Schüler machen Zeitung
Schulsystem

Zu wenig Bildung in einem großen afrikanischen Land

Ein Mädchen in Kenia

Ein Mädchen in Kenia

Foto: iStock by Getty Images

Wegen der Kosten sind weiterführende Schule für große Teile der Bevölkerung in Kenia unzugänglich.

Nairobi.  In Kenia können viel zu wenige Kinder die Schule besuchen. Zwar schaffte die Regierung Kibaki 2003 offiziell das Schulgeld für die „Primary Schools“ ab und ermöglichte zum ersten Mal den Zugang zur Bildung für Kinder aus ärmeren Familien, aber in den allermeisten Grundschulen kostet der Grundschulbesuch dennoch – umgerechnet vier Euro pro Monat.

Weiterführende Schulen sind in Kenia kostenpflichtige Gesamtschulen. Ihre Träger sind der Staat, Organisationen wie Kirchen oder Privatleute. Wegen der Kosten sind sie für große Teile der Bevölkerung unzugänglich.

Es ist für die meisten Familien in Kenia also sehr schwer, die Schule oder das Studium zu bezahlen. Manche Familien verkaufen lebenswichtiges Vieh, das sie zum Leben eigentlich bräuchten, um die Schule für ihre Kinder zu bezahlen.

Eigentlich muss der Staat dafür sorgen, dass es ausreichend gut bezahlte Lehrer gibt, damit Kinder und Jugendliche eine gute Bildung erhalten. Wenn ein Kind keine gute Bildung erhält, kann es später keinen ordentlichen Beruf ergreifen, um Geld zu verdienen, um wiederum seinen Kindern eine ordentliche Bildung zu ermöglichen. Wenn Erwachsene schlecht gebildet sind, können sie nur wenige Berufe ausüben und bleiben arm. Darunter kann das gesamte Land leiden. Wenn der Staat sich nicht für eine gute Schulbildung einsetzt, werden immer weniger Kinder in Kenia eine gute Ausbildung erhalten.

Meiner Meinung nach muss sich der Staat mehr engagieren, indem er zum Beispiel die Schulen und arme Familien finanziell unterstützt, damit der Teufelskreis unterbrochen wird.