"Aktenzeichen XY"

Zahlreiche neue Hinweise auf Täter aus der Silvesternacht

Rund um die Große Freiheit kam es an Silvester zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen (Symbolbild)

Rund um die Große Freiheit kam es an Silvester zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen (Symbolbild)

Foto: Michael Arning / HA

ZDF-Sendung ruft Zeugen auf den Plan, die drei von der Polizei Hamburg gesuchte Männer erkannt haben wollen. Hohe Belohnung für Tipps.

Hamburg/Mainz. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos dreier mutmaßlicher Gewalttäter aus der Hamburger Silvesternacht in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" sind bei den Ermittlern zahlreiche neue Hinweise eingegangen.

Es habe ein "großes Echo unter den Zuschauern" gegeben, verlautete vom Mainzer Sender nach der Ausstrahlung am Mittwochabend (5,71 Millionen Zuschauer/16,8 Prozent Marktanteil).

Zeugen hätten die Männer wieder erkannt und auf Einrichtungen in Hamburg verwiesen, in denen sich mindestens einer der Männer aufgehalten haben könnte.

"Aktenzeichen XY" hatte drei von der Hamburger Polizei veröffentlichte Fotos gezeigt, auf denen Männer südländischer Herkunft zu sehen sind, die für sexuelle Übergriffe an Silvester in Frage kommen.

Einer der Fälle soll sich zwischen 0.05 und 0.30 Uhr vor der Diskothek "Superfly" an der Großen Freiheit ereignet haben. Dort seien zwei Frauen sexuell genötigt worden.

Für Hinweise, die zur Identifizierung der Männer führen, hat die Hamburger Polizei jeweils eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Zeugen können sich beim Landeskriminalamt unter Telefon 040/ 42866789 melden.

Haftbefehl gegen 22-jährigen Algerier

Im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hatte das Hamburger Amtsgericht am Mittwoch Haftbefehl gegen einen Algerier erlassen.

Der 22-jährige war tags zuvor in einer Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Eschershausen festgenommen worden. Ihm werden drei Fälle von gemeinschaftlicher sexueller Nötigung vorgeworfen.

Bei dem Mann habe es laut Polizei nicht um einen der Tatverdächtigen gehandelt, nach denen mit Hilfe von „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gefahndet wurde.

Wegen der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht sitzen bereits ein 33-jähriger Iraner und ein 29 Jahre alter Afghane in Hamburg in Untersuchungshaft.

Bei der Hamburger Polizei gingen bis Anfang Februar 236 Strafanzeigen ein. 393 Frauen wurden demnach Opfer der Übergriffe.