ARD-Kultkrimi

Das gab's noch nie: "Tatort" geht ohne Mörder aus

Was für ein Krimi: Der Fall vom Sonntagabend präsentiert am Ende keinen Mörder. Den müssen die Zuschauer in einem Online-Spiel ermitteln.

Das gab es noch nie in 40 Jahren "Tatort"-Geschichte: Im Fall vom Sonntagabend ("Der Wald steht schwarz und schweiget") ist der Mörder am Ende unklar, die Zuschauer werden um 21.45 Uhr ratlos zurückgelassen. Fünf jugendliche Straftäter aus einem Resozialisierungscamp stehen im Verdacht ihren Aufseher ermordet zu haben und entführen Kommissarin Lena Odenthal. Die wird natürlich befreit, doch eine Frage bleibt bis zum Ende offen: Welcher der Jugendlichen hat das Opfer umgebracht? Die Gruppe schweigt sich aus – dafür müssen die Zuschauer im Anschluss an den SWR-"Tatort" ran.

Unter tatort.de sollen sie Teil der Ermittlungen werden, können Zeugen und Verdächtige befragen und bekommen Kriminaltechniker Becker und die gute Seele des Kommissariats Frau Keller an die Seite gestellt. TV-Kommissarin Lena Odenthal gibt ebenfalls Hinweise und begleitet die Fortschritte der Online-Ermittler. Die sind außerdem aufgefordert sich über Twitter (twitter.com/tatort) und Facebook (facebook.com/Tatort) auszutauschen, um den Mörder zu finden.

+++ Von Möchtegerngangstern im Pfälzer Wald +++

Wie lange die Ermittlungen dauern, hängt von den Online-Spielern ab. Spätestens am 20. Mai um 20.15 Uhr will die ARD den Fall aber endgültig auflösen.