Hendricksen“, der mit Tricksereien, Drohungen, Erpressungen und kleinen Gefälligkeiten die Stadt und ihre kauzigen Charaktere sukzessive über- oder für sich einnimmt.
Wo: 3 Staffeln bei iTunes oder Amazon.
Für Fans von: „Sopranos“ oder „Six Feet under“


Vietnam

Tino Lange, Kultur-Redakteur: Unser Bild vom Vietnamkrieg ist geprägt von mit Jimi Hendrix und Creedence Clearwater Revival unterlegtem Hubschraubergeknatter, fluchenden US-Soldaten mit Zigarettenpackungen und sarkastischen Sprüchen und unsichtbaren Feinden im Dschungel: „Apokalypse Now“, „Full Metal Jacket“ und „Platoon“. Aber was steckte hinter diesem Konflikt? Die US-Dokumentarfilmer Ken Burns und Lynn Novick zeichneten 2017 für die Serie „Vietnam“ die Entwicklung und die politischen und kulturellen Folgen von der französischen Kolonialzeit bis zum Fall Saigons nach, begleitet von Interviews mit Zeitzeugen und Angehörigen aller beteiligten Seiten – ein 18 Stunden langer, minuziös und ausgewogen recherchierter Horrortrip.

Besonders beeindruckend sind neben der selten gezeigten vietnamesischen Perspektive die Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus, die einerseits die Hilflosigkeit, andererseits auch die Skrupellosigkeit der Generäle, Minister und Präsidenten beweisen. Erschreckend, wenn man weiß, dass Geschichte sich allzu oft wiederholt.
Wo: 1 Staffel auf Netflix
Für Fans von: „The War“, „Bobby Kennedy for President“


Arctic Circle

Alexander Laux, Sportchef: Vermissen Sie auch die richtigen Winter mit viel Schnee auf den Wiesen und noch mehr Raureif auf den Bäumen? Und Sie können den Begriff Virus noch hören? Voilà! In dem finnisch-deutschen Thriller „Arctic Circle – Der unsichtbare Tod“ gibt es beides satt inmitten der wunderschönen Landschaften Lapplands.

Iina Kuustonen, eine der prominentesten Schauspielerinnen Finnlands, spielt als Dorfpolizistin Nina eine der starken Figuren der zehnteiligen, spannenden Serie (je ca. 40 Minuten). Nachdem eine halb erfrorene Prostituierte und zwei weitere Frauen tot im Eis gefunden werden, geht die Angst nach einem Serienmörder an der finnisch-russischen Grenze um. Doch schnell rückt das „Jemen-Virus“ in den Fokus, mit dem die Frauen infiziert sind. Der deutsche Virologe Thomas (Maximilian Brückner), der in Helsinki arbeitet, wird eingeflogen. Wenig überraschend funkt es schnell zwischen den beiden Hauptdarstellern.
Wo: ZDF-Mediathek
Für Fans von: „Die Brücke“, „Fortitude“


Obwohl ich dich liebe

Iris Mydlach, Stv. Sportchefin: Puh, schwieriges Thema: Kinderwunsch mit Mitte 30, wenn’s als Ärztin in der eigenen Praxis gerade richtig läuft und es auch sonst im Leben gut aussieht – nur mit der eigenen Fruchtbarkeit nicht. Ausgerechnet dann zieht in die Wohnung gegenüber dieser Taugenichts von Schwager ein mit seiner, wie sage ich’s nett, etwas schlichter gestrickten Freundin. Der die frohe Botschaft dann auch direkt bei der Einzugsparty in die Welt hinausposaunt: Wir sind schwanger! Was der Ausgangspunkt hätte sein können für einen Film über die sehr erwartbaren Momente im Leben schwangerer und (noch) nicht schwangerer Frauen. Die französische Mini-Serie „Obwohl ich dich liebe“ (im Original: „Amour fou“) ist so ziemlich das Gegenteil davon und die perfekte Unterhaltung für einen Nachmittag, an dem überraschend das Bundesliga-Bezahlabo ausläuft und man sich trotzdem fragen darf, was die Torschlusspanik so alles anzurichten vermag – abseits des Spielfelds.
Wo: Arte-Mediathek
Für Fans von: „Misery“, „Betty Blue“