Schüler machen Zeitung
Schönheitsideale

Models und Barbie sind gefährliche Vorbilder

Lesedauer: 3 Minuten
Annie Böger, Klasse 8b, Helene Lange Gymnasium
DEUTSCHLAND, BONN, 04.02.2009, Zwei weiblich Barbie-Puppen. | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.

DEUTSCHLAND, BONN, 04.02.2009, Zwei weiblich Barbie-Puppen. | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.

Foto: Ulrich Baumgarten / picture alliance / Ulrich Baumga

Nur abgemagert Frauen mit einer Körpergröße von mindestens 1,72 Metern sind schön? Quatsch, sagte ein Hamburger Schülerin.

Hamburg. Viele Jugendliche haben Selbstzweifel: Sie finden sich zu klein, ihre Nase zu groß oder sie wollen weniger wiegen. Ihr Schönheitsideal wird oftmals stark von den Medien beeinflusst.

In Werbungen sehen die Models meistens perfekt aus, haben einen perfekten Körper und ein makelloses Gesicht. Doch sie sehen in der Realität keinesfalls genauso aus. Die Models werden nicht nur für Aufnahmen und Auftritte stark geschminkt - die Bilder werden oft auch am Computer bearbeitet.

Stars treten nur geschminkt in der Öffentlichkeit auf

Auch von Stars werden die Jugendlichen beeinflusst. Sie wollen so sein wie ihre Idole, ahmen ihr Aussehen nach. Manchmal kommt es sogar so weit, dass sie eine Diät machen, wenn ihr Idol dies auch tut oder ihr Aussehen dem Star anpassen. Diese Berühmtheiten zeigen sich in der Öffentlichkeit jedoch meist nur von ihrer besten Seite. Sie teilen zum Beispiel nur perfekte Fotos in sozialen Medien, für welche sie sich oft stark geschminkt haben.

Auch die allseits bekannten Barbie-Puppen geben Jugendlichen einen total falschen Eindruck von Schönheit. Die circa 30 Zentimeter großen Puppen haben eine schmale Taille, lange Beine und eine große Oberweite. Die Proportionen der Figuren sind unrealistisch, die extrem schmale Taille würde kaum genügend Platz für Organe bieten. Doch Kinder, vor allem Mädchen, die mit der Barbie spielen, bekommen den Eindruck, diese Proportionen und dieses Aussehen seien normal, und sie wollen selbst so aussehen.

Auch im Fernsehen werden Schönheitsideale oft falsch dargestellt. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Sendung „Germanys next Topmodel“. In dieser Sendung streben junge Frauen eine Modelkarriere an. Nur Frauen mit perfekten Maßen, mindestens 1,72 Meter Körpergröße und höchstens Kleidergröße 36 kommen in dieser Sendung weiter. Viele Mädchen, die diese Sendung schauen, haben das Gefühl, sie müssten genauso sein, einen perfekten Körper haben. Sie zweifeln stark an sich selbst, im Extremfall führt es sogar zu Essstörungen.

Aus diesen Gründen werden Jugendliche einem immer höherem Druck und Konkurrenzkampf ausgesetzt. Viele wollen sich und ihren Körper verändern und akzeptieren sich nicht, wie sie sind, mit ihrem Aussehen und in ihrer Einzigartigkeit. Um diese Folgen zu vermeiden, können Jugendliche einiges tun. Zunächst müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass das ihnen in den Medien präsentierte Schönheitsideal keinesfalls der Realität entspricht. Außerdem sollten sie sich weder mit den in den Medien dargestellten Personen, noch mit anderen Mitmenschen vergleichen. Es kann nie schaden, ein starkes Selbstbewusstsein zu haben, und sich vor Augen zu führen, dass man einzigartig und schön ist, jeder auf seine Weise.