Konzertkritik

Onair begeistert das Publikum im Schmidt-Theater

| Lesedauer: 2 Minuten
Peter Wenig
Onair präsentiert sich im Schmidt-Theater in Bestform. (Archivbild)

Onair präsentiert sich im Schmidt-Theater in Bestform. (Archivbild)

Foto: picture alliance / xim.gs

Band zählt zu den bekanntesten deutschen A-Cappella-Gruppen. Onair präsentiert sich in Bestform und begeistert das Publikum.

Hamburg. Am Ende legten sie ihre Mikrophone zur Seite und füllten den Saal allein mit ihren Stimmen. Mit „Halt mich“, einem der bekanntesten Liebeslieder von Herbert Grönemeyer, verabschiedete sich Onair am Sonntag von ihrem Publikum im Schmidt-Theater.

Die Berliner Band zählt zu den bekanntesten deutschen A-Cappella-Gruppen, 2019 gewannen sie den Grand Prix beim weltweit größten A-Cappella-Festival in Moskau. „Identity“ heißt ihr neues Programm, mit dem sie schon 2020 touren wollten. Doch die meisten Konzerte wurden wegen Corona wieder und wieder verschoben. Die Zwangspause nutzte das Quintett unter anderem für ein Gastspiel bei „The Voice of Germany“ – der erste Auftritt einer A-Cappella Band bei dieser TV-Casting-Show. Auf YouTube ist der Auftritt noch zu sehen, inklusive der völlig euphorisierten Jury.

Onair im Schmidt-Theater: Publikum feiert die Lieder

Doch wie sehr Jennifer Kothe, Marta Helmin, André Bachmann, Patrick Oliver und Kristofer Benn nach echten Live-Auftritten zehren, zeigte sich an diesem Abend an der Reeperbahn. Onair präsentiert sich in Bestform, mitunter scheinen sie ihr Glück gar nicht fassen zu können, dass das Publikum ihre Lieder so feierte.

Onair

Der ergreifendste Moment des Abends war ohne Frage das Lied „Vater“, den deutschen Text schrieb der früh verstorbene Liedermacher Gerhard Gundermann. Tenor André Bachmann verarbeitet mit dem Lied auch seine eigenen Erfahrungen, sein Vater trennte sich früh von der Familie.

Die Perfektion von Onair zeigt sich in den Cover-Versionen bekannter Songs von so unterschiedlichen Größen der Branche wie Rufus Wainwright, Radiohead und Peter Gabriel. Die Arrangements sind so ausgefeilt wie die Choreografien und Lichteffekte. Vor den Zugaben singt das Quintett noch den John-Miles-Klassiker „Music“. Und verspricht: „Wir kommen wieder, Hamburg!“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kritiken