Open Air

Wegen behördlicher Auflagen: A Summer's Tale macht Pause

A Summer's Tale ist vor allem bei Familien beliebt.

A Summer's Tale ist vor allem bei Familien beliebt.

Foto: Rudi Keuntje / picture alliance / Geisler-Fotopress

Das Festival in Luhmühlen findet nächstes Jahr nicht statt. Und zwei Hamburger Veranstaltungen suchen nach neuen Flächen.

Hamburg/Salzhausen. Für Festivalfans aus Hamburg und aus dem Umland dünnt sich der Freiluft-Konzertkalender 2020 weiter aus. Nach dem – vorläufigen – Ende für die Festivals Hammaburg und Elbriot auf dem Hamburger Großmarktgelände (das Abendblatt berichtete) pausiert nächstes Jahr auch das A Summer’s Tale in Luhmühlen in der Lüneburger Heide.

„Wir fühlen uns in Luhmühlen sehr wohl und möchten unseren Gästen hier weiterhin langfristig ein hochwertiges Festivalerlebnis garantieren. Es gibt hierzu derzeit jedoch Entwicklungen, die uns veränderte behördliche Auflagen in Aussicht stellen, welche den Festivalbetrieb am aktuellen Standort nicht mehr im bisherigen Umfang ermöglichen würden. Zur langfristigen Klärung dieser Situation haben wir uns entschlossen, eine einjährige Pause zu machen“, teilte Folkert Koopmans, Geschäftsführer von Veranstalter FKP Scorpio, am Freitag mit.

Welche konkreten behördlichen Auflagen sich seit der Festival-Premiere im Jahr 2015 geändert haben, wurde nicht mitgeteilt. Allerdings sind allgemein Auflagen zu Besuchersicherheit, Lärm- und Umweltschutz in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich umfangreicher geworden.

Für 2021 gibt es bereits einen konkreten Festivaltermin

„A Summer’s Tale wird weiterhin ein fester Bestandteil der Festivallandschaft bleiben", sagte Koopmans. Ein Termin für die sechste Auflage steht auch schon fest: vom 22. bis zum 25. Juli. Vor einer Woche besuchten 13.000 Besucher das „A Summer’s Tale“-Festival 2019 und die Auftritte von Zaz, Suede und Michael Kiwanuka, Lesungen von Heinz Strunk und John Niven und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Inhaltlich und strukturell richtet sich das „A Summer’s Tale“ an kultivierte ältere Konzertfans und Familien mit Kindern und fand damit eine unbesetzte Nische im Festivalkalender. Dieses Konzept soll in der einjährigen Pause „im Sinne unserer Gäste“ weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Hammaburg und Elbriot suchen neue Konzertflächen

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass die beiden Festivals Elbriot und Hammaburg auf dem Hamburger Großmarkt in diesem August letztmals stattfinden werden. „Aufgrund von Bauvorhaben im Bereich des Großmarktes und der zukünftigen durchgängigen Bespielung des Mehr! Theaters mit der Theaterproduktion ‘Harry Potter und das verwunschene Kind’ können die Festivals zukünftig leider nicht mehr wie gewohnt stattfinden."

Jeweils mehr als 10.000 Rock- und Metalfans werden für die finalen Konzerte am 16. und 17. August mit Auftritten von Sisters Of Mercy, Life Of Agony, In Flames und Airbourne erwartet. Hamburg Konzerte arbeite daran, für die Zukunft eine andere Open-Air-Fläche zu finden. Erste Informationen soll es in den nächsten Wochen geben.