„Tatort“

Meret Becker knackt direkt die Zehn-Millionen-Marke

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It’s a dirty job, but someone’s got to do it: Die „Tatort“-Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) bei Ermittlungen im Berliner Mül

It’s a dirty job, but someone’s got to do it: Die „Tatort“-Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) bei Ermittlungen im Berliner Mül

Foto: rbb/Fr d ric Batier

Die neuen Berliner Ermittler Rubin und Karow sind mit einer Topquote gestartet. Den Fall „Das Muli“ sahen 10,19 Millionen Zuschauer.

Hamburg.  Nicht nur dank am Ende immerhin vier Leichen kann den neuen Ermittlern des Berliner „Tatorts“ ein überaus manierlicher Einstand attestiert werden. Zwar behandelte der Plot des am Sonntagabend ausgetrahlten Falls „Das Muli“ um zum Drogenschmuggel missbrauchte Jugendliche keine noch nie dagewesene Thematik, aber die schauspielerische Leistung der Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) sowie die Mischung aus Action, originellen Schauplätzen und gelungener Wendungen machten den ARD-Krimi durchaus sehenswert. Was wohl auch ein Großteil der 10,19 Millionen Zuschauer (27,1 Prozent Marktanteil/Tagessieg am Sonntag) so empfunden haben dürfte.

Zumindest im Netz fiel die Kritik weitestgehend positiv aus. „Wow, einfach nur wow. Richtig guter Tatort heute“, twitterte etwa „@jop_sw“. Andere daagegen bemängelten ausbleibende Innovation beim Zeichnen der Charaktere. „Tatort-Kommissare mit Beziehungsproblemen - nichts Neues!“, schrieb Twitter-Nutzerin @“I_like_Cigars“.

Erfrischend neue Gesichter

Damit dem geneigten „Tatort“-Zuschauer nicht allzu viel Neues zugemutet wird, hielt sich der erste Fall in der Tat an einem etablierten Klischee-Gerüst fest. Dazu gehörten neben Ermittlerin Rubin, die ihr Privatleben nicht so recht auf die Reihe bekommen will auch der im Trauma des Kollegenverlustes gefangene Kommissar Karow oder der libanesische Drogenbaron Mehmet Erdem (Kida Khodr Ramadan), der sein Vermögen vordergründig auf der Produktion von Döner-Fleischware aufgebaut hat.

Erfrischend am Berliner Ensemble sind in jedem Fall die etlichen - zumindest im „Tatort“-Kontext - neuen Gesichter. Durch seine Darbietung als Familienvater mit kriminellem Hintergrund in „Das Muli“ dürfte sich dabei vor allem Ramadan nach seinen Kinoerfolgen „Ummah - Unter Freunde“ und „3 Türken und 1 Baby“ weiter in den Vordergrund gespielt haben.

Gleichbleibender Marktanteil

Gut an kam der Berlin-"Tatort" übrigens auch beim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren, das sonst bei den Privatsendern im Fokus steht. Dort lag der Film mit 23,2 Prozent deutlich auf Platz eins. Zum Vergleich: Den letzten Fall der Berliner Ermittler Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) hatten im November 2014 durchschnittlich 9,86 Millionen Zuschauer (ebenfalls 27,1 Prozent Marktanteil) eingeschaltet. (jd)