Lead Awards

Gold, Silber und Bronze für Hamburgs Chefredakteure

Moderator Michel Abdollahi mit Preisträgerin
Brigitte Huber.

Moderator Michel Abdollahi mit Preisträgerin Brigitte Huber.

Foto: Georg Wendt / dpa

Der große Gewinner bei der Preisverleihung am Dienstag hieß aber Berlin. Das Hamburger Abendblatt holt Bronze.

Hamburg.  Berlin heißt der große Sieger der diesjährigen Lead Awards. Medienschaffende aus der Hauptstadt gewannen Gold in fünf von insgesamt sieben Kategorien des angesehenen Medienpreises, der Dienstagabend auf Kampnagel zum 25. Mal verliehen wurde. Hinzu kommen vier Auszeichnungen in Silber und zwei in Bronze.

Vergleichsweise bescheiden nahm sich dagegen die Ausbeute des Medienstandorts Hamburg aus. Obwohl die Hansestadt mit 15 Nominierungen nur zwei weniger als Berlin hatte, lag sie in der Endabrechnung mit einmal Gold, einmal Silber und fünfmal Bronze deutlich hinter dem Rivalen von der Spree.

„Lokaljournalismus mit Mut und Leidenschaft“

Nur Brigitte Huber, Chefredakteurin der „Brigitte“ sowie von deren Ablegern „Brigitte Woman“, „Brigitte Wir“, „Brigitte Mom“ und zudem von „Barbara“ und „Guido“, holte in der Kategorie „Magazin Lifestyle“ Gold. Huber leite mit der „Brigitte“ die „letzte große General-Interest-Zeitschrift für Frauen“, befand die Jury. Deren Ableger schneide sie „zielgenau auf die Bedürfnisse“ der jeweiligen Zielgruppe zu. „Barbara“ sei „originell, eigenständig, unverwechselbar“ und „Guido“ die „männlichste Frauenzeitschrift aller Zeiten“.

Zu den Hamburger Bronze-Gewinnern zählt auch Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider. Ihm attestierte die Jury, „Lokaljournalismus mit Mut, Leidenschaft und großer Geste“ zu machen. Besonders lobte sie die Berichterstattung über den G-20-Gipfel, den HSH-Nordbank-Skandal und die Triennale der Fotografie sowie die täglichen „Thema“-Seiten. Weitere Hamburger Preisträger sind der Chefredakteur der Bauer-Programmzeitschriften, Uwe Bokelmann (Silber), „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, Christian Krug und Giuseppe di Grazia für „Stern Crime“ sowie die Bauer-Frauenzeitschriften-Chefin Sabine Ingwersen (alle Bronze).

Holtzbrinck-Gruppe erfolgreichster Verlag

Erfolgreichster Verlag war die Holtzbrinck-Gruppe, die dreimal Gold holte. Ihre Chefredakteure vom „Tagesspiegel“, Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt, dem „Zeit Magazin“, Christoph Amend, und von Zeit Online, Jochen Wegner, gewannen die Kategorien „Tageszeitung Regional“, „Magazin Debatte“ und „Online National“. Den Sieg in der Kategorie „Zeitung Überregional“ ging an Marion Horn, Chefredakteurin der „Bild am Sonntag“. Die besten Independent-Magazine – „Flaneur“ und „Sofa“ - verantwortete Ricarda Messner. Und in der Kategorie „Magazin Popular“ lag die „Bunte“ mit ihrem Chefredakteur Robert Pölzer vorn, der, den Tränen nah, seinen gestorbenen Eltern dankte.

Moderiert wurde die Verleihung vom NDR-Journalisten Michel Abdollahi. Vier Schauspieler des Wiener Burgtheaters, unter ihnen Mavie Hörbiger, inszenierten zwischen den Ehrungen Texte aus Print und Online – von Dr. Sommer bis zu den Panama Papers. Eine Lead-Awards-Ausstellung könnte es im Herbst 2019 wieder geben.