"Morden im Norden"

ARD setzt weiter auf das Erfolgsrezept "Krimi"

Die Serie "Morden im Norden" startet heute in die vierte Staffel. Jetzt erhält sie einen besonderen Programmplatz.

Hamburg. Die ARD-Krimiserie "Morden im Norden" kommt mit 16 neuen Folgen zurück ins Programm – mit abwechslungsreichen Fällen, neuen Charakteren und einem neuem Sendeplatz. Wieder dabei: die Chefermittler Lars Englen (Ingo Naujoks) und Finn Kiesewetter (Sven Martinek). Ende August wurden die Dreharbeiten zur Vorabendserie abgeschlossen. Zusätzlich zum bewährten Drehort Lübeck wurde auch in Hamburg und Umgebung gefilmt.

"Wir haben die lokalen Grenzen gesprengt und auch an der Küste gedreht", sagt Produzent Hans Koch, "in der vierten Staffel darf man das." Die Macher setzen weiterhin auf ein realistisches, plausibles Format. Aktuelle Themen wie rechtsradikale Wutbürger, ein Flüchtlingsdrama oder die Tücken einer Dating-App sind die Grundlagen der Kriminalfälle.

Seit 2012 läuft die Serie in der ARD. Mit der Sendezeit um 18.50 Uhr erhält sie jetzt einen neuen und besonderen Programmplatz: Traditionell gestaltet dort das "Großstadtrevier" montags den Nordabend. "Wir glauben sehr an die Serie", sagt NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann. Zudem könne mit den erstausgestrahlten "Morden im Norden"-Folgen Wiederholungen vermieden werden. Neue Folgen des "Großstadtreviers" werden gerade erst produziert.

Zwei neue Charaktere beim Lübecker Ermittlerteam

In der vierten Staffel stoßen zwei neue Charaktere zum Lübecker Ermittlerteam. Proschat Madani gerät als prinzipientreue Staatsanwältin Hilke Zobel immer wieder mit dem Ermittlerduo Englen/Kiesewetter aneinander. Mit ihrer distanzierten Art liefert sie das Gegenmodell zu ihrer Vorgängerin Elke Rasmussen (Tessa Mittelstaedt), die mit den beiden Chefermittlern eine Beziehung führte und sich nun in den Mutterschaftsurlaub verabschiedet. Kommissarin Nina Weiss (Julia Schäfle, stößt im zweiten Block der zweimal acht Folgen dazu) ist voller Tatendrang. Die neue Kollegin ist motiviert – wenn es nach Lars Englen geht, fast zu motiviert. Der befürchtet bald Konkurrenz, zeigt sich die junge Frau doch als talentierte und wertvolle Ermittlerin.

Der erste Fall ruft das Duo in den Hafen. Eine junge Frau wird tot in einem Boot auf dem Meer gefunden. Die Frage nach dem Täter führt Englen und Kiesewetter zunächst zum Stiefvater der jungen Mutter. Doch der hat ein Alibi. Ins Visier geraten deshalb der mit seiner Drogenvergangenheit kämpfende Peter Jansen (Vincent Krüger, bekannt aus der RTL-Soap "GZSZ"), Vater des gemeinsamen Sohnes Leon, und Sophies Hausarzt und Liebhaber Knut Lorens. Als Leon entführt wird, treten die Mordermittlungen erst einmal in den Hintergrund.

Naujoks und Martinek liefern als eingespieltes Duo einen soliden Vorabendkrimi in maritimem Ambiente. Das "Großstadrevier" kann noch ein bisschen auf sich warten lassen.

"Morden im Norden" Mo, 31.10., 18.50, ARD

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