Elbtunnel

Inmitten von mächtig gestressten Beschäftigten

Die vor lauter lästigem Hetzen niemals nächtigten

Zwischen lärmendem Verkehr und Menschen, die drängeln

Zwischen pöbelnden Rentnern und Bengeln, die quengeln


Gibt es einen Ort, wo die Zeit scheinbar still steht

Und das im Herzen dieser Stadt

Die sich unentwegt um sich selbst dreht

Eine Zeitblase eine Kapsel kaum zu erfassen

Eine Kathedrale gekachelt und unter dem Wasser

Als hätte man den nordischen Jules Verne gelesen

Vielleicht nicht ganz 20.000 Meilen unterm Meer gelegen


Aber immerhin die Elbe, die über uns fließt

Und Schiffe und Fische, die’s in die Ferne fortzieht


An den Wänden sind Meeresbewohner, die beobachten uns

Hier, wo das Grundbrummen von dort oben verstummt

Bis uns ein Hupen aus unserem Tagtraum vertreibt

Weil gerade ein Auto aus dem Fahrstuhl aussteigt

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