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„Familie Dr. Kleist“ kommt jetzt ins Vorabendprogramm

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Rieke Winter
Der Schauspieler Francis Fulton-Smith

Der Schauspieler Francis Fulton-Smith

Foto: picture alliance / dpa

Nach zwei Jahren Pause startet heute die beliebte TV-Serie in die sechste Staffel. ARD will den Vorabend zu stärken.

Hamburg. Ein kräftiger Mann mittleren Alters steigt aus einem haltenden Krankenwagen hinaus in den strömenden Regen. Er wirkt hilflos, verzweifelt. In einem Auto hinter ihm sitzt ein jüngerer Mann. Als dieser seinen Gesichtsausdruck erblickt, bricht er hinter dem Steuer zusammen.

Zwei Jahre lang hat „Familie Dr. Kleist“ pausiert. Nun beginnt die sechste Staffel der Serie um den Internisten Dr. Christian Kleist (Francis Fulton-Smith) mit dem Tod einer jungen Frau auf dem Weg ins Krankenhaus – und mit einem neuen Sendeplatz. Statt wie gewohnt um 20.15 Uhr, wird die Serie nun dienstags um 18.50 Uhr im Vorabendprogramm ausgestrahlt.

Der Sendeplatzwechsel sei Teil einer Strategie der ARD, den Vorabend zu stärken. Unter anderem werden dabei erfolgreiche Marken aus dem Hauptabend ins Vorabendprogramm verlegt, erklärt der verantwortliche MDR-Redakteur Adrian Paul. „Das Ensemble und das Setting sind gleich geblieben“, sagt er. „Dank der veränderten Produktionsstrukturen ist es uns nun aber möglich 16 anstelle der bis jetzt 13 Folgen pro Staffel zu produzieren.“ Das bestätigt auch Hauptdarsteller Francis Fulton-Smith: „Früher hatte man für eine Folge zehn Drehtage, jetzt sind es nur noch knapp über sieben.“

Die Serie soll „Fernsehen für die ganze Familie“ sein

Für Fulton-Smith fühlt sich die Rolle des Christian Kleist mittlerweile an wie „ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten“. Ein Eindruck von Fließbandarbeit komme bei ihm nicht auf. „Es wird ja nur alle zwei bis drei Jahre gedreht“, sagt Fulton-Smith. Die Rolle gebe außerdem eine gewisse finanzielle Sicherheit, über die er sich als Familienvater natürlich Gedanken machen müsse, erklärt der Schauspieler.

Eine malerische Altbauvilla mit Garten im beschaulichen Eisenach, eine Mehrgenerationen-Patchworkfamilie und eine Vermischung von Privat- und Arbeitsleben: Nach diesem Rezept funktioniert das Wohlfühl-Fernsehen à la Dr. Kleist. „Wir bieten den Zuschauern Geschichten mit Lösungen an“, sagt MDR-Redakteur Paul. „Und natürlich zieht auch Francis Fulton-Smith als Hauptdarsteller.“

Die Einschaltquoten geben Pauls Aussagen recht. Im Hauptabend konnte die Serie relativ konstant zwischen fünf und sechs Millionen Zuschauer pro Folge erreichen. Ob es gelingt, diese mit in den Vorabend zu nehmen, wird sich zeigen. „Die Handlung ist jetzt schneller, die Dialoge sind verdichtet“, sagt Adrian Paul. „Im Kern liefern wir unseren Zuschauern das, was sie über viele Jahre schätzen und lieben gelernt haben. ,Familie Dr. Kleist‘ ist Fernsehen für die ganze Familie.“

„Familie Dr. Kleist“ Di 18.50 ARD

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