Schüler machen Zeitung
Vergleich

Wie und was Schüler in anderen Ländern lernen

Unterricht für Kindern im Peace Home der katholischen Kirche im Stadtteil Agbogbloshie, Hauptstadt Accra/Ghana, Afrika ---Teaching for Children in Peace Home the Catholic Church in Part of the city Capital Accra Ghana Africa

Unterricht für Kindern im Peace Home der katholischen Kirche im Stadtteil Agbogbloshie, Hauptstadt Accra/Ghana, Afrika ---Teaching for Children in Peace Home the Catholic Church in Part of the city Capital Accra Ghana Africa

Foto: imago stock&people / imago/Friedrich Stark

In Ghana werden Kinder manchmal geschlagen. In den USA geht Schwänzen gar nicht, aber die Sommerferien dauern dort drei Monate.

Hamburg. Jeder Schüler kennt das: Der Tag beginnt mit Verschlafen. Dann: gestresst in die Schule fahren, in der Schule läuft nichts so wie geplant, erschöpft nach Hause fahren, um dann den Haufen an Hausaufgaben zu bemerken, und sich darüber aufregen, dass der Lehrer den Stoff nicht gründlich genug erklärt hat. Aber wie läuft es eigentlich in Schulen in anderen Ländern?

Eine Freundin, die aus Ghana nach Deutschland und in unsere Klasse gekommen ist, war zunächst sehr leise und zurückhaltend. Sie hatte Hemmungen und Angst. In ihrer Schule in Ghana wurde sie geschlagen, hat sie uns erzählt. Wenn sie eine falsche Antwort gab, die Hausaufgaben vergessen hatte oder zu spät kam. Manchmal habe es auch Schläge gegeben, wenn Schüler dem Lehrer widersprachen. Das Mädchen hat auch positive Erinnerungen an ihre Schule in Ghana. Dort gab es keine Grüppchenbildung wie bei uns.

Das Schwänzen wird den US-Schülern schwer gemacht

In den USA gibt es nur drei Schulfächer, die vorgeschrieben sind: Mathe, Englisch und Geschichte. Den Rest kann man wählen. Das Schwänzen wird dort den Schülern sehr schwer gemacht. So braucht man einen „Toiletten-Pass“, wenn man in einer Unterrichtsstunde zur Toilette gehen muss.

Ich habe einige Schulen in Russland besucht. Der Unterricht ist dort schwerer als in Deutschland. In Mathe sind uns die russischen Schüler weit voraus. Es gibt dort Hefte, in die der Lehrer täglich Zensuren einträgt. Die Eltern müssen das dann unterschreiben. Die Sommerferien dauern in Russland drei Monate. In den USA auch. Dafür gibt es zwischendurch weniger Ferien. In vielen Ländern gibt es außerdem Unterricht am Sonnabend. Nicht zu vergessen: In vielen Ländern der Welt können Kinder gar nicht zur Schule gehen.

Ich bin froh, zur Schule gehen zu dürfen

Wenn ich mir das alles überlege, bin ich froh, zur Schule gehen zu dürfen. Lehrer und Schüler bemühen sich meist um ein gutes Verhältnis und um eine positive Lernatmosphäre. Wenn wir Fehler machen, lernen wir, wie man es richtig macht, und werden nicht geschlagen. Wir haben zwei freie Tage in der Woche. Durch das Wissen, das uns vermittelt wird, haben wir eine Chance auf einen guten Beruf, der uns später Spaß machen wird.