Konzertkritik

Danko Jones – Liebe, Sex und Zärtlichkeit in der Markthalle

Sieht immer stinksauer aus, hat aber einfach nur Spaß am Rock’n’Roll: Danko Jones aus Toronto, der nun in der Markthalle in Hamburg auftrat (Archivbild).

Sieht immer stinksauer aus, hat aber einfach nur Spaß am Rock’n’Roll: Danko Jones aus Toronto, der nun in der Markthalle in Hamburg auftrat (Archivbild).

Foto: imago stock / IMAGO/Gonzales Photo

„Rock Shit Hot“ wie immer: Das Power-Trio Danko Jones stillte in Hamburg das Verlangen nach Stromgitarren.

Hamburg.  „Das ist die beste Show der ganzen Tour“, brüllt Danko Jones am Donnerstag in der ausverkauften Markthalle in Hamburg und zieht eine Jeanskutte über, die ein Fan ihm gereicht hat. Keine Ahnung, wie die anderen Konzerte des kanadischen Rockrabauken und seiner Mitstreiter John Calabrese (Bass) und Rich Knox (Schlagzeug) waren, aber die Truppe aus Toronto ist seit vielen Jahren für absolut zuverlässiges Vollgasgeben bekannt.

Trotzdem liegt in der Markthalle zwischen Bier- und Schweißdunst das Gefühl in der Luft, das hier noch eine Schippe draufgelegt wird. Das Publikum, offensichtlich ausgehungert im Verlangen nach Stromgitarren, steigt trotz des schlechten Sounds (ungewöhnlich für die Markthalle) von der ersten Sekunde an voll ein. Eine Faust in die Luft, eine Hand an den Becher, und an den entsprechenden Stellen Mitsingen, fertig ist der Stimmenorkan der Tausend bei „I Gotta Rock“, „First Date“, „Lipstick City“ und „Invisible“.

Danko Jones in der Markthalle: Drei Männer, drei Akkorde

Drei Mann, drei Akkorde, drei Textinhalte: Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Was bei anderen Bands schnell langweilig wird, knallt bei Danko Jones 90 Minuten lang famos, angetrieben durch seine geradezu zornige Spielfreude. Da vermisst auch niemand den seit fünf Jahren nicht mehr gespielten Signatursong „Bring On the Mountain (Become The Mountain)“. Na, ja. Doch, ein bisschen. Egal, dieser Abend ist „Rock Shit Hot“.

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