Soziale Netzwerke

YouTuber vermehrt wegen Schleichwerbung im Visier

Star der Generation YouTube: LeFloid alias Florian Mundt, hier bei der Kölner Spielemesse Gamescom

Star der Generation YouTube: LeFloid alias Florian Mundt, hier bei der Kölner Spielemesse Gamescom

Foto: Imago/Manngold

Junge Videomacher werden für Unternehmen immer interessanter. Die Medienastalten der Länder reagieren auf den Trend.

Bremen. Schleichwerbung in sozialen Netzwerken ist nach Einschätzung der Medienaufsicht oft das Ergebnis von Unwissen. Die häufig jungen Macher von Videos etwa bei YouTube würden Produktwerbung in ihre Clips einbauen, ohne die Gesetze zu kennen, sagte Cornelia Holsten, Direktorin der Landesmedienanstalt Bremen, der Deutschen Presse-Agentur.

„Dass neue YouTube-Stars durch ihre Reichweite für Unternehmen so spannend werden, hat sich bei uns erst in den letzten Jahren entwickelt. Gerade hier ist es wichtig, dass eine bezahlte Werbebotschaft als Werbung erkennbar ist“, erläuterte sie.

Leitfaden zeigt Erfolge

Schleichwerbung ist verboten. Verstöße können mit Geldbußen verfolgt werden. „Unser Eindruck ist: Keiner der YouTuber wacht morgens auf und sagt: Jetzt verstoße ich mal gegen den Rundfunkstaatsvertrag oder gegen Gesetze“, sagte sie. Um der Unkenntnis entgegenzuwirken, verteilen die Landesmedienanstalten seit fast einem Jahr einen Leitfaden zum Thema. Das zeige Erfolge.

Zugleich sei die Reaktion der Nutzer nicht zu unterschätzen: „Wenn sich Zuschauer im Netz nicht richtig informiert fühlen, kann schnell ein Shitstorm losbrechen (...). Das ist sehr viel wirksamer als jeder Beanstandungsbrief von mir“, sagte Holsten. Das Netz sei schwer überschaubar: „Es kann sich keiner von uns hinstellen und sagen, ich kann wirklich das Internet beaufsichtigen.“