Vernissage am Freitag, 21. September 2007, 19 Uhr

Urban Skins

Hamburg – London – Addis Abeba: Fotografische Installationen von Adriane Steckhan

Adriane Steckhan Seit ihrem Masterstudiengang in London arbeitet Adriane Steckhan an ihrem Langzeitprojekt "IntenCities". Dieser schöne Titel verbindet den Begriff "Intensität" mit ihrem Vorhaben, sich zehn Weltstädten (ten cities) künstlerisch zu nähern. Im Abendblatt- Center können die Besucher auf der Spur der Künstlerin, die in frei hängenden, großformatigen Arbeiten ihre Eindrücke festhält, die Städte Hamburg, London und Addis Abeba (Äthiopien) neu entdecken.

Adriane Steckhan studierte Illustration und Freie Kunst mit Schwerpunkt Malerei, doch ihre Bilder basieren auf Fotografien. Mit analoger Technik fotografiert sie meist bei Nacht urbane Szenen. Durch lange Belichtungszeiten und einen anschließenden Kopierprozess entstehen durch ein kontrolliertes Spiel mit dem Zufall unwirkliche Effekte, Lichtspuren und intensive Farben. Steckhan trägt auf die Farbabzüge eine flüssige Masse aus Acryl-Polymer auf, die beim Trocknen die Pigmente vollständig aufnimmt. Wenn sie danach in mühevoller Kleinarbeit das Papier durch viele Waschvorgänge entfernt, bleibt eine lichtdurchlässige Haut mit Pinselspuren, die "Urban Skin". Aus vielen dieser Fragmente werden schließlich die einzelnen Arbeiten zusammengesetzt, die oft die Anmutung eines Videostills haben: bewegt, abstrakt, rätselhaft.

Dieser Effekt wird besonders in der neusten Arbeit "Liverpool Station CCTV" eingesetzt. Steckhan geht es dabei auch um die Problematik der Überwachung. "Ich überwache die Überwachungskameras." Die Künstlerin, die auch eine eigene monatliche Musiksendung im Radio FSK und improvisierte Tanzperformances macht, findet, dass "Tokio der perfekte nächste Schritt für die Entwicklung meiner Arbeit wäre".

Ausstellungsdauer:
22.9.30.9.2007
Öffnungszeiten:
Mo.Fr. 1019 Uhr
Sa.+So. 1018 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Abendblatt-Center, Caffamacherreihe 1, 20350 Hamburg