Buchtipps

Bei dieser Lektüre ist Spannung garantiert

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Albers
Das Abendblatt stellt drei Bücher zum Schmökern vor (Symbolbild).

Das Abendblatt stellt drei Bücher zum Schmökern vor (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Zoonar | lev dolgachov

Perfekt als Urlaubslektüre: Das Abendblatt stellt drei packende Bücher vor, die spannend bis zur letzten Seite bleiben.

Hamburg. Der schwedische Autor Christoffer Carlsson ist der neue Star der skandinavischen Kriminalliteratur. Nach seinem Debüt „Der Turm der toten Seelen“, für den er mit gerade mal 27 Jahren den Schwedischen Krimipreis erhielt, und „Unter dem Sturm“ liegt nun der fulminante dritte Roman vor: „Was ans Licht kommt“ (Deutsch von Ulla Ackermann, Rowohlt, 491 Seiten, 23 Euro).

Carlsson erzählt in klarer und schnörkelloser Prosa seine dunkle Geschichte, die zurückreicht ins Jahr 1986 und eigentlich dort auch ihren Anfang nimmt, an jenem 28. Februar, an dem Olaf Palme ermordet wird. Ein Tag, an dem ein Mann beginnt, Frauen zu vergewaltigen. Eine Polizistin scheitert bei den Ermittlungen, doch Jahrzehnte später nimmt ihr Sohn diese wieder auf. Glänzend gezeichnete Charaktere, ein raffiniert konstruierter Spannungsbogen: Das ist große Kriminalliteratur.

Buchtipps: Lansky stößt auf viele Fragen

Es ist die Geschichte einer Tragödie, die der Hamburger Autor Henri Faber in seinem Thriller „Kaltherz“ (dtv, 412 Seiten, 16,95 Euro) erzählt. Nur wenige Minuten sind es, die alles verändern für eine junge Frau. So lange hat sie ihre kleine Tochter allein gelassen, und als die Mutter zurückkehrt, ist das Kind fort.

Ein Albtraum beginnt. Kommissarin Lansky leitet die Ermittlungen, doch sie stößt auf mehr Fragen, als dass sie Antworten findet. Keine Spur von den Entführern, keine Lösegeldforderung, nichts. Und Lansky verstrickt sich immer mehr in ihrer eigenen Vergangenheit. Henri Faber erzählt seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, höchst spannend bis zur letzten Seite.

Buchtipps: Ein schwereloser Kriminalroman für den Urlaub

Luca Ventura ist ein Pseudonym. Der deutsche Autor, der sich dahinter verbirgt, hat mit „In einer stillen Bucht“ (Diogenes, 335 Seiten, 16 Euro) jüngst seinen dritten Capri-Krimi vorgelegt. Darin stirbt die Leiterin des Konservatoriums von Neapel, tot wird sie in einem Koffer an der Felsküste Capris gefunden.

Was suchte die Frau auf der Insel? Und was hat Stradivaris berühmte Harfe mit dem Mord zu tun? Die Inselpolizisten Rizzi und Cirello ermitteln in einem Fall voller Wut und Gier. Luca Ventura hat einen leichten, einen nahezu schwerelosen Kriminalroman geschrieben. Mehr unterhaltsame Urlaubslektüre für den Strand geht kaum.

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