Schüler machen Zeitung
Hamburg

Die Umwelt darf nicht zur Müllhalde verkommen

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Zwei Schülerinnnen zeigen ihre „Beute“ nach einer Müllsammel-Aktion

Zwei Schülerinnnen zeigen ihre „Beute“ nach einer Müllsammel-Aktion

Foto: Jens Kalaene / picture alliance / dpa

Zwei Schülerinnen haben in Farmsen Müll gesammelt. Ihre „Ausbeute“ hat sie nachdenklich gemacht.

Hamburg.  Fast überall liegt Müll: Verpackungen, Dosen, Flaschen, Papier, Tüten oder Zigarettenstummel. Egal, ob man in der Stadt, im Wald oder am Strand ist. Selbst das Meer ist voller Müll. Auch in Hamburg liegt immer wieder Müll auf den Wegen und Straßen. Selbst Elbe und Alster sind vermüllt. Es stehen zwar vielerorts Mülleimer, doch die quillen meist über.

Getränkeverpackungen, eine Radkappe und Zigarettenstummel

Ich wollte wissen, wie viel Müll in meinem Stadtteil Farmsen herumliegt. Meine allerbeste Freundin und ich haben uns Müllsäcke geschnappt, und wir haben uns auf den Weg gemacht. Wir hatten drei Säcke dabei: einen für Verpackungen und Plastik, einen für Flaschen und Dosen und einen für Papier und Pappe. Angefangen haben wir an der Bushaltestelle Ebeersreye und am gegenüberliegenden Kiosk. Dort haben wir schon ordentlich was gesammelt, darunter viele Getränkeverpackungen, eine Radkappe und viele Zigarettenstummel.

Anschließend sind wir weiter zur Hauptstraße gegangen. Dort haben wir einen angebissenen Schokoladen-Weihnachtsmann entdeckt. Je näher wir der Straße kamen, desto mehr Müll lag herum: Taschentücher, Zigarettenverpackungen und -stummel, Verpackungen von Süßigkeiten. Wir sind in einen Graben geklettert, wo sehr viele McDonald’s-Tüten, -becher und -verpackungen lagen. Die wurden wahrscheinlich aus fahrenden Autos aus dem Fenster geworfen. Sogar auf dem Mittelstreifen lag eine Menge Müll. Wir fanden viele Glasscherben und einen Plastiksack voller Blätter.

Niemand fragte, was wir machen und wofür

Während unserer Sammelaktion sind Leute an uns vorbeigegangen. Niemand hat gefragt, was wir da machen und wofür. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Schnuller auf dem Gehweg entdeckt. Den haben wir auch mitgenommen. An der Bushaltestelle lagen wieder neue, leere Getränkepacks und Zigarettenkippen herum. Zu Hause haben wir den Müll getrennt und in die dafür vorgesehenen Mülltonnen geworfen.

Ich werde definitiv in Zukunft darauf achten, wie viel Müll ich produziere. Wir müssen unsere Umwelt schützen und dürfen sie nicht zur Müllhalde verkommen lassen.