NDR

Mit Hamburger Kriminalisten auf Spurensuche

Der „Taximord“ in einer grafischen
Rekonstruktion

Der „Taximord“ in einer grafischen Rekonstruktion

Foto: ndr / Cinecentrum/Henning Tietz

Der NDR reitet mit seiner Reihe „Morddeutschland“ auf der aktuellen True-Crime-Welle. Vier aufsehenerregende Kriminalfälle.

Hamburg.  Vor sieben Jahren in Blankenese: Ein Taxi steht an der Straße, mit laufendem Motor und Warnblinklicht. Kinder nähern sich dem Wagen, sie sind neugierig – und machen eine grausige Entdeckung. Taxifahrer Peter L. liegt in seinem Auto, er ist tot, seitlich auf den Beifahrersitz gekippt. Wie die Hamburger Mordkommission rekonstruiert, ist er während der Fahrt mit drei Kopfschüssen getötet worden – von hinten.

Der „Taximord“ ist einer von vier aufsehenerregenden norddeutschen Kriminalfällen, die das neue True­Crime-Format „Morddeutschland“ beleuchtet. Das NDR-Fernsehen zeigt die erste Folge heute Abend um 21.15 Uhr. Die weiteren Ausgaben laufen ebenfalls freitags zur gleichen Sendezeit.

Für die Polizei ein kniffliger Fall

Für die Polizei ist der „Taximord“ ein kniffliger Fall. Eine Täter-Opfer-Beziehung oder ein Bezug zum Nobelviertel an der Elbe ist nicht erkennbar. Es zeichnet sich ab, dass der Täter psychisch krank sein könnte und aus Lust am Töten geschossen hat. Die Kriminalisten stehen im Mittelpunkt der Reihe: Forensiker, Rechtsmediziner oder LKA-Beamte, die teilweise erstmals im Fernsehen zeigen, mit welchen innovativen Methoden sie die Fälle lösen konnten.

Tatsächlich neu ist das Format nicht: True-Crime-Sendungen boomen im deutschen Fernsehen. In „Morddeutschland“ werden die Filme von Autor und Regisseur Björn Platz durch dokumentarische Aufnahmen von Originalschauplätzen ergänzt, durch Graphic-Novel-Sequenzen und Interviews mit Zeugen. Die Zuschauer fühlen sich bestenfalls als Teil des Ermittlerteams – sie gehen mit auf Spurensuche. Das kann nicht nur spannend sein, sondern auch befriedigend. Schließlich werden am Ende alle Verbrechen aufgeklärt.

„Morddeutschland“, Fr., 21.15 Uhr, NDR

( max )

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